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Olympische Geschichte der Slowakei

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SVK
Gelbes Symbol für Goldmedaillen mit stilisierten Olympischen Ringen Graues Symbol für Silbermedaillen mit stilisierten Olympischen Ringen Braundes Symbol für Bronzemedaillen mit stilisierten Olympischen Ringen
14 19 10

Die Slowakei nimmt seit 1994 an allen Olympischen Spielen – sowohl Winter- als auch Sommerspiele – teil. Das Nationale Olympische Komitee der Slowakei ist das Slovenský olympijský a športový výbor. Es wurde 1992 gegründet und im Folgejahr vom IOC anerkannt.

Athletinnen und Athleten aus der Slowakei traten zuvor von 1896 bis 1913 für Ungarn und von 1920 bis 1992 unter der Flagge der Tschechoslowakei an. Die Slowakei trug bisher keine Olympischen Spiele als Gastgeber aus.

Jahre Flagge Mannschaft Kürzel Bemerkung
1896–1912 Ungarn HUN Das Gebiet der heutigen Slowakei war bis 1918 Teil der Doppelmonarchie Österreich-Ungarns – entsprechend nahmen slowakische Athleten für Ungarn an den Spielen teil.
1920–1992 Tschechoslowakei TCH Die Slowakei war von 1918 bis 1992 Teil der Tschechoslowakei – entsprechend nahmen slowakische Athleten für die Tschechoslowakei an den Spielen teil. Die Tschechoslowakei boykottierte die Olympischen Sommerspielen 1984.
seit 1994 Slowakei SVK Die Slowakei nimmt seit 1994 als eigenständige Nation an den Olympischen Spielen teil.

Zwischen 1896 und 1912 nahmen Athleten aus der heutigen Slowakei an den Olympischen Sommerspielen teil, starteten jedoch offiziell für Ungarn, da die Region damals zu Österreich-Ungarn gehörte.[1] Zu den bekannten Athleten dieser Zeit gehört Alajos Szokolyi, der bei den Olympische Sommerspiele 1896 die Bronzemedaille im 100-Meter-Lauf gewann und im heutigen Gebiet der Slowakei geboren wurde.[2] In den folgenden Jahren nahmen weitere Sportler aus dieser Region teil, darunter Béla Zulawszky, der 1908 Silber im Säbelfechten gewann, der Leichtathlet Ferenc Jesina sowie der Geher István Drubina, der 1908 und 1912 startete. Auch der Mittelstreckenläufer Ferenc Forgács nahm 1912 teil.

Die Slowakei nahm erstmals bei den Olympischen Winterspielen 1994 mit einer Delegation von 42 Sportlern teil. Gleich bei der ersten Teilnahme an Olympischen Sommerspielen 1996 wurden drei Medaillen errungen.

Die bis dato größte Delegation wurde bei den Olympischen Sommerspielen 2000 mit 112 Sportlern entsendet.

Jahr Athleten Flaggenträger Medaillen
Gesamt Rang
1996 71 Jozef Lohyňa 1 1 1 3 43
2000 112 Slavomír Kňazovický 1 3 1 5 39
2004 64 Michal Martikán 2 2 2 6 29
2008 58 Elena Kaliská 3 3 0 6 25
2012 47 Jozef Gönci 0 1 3 4 59
2016 51 Danka Barteková 2 2 0 4 37
2020 41 Zuzana Rehák-Štefečeková
Matej Beňuš
1 2 1 4 50
2024 28 Jakub Grigar
Zuzana Paňková
0 0 1 1 84
Gesamt 472 8 Teilnahmen 10 14 9 33
Jahr Athleten Flaggenträger Medaillen
Gesamt Rang
1994 42 Peter Šťastný
1998 39 Ivan Bátory
2002 49 Róbert Petrovický
2006 58 Walter Marx 0 1 0 1 21
2010 73 Žigmund Pálffy 1 1 1 3 17
2014 63 Zdeno Chára 1 0 0 1 21
2018 56 Veronika Velez-Zuzulová 1 2 0 3 17
2022 50 Katarína Šimoňáková
Marek Hrivík
1 0 1 2 21
2026 53 Tomáš Tatar
Viktória Čerňanská
Gesamt 483 9 Teilnahmen 4 4 2 10

Jugend-Sommerspiele

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Jahr Athleten Flaggenträger Medaillen
Gesamt Rang
2010 17 Arpad Szakacs 0 2 3 5 63
2014 38 Jakub Grigar 0 2 1 3 58
2018 33 Jessica Triebeľová 1 1 1 3 52
Gesamt 88 3 Teilnahmen 0 4 4 8 63

Jugend-Winterspiele

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Jahr Athleten Flaggenträger Medaillen
Gesamt Rang
2012 30 Andrej Segeč 1 0 0 1 19
2016 33 Sebastian Čederle 0 1 0 1 24
2020 49 Matúš Černek 0 1 1 2 25
2024 49 Michal Adamov
Tamara Mesíková
0 1 2 3 25
Gesamt 161 4 Teilnahmen 1 3 3 7 25
  • Slowakei in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch; archiviert vom Original)
  • Slowakei auf Olympics.com – The Official website of the Olympic movement (englisch).

Einzelnachweise

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  1. Reformation im östlichen Europa – Slowakei/Oberungarn. Deutsches Kulturforum östliches Europa, 27. Februar 2017, abgerufen am 23. Februar 2026.
  2. Alajos Szokolyi. Olympics.com; abgerufen am 23. Februar 2026.