Olympia-Radstadion (München)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Olympia-Radstadion
Das Olympia-Radstadion in München (2014)
Das Olympia-Radstadion in München (2014)
Daten
Ort DeutschlandDeutschland München, Deutschland
Koordinaten 48° 10′ 11,6″ N, 11° 32′ 27,5″ O48.16988211.540981Koordinaten: 48° 10′ 11,6″ N, 11° 32′ 27,5″ O
Eigentümer Olympiapark München
Betreiber Olympiapark München
Baubeginn 1970
Eröffnung 1972
Abriss seit April 2015
Oberfläche Doussié-Afzelia-Edelholz (Bahn)
Kosten 18 Millionen DM
Architekt Beier, Dahms, Grube, Harden, Kaiser, Laskowski (Stadion)
Herbert Schürmann (Bahn)
Kapazität 4.157 Plätze
Spielfläche 285,71 m Länge x 7,50 m Breite (Bahn)
Veranstaltungen

Das Olympia-Radstadion in München, zwischenzeitlich auch Event-Arena genannt, war ein Radstadion, das für die Olympischen Spiele 1972 erbaut wurde und im Jahr 2015 abgerissen wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1970 bis 1972 wurde das Olympia-Radstadion errichtet. Für den Entwurf des Stadions waren die Architekten und Ingenieure Beier, Dahms, Grube, Harden, Kaiser und Laskowski verantwortlich. Es verfügte über eine 285,714 m (3,5 Runden = 1.000 Meter) lange und 7,50 m breiten Radrennbahn aus westafrikanischem Doussié-Afzelia-Edelholz nach Plänen des Münsteraner Architekten Herbert Schürmann und war halboffen. Die Tribünen für 4.157 Zuschauer (3.051 Sitzplätze und 1.106 Stehplätze) und die Bahn selbst waren überdacht, der Innenraum nicht.[1][2] Das Stadion befindet sich am „Toni-Merkens-Weg“, so benannt nach dem Olympiasieger im Sprint von 1936.

Bereits nacholympisch befanden sich vier Tennisplätze mit Bitumenbelag im Innenbereich, welche in den 1980er Jahren von einer Traglufthalle umgeben waren. Ende der 1990er Jahre wurde das Stadion umgebaut und der offene Innenraum mit einer zusätzlichen Überdachung zur Erlebniswelt Olympic Spirit. Diese wurde jedoch nach nur wenigen Monaten wegen mangelnder Rentabilität wieder geschlossen.[3] Anschließend wurde das Olympia-Radstadion als Event-Arena für Veranstaltungen aller Art vermarktet. Mehrfach stand auch der Abriss zur Diskussion: Im Jahre 2000 gab es Überlegungen, an dieser Stelle ein neues Stadion für den FC Bayern München zu errichten,[4] und bei einer möglichen Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 an München war an dieser Stelle eine Eishalle geplant.[5]

Nach einem weiteren Umbau wurde das Stadion als Kongresszentrum genutzt. Es war auf zwei Ebenen aufgeteilt und verfügte über eine Nutzfläche von 9.000 Quadratmetern bei einer Hallenkapazität von rund 3.800 Besuchern. Der Besitzer ist der Olympiapark München.[6]

Abriss des ehemaligen Radstadions, August 2015

Am 17. Dezember 2014 beschloss die Stadt München den Bau einer neuen Multifunktionshalle für Eishockey und Basketball am Standort des früheren Radstadions durch einen privaten Investor auszuschreiben.[7] Der Abriss wird seit April 2015 durchgeführt und soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.[8] Im Jahr 2018 soll die neue Halle eröffnet werden.[9]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Unter anderem fanden bis zur Stilllegung in der Event-Arena statt:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Olympia-Radstadion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. velodromes.com: Cycle Tracks - List of References No. 50-100 (englisch)
  2. olypark.de: Daten und Bilder zum Olympia-Radstadion (Flash; 28 kB)
  3. sueddeutsche.de: Der Olympische Geist kann Millionen kosten Artikel vom 22. März 2004
  4. spiegel.de: Diktat der Vandalen Artikel vom 28. August 2000
  5. tz-online.de: Olympiapark: So teuer wird die Sanierung Artikel vom 5. März 2012
  6. olympiapark.de: Event-Arena
  7. muenchen.de: Neues Zuhause für Eishockey und Basketball Artikel vom 18. Dezember 2014
  8. muenchen.tv: Ära des ehemaligen Olympia-Radstadions geht zu Ende Artikel vom 2. April 2015
  9. tz.de: Fix! EHC und Bayern bekommen neue Halle Artikel vom 18. Dezember 2014