Olympique Lyon

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Olympique Lyon
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Voller Name Olympique Lyonnais
Ort Lyon, Frankreich
Gegründet 3. August 1950
Stadion Parc Olympique Lyonnais
Plätze 59.186
Präsident Jean-Michel Aulas
Trainer Bruno Génésio
Homepage olweb.fr
Liga Ligue 1
2015/16 2. Platz
Heim
Auswärts

Olympique Lyon (offiziell Olympique Lyonnais, kurz „OL“) ist ein französischer Fußballverein aus Lyon. Seine Herrenmannschaft dominierte seit dem ersten nationalen Titelgewinn im Jahr 2002 die französische Liga und stellte im Mai 2008 mit sieben aufeinanderfolgenden Meisterschaften einen neuen Ligarekord auf. Auf internationaler Bühne erreichte Lyon das Halbfinale im Europapokal der Pokalsieger 1963/64 sowie 2009/10 in der Champions League, dort in den Jahren von 2004 bis 2006 zudem das Viertel-, 2007 bis 2009 das Achtelfinale. 2007 war Olympique Lyon der erste Verein, der im selben Jahr sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die französische Meisterschaft gewinnen konnte. Den ersten europäischen Titel des Klubs gewannen seine Frauen mit der UEFA Women’s Champions League 2011.

Vereinspräsident ist derzeit Jean-Michel Aulas; die Ligamannschaft wird von Bruno Génésio, dem ehemaligen Co-Trainer, trainiert, der im Winter 2015 Hubert Fournier ablöste. (Stand: Januar 2016)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1902 entstand Lyon Olympique durch Fusion von vier Vereinen (Racing Club Lyon, Stade Lyonnais, Philegie Club Lyon und Club Sportif Lyonnais). 1910 wurde Lyon Olympique in Lyon Olympique Universitaire (LOU) umbenannt. Bis in die 1920er Jahre stand LOU im Schatten des FC Lyon, der 1918 das erste offizielle Pokalfinale in Frankreich erreichte.

Nachdem der FC Lyon sich um 1930 mit der AS Villeurbanne zusammengeschlossen hatte, kam es 1935 zur Fusion mit LOU. Seit dem 3. August 1950 trägt der Verein den Namen Olympique Lyonnais; diesen Tag nennt der Klub heutzutage auch erst als sein offizielles Gründungsdatum.

Vereinswappenhistorie

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstklassig (Division 1, seit 2002 Ligue 1 genannt) spielte Lyon 1942/43 und 1944–1946 (als LOU) und dann wieder 1951/52, 1954–1983 und seit 1989 (als OL).

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein trägt seine Heimspiele im 40.480 Zuschauer fassenden, städtischen Stade Gerland (offiziell Stade Municipal de Gerland) aus. Es wurde 1926 erbaut und 1998 für die WM grundlegend renoviert. Allerdings ist ein neues, etwa 60.000 Zuschauer fassendes Stadion in Décines-Charpieu, östlich Lyons und nahe dem Flughafen Lyon Saint-Exupéry, in Planung, das im Besitze des Vereins sein wird. Die ursprüngliche Planung einer Fertigstellung zur Saison 2010/11 konnte aufgrund zahlreicher Nachbareinsprüche und anderer Genehmigungshindernisse nicht eingehalten werden. Inzwischen läuft allerdings das von der französischen Regierung auf den Weg gebrachte Verfahren, den Bau für „im öffentlichen Interesse liegend“ zu erklären; dies sollte laut Klubpräsident Aulas dazu führen, dass Ende 2011 alle Genehmigungen vorliegen.

Das anfangs als OL Land bezeichnete Neubauprojekt trug ab Januar 2011 die offizielle Bezeichnung Stade des Lumières (wörtlich übersetzt „Stadion der Lichter“). Dieser Name bezieht sich einerseits auf die jährlich am 8. Dezember gefeierte gallische „Hauptstadt des Lichts“, andererseits auf die in dieser Region tätigen Brüder Lumière. Es ist allerdings beabsichtigt, die Namensgebung schon während der Bauphase an einen Sponsoren zu verkaufen.[1] Mit der Eröffnung trägt das Stadion den Namen Parc Olympique Lyonnais. Am 9. Januar 2016 wurde die neue, mit 59.186 Plätzen ausgestattete, Fußballarena mit dem Ligaspiel gegen ES Troyes AC (4:1) eingeweiht.

Rivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Rivalitäten zu anderen Spitzenclubs des französischen Fußballs wie PSG und Olympique Marseille (Le Classique) sind vor allem die Spiele gegen den französischen Rekordmeister AS Saint-Étienne von hoher Brisanz, die zudem schon seit Jahrzehnten existiert. Oft wird vom einzigen echten Derby in der Ligue 1 gesprochen, da beide Städte nur etwa 60 km voneinander entfernt sind. Dazu kommt, dass Saint-Étienne eine Arbeiterstadt ist, während Lyon von der Bourgeoisie geprägt ist. Die Spiele sind nach französischen Maßstäben als Risikospiele zu betrachten, wie sich beispielsweise beim Aufeinandertreffen in der Rückrunde 2006/07 zeigte.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 1. September 2016)

Nr. Name[2] Nat. geboren

Tor

1 Anthony Lopes PortugalPortugal 01.10.1990
16 Lucas Mocio FrankreichFrankreich 11.05.1994
30 Mathieu Gorgelin FrankreichFrankreich 05.08.1990

Abwehr

2 Mapou Yanga-Mbiwa FrankreichFrankreich 15.05.1989
3 Nicolas N’Koulou KamerunKamerun 27.03.1990
4 Emanuel Mammana ArgentinienArgentinien 10.02.1996
13 Christophe Jallet FrankreichFrankreich 31.10.1983
15 Jérémy Morel FrankreichFrankreich 02.04.1984
20 Rafael da Silva BrasilienBrasilien 09.07.1990
31 Maciej Rybus PolenPolen 19.08.1989
Nr. Name Nat. geboren

Mittelfeld

7 Clément Grenier FrankreichFrankreich 07.01.1991
8 Corentin Tolisso FrankreichFrankreich 03.08.1994
12 Jordan Ferri FrankreichFrankreich 12.03.1992
14 Sergi Darder SpanienSpanien 22.12.1993
19 Mathieu Valbuena FrankreichFrankreich 28.09.1984
21 Maxime Gonalons (C)Kapitän der Mannschaft FrankreichFrankreich 10.03.1989
24 Olivier Kemen FrankreichFrankreich 20.07.1996
29 Lucas Tousart FrankreichFrankreich 29.04.1997

Angriff

10 Alexandre Lacazette FrankreichFrankreich 28.05.1991
11 Rachid Ghezzal AlgerienAlgerien 09.05.1992
18 Nabil Fekir FrankreichFrankreich 18.07.1993
22 Gaëtan Perrin FrankreichFrankreich 07.06.1996
26 Aldo Kalulu FrankreichFrankreich 22.01.1996
27 Maxwell Cornet FrankreichFrankreich 27.09.1996

Für den Verein wichtige ehemalige Spieler und Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 2007 stellten fünf Journalisten, die Olympiques Werdegang seit Jahrzehnten verfolgten, folgende „Mannschaft der Besten aller Zeiten“ („équipe type“) zusammen:[3]

  • Tor: Grégory Coupet (bei OL von 1997–2008); Ersatz: Marcel Aubour
  • Abwehr: Jean Djorkaeff (1958–1966) – Cris (2004–2012) – André Lerond (1951–1959) – Aimé Mignot (1955–1965); Ersatz: Raymond Domenech, Éric Abidal
  • Mittelfeld: Mahamadou Diarra (2002–2006) – Juninho (2001–2009) – Serge Chiesa (1969–1983); Ersatz: Jean Tigana, Angel Rambert
  • Stürmer: Fleury di Nallo (1960–1974) – Bernard Lacombe (1969–1978) – Sonny Anderson (1999–2003); Ersatz: Nestor Combin, André Guy

Als „Bester dieser Besten“ wurde Serge Chiesa (vor Juninho und di Nallo) erkoren.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe auch den Hauptartikel Olympique Lyon (Frauenfußball)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1970 gründete der FC Lyon eine Frauenmannschaft. Diese gewann viermal die Meisterschaft und zweimal den Pokal. Im Sommer 2004 wechselte die Abteilung zu Olympique Lyon. 2007 wurden die Frauen von Olympique erstmals Landesmeisterinnen; nachdem sie 2008 den Doublé gewonnen haben, entwickelte sich in der französischen Liga ein ähnlicher Alleingang der Olympique-Frauen, wie ihn die Männer des Vereins im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends vorzuweisen hatten: 2014 gewann Olympique Lyonnais Féminin seine achte Landesmeisterschaft in Folge. Im europäischen Meisterwettbewerb erreichten die Lyonnaises 2008 und 2009 das Semifinale und 2010 erstmals das Endspiel. Für diesen Erfolgsweg waren lediglich zwei Trainer verantwortlich: Farid Benstiti (2004–2010, vorher schon beim FCL), der in den 1980er Jahren auch selbst bei OL gespielt hatte, und Patrice Lair (2010–2014).

Im Mai 2011 gewann Olympiques Frauschaft auch ihren ersten internationalen Titel, nämlich die Champions League.[4] Diesen Titel konnte das Team 2012 verteidigen. Neben einem siebenstelligen Saisonetat (2012/13 rund 3,5 Mio. Euro) kann Lyon sich auf seine gute Nachwuchsarbeit stützen; so wurden beispielsweise vier junge Frauen des Vereins B-Jugend-Weltmeisterinnen im Oktober 2012.[5]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français; Pages de Foot, Créteil, 1999; Band 1 (A–Mo) ISBN 2-913146-01-5; Band 2 (Mu–W) ISBN 2-913146-02-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Olympique Lyonnais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. France Football vom 1. März 2011, S. 26/27
  2. Spielerkader. In: olweb.fr. Abgerufen am 4. September 2016.
  3. France Football vom 12. Juni 2007, S. 16–23
  4. Classy Lyon take women's title from Potsdam, UEFA, 26. Mai 2011
  5. siehe den französischen U-17-WM-Kader auf der Seite des Fußballverbands FFF