Olympische Sommerspiele 1936/Leichtathletik – Speerwurf (Frauen)

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Olympische Ringe
Bundesarchiv Bild 183-R82532, Berlin, Olympia-Stadion (Luftaufnahme).jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin Speerwurf
Geschlecht Frauen
Teilnehmer 14 Athletinnen aus 10Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Berlin
Wettkampfphase 2. August 1936
Medaillengewinnerinnen
Goldmedaille Tilly Fleischer (Deutsches ReichDeutsches Reich DEU)
Silbermedaille Luise Krüger (Deutsches ReichDeutsches Reich DEU)
Bronzemedaille Maria Kwaśniewska (Polen 1928Zweite Polnische Republik POL)

Der Speerwurf der Frauen bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin wurde am 2. August 1936 im Olympiastadion Berlin ausgetragen. 14 Athletinnen nahmen teil.

Olympiasiegerin wurde die Deutsche Tilly Fleischer. Ihre Landsfrau Luise Krüger gewann die Silbermedaille, Bronze ging an die Polin Maria Kwaśniewska.

Bestehende Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durchführung des Wettbewerbs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. August gab es zunächst eine Vorrunde, aus der die nach drei Durchgängen sechs besten Teilnehmerinnen in einer anschließenden Finalrunde drei weitere Versuche hatten.

Resultat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Medaillengewinnerinnen (v.l.n.r.): Luise Krüger (DEU), Maria Kwaśniewska (POL), Tilly Fleischer (DEU)

2. August 1936, 15.00 Uhr
Wetterbedingungen: sonnig, 18 - 19 °C, Gegenwind von ca. 2,3 m/s.[2]

Als Favoriten galten vor allem die Österreicherin Herma Bauma sowie die Deutschen Luise Krüger und Tilly Fleischer.
Die beiden deutschen Werferinnen setzten im ersten Wettbewerb dieser Olympischen Spiele ihre hervorragenden Leistungen von den Deutschen Meisterschaften im Juli auch hier um. Mit ihrem zweiten Versuch und neuem Olympischen Rekord übernahm Fleischer die Führung, die sie im fünften Durchgang noch ausbauen konnte. Krüger verbesserte sich mit ihrem dritten Wurf auf den zweiten Platz. Diese Reihenfolge blieb so bis zum Ende. Die Polin Maria Kwaśniewska und Bauma auf den Plätzen drei und vier kamen nicht mehr an die beiden Führenden heran.[3]

Maria Kwaśniewska gewann die erste polnische Medaille im Speerwurf der Frauen.
Anmerkung: Die Bestweiten sind fett gedruckt.

Platz Name Nation 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Endresultat Anmerkung
1 Tilly Fleischer Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich 38,60 m 44,69 m 43,01 m 38,87 m 45,18 m 42,19 m 45,18 m OR
2 Luise Krüger Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich 40,78 m 39,24 m 43,29 m 40,69 m 37,94 m 42,96 m 43,29 m
3 Maria Kwaśniewska Polen 1928Zweite Polnische Republik Polen 41,80 m 38,49 m 39,75 m 39,45 m 40,10 m 37,77 m 41,80 m
4 Herma Bauma OsterreichÖsterreich Österreich 33,42 m 38,43 m 41,66 m 40,15 m 39,90 m 39,73 m 41,66 m
5 Sadako Yamamoto JapanJapan Japan 40,88 m 38,44 m 41,18 m 39,52 m 41,24 m 41,45 m 41,45 m
6 Lydia Eberhardt Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich 36,26 m 41,00 m 39,18 m 39,91 m 41,37 m 40,68 m 41,37 m
7 Gertrude Wilhelmsen Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 32,91 m 31,84 m 37,35 m 37,35 m
8 Gerda de Kock NiederlandeNiederlande Niederlande 36,93 m 34,77 m 35,03 m 36,93 m
9 Martha Worst Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 35,86 m 36,69 m 35,80 m 36,69 m
10 Irja Lipasti FinnlandFinnland Finnland 33,58 m 32,67 m 33,69 m 33,69 m
11 Jeanne van Kesteren BelgienBelgien Belgien 27,30 m 33,13 m 27,16 m 33,13 m
12 Jelica Stanojević Jugoslawien Konigreich 1918Jugoslawien Jugoslawien 24,37 m 29,06 m 29,88 m 29,88 m
13 Elizebeth Burch Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 27,92 m 28,84 m 25,98 m 28,84 m
14 Kathleen Connall Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 27,80 m 26,53 m 26,98 m 27,80 m

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der Olympischen Leichtathletik, Band 1: 1896–1936, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 2. Auflage 1970, S. 310f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1936, Javelin, Women, Olympic Games, Berlin, veröffentlicht am 27. Juli 2013 auf youtube.com, abgerufen am 22. September 2017

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 648 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Offizieller Bericht S. 698, engl. (PDF)
  3. SportsReference (engl.)