Oliver Krischer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Oliver Krischer (2014)
Video-Vorstellung (2014)

Oliver Michael Krischer (* 26. Juli 1969 in Zülpich) ist ein deutscher Politiker und Abgeordneter des Deutschen Bundestages. Er ist einer der fünf Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Bundestagsfraktion der Partei Bündnis 90/Die Grünen.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krischer lebt in Düren, ist mit Sybille Haußmann verheiratet und hat zwei Söhne.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krischer wuchs in Heimbach (Eifel) auf. Nach Abitur und Zivildienst studierte er Biologie an der RWTH Aachen. Nach eigenen Angaben erreichte er dort keinen Abschluss. Von 1997 bis 2002 war er Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Michaele Hustedt. Von 2002 bis 2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Landtagsfraktion NRW der Grünen im Bereich Energie, Landwirtschaft und Landesplanung.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989 wurde Krischer Parteimitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. 1994–2009 Mitglied im Kreistag 1997–2009 Vorsitzender der GRÜNEN Fraktion im Kreistag Düren Seit 2005 Kreisvorsitzender der GRÜNEN Düren Seit 2006 Mitglied des GRÜNEN Bezirksvorstand Mittelrhein.

2009 – 2013 Mitglied des Dt. Bundestages, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie, stv. Mitglied im Ausschuss Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Sprecher für Energiewirtschaft der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Seit der Bundestagswahl 2013 ist er einer der fünf stv. Fraktionsvorsitzenden und politischer Koordinator des Arbeitskreises 2 (Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit, Tierschutz, Klima, Energie, Nachhaltigkeit, Bau, Wohnen und Stadtentwicklung, Verkehr, Agrarpolitik und Ernährung, Tourismus, Aufbau Ost); stv. Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und stv. Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur.[1]

Als Schwerpunkte behandelt er u. a. die Themen Autobahnmaut[2] und sanierungsbedürftige Bahnbrücken.[3] Schwerpunkte seiner Arbeit innerhalb der Klima- und Energiepolitik sind Fragen in der Effizienz der Energieerzeugung, Kraft-Wärme-Kopplung, Strommarktdesign, eine Reformierung des Bergrechts sowie die CCS-Technologie (CO2-Abscheidung und Speicherung) und das Fracking.

Vor Ort in seinem Wahlkreis Düren beschäftigt sich Krischer unter anderem mit den Problemen rund um den Braunkohletagebau im Rheinischen Revier, wie z. B. Umsiedlungen, Landschaftszerstörung, Bergschäden und Feinstaubbelastung, den atomaren Altlasten des Forschungszentrums Jülich sowie mit der Stilllegung des belgischen Kernkraftwerk Tihange.[4]

Oliver Krischer ist als lokaler GRÜNEN-Abgeordneter für die Wahlkreise Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg und Rhein-Erft zuständig. Seine lokalen Wahlkreisbüros sind in Aachen und Düren zu finden.

Krischer saß für die Grünen im Untersuchungsausschuss zum VW-Abgasskandal.[5]

Trotz seines Bundestagsmandates und einen Wohnsitz in Düren war Krischer einer von sechs Kandidaten zur vorgezogenen Wahl zum Städteregionsrat der Städteregion Aachen.[6]

Bei dieser Wahl erreichte er am 4. November 2018 den dritten Platz (21,22 Prozent) hinter Daniela Jansen (27,88 Prozent) und Tim Grüttemeier (39,24 Prozent).[7]

Ehrenamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krischer ist unter anderem Mitglied im BUND, im NABU und im Verein Netzwerk Bergbaugeschädigter e. V.[8] und im Tierschutzverein Kreis Düren. 2001 bis 2006 Vorsitzender der Biologischen Station im Kreis Düren. 2002 bis 2008 Vorstandsmitglied im Förderverein Nationalpark Eifel.[9] 2010–2017 Vorsitzender des Fördervereins.[10] Hier beschäftigte er sich insbesondere mit den Themen Waldumbau (Fichte zu Buche), Lärmbelastung im Nationalpark, nationalparkverträgliche Entwicklung der NS Ordensburg Vogelsang und der Ausweisung weiterer Nationalparks in NRW. 2011 bis 2013 Mitglied des Vorstandes von Eurosolar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oliver Krischer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. [2]
  3. Detlev Hüwel: Jede zweite Bahnbrücke marode. In: rp-online. Abgerufen am 10. Januar 2017.
  4. http://www.oliver-krischer.eu/?s=tihange
  5. Abgas-Ausschuss nimmt seine Arbeit auf. (HTTPS) In: bundestag.de. Juli 2016, abgerufen am 14. September 2016.
  6. Sechs Bewerber für die Etschenberg-Nachfolge
  7. http://wahlen.regioit.de/AC/str18/05334000/html5/index.html
  8. http://www.netzbege.de/
  9. Homepage Förderverein Nationalpark Eifel
  10. http://www.az-web.de/lokales/dueren-detail-az/1441153?_wo=Lokales:Dueren&_link=&skip=&_g=Plattform-fuer-Themen-des-Nationalparks.html