Olli Lehto

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Olli Erkki Lehto (* 30. Mai 1925 in Helsinki) ist ein finnischer Mathematiker, der sich mit Funktionentheorie beschäftigt.

Lehto promovierte 1949 an der Universität Helsinki bei Rolf Nevanlinna (Anwendung orthogonaler Systeme auf gewisse funktionentheoretische Extremal- und Abbildungsprobleme). Er war von 1961 bis 1988 Professor an der Universität Helsinki, ab 1978 als Dekan der mathematischen Fakultät, ab 1983 als Rektor der Universität, von 1988 bis 1993 als Kanzler.

1983 bis 1990 war er Sekretär der Internationalen Mathematischen Union. Er ist seit 1962 Mitglied der Finnischen Akademie der Wissenschaften (Suomalainen Tiedeakatemia),[1] 1975 wurde er vom finnischen Staatspräsident mit dem Ehrentitel Akademiker der Wissenschaft (Tieteen akateemikko) ausgezeichnet. Er war Hauptorganisator des Internationalen Mathematikerkongresses (ICM) in Helsinki 1978 und Invited Speaker auf dem ICM in Moskau 1966 (Quasiconformal mappings in the plane). Er ist Fellow der American Mathematical Society und seit 1987 auch Mitglied der Leopoldina.

Lehto veröffentlichte eine Biographie seines Lehrers Rolf Nevanlinna.

Werke[Bearbeiten]

  • Univalent functions and Teichmüller Spaces. Springer, Graduate Texts in Mathematics, 1987.
  • mit Kaarlo Virtanen: Quasikonforme Abbildungen. Springer 1965, Grundlehren der Mathematischen Wissenschaften, 2. Auflage als: Quasiconformal mappings in the plane. Springer 1973.
  • Erhabene Welten - das Leben Rolf Nevanlinnas. Birkhäuser, Vita Mathematica 2008 (finnisches Original im Verlag Otava, Helsinki 2001).
  • Tieteen aatelia: Lorenz Lindelöf ja Ernst Lindelöf. Otava, Helsinki 2008 (finnisch).
  •  Mathematics without borders – a history of the International Mathematical Union. Springer, 1998, ISBN 978-0-387-98358-5..

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitgliederverzeichnis, abgerufen am 25. Dezember 2012.