Olivier Mannoni

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Olivier Mannoni (2015)

Olivier Mannoni (geboren 14. September 1960) ist ein französischer Übersetzer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olivier Mannoni arbeitet seit 1978 als freier Journalist. Er schrieb Literaturkritiken für Libération, L'Événement du jeudi und Le Magazine littéraire. Er war zwischen 1992 und 1999 Literaturkritiker bei La Quinzaine littéraire.

Mannoni ist Übersetzer von Belletristik und philosophischen und soziologischen Texten aus dem Deutschen ins Französische, er hat bis 2018 circa 200 Übersetzungen erarbeitet.

Mannoni verfasste Biographien von Günter Grass und Manès Sperber und gab bei Éditions Odile Jacob eine Werkausgabe Sperbers heraus.

Unter anderem übersetzte Mannoni drei Texte von Sigmund Freud und eine von Max Eitingon besorgte Briefauswahl Freuds, philosophische Werke von Hans Blumenberg, Helmuth Plessner, Odo Marquard und Peter Sloterdijk, soziologische Texte von Harald Welzer, Wolfgang Sofsky, geschichtswissenschaftliche von Joachim Fest, Wilfried Nippel, Peter Reichel und die Untersuchung von Ralf Ogorreck über die Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD. Zu den von ihm übersetzten belletristischen Autoren gehören neben Martin Suter, insbesondere die Schriftsteller Peter Berling, Maxim Biller, Sherko Fatah, Milena Michiko Flasar, Wolfram Fleischhauer, Thomas Glavinic, Gaby Hauptmann, Jörg Kastner, Ludwig Laher, Bernhard Schlink und Uwe Tellkamp.

Von 2007 bis 2012 war Mannoni Vorsitzender der Association des Traducteurs Littéraires de France (ATLF). Seit 2012 leitet er am Centre national du livre ein Übersetzerseminar.

Im Jahr 2018 erhält Mannoni den in Sulzbach/Saar ausgelobten Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Un écrivain à abattre : l'Allemagne contre Günter Grass. Ramsay, Paris 1996
  • Günter Grass : l'honneur d'un homme. Bayard, Paris 2000
  • Manès Sperber : l'espoir tragique. Vorwort Jean Blot. A. Michel, Paris 2004
Übersetzungen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Olivier Mannoni erhält den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, Nachricht, in: SZ, 18. Juli 2018, S. 12