Olympische Sommerspiele 1952/Leichtathletik – Stabhochsprung (Männer)

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Olympische Ringe
Nations at 1952 Olympics.jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin Stabhochsprung
Geschlecht Männer
Teilnehmer 26 Athleten aus 17 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Helsinki
Wettkampfphase 21. Juli 1952 (Qualifikation)
22. Juli 1952 (Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille Bob Richards (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA)
Silbermedaille Don Laz (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA)
Bronzemedaille Ragnar Lundberg (SchwedenSchweden SWE)

Der Stabhochsprung der Männer bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki wurde am 21. und 22. Juli 1952 ausgetragen. 26 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der US-Amerikaner Bob Richards. Er gewann vor seinem Landsmann Don Laz und dem Schweden Ragnar Lundberg.

Bestehende Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltrekord 4,77 m Cornelius Warmerdam (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA) Modesto, USA 23. Mai 1942[1]
Olympischer Rekord 4,35 m Earle Meadows (Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA) Berlin, Deutschland 5. August 1936

Durchführung des Wettbewerbs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Teilnehmer traten am 21. Juli in zwei zu einer Qualifikationsrunde an, die Qualifikationshöhe betrug 4,00 Meter. Alle qualifizierten Springer traten zum Finale am 22. Juli an.

Anmerkung: Die qualifizierten Athleten sind hellblau unterlegt.

Zeitplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

21. Juli,: Qualifikation
22. Juli, 15.00 Uhr: Finale[2]

Qualifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum: 21. Juli 1952, 10.00 Uhr[2] Die Reihenfolgen der Versuchsserien sind unbekannt.

Gruppe A[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Höhe Anmerkung
01 Theodosios Balafas Erste Hellenische RepublikErste Hellenische Republik Griechenland 4,00 m
Wolodymyr Braschnyk Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion
Torfi Bryngeirsson IslandIsland Island
Petro Denyssenko Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion
Zeno Dragomir Rumänien 1952Rumänien Rumänien
Rigas Efstathiadis Erste Hellenische RepublikErste Hellenische Republik Griechenland
Tamás Homonnay Ungarn 1949Ungarn Ungarn
08 Walter Hofstetter SchweizSchweiz Schweiz 3,90 m
09 Tim Anderson Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 3,80 m
Geoff Elliott Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien
11 Hélcio da Silva Brasilien 1889Brasilien Brasilien 3,60 m
Gamal El-Din El-Sherbini Ägypten 1952Ägypten Ägypten

Gruppe B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Höhe Anmerkung
01 Erling Kaas NorwegenNorwegen Norwegen 4,00 m
Erkki Kataja FinnlandFinnland Finnland
Wiktor Knjasew Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion
Don Laz Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA
Lennart Lind SchwedenSchweden Schweden
Ragnar Lundberg SchwedenSchweden Schweden
George Mattos Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA
Milan Milakov JugoslawienJugoslawien Jugoslawien
Valto Olenius FinnlandFinnland Finnland
Jukka Piironen FinnlandFinnland Finnland
Bob Richards Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA
Bunkichi Sawada JapanJapan Japan
13 Ron Miller SchweizSchweiz Schweiz 3,90 m
14 Zenon Ważny Polen 1944Polen Polen 3,80 m
ogV Georgios Roumbanis Erste Hellenische RepublikErste Hellenische Republik Griechenland ohne Höhe
José Vicente Puerto Rico OlympiaPuerto Rico Puerto Rico

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation 3,60 m 3,80 m 3,95 m 4,10 m 4,20 m 4,30 m 4,40 m 4,50 m 4,55 m 4,60 m Resultat Anmerkung
1 Bob Richards Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA - - o o o o o xo xxo xxx 4,55 m OR
2 Don Laz Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA - - o o o o o xo xxx 4,50 m
3 Ragnar Lundberg SchwedenSchweden Schweden - - o - o xo o xxx 4,40 m
4 Petro Denyssenko Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion - - o o xo o o xxx 4,40 m
5 Valto Olenius FinnlandFinnland Finnland - - - o xo xo xxx 4,30 m
6 Bunkichi Sawada JapanJapan Japan - o xxo o o xxx 4,20 m
7 Wolodymyr Braschnyk Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion - o o o xo xxx 4,20 m
8 Wiktor Knjasew Sowjetunion 1923Sowjetunion Sowjetunion - o o xo xo xxx 4,20 m
9 George Mattos Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA - - o xo xxo xxx 4,20 m
10 Erkki Kataja FinnlandFinnland Finnland - - o o xxx 4,10 m
11 Tamás Homonnay Ungarn 1949Ungarn Ungarn - o o o xxx 4,10 m
Lennart Lind SchwedenSchweden Schweden
13 Milan Milakov JugoslawienJugoslawien Jugoslawien - o xo xo xxx 4,10 m
14 Torfi Bryngeirsson IslandIsland Island - o o xxx 3,95 m
Rigas Efstathiadis Erste Hellenische RepublikErste Hellenische Republik Griechenland
16 Erling Kaas NorwegenNorwegen Norwegen - o xxx 3,80 m
17 Theodosios Balafas Erste Hellenische RepublikErste Hellenische Republik Griechenland o o xxx 3,80 m
18 Zeno Dragomir Rumänien 1952Rumänien Rumänien - xo xxx 3,80 m
Jukka Piironen FinnlandFinnland Finnland

Datum: 22. Juli 1952, 15.00 Uhr[2]

Der Gewinner der Bronzemedaille von 1948, Bob Richards aus den USA, galt als Favorit in dem 19-köpfigen Finale. Er und sein Teamkamerad Don Laz waren die einzigen, die ohne Fehlversuche bis einschließlich 4,40 m kamen. Der Schwede Ragnar Lundberg und Petro Denyssenko aus der Sowjetunion hatten da je einen Fehlversuch. Bei 4,50 m mussten die beiden letztgenannten Springer passen. Lundberg wurde aufgrund der Mehrversuchsregel die Bronzemedaille zugesprochen – er hatte insgesamt einen Sprung weniger gemacht als Denissenko. Richards und Laz überquerten beide die Höhe von 4,50 m jeweils im zweiten Versuch. Bei 4,55 m riss Laz die Latte drei Mal und verblieb somit auf dem Silberrang, denn Richards überquerte die Höhe im dritten Versuch.[3]
Cornelius Warmerdams Weltrekord verfehlte er damit zwar um 22 Zentimeter, stellte jedoch einen neuen olympischen Rekord auf.

Im zwölften olympischen Finale gewann Bob Richards die 13. Goldmedaille für die USA – 1908 hatte es zwei Olympiasieger aus den USA gegeben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 90f

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 555 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. a b c Offizieller Bericht S. 266, engl. (PDF)
  3. SportsReference (engl.)