Olympische Geschichte der Türkei

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Olympische Ringe

TUR

TUR
Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen
39 24 24

Die Türkei, deren NOK, das Türkiye Milli Olimpiyat Komitesi, 1908 gegründet und 1911 vom IOC anerkannt wurde, nimmt bereits seit 1906 an Olympischen Sommerspielen teil. Seit 1936 werden auch Sportler zu Winterspielen entsandt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Türkei war bislang weder Austragungsort für Olympische Sommer- noch für Winterspiele. Erstmals für eigene Spiele bewarb sich die Türkei mit Istanbul für die Olympischen Sommerspiele 2008. Bei der Wahl 2001 schaffte es Istanbul noch in Durchgang zwei, scheiterte aber schließlich deutlich an Peking. Für die Olympischen Sommerspiele 2020 bewarb sich Istanbul erneut, scheiterte aber bei der Wahl 2013 in Buenos Aires am Ende in Runde drei mit 60:36 Stimmen gegen Tokio.[1] Als Gründe für das Scheitern der 2020er-Bewerbung nannte man die Proteste in der Türkei 2013 sowie den Korruptionsskandal im Fußball aus dem Jahre 2011.[2][3]

Insgesamt traten 742 Athleten, unter ihnen 123 Frauen, an. Sportler aus der Türkei konnten bislang 87 Medaillen gewinnen, alle bei Olympischen Sommerspielen. Erfolgreichste Sportart ist Ringen mit 28 Gold-, 16 Silber- und 14 Bronzemedaillen. Einen vorderen Platz im Medaillenspiegel konnte die Türkei bislang nicht erreichen.

Jüngstes Mitglied einer Mannschaft aus der Türkei war 1906 der Leichtathlet Vahram Papazyan, der im Alter von 13 Jahren an den Start ging. Die Türkei ist eines der wenigen Länder, in denen Frauen als Sportler keine große Rolle spielen, weshalb auch lange Zeit nur vereinzelt Frauen zu den olympischen Spielen entsandt wurden. Erstmals in den späteren Jahren des 20. Jahrhunderts begann auch bei der Türkei ein Wandel. 2012 waren schließlich mehr türkische Frauen als Männer in der Olympiamannschaft. Schwächste Teilnahmen waren die Winterspiele 1994 und 1998, bei denen jeweils nur ein Athlet antrat. Das größte Teilnehmerfeld hatte die Türkei in London bei den Sommerspielen 2012 mit 112 Startern.

Übersicht der Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommerspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Flaggenträger Teilnehmer Männer Frauen Sportarten
1906 Athen 1 1 1
1912 Stockholm 2 2 1
1924 Paris 22 22 5
1928 Amsterdam 31 31 6
1932 Los Angeles 1 1 1
1936 Berlin Saim Polatkan 48 46 2 7
1948 London 58 57 1 7
1952 Helsinki 51 51 4
1956 Melbourne Hamit Kaplan 19 19 2
1960 Rom Nuri Turan 49 46 3 6
1964 Tokio Çetin Şahiner 23 23 4
1968 Mexiko-Stadt Gürbüz Lü 29 29 4
1972 München Gıyasettin Yılmaz 43 42 1 8
1976 Montreal 27 26 1 8
1984 Los Angeles Mehmet Yurdadön 46 45 1 10
1988 Seoul 41 36 5 9
1992 Barcelona Kerem Ersü 41 36 5 10
1996 Atlanta Derya Büyükuncu 53 44 9 9
2000 Sydney Hamza Yerlikaya 57 42 15 10
2004 Athen Ali Enver Adakan 64 44 20 10
2008 Peking Mehmet Özal 67 48 19 12
2012 London Neslihan Darnel 112 48 64 16

Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Flaggenträger Teilnehmer Männer Frauen Sportarten
1936 Garmisch-Partenkirchen Mehmut Şevket Karman 6 6 2
1948 St. Moritz 4 4 1
1952 Oslo 51 51 4
1956 Cortina d’Ampezzo 4 4 1
1960 Squaw Valley 2 2 1
1964 Innsbruck 5 5 1
1968 Grenoble 11 11 2
1976 Innsbruck 9 9 2
1984 Lake Placid 7 7 2
1988 Calgary Abdullah Yılmaz 8 8 2
1992 Albertville 8 8 2
1994 Lillehammer Mithat Yıldırım 1 1 1
1998 Nagano Arif Alaftargil 1 1 1
2002 Salt Lake City Atakan Alaftargil 3 2 1 2
2006 Turin Tuğba Karademir 6 3 3 3
2010 Vancouver Kelime Aydın-Çetinkaya 5 2 3 3
2014 Sotschi Alper Uçar 6 3 3 3

Medaillen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der olympischen Medaillengewinner aus der Türkei

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. COI - 125th IOC Session
  2. Tokyo wins race to host 2020 Olympic Games
  3. Olympics 2020: Why Tokyo is a 'safe pair of hands' to host Games

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Türkei in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)
  • Türkei auf Olympic.org - The Official website of the Olympic movement (englisch)