Oliver Spiecker

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Oliver Spiecker (* 20. Mai 1951 in Duisburg), eigentlich Markus Spiecker, ist ein deutscher Autor, Journalist, Liedtexter und Programmentwickler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Rundfunkkarriere begann er mit 18 Jahren während der Semesterferien im deutschen Hörfunkprogramm von RTL, als damals jüngster Moderator und Redakteur. Besonders populär wurden seine Sendungen für junge Leute: „Nachsitzen mit Oliver“ und „Superclub“. Ein Kölner Fernsehproduzent entdeckte ihn als Nachwuchsautor für die satirische ZDF-Sendereihe „Express“. Für Jürgen von Manger textete er „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens in „Bottroper Bier“ um. Einer seiner ersten Liedtexte wurde zum Millionenerfolg: „Steppenwolf“, der Titelsong von Peter Maffays Comeback-Album 1979. Spiecker übersetzte auch Texte von Michel Sardou, Salvatore Adamo und Lucio Battisti und schrieb für Udo Jürgens das symphonische Lied „Wort“, eingespielt mit den Berliner Philharmonikern.

Hanns Joachim Friedrichs, damals ZDF-Sportchef, motivierte ihn, ein „Sportstudio für junge Zuschauer“ zu entwickeln. So entstand die Jugendsendung „Pfiff“, die Spiecker auch selbst eine Zeitlang moderierte. Gemeinsam mit dem damaligen "Kulturpapst" Reinhart Hoffmeister talkte er live von der Frankfurter Buchmesse in der „litera-tour“ des ZDF.

Sein erstes internationales Drehbuch schrieb Spiecker 1984 für den „Eurovision Song Contest“ aus Luxembourg. Im selben Jahr holte ihn Helmut Thoma als Programmentwickler und Ideengeber zum gerade gegründeten TV-Sender RTL plus. Seine interaktiven Fernsehformate „Was kostet die Welt“ und „Sender mit 3 Buchstaben“ erreichten Marktanteile von über 50 Prozent.

1989 schrieb Spiecker das Drehbuch zu „Köszönöm“, der ersten ostwesteuropäischen Gemeinschaftsproduktion nach dem Fall der Mauer, live aus Budapest. Von 1989 bis 1996 gestaltete er Konzept, Drehbuch und Preisträger-Clips für „Die Goldene Kamera“. Er entwickelte TV-Projekte für UNICEF, Greenpeace und Menschen für Menschen. Spiecker schrieb für Hans-Joachim Kulenkampff („Kulis Buchclub“, RTL), Harald Juhnke („Wie wär’s heut’ mit Revue?“, ZDF), Désirée Nosbusch, Roger Moore und Thomas Gottschalk. Für die ARD entwickelte er „Guinness – die Show der Rekorde“ und schrieb etliche Folgen von „Stars in der Manege“. Er gestaltete die TV-Shows zum 75. Geburtstag von Hans-Dietrich Genscher, Karlheinz Böhm und Peter Ustinov und zum 100. von Johannes Heesters. 1997 war Spiecker Autor und Namensgeber für den ersten „Deutschen Zukunftspreis“ – eine Initiative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. Seit 2010 ist Spiecker Künstlerischer Berater und Drehbuchautor für den Dresdner „SemperOpernball“.

Außerdem verfasste er Reisereportagen, Portraits und Interviews für diverse Zeitschriften, unter anderem mit Maximilian Schell und André Heller.

2007 veröffentlichte Spiecker sein erstes großes Buchprojekt "Der MegaBass Kurt Rydl", die Biografie des Wiener Opernweltstars.
2013 erschien „MALEN HEISST SICH WEHREN – Gottfried Helnwein im Gespräch mit Oliver Spiecker“, eine Biografie in Dialogform, mit einem Vorwort von Iris Berben.

Oliver Spiecker lebt in Berlin, Puhu und Lluc Alcari.[1]

Produktionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999 „World Sports Awards“, Wiener Staatsoper
  • 2000 „World Sports Awards“, Royal Albert Hall London
  • 2001 bis 2007 „Corine – Internationaler Buchpreis“, 3sat, Cuvilliés-Theater und Prinzregententheater München
  • 2002 „Danke, Karlheinz Böhm - 20 Jahre Menschen für Menschen“, ZDF, Autostadt Wolfsburg
  • 2002 „Sommernachtsmusik“, ZDF, Marktplatz Leipzig
  • 2002 „Bayerischer Filmpreis“, Prinzregententheater München
  • 2003 „Graz fliegt“, Eröffnungsevent der Kulturhauptstadt Europas, ORF und 3sat
  • 2003 „Ein Abend für den Frieden“, ZDF
  • 2003 „Johannes Heesters - eine Legende wird 100“, ARD
  • 2004 und 2007 „Cinema for Peace“, Konzerthaus Berlin
  • 2004 „Die Zwillingsshow“, RTL
  • 2004 bis 2007 „Stars in der Manege“, ARD
  • 2004 bis 2008 „Festival International de Monte Carlo“, ARD
  • 2005 „Unicef Gala“, 3sat, Philharmonie Essen
  • 2007 und 2008 „Energy Globe World Award“ Europäisches Parlament Brüssel, Belgien
  • 2009 „Energy Globe World Award“, Messepalast Prag, Tschechische Republik
  • 2010 „Energy Globe World Award“, Kigali, Rwanda
  • 2010 „José Carreras Gala“, ARD
  • 2011, 2012 „Goldene Henne“, MDR und RBB, Theater am Potsdamer Platz, Berlin
  • 2011 „Energy Globe World Award“, Messezentrum Wels, Österreich
  • 2010, 2011, 2012, 2013 „SemperOpernball“, MDR und 3sat, Dresden
  • 2012 „ZwanzigZwölf - Neujahrskonzert zum 20. Geburtstag des MDR“, Gewandhaus zu Leipzig
  • 2013 „Alle feiern Richard“, Oper Leipzig, zum 200. Geburtstag von Richard Wagner, MDR
  • 2013 „Bruckner lebt!“ - Visualisierte Klangwolke Linz
  • 2013 „Malen heißt sich wehren – Gottfried Helnwein im Gespräch mit Oliver Spiecker“, Vorwort Iris Berben, Edition Braus, Berlin
  • 2014 „SemperOpernball“: „Dresden glitzert“, MDR und 3sat, Dresden
  • 2014 „Mitten im Leben“, Liedtexte für das 53. Album von Udo Jürgens: „Die riesengroße Gier“, „Der Gläserne Mensch“, „Mein Ziel“, „Mitten im Leben“
  • 2015 „SemperOpernball“: „Dresden jubelt – und heißt die Welt willkommen“, MDR und 3sat
  • 2015 „Das Fest in der Frauenkirche“, Verleihung Europäischer Kulturpreis 2015, Dresden, MDR
  • 2017 „Grenzenlos – Kaiser im Palast“, Dresdner Philharmonie, Philharmonischer Chor, Wiedereröffnung Kulturpalast Dresden, MDR & Sony Music
  • 2017 „Alles fließt…“, Elbphilharmonie Hamburg

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Guten Morgen Deutschland“. mit Hugo-Egon Balder, Wolfgang Hofer, Jacky Dreksler, Wenzel Kofron, RTL-Edition, Luxembourg 1983, ISBN 2-87951-040-6.
  • „Oh! LYMPIA.“ mit Gisela Reinke-Dieker, Justus Nording, Ewald Lienen u. a., Elefanten Press, Berlin 1983, ISBN 3-88520-109-7.
  • „Der MegaBass Kurt Rydl.“ mit Mathias Bothor (Fotos), Christian Brandstätter Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-85033-087-9.
  • „Nur nicht hängen lassen!“ Random House, 2009, ISBN 978-3-453-60123-9.
  • „MALEN HEISST SICH WEHREN“ Gottfried Helnwein im Gespräch mit Oliver Spiecker, Edition Braus, 2013, ISBN 978-3-86228-070-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Schöner Wohnen" 08/2002, gedruckte Ausgabe