Oliver Petszokat

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Oliver Petszokat in Mannheim 2016 auf dem La Ola Schlagerfestival
 Commons: La Ola Mannheim 2016 – Sammlung von Bildern

Oliver Alexander Reinhard Petszokat (* 10. August 1978 in Berlin), besser bekannt unter dem Künstlernamen Oli.P, ist ein deutscher Schauspieler, Sänger und Moderator.

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oliver Petszokat wurde als Sohn des Polizisten Reinhard Petszokat geboren. Im Alter von zehn Jahren begann er mit Turniertanz; seinen größten tänzerischen Erfolg hatte er 1995 als Teilnehmer im Siegerteam für den Jugendmannschaftspokal des Tanzsportverbands Nordrhein-Westfalen e. V.

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Erfolge als Schauspieler hatte er ab 1996 in der von RTL 2 täglich ausgestrahlten Seifenoper Alle zusammen – jeder für sich. Durch seine Rolle als Ricky Marquart in der RTL-Serie Gute Zeiten, schlechte Zeiten, die er von 1998 bis 1999 spielte, stieg er binnen kürzester Zeit zum Mädchenschwarm auf.

2002 gründete Petszokat in Berlin die Internet-Plattform 23HeadZtorms GmbH. 2003 spielte er eine Hauptrolle in dem deutschen Kinofilm Motown und war im gleichen Jahr Jury-Mitglied in der ZDF-Castingshow Die Deutsche Stimme 2003.

Vom 2. März 2004 bis zum 1. März 2005 war Petszokat, neben Ruth Moschner und Christian Möllmann, Co-Moderator der fünften Staffel von Big Brother. Auch die sechste Staffel begleitete er vom 1. März 2005 an als Co-Moderator, ebenfalls neben Ruth Moschner und mit Jochen Bendel als Ersatz für Christian Möllmann. Ab dem 6. Juni 2005 moderierte er gemeinsam mit Bendel die Big-Brother-Dorf-Wochenshow und ersetzte Moschner, die auf eigenen Wunsch die Sendung verließ.

Von März bis August 2006 moderierte Petszokat beim Privatsender RTL 2 die tägliche Gameshow 5 gegen 5 als Nachfolger des über Jahre hinweg erfolgreichen Familien-Duells bei RTL. Im Herbst 2006 wechselte Petszokat zum Privatsender ProSieben, wo er an der Eislaufshow Stars auf Eis teilnahm und zusammen mit seiner Partnerin Kati Winkler gewann. Außerdem trat er in der Comedysendung Gott sei dank … dass Sie da sind! auf und moderierte das Finale der fünften und sechsten Staffel der Castingshow Popstars.

Von Januar bis März 2007 moderierte er gemeinsam mit Oliver Pocher den ProSieben-Gameshow-Marathon. Im Oktober 2007 war er Teilnehmer der ProSieben-Sendung Das große Promi-Pilgern neben Katy Karrenbauer, Charlotte Engelhardt, Ingo Naujoks und Claude-Oliver Rudolph. Ab Dezember 2007 moderierte Petszokat zusammen mit Katarina Witt und Charlotte Engelhardt die zweite Staffel der ProSieben-Show Stars auf Eis.

2008 spielte er neben Jeanette Biedermann auf ProSieben in dem Funny Movie Dörte’s Dancing mit. Vom 9. September 2008 an moderierte Petszokat zusammen mit Senna Guemmour die Sendung Singing Bee, die ebenfalls von ProSieben ausgestrahlt wurde, aber wegen schlechter Einschaltquoten im November 2008 eingestellt wurde.

Am 11. April 2010 war er in der VOX-Sendung Das perfekte Promi-Dinner zusammen mit Benjamin Boyce, Yvonne de Bark und Kelly Trump zu sehen. Im August 2010 ließ er sich in der RTL 2-Sendung „Tattoo Attack - Stars stechen zu“ tätowieren. Von Oktober 2010 bis September 2011 spielte Petszokat eine Hauptrolle in der Daily Soap Hand aufs Herz, die bei Sat.1 und sixx ausgestrahlt wurde.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem 1. Februar 2013 spielte er in der Comödie Dresden den verwirrten Kjell Bjarne in „Elling - Zwei gegen den Rest der Welt“. Zusammen mit Miriam Pielhau, Tobias Schenke und Christian Kühn spielte er bis Ende April 2013 im Dresdner Theater.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im Sommer 1997 veröffentlichte er seine erste Single die den Titel „Liebe machen“ trug, der Erfolg blieb aber aus, auch seine zweite Single „Eivissa“ die er zusammen mit der Gruppe „Paradise Love Squad“ aufnahm, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Der Song stieg in Deutschland auf Platz 32 und hielt sich insgesamt neun Wochen lang in den Charts.

Nachdem er zu einem der Stars bei GZSZ wurde, veröffentlichte er im Herbst 1998 seine dritte Single (Co-Sängerin Tina Frank), eine gerappte Coverversion des Hits „Flugzeuge im Bauch“ von Herbert Grönemeyer aus dem Jahr 1985. Mit dieser Single gelang ihm ein internationaler Nummer-eins-Hit. Allein in Deutschland hielt sich der Song sieben Wochen auf Platz 1 der Singlecharts. Für diesen Erfolg wurde Petszokat 1999 für die erfolgreichste nationale Rock-/Pop-Single mit dem Deutschen Schallplattenpreis ECHO ausgezeichnet. Die Nachfolgesingle „I Wish“ stieg bis auf Platz 2 der Hitlisten.

Sein zweiter Nummer-eins-Hit gelang Petszokat im Herbst 1999 mit einer Cover-Version des Songs „So bist du“, mit dem Peter Maffay 1979 ebenfalls Platz 1 der Charts erreicht hatte.

2000 ist Petszokat mit Rapeinlagen in dem Song "Immer noch" von Jeanette Biedermann zu hören.

Insgesamt konnte Petzsokat über 4.100.000 Platten verkaufen und zählt zu den erfolgreichsten deutschen Sängern. Mit neuen Stücken war er weitaus weniger erfolgreich als mit den Cover-Versionen.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
1998 Mein Tag 6 Gold
(22 Wo.)
11 Gold
(16 Wo.)
11 Gold
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. November 1998
Verkäufe: + 300.000
1999 o.ton 14 Gold
(13 Wo.)
31
(8 Wo.)
19
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. November 1999
Verkäufe: + 150.000
2001 P.ulsschlag Erstveröffentlichung: 1. Oktober 2001
2002 Startzeit 78
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. November 2002
2004 Freier Fall Erstveröffentlichung: 26. April 2004
2016 Wie früher Erstveröffentlichung: 27. Mai 2016

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TV Serien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: "Wie angelt man sich seinen Chef?"
  • 2001: "Girl"
  • 2003: "Motown"
  • 2005: "Ein Hund, zwei Koffer und die ganz große Liebe"
  • 2007: "Die ProSieben Märchenstunde: Dörnröschen - ab durch die Hecke"
  • 2008: "Funny Movie - Dörte’s Dancing"

Gastauftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Musikvideo zur Single Michi Beck in Hell von den Fantastischen Vier aus dem Jahre 1999 hatte er neben weiteren Prominenten wie Harald Schmidt oder Christian Ulmen einen Gastauftritt.

In Folge 23, „Forever young!“ aus dem Jahr 2004 der Kinderserie „Wie erziehe ich meine Eltern?“ tritt er als Fitnesstrainer Ron auf.

2008 ist Petszokat im Musikvideo zur Single „Für das Volk“ von Tareec feat. Chakuza zu sehen.

Moderation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oli P. moderiert den Pokémon Day 2010 in München.

Bei den Pokémon Days von 2010 bis 2013 war Petszokat als Moderator tätig. Außerdem moderierte er 2011 die Pokémon-Party in Hamburg zusammen mit Pete Dwojak, 2012 und 2013 alle Bühnenprogramme.

Im April 2011 gab Petszokat sein Debüt am Ballermann auf Mallorca. Am 15. August desselben Jahres trat er zum ersten Mal im Oberbayern auf.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Bravo Otto in Gold, Kategorie „Pop - Sänger“
  • 1998: Bravo Otto in Silber, Kategorie "TV Star"
  • 1999: Bravo Otto in Gold, Kategorie „Pop - Sänger“
  • 1999: Bravo Otto in Bronze, Kategorie "TV Star"
  • 1999: Goldene Stimmgabel
  • 1999: Echo-Preis, Erfolgreichster nationaler Song des Jahres („Flugzeuge im Bauch“)

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Petszokat heiratete im Jahre 1999 die Schauspielerin Tatiani Katrantzi, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat. Im November 2007 trennte sich das Paar, im Mai 2009 wurde die Scheidung eingereicht. Seitdem ist er mit seiner neuen Lebensgefährtin, Pauline Schubert liiert und seit dem 7. August 2014 verheiratet.[1] Die beiden haben in der Kölner Südstadt ein Delikatessengeschäft für Hunde.[2][3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oliver Petszokat – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herrchen Oli P. zeigt sein neues Frauchen
  2. Express.de: Shop in der Südstadt eröffnet Oli P. ist auf den Hund gekommen, 25. Juli 2012, abgerufen am 27. März 2015
  3. Gala.de: Oli P.: Er hat wieder geheiratet, 8. August 2014, abgerufen am 27. März 2015