Olympische Geschichte Nigers

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Olympische Ringe

NIG

NIG
Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen
1 1

Niger, dessen NOK, das Comité Olympique et Sportif National du Niger, 1964 gegründet und im selben Jahr vom IOC anerkannt wurde, nimmt seit 1964 an Olympischen Sommerspielen teil. 1976 schloss man sich dem afrikanischen Boykott der Spiele von Montreal an. 1980 blieb die nigrische Mannschaft den Spielen von Moskau fern. Zu Winterspielen wurden bislang keine Athleten geschickt.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abdoulrazak Issoufou Alfaga gewinnt 2016 Silber im Taekwondo

Die olympische Premiere Nigers fand bei den Spielen von Tokio 1964 statt. Der erste, und in Tokio einzige, Olympionike des Landes war der Weltergewichtsboxer Issaka Daboré, der am 12. Oktober 1964 zu seinem ersten Kampf antrat und sich bis ins Viertelfinale vorkämpfen konnte. Auch zu den folgenden Spielen 1968 in Mexiko-Stadt und 1972 in München wurden nur Boxer entsandt. In München konnte Daboré, diesmal im Halbweltergewicht, die erste olympische Medaille für Niger gewinnen. Nach seiner Halbfinalniederlage wurde er mit der Bronzemedaille geehrt.

1976 und 1980 folgte der Niger den Boykottaufrufen der afrikanischen Länder bzw. der USA und entsandte keine Sportler nach Montreal und Moskau. Erst 1984 in Los Angeles kehrte der Niger zurück auf die olympische Bühne, diesmal erstmals auch mit Leichtathleten.

Bei den folgenden Austragungen der Olympischen Spiele blieb der Niger erfolglos, kein Teilnehmer konnte sich für eine weitere Runde qualifizieren. 1996 in Atlanta nahm mit der erst 14 Jahre alten Leichtathletin Rachida Mahamane erstmals eine Frau aus dem Niger an Olympischen Spielen teil. 2000 in Sydney nahmen erstmals nigrische Schwimmer teil, 2004 in Athen ein Judoka, 2012 in London ein Ruderer.

Die Erfolglosigkeit nigrischer Teilnehmer endete 2016 in Rio de Janeiro mit dem Gewinn der Silbermedaille durch den Taekwondoin Abdoulrazak Issoufou Alfaga im Schwergewicht.

Übersicht der Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Athleten Flaggenträger Sportarten Medaillen Rang
Gesamt Männer Frauen Boxen Leichtathletik Schwimmen Judo Rudern Taekwondo Gold medal.svg Silver medal.svg Bronze medal.svg Total
1896–1960 nicht teilgenommen
1964 1 1 0 1
1968 2 2 0 2
1972 4 4 0 Issaka Daboré 4 1 1 43
1976–1980 nicht teilgenommen
1984 4 4 0 Boubagar Soumana 2 2
1988 6 6 0 Hassan Karimou 3 3
1992 3 3 0 Abdou Manzo 3
1996 3 2 1 Abdou Manzo 3
2000 4 2 2 Mahamane Ani Ali 2 2
2004 4 3 1 Abdou Alassane Dji Bo 2 1 1
2008 4 2 2 Mohamed Alhousseini 2 2
2012 6 4 2 Moustapha Hima 1 2 1 1 1
2016 6 4 2 Abdoulrazak Issoufou Alfaga 2 2 1 1 1 1 69
Gesamt 0 1 1 2 124

Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Athleten Flaggenträger Sportarten Medaillen Rang
Gesamt Männer Frauen Gold medal.svg Silver medal.svg Bronze medal.svg
1924–2014 nicht teilgenommen
Gesamt 0 0 0

Medaillengewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldmedaillen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bislang (Stand 2017) keine Medaillengewinner.

Silbermedaillen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Spiele Sportart Disziplin
Abdoulrazak Issoufou Alfaga 2016 Rio de Janeiro Taekwondo Schwergewicht

Bronzemedaillen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Spiele Sportart Disziplin
Issaka Daboré 1972 München Boxen Halbweltergewicht

Medaillen nach Sportart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportart Gold Silber Bronze Gesamt
Taekwondo 0 1 0 1
Boxen 0 0 1 1
Gesamt 0 1 1 2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Niger in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)
  • Niger auf Olympic.org - The Official website of the Olympic movement (englisch)