Oliver Bottini

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Oliver Bottini (2008)

Oliver Bottini (* 21. April 1965 in Nürnberg) ist ein deutscher Schriftsteller, der sich mit seinen Kriminalromanen Renommee erworben hat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen in München, machte er nach dem Gymnasium dort Zivildienst. Dann ging er für ein halbes Jahr nach Neuseeland und Australien. Ab 1992 studierte er an der LMU München Germanistik, Italianistik sowie Markt- und Werbepsychologie und schloss mit dem Magister ab. Seit 2008 lebt Bottini in Berlin.

Seinen Lebensunterhalt verdient er seit 1995 als freiberuflicher Lektor und Autor. Bis 2010 praktizierte er zum sportlichen und spirituellen „Ausgleich“ Kung Fu und Qi Gong, seit 2011 Ashtanga Yoga.

Die ersten Literaturstipendien kamen 1999 von der Stadt München und 2001 von der Bertelsmannstiftung. Bottini absolvierte ab 2001 eine zweijährige Ausbildung in Familien- und Wirtschafts-Mediation. Seit der Platzierung seines ersten Kriminalromans Mord im Zeichen des Zen beim Deutschen Krimi Preis 2005 (3. Platz) gehört er bei der Literaturkritik und zunehmend auch beim Leserpublikum zu den beachteten Krimi-Romanciers in Deutschland. Sein 2006 erschienener zweiter Krimi Im Sommer der Mörder stand zweimal auf Platz eins der KrimiWelt-Bestenliste und erhielt 2007 ebenfalls den Deutschen Krimi Preis (Platz 3). Im Frühjahr 2007 verbrachte Bottini nach eigenen Angaben drei Monate im kroatischen Osijek, um für den Roman Im Auftrag der Väter zu recherchieren und das Buch dort zu Ende zu schreiben.

Mit Kurzgeschichten beteiligt sich Bottini darüber hinaus an Anthologien. Als Sachbuchautor hat er sich bislang vorwiegend mit Themen der asiatischen Lebenskunst befasst: Meditation, Buddhismus, Zen, Qi Gong. Eine Kritikerin von Deutschlandradio Kultur sagte über ihn: „Tatsächlich sind Oliver Bottinis Bücher frei von esoterischem Geschwafel.“

Mehrere seiner Kriminalromane mit der trocken alkoholkranken Kommissarin „Louise Boni“ wurden für das deutsche Fernsehen verfilmt. Am 18. Februar 2016 zeigte die ARD erstmals die zweite Episode, Louise Bonì: Jäger in der Nacht, im Hauptabendprogramm.[1] Im Jahr zuvor war bereits Louise Bonì: Mord im Zeichen des Zen ausgestrahlt worden, "von der Kritik hochgelobt".[2] Der „Welt“-Feuilletonleiter Elmar Krekeler meinte sogar, Louise Boní sei "die vielschichtigste Frauenfigur des deutschen Serienfernsehens".[3] Das war indes schon in der literarischen Vorlage, dem Buch von Oliver Bottini, so angelegt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriminalliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Louise Bonì-Reihe
Sonstige

Kurzgeschichten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nächstes Jahr. In: Verbotene Küsse. Seitensprünge und andere sinnliche Fantasien. Anthologie. Knaur Verlag München, April 2005.
  • Die einzig wahre Geschichte. In: Blutgrätsche. Weltmeister-Krimis. Anthologie. Grafit Verlag, Dortmund, Februar 2006.
  • Leben und sterben in Fröndenberg. In: Mord am Hellweg III. Kriminalstories. Anthologie. Grafit Verlag, Dortmund, September 2006.

Sachbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das große O.W. Barth-Buch des Zen. O.W. Barth Verlag, 2002, ISBN 3-502-61104-1.
  • Das große O.W. Barth-Buch des Buddhismus. O.W. Barth Verlag, 2004, ISBN 3-502-61126-2.
  • Mit Lao Vongvilay: Die Kraft des Tigers. Qi Gong für jeden Tag. O.W. Barth Verlag, 2005, ISBN 3-502-61134-3.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Louise Bonì: „Jäger in der Nacht“ : Wenn die Schatten auftauchen, Frankfurter Rundschau vom 18. Februar 2016
  2. Kommissarin Louise Bonì – Jäger in der Nacht, daserste.de, abgerufen 20. Februar 2016
  3. Fernsehthriller: Wenn Männer sich fühlen wollen, töten sie Frauen, Die Welt vom 18. Februar 2016