Olympische Sommerspiele 1988/Leichtathletik – 100 m (Männer)

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Olympische Ringe
Olympic Park Stadium.jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin 100-Meter-Lauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 102 Athleten aus 70 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Seoul
Wettkampfphase 23. September 1988 (Vorrunde und Viertelfinale)
24. September 1988 (Halbfinale und Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille Carl Lewis (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)
Silbermedaille Linford Christie (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR)
Bronzemedaille Calvin Smith (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)

Der 100-Meter-Lauf der Männer bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul wurde am 23. und 24. September 1988 im Olympiastadion Seoul ausgetragen. 102 Athleten nahmen teil.

Olympiasieger wurde der US-Amerikaner Carl Lewis mit neuer Weltrekordzeit. Er gewann vor dem Briten Linford Christie und Calvin Smith, ebenfalls aus den USA.

Das Finalrennen wurde von einem der spektakulärsten Dopingskandale der Sportgeschichte überschattet. Der Kanadier Ben Johnson hatte das Finale in 9,79 s vor Lewis, Christie und Smith zunächst gewonnen. Drei Tage später wurde Johnson des Dopings überführt. Ihm wurden Olympiasieg, Weltrekord und auch sein Weltmeistertitel von 1987 aberkannt. Darüber hinaus erscheint das gesamte Ergebnis dieses Rennens nun, nachdem mehrere Jahrzehnte vergangen sind, mit dem heutigen Wissen äußerst fragwürdig. Dieser 100-Meter-Lauf wurde oft als „das schmutzigste Rennen aller Zeiten“[1] bezeichnet. Nicht nur Ben Johnson hatte erwiesenermaßen verstoßen gegen die Dopingbestimmungen. Auch dem bis heute offiziellen 100-Meter-Olympiasieger Carl Lewis waren vorher bei Tests in den USA drei verbotene Substanzen nachgewiesen worden. Der Sechste, Johnsons Landsmann Desai Williams, gestand später die Einnahme nicht erlaubter Mittel. Allen anderen Finalteilnehmern mit Ausnahme von Calvin Smith und Robson da Silva wurden in späteren Jahren Dopingvergehen nachgewiesen. Mit teilweise haarsträubenden Erklärungen und Ausflüchten versuchten die betroffenen Athleten sich herauszureden.[2]

Für die Bundesrepublik Deutschland ging Christian Haas an den Start, der im Viertelfinale scheiterte. Die DDR wurde durch Sven Matthes vertreten, er schied ebenfalls im Viertelfinale aus. Auch der Österreicher Andreas Berger kam nicht über das Viertelfinale hinaus. Der Liechtensteiner Markus Büchel scheiterte in der Vorrunde. Läufer aus der Schweiz nahmen nicht teil.

Aktuelle Titelträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiasieger 1984 Carl Lewis (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) 9,99 s Los Angeles 1984
Weltmeister 1987 DOP: Ben Johnson (KanadaKanada Kanada) / offiziell: Carl Lewis (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) DOP: 9,87 s / offiziell: 9,93 s Rom 1987
Europameister 1986 Linford Christie (Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien) 10,15 s Stuttgart 1986
Panamerikanischer Meister 1987 Lee McRae (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) 10,26 s Indianapolis 1987
Zentralamerika und Karibik-Meister 1987 Juan Núñez (Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dominikanische Republik) 10,22 s Caracas 1987
Südamerika-Meister 1987 Robson da Silva (Brasilien 1968Brasilien Brasilien) 10,39 s São Paulo 1987
Asienmeister Talal Mansour (KatarKatar Katar) 10,41 s Singapur 1987
Afrikameister 1988 John Myles-Mills (GhanaGhana Ghana) 10,25 s Annaba 1988

Bestehende Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltrekord DOP: 9,87 s / offiziell: 9,93 s DOP: Ben Johnson (KanadaKanada Kanada) / offiziell: Carl Lewis (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) Rom, Italien 30. August 1987[3]
Olympischer Rekord 9,95 s Jim Hines (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA) Finale von Mexiko-Stadt, Mexiko 14. Oktober 1968

Anmerkung zum WM-Titel und zum Weltrekord:
Zum Zeitpunkt der Spiele von Seoul galt Ben Johnson noch als amtierender Weltmeister und Weltrekordinhaber. Nach seiner positiven Dopingprobe im Anschluss an das 100-Meter-Finale von Seoul wurden ihm dieser Titel und dieser Rekord nachträglich aberkannt und Carl Lewis rückte als WM-Zweiter sowie Zweiter der Weltrangliste nach.

Vorrunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum: 23. September 1988[4]

Die Athleten zu insgesamt 13 Vorläufen an. Für das Viertelfinale qualifizierten sich pro Lauf die ersten drei Athleten. Weiterhin kamen die neun Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Athleten sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Vorlauf 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jerome Jeremiah war der erste Leichtathlet aus Vanuatu, der bei Olympischen Spielen an den Start ging.

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Robson da Silva Brasilien 1968Brasilien Brasilien 10,37 s
2 Ezio Madonia ItalienItalien Italien 10,40 s
3 Hsin-Fu Cheng Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh Chinesisch Taipeh 10,48 s
4 Thierry Lauret FrankreichFrankreich Frankreich 10,56 s
5 Boeviyoulou Lawson TogoTogo Togo 10,59 s
6 Leung Wing Kwong Hongkong 1959Hongkong Hongkong 10,82 s
7 Mohamed Fahd Al-Bishi Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien 10,85 s
8 Jerome Jeremiah VanuatuVanuatu Vanuatu 10,96 s

Vorlauf 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Calvin Smith Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 10,28 s
2 Attila Kovács Ungarn 1957Ungarn Ungarn 10,39 s
3 Afdiharto Lestari IndonesienIndonesien Indonesien 10,40 s
4 Andrei Rasin SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 10,58 s
5 Henri Ndinga Kongo Volksrepublik Volksrepublik Kongo Volksrepublik Kongo 10,74 s
6 Fabian Muyaba SimbabweSimbabwe Simbabwe 10,75 s
7 Mustafa Kamel Salmi AlgerienAlgerien Algerien 11,08 s
8 Markus Büchel LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 11,21 s

Vorlauf 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Talal Mansour KatarKatar Katar 10,42 s
2 Juan Núñez Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dominikanische Republik 10,47 s
3 Amadou M’Baye SenegalSenegal Senegal 10,64 s
4 Fabian Whymns BahamasBahamas Bahamas 10,70 s
5 Neville Hodge Jungferninseln AmerikanischeAmerikanische Jungferninseln Amerikanische Jungferninseln 10,73 s
6 Horace Dove-Edwin Sierra LeoneSierra Leone Sierra Leone 10,89 s
7 Alexandre Yougbaré Burkina FasoBurkina Faso Burkina Faso 10,90 s
8 Henrico Atkins BarbadosBarbados Barbados 11,01 s

Vorlauf 4[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehab Fuad Ahmed Nagi war der erste Leichtathlet aus dem Südjemen, der an Olympischen Spielen teilnahm.

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Emmanuel Tuffour GhanaGhana Ghana 10,31 s
2 Koji Kurihara JapanJapan Japan 10,46 s
3 Andrew Smith JamaikaJamaika Jamaika 10,49 s
4 Zheng Chen China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 10,51 s
5 István Tatár Ungarn 1957Ungarn Ungarn 10,52 s
6 Christian Haas Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland 10,54 s
7 John Hou Papua-NeuguineaPapua-Neuguinea Papua-Neuguinea 10,96 s
8 Ehab Fuad Ahmed Nagi Jemen SudDemokratische Volksrepublik Jemen Südjemen 11,53 s

Vorlauf 5[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DDR-Läufer Sven Matthes erreichte das Viertelfinale und schied dort als Sechster seines Laufs aus
Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Linford Christie Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 10,19 s
2 Max Morinière FrankreichFrankreich Frankreich 10,34 s
3 Sven Matthes Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR 10,35 s
4 Li Tao China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 10,47 s
5 Samuel Nchinda-Kaya KamerunKamerun Kamerun 10,60 s
6 Shiun-Long Lee Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh Chinesisch Taipeh 10,69 s
7 William Trott Bermuda 1910Bermuda Bermuda 10,69 s
8 Frank Maziya SwasilandSwasiland Swasiland 11,52 s

Vorlauf 6[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Chidi Imoh NigeriaNigeria Nigeria 10,62 s
2 Charles-Louis Seck SenegalSenegal Senegal 10,64 s
3 Issa Alassane-Oussèni Benin VolksrepublikVolksrepublik Benin Benin 10,72 s
4 John Regis Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 10,76 s
5 Mothobi Kharitse Lesotho 1987Lesotho Lesotho 10,97 s
6 Robert Loua Guinea-aGuinea Guinea 11,20 s
7 Samuel Birch LiberiaLiberia Liberia 11,68 s
- Pedro Agostinho PortugalPortugal Portugal DNF

Vorlauf 7[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der für den Lauf gemeldete Südkoreaner Chang Jae-keun trat nicht an.

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Raymond Stewart JamaikaJamaika Jamaika 10,22 s
2 Pierfrancesco Pavoni ItalienItalien Italien 10,42 s
3 Witali Sawin SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 10,52 s
4 György Fetter Ungarn 1957Ungarn Ungarn 10,54 s
5 Khaled Ibrahim Jouma Bahrain 1972Bahrain Bahrain 10,80 s
6 Muhammad Afzal PakistanPakistan Pakistan 10,91 s
7 Claude Roumain HaitiHaiti Haiti 11,22 s

Vorlauf 8[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Ben Johnson KanadaKanada Kanada 10,37 s
2 Cai Jianming China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 10,55 s
3 Sim Deok-seop Korea SudSüdkorea Südkorea 10,56 s
4 Carlos Moreno ChileChile Chile 10,70 s
5 Abdullah Salem Al-Khalidi Oman 1985Oman Oman 10,90 s
6 Mohamed Shah Jalal BangladeschBangladesch Bangladesch 10,94 s
7 Joseph Ssali UgandaUganda Uganda 10,95 s
8 St. Clair Soleyne Antigua und BarbudaAntigua und Barbuda Antigua und Barbuda 11,17 s

Vorlauf 9[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Desai Williams KanadaKanada Kanada 10,24 s
2 Peter Wekesa KeniaKenia Kenia 10,50 s
3 Olapade Adeniken NigeriaNigeria Nigeria 10,56 s
4 Eduardo Nava MexikoMexiko Mexiko 10,68 s
5 Jailto Bonfim Brasilien 1968Brasilien Brasilien 10,75 s
6 Lindel Hodge Jungferninseln BritischeBritische Jungferninseln Britische Jungferninseln 10,79 s
7 Visut Watanasin ThailandThailand Thailand 10,88 s
8 Arménio Fernandes AngolaAngola Angola 10,92 s

Vorlauf 10[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Wladimir Krylow SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 10,34 s
2 Arnaldo da Silva Brasilien 1968Brasilien Brasilien 10,44 s
3 Michele Lazazzera ItalienItalien Italien 10,47 s
4 Kennedy Ondiek KeniaKenia Kenia 10,51 s
5 Takahiko Kasahara JapanJapan Japan 10,62 s
6 James Flemming Jungferninseln AmerikanischeAmerikanische Jungferninseln Amerikanische Jungferninseln 10,70 s
7 Jihad Salame LibanonLibanon Libanon 11,49 s
8 Gilbert Bessi MonacoMonaco Monaco 11,55 s

Vorlauf 11[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Dennis Mitchell Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 10,37 s
2 Iziaq Adeyanju NigeriaNigeria Nigeria 10,45 s
3 Ousmane Diarra MaliMali Mali 10,53 s
4 Oliver Daniels LiberiaLiberia Liberia 10,68 s
5 Luís Filipe Cunha PortugalPortugal Portugal 10,80 s
6 Evaristo Ortíz Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dominikanische Republik 11,01 s
7 Nguyễn Đình Minh VietnamVietnam Vietnam 11,09 s
8 Secundino Borabota ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea 11,52 s

Vorlauf 12[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ismail Asif Waheed war der erste Sportler der Malediven, der bei Olympischen Spielen an den Start ging.

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 John Myles-Mills GhanaGhana Ghana 10,31 s
2 Andreas Berger OsterreichÖsterreich Österreich 10,40 s
3 Barrington Williams Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 10,51 s
4 Patrick Stevens BelgienBelgien Belgien 10,51 s
5 Enrique Talavera SpanienSpanien Spanien 10,61 s
6 Tomohiro Ōsawa JapanJapan Japan 10,71 s
7 Dominique Canti San MarinoSan Marino San Marino 11,11 s
8 Ismail Asif Waheed MaledivenMalediven Malediven 11,49 s

Vorlauf 13[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peauope Suli war der erste Leichtathlet aus Tonga, der an Olympischen Spielen teilnahm.

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Carl Lewis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 10,14 s
2 Jean-Charles Trouabal FrankreichFrankreich Frankreich 10,39 s
3 José Javier Arqués SpanienSpanien Spanien 10,44 s
4 John Mair JamaikaJamaika Jamaika 10,44 s
5 Harouna Pale Burkina FasoBurkina Faso Burkina Faso 10,76 s
6 Peauope Suli TongaTonga Tonga 10,94 s
7 Maloni Bole FidschiFidschi Fidschi 11,19 s

Viertelfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum: 23. September 1988[5]

Für das Halbfinale qualifizierten sich in den sechs Läufen die ersten zwei Athleten. Weiterhin kamen die vier Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Athleten sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Lauf 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Linford Christie Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 10,11 s
2 Dennis Mitchell Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 10,13 s
3 Ben Johnson KanadaKanada Kanada 10,17 s
4 John Mair JamaikaJamaika Jamaika 10,41 s
5 Charles-Louis Seck SenegalSenegal Senegal 10,42 s
6 Li Tao China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 10,53 s
7 Kennedy Ondiek KeniaKenia Kenia 10,57 s
8 Ousmane Diarra MaliMali Mali 10,61 s

Lauf 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Desai Williams KanadaKanada Kanada 10,16 s
2 Arnaldo da Silva Brasilien 1968Brasilien Brasilien 10,25 s
3 Wladimir Krylow SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 10,26 s
4 Attila Kovács Ungarn 1957Ungarn Ungarn 10,27 s
5 Michele Lazazzera ItalienItalien Italien 10,50 s
6 Thierry Lauret FrankreichFrankreich Frankreich 10,51 s
7 Zheng Chen China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 10,72 s
8 Chidi Imoh NigeriaNigeria Nigeria 11,44 s

Lauf 3[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Raymond Stewart JamaikaJamaika Jamaika 10,25 s
2 Juan Núñez Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dominikanische Republik 10,33 s
3 Sven Matthes Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR 10,36 s
4 Jean-Charles Trouabal FrankreichFrankreich Frankreich 10,41 s
5 José Javier Arqués SpanienSpanien Spanien 10,43 s
6 Amadou M’Baye SenegalSenegal Senegal 10,45 s
7 Barrington Williams Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 10,55 s
8 Christian Haas Deutschland BRBR Deutschland BR Deutschland 10,57 s

Lauf 4[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Calvin Smith Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 10,16 s
2 Olapade Adeniken NigeriaNigeria Nigeria 10,30 s
3 Andreas Berger OsterreichÖsterreich Österreich 10,34 s
4 Emmanuel Tuffour GhanaGhana Ghana 10,37 s
5 Talal Mansour KatarKatar Katar 10,38 s
6 Patrick Stevens BelgienBelgien Belgien 10,50 s
7 Hsin-Fu Cheng Chinesisch TaipehChinesisch Taipeh Chinesisch Taipeh 10,54 s
8 György Fetter Ungarn 1957Ungarn Ungarn 10,55 s

Lauf 5[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Carl Lewis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 9,99 s
2 Robson da Silva Brasilien 1968Brasilien Brasilien 10,24 s
3 Iziaq Adeyanju NigeriaNigeria Nigeria 10,32 s
4 Pierfrancesco Pavoni ItalienItalien Italien 10,33 s
5 Witali Sawin SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 10,36 s
6 Koji Kurihara JapanJapan Japan 10,49 s
7 István Tatár Ungarn 1957Ungarn Ungarn 10,68 s
8 Issa Alassane-Ousséni Benin VolksrepublikVolksrepublik Benin Benin 10,55 s

Lauf 6[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 John Myles-Mills GhanaGhana Ghana 10,21 s
2 Afdiharto Lestari IndonesienIndonesien Indonesien 10,32 s
3 Max Morinière FrankreichFrankreich Frankreich 10,37 s
4 Ezio Madonia ItalienItalien Italien 10,38 s
5 Peter Wekesa KeniaKenia Kenia 10,43 s
6 Sim Deok-seop Korea SudSüdkorea Südkorea 10,55 s
7 Andrew Smith JamaikaJamaika Jamaika 10,63 s
8 Cai Jianming China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 10,76 s

Halbfinale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum: 24. September 1988[5]

Für das Finale qualifizierten sich in den beiden Läufen die ersten vier Athleten (hellblau unterlegt).

Lauf 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Carl Lewis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 9,97 s
2 Calvin Smith Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 10,15 s
3 Raymond Stewart JamaikaJamaika Jamaika 10,18 s
4 Desai Williams KanadaKanada Kanada 10,24 s
5 Arnaldo da Silva Brasilien 1968Brasilien Brasilien 10,32 s
6 Olapade Adeniken NigeriaNigeria Nigeria 10,33 s
7 Afdiharto Lestari IndonesienIndonesien Indonesien 10,39 s
8 John Myles-Mills GhanaGhana Ghana 10,43 s

Lauf 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Ben Johnson KanadaKanada Kanada 10,03 s
2 Linford Christie Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 10,11 s
3 Dennis Mitchell Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 10,23 s
4 Robson da Silva Brasilien 1968Brasilien Brasilien 10,24 s
5 Attila Kovács Ungarn 1957Ungarn Ungarn 10,31 s
6 Juan Núñez Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dominikanische Republik 10,35 s
7 Iziaq Adeyanju NigeriaNigeria Nigeria 10,60 s
DNS Wladimir Krylow SowjetunionSowjetunion Sowjetunion 10,60 s
Olympiasieger Carl Lewis, USA

Finale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Carl Lewis Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 9,92 s WR
2 Linford Christie Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 9,97 s
3 Calvin Smith Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 9,99 s
4 Dennis Mitchell Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 10,04 s
5 Robson da Silva Brasilien 1968Brasilien Brasilien 10,11 s
6 Desai Williams KanadaKanada Kanada 10,11 s
7 Raymond Stewart JamaikaJamaika Jamaika 12,26 s
DOP Ben Johnson KanadaKanada Kanada 9,79

Datum: 24. September 1988[5]

Wind: +1,1 m/s

Für das Finale hatten sich alle drei US-Läufer sowie zwei Kanadier qualifiziert. Komplettiert wurde das Starterfeld durch einen Briten, einen Jamaikaner und einen Brasilianer.

Es wurde ein Duell erwartet zwischen dem vierfachen Olympiasieger von 1984 Carl Lewis und dem Kanadier Ben Johnson, der zu diesem Zeitpunkt noch als Weltmeister und Weltrekordhalter galt. Sein WM-Titel und sein Weltrekord – wie auch sein Sieg bei diesem Rennen in Seoul – wurden ihm nach positiver Dopingprobe, wie weiter oben schon beschrieben, später nachträglich aberkannt.[6] US-Sprinter Calvin Smith und der Brite Linford Christie waren weitere Medaillenkandidaten.

Im Finale erwischte Ben Johnson den besten Start und dominierte das Rennen bis ins Ziel. Der Kanadier blieb dabei um vier Hundertstelsekunden unter seinem damals noch gültigen eigenen Weltrekord von Rom. Carl Lewis kam als Zweiter ins Ziel, Linford Christie als Dritter noch vor Calvin Smith.

Im Anschluss an die positive Dopingprobe nach dem Rennen wurde Ben Johnson disqualifiziert. Carl Lewis gewann damit seine fünfte Goldmedaille bei Olympischen Spielen. Seine 9,92 s wurden zum neuen Weltrekord erklärt. Linford Christie rückte auf den Silberplatz vor, Calvin Smith gewann die Bronzemedaille. Smith war der erste Sprinter, der eine Zeit unter zehn Sekunden lief und damit nur eine Bronzemedaille erhielt.

Alle weiteren Athleten rückten ebenfalls um einen Platz nach vorne. Dennis Mitchell war nun Vierter, Robson da Silva Fünfter und Desai Williams Sechster. Raymond Stewart, der sich bei ca. 40 Metern einen Sehnenverletzung zuzog und nicht mehr mit voller Kraft laufen konnte, wurde als Siebter dieses Skandalrennens gewertet.

Im 21. olympischen Finale gewann Carl Lewis die 14. US-Goldmedaille. Er ist der erste Sprinter, der seinen Olympiasieg wiederholen konnte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 9,79 – Das schmutzigste Rennen aller Zeiten auf geo-television.de, abgerufen am 21. Januar 2018
  2. Heute vor 25 Jahren: Das Rennen der Super-Doper, Focus Online 24. September 2013, abgerufen am 21. Januar 2018
  3. IAAF-Rekorde. 100 m Männer, abgerufen am 21. Januar 2018
  4. Offizieller Report zu den Olympischen Spielen in Seoul Band zwei, Teil zwei, Resultate Leichtathletik: S. 218f, englisch/französisch (PDF; 25,6 MB), abgerufen am 21. Januar 2018
  5. a b c Offizieller Report zu den Olympischen Spielen in Seoul Band zwei, Teil zwei, Resultate Leichtathletik: S. 219, englisch/französisch (PDF; 25,6 MB), abgerufen am 21. Januar 2018
  6. Ben Johnson: Ein Held läuft in die Falle, Der Tagesspiegel 12. August 2009, abgerufen am 21. Januar 2018