Olympische Winterspiele 1968/Nordische Kombination

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Nordische Kombination bei den Olympischen Winterspielen 1968
Grenoble 1968 Winter Olympic logo.svg
Nordic combined pictogram.svg
Information
Austragungsort Frankreich Autrans-Méaudre en Vercors
Wettkampfstätte Autrans / Le Claret
Nationen 13
Athleten 41 (41 Marssymbol (männlich))
Datum 10. bis 12. Februar 1968
Entscheidungen 1
Innsbruck 1964

Bei den X. Olympischen Winterspielen 1968 in Grenoble fand ein Wettbewerb in der Nordischen Kombination statt. Austragungsort war Autrans mit der Sprungschanze Le Claret und dem provisorischen Skistadion südlich des Dorfes.

Bilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 Deutschland BR BR Deutschland 1 1
2 Schweiz Schweiz 1 1
3 Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR 1 1
Gesamt 1 1 1 3

Medaillengewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Disziplin Gold Silber Bronze
Einzel Deutschland BR Franz Keller (FRG) Schweiz Alois Kälin (SUI) Deutschland Demokratische Republik 1949 Andreas Kunz (GDR)

Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiasieger 1964: Tormod Knutsen (NOR) (Karriere beendet) / Weltmeister 1966 Georg Thoma (FRG) (nur mehr bei Volksläufen aktiv).

Platz Land Athlet Punkte
Springen
Punkte
Laufen
Punkte
totel
1 Deutschland BR FRG Franz Keller 240,1 208,94 449,04
2 Schweiz SUI Alois Kälin 193,2 254,79 447,99
3 Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR Andreas Kunz 216,9 227,20 444,10
4 Tschechoslowakei TCH Tomáš Kučera 217,4 216,74 434,14
5 Italien ITA Ezio Damolin 206,0 223,54 429,54
6 Polen 1944 POL Józef Gąsienica 217,7 211,08 428,78
7 Sowjetunion 1955 URS Robert Makara 222,8 204,12 426,92
8 Sowjetunion 1955 URS Wjatscheslaw Drjagin 222,8 201,58 424,38
9 Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR Roland Weißpflog 186,3 238,00 424,30
10 Japan JPN Hiroshi Itagaki 237,4 177,25 414,65
11 Deutschland Demokratische Republik 1949 GDR Karl-Heinz Luck 198,8 215,22 414,02
14 Deutschland BR FRG Gunter Naumann 190,0 220,89 410,89
25 Deutschland BR FRG Alfred Winkler 192,8 188,79 381,59
29 Deutschland BR FRG Hans Rudhart 195,4 179,34 374,74
32 Osterreich AUT Ulrich Öhlböck 168,8 189,20 358,00
34 Osterreich AUT Waldemar Heigenhauser 197,2 159,49 356,69
35 Osterreich AUT Helmut Voggenberger 181,9 160,07 341,97

Skispringen: 10. Februar, 13:00 Uhr Schanze: Le Claret (Autrans); K-Punkt: 70 m

Langlauf 15 km: 12. Februar, 09:00 Uhr Höhenunterschied: 275 m; Maximalanstieg: 70 m; Totalanstieg: 470 m 41 Teilnehmer aus 13 Ländern, alle in der Wertung.

Beim Springen hatte jeder Athlet drei Versuche, von denen die beiden besten in die Wertung einflossen. Die Punkte wurden ermittelt, indem man die fünf besten Weiten eines Durchgangs addierte und durch 5 teilte. Entsprechend ihrer Weite erhielten die Wettkämpfer eine Wertung unter oder über diesem Mittelwert. Ein Rückstand von 12 Punkten bedeutete, dass beim 15-km-Langlauf exakt eine Minute aufgeholt werden musste. Nach dem Springen führte Franz Keller die Wertung an, Mitfavorit Alois Kälin lag auf dem 24. Rang und musste in der Loipe einen Rückstand von dreieinhalb Minuten aufholen. Kälin lief die mit Abstand beste Zeit, doch am Ende des Rennens betrug Kellers Vorsprung 1,05 Punkte oder rund sechs Sekunden.[1] Ergebnis Springen: 1. Keller 240,1 (73,0/77,5 m); 2. Hiroshi Itagaki (JPN) 237,4 (73,5/76,0 m); 3. Fiedor (POL) 234,3 (74,0/74,0 m); 4. Taniguchi (JPN) 224,4 (73,0/72,5 m), 5. ex aequo Wiaczesław DriaginDriagin (71,5/74,5 m) & Makara (URS) (72,5/74 m) 222,8; 7. Andersen (NOR) 221,2 (72,5/72,5 m); 8. Gąsienica (POL) 217,7 (72,5/71,5 m); 9. Kučera (ČSSR) 217,4 (72,0/73,0), 10. Kunz (GDR) 216,9 (72,5/74 m); weiters 21. Heigenhauser; 32. Voggenberger; 35. Öhlböck Für die Nordländer gab es eine schwere Schlappe; Rang 21 für Mikkel Dobloug (NOR), so etwas hatte es in der Geschichte der Nordischen Kombination noch nie gegeben. Franz Keller holte bei diesen Spielen die erste Goldmedaille für die FRG.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kombinationsspringen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 11. Februar 1968, S. 13 (Die Internetseite der Arbeiterzeitung wird zurzeit umgestaltet. Die verlinkten Seiten sind daher nicht erreichbar. – Digitalisat).
  2. «Keller ist bester Kombinierer». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 13. Februar 1968, S. 13 (Die Internetseite der Arbeiterzeitung wird zurzeit umgestaltet. Die verlinkten Seiten sind daher nicht erreichbar. – Digitalisat).