Olympische Winterspiele 1968/Ski Alpin

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Ski Alpin bei den
Olympischen Winterspielen 1968
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Information
Austragungsort FrankreichFrankreich Chamrousse
Wettkampfstätte Recoin de Chamrousse, Casserousse
Nationen 33
Athleten 191 (136 Blue Mars symbol.svg, 55 Symbol venus.svg)
Datum 9.–17. Februar 1968
Entscheidungen 6
Innsbruck 1964

Bei den X. Olympischen Spielen 1968 wurden sechs Wettbewerbe im Alpinen Skisport ausgetragen. Die drei Erstplatzierten in der Abfahrt, im Riesenslalom und im Slalom erhielten nebst den Olympiamedaillen auch Weltmeisterschaftsmedaillen, da diese Wettbewerbe gleichzeitig als 20. Alpine Skiweltmeisterschaft gewertet wurden. In der Alpinen Kombination wurden nur WM-Medaillen verliehen. Außerdem zählten die Rennen zum Weltcup mit Ausnahme der Kombination.

Austragungsort sämtlicher alpiner Skirennen war Chamrousse, ein östlich von Grenoble gelegener Wintersportort. Das Ziel von fünf der sechs Rennen befand sich im Gebiet Recoin de Chamrousse, jenes der Männer-Abfahrt im Gebiet Casserousse.

Olympische Bilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Medaillenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 FrankreichFrankreich Frankreich 4 3 1 8
2 OsterreichÖsterreich Österreich 1 1 3 5
3 KanadaKanada Kanada 1 1 2
4 SchweizSchweiz Schweiz 1 2 3

Medaillengewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Männer

Konkurrenz Gold Silber Bronze
Abfahrt FrankreichFrankreich Jean-Claude Killy FrankreichFrankreich Guy Périllat SchweizSchweiz Jean-Daniel Dätwyler
Riesenslalom FrankreichFrankreich Jean-Claude Killy SchweizSchweiz Willy Favre OsterreichÖsterreich Heinrich Messner
Slalom FrankreichFrankreich Jean-Claude Killy OsterreichÖsterreich Herbert Huber OsterreichÖsterreich Alfred Matt

Frauen

Konkurrenz Gold Silber Bronze
Abfahrt OsterreichÖsterreich Olga Pall FrankreichFrankreich Isabelle Mir OsterreichÖsterreich Christl Haas
Riesenslalom KanadaKanada Nancy Greene FrankreichFrankreich Annie Famose SchweizSchweiz Fernande Bochatay
Slalom FrankreichFrankreich Marielle Goitschel KanadaKanada Nancy Greene FrankreichFrankreich Annie Famose

Ergebnisse Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiasieger 1964: Egon Zimmermann (AUT) / Weltmeister 1966: Jean-Claude Killy (FRA).

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 FrankreichFrankreich FRA Jean-Claude Killy 1:59,85
2 FrankreichFrankreich FRA Guy Périllat 1:59,93
3 SchweizSchweiz SUI Jean-Daniel Dätwyler 2:00,32
4 OsterreichÖsterreich AUT Heinrich Messner 2:01,03
5 OsterreichÖsterreich AUT Karl Schranz 2:01,89
6 ItalienItalien ITA Ivo Mahlknecht 2:02,00
7 Deutschland BRBR Deutschland FRG Gerhard Prinzing 2:02,10
8 FrankreichFrankreich FRA Bernard Orcel 2:02,22
9 OsterreichÖsterreich AUT Gerhard Nenning 2:02,31
10 SchweizSchweiz SUI Edmund Bruggmann 2:02,36
12 Deutschland BRBR Deutschland FRG Ludwig Leitner 2:02,54
13 OsterreichÖsterreich AUT Egon Zimmermann 2:02,55
14 SchweizSchweiz SUI Josef Minsch 2:02,76
15 Deutschland BRBR Deutschland FRG Franz Vogler 2:02,94
16 SchweizSchweiz SUI Dumeng Giovanoli 2:02,98
19 Deutschland BRBR Deutschland FRG Dieter Fersch 2:03,41
33 Liechtenstein 1937Liechtenstein LIE Josef Gassner 2:06,91
37 Liechtenstein 1937Liechtenstein LIE Wolfgang Ender 2:08,08

Datum: 9. Februar, 12:00 Uhr
Piste: „Chamrousse“
Start: 2252 m, Ziel: 1412 m
Höhendifferenz: 840 m, Streckenlänge: 2890 m

Am Start waren 86 Läufer aus 29 Ländern, von denen 73 ins Ziel kamen. Das zuerst am 8. Februar mit Start um 12 Uhr vorgesehene Rennen musste wegen Nebels um einen Tag verschoben werden. Es waren vorerst noch die beiden Vorläufer Andreas Sprecher und Rudolf Sailer ins Ziel gekommen, doch dann hatte der Sturm von einer Minute zur anderen eine derartige Heftigkeit erreicht, dass es keine Startfreigabe für Guy Périllat (Nr. 1) gab. Vorerst entschied die Jury auf eine Verschiebung von jeweils zehn Minuten, um 12:30 Uhr aber aus Sicherheitsgründen auf die Absage.[1][2]

Killy hatte das «Nonstop-Training» gewonnen, ihm als Techniker lag diese Strecke mit 29 % Durchschnittsgefälle (höchstes Gefälle 65 %) mit ihren heiklen Kurven, häufigen Buckeln und tückischen Steilwänden am besten. Olympiasieger Zimmermann hatte in allen Trainings nicht überzeugt, war aber trotzdem von der österreichischen Teamführung statt Rudolf Sailer aufgestellt worden. Allerdings waren alle ÖSV-Läufer etwas skeptisch.[3]

Périllat hatte vorerst vor Dätwyler (Nr. 4), Messner (Nr. 9) und Schranz (Nr. 11) geführt, ehe Killy mit Nr. 14 kam. Bei der Zwischenzeit betrug sein Vorsprung auf Périllat rund eine Sekunde, der in den flachen Partien der unteren Streckenhälfte wegen falsch gewachster Skier bis auf acht Hundertstel zusammenschmolz. Dem im Abfahrtsweltcup führenden Nenning, der zuvor sowohl am Lauberhorn als auch am Hahnenkamm gewonnen hatte, gelang keine gute Fahrt: Als er mit Nr. 10 ins Ziel kam, war er bereits Fünfter. Bill Kidds Start schien ungewiss; er war beim Training schwer zu Sturz gekommen und hatte sich am Knöchel verletzt, den er sich zwei Jahre zuvor in Kitzbühel gebrochen hatte. Dank der Startverschiebung um einen Tag ging er ins Rennen (Nr. 12), mehr als 2:03,40 Minuten waren für ihn unter diesen Umständen nicht möglich.[4]

Riesenslalom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiasieger 1964: François Bonlieu (FRA) (Karriere beendet) / Weltmeister 1966: Guy Périllat (FRA).

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 FrankreichFrankreich FRA Jean-Claude Killy 3:29,28
2 SchweizSchweiz SUI Willy Favre 3:31,50
3 OsterreichÖsterreich AUT Heinrich Messner 3:31,83
4 FrankreichFrankreich FRA Guy Périllat 3:32,06
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Billy Kidd 3:32,37
6 OsterreichÖsterreich AUT Karl Schranz 3:33,08
7 SchweizSchweiz SUI Dumeng Giovanoli 3:33,55
8 OsterreichÖsterreich AUT Gerhard Nenning 3:33,61
9 FrankreichFrankreich FRA Georges Mauduit 3:33,78
10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Jimmy Heuga 3:33,89
12 SchweizSchweiz SUI Edmund Bruggmann 3:34,91
22 Deutschland BRBR Deutschland FRG Willi Lesch 3:38,83
23 Deutschland BRBR Deutschland FRG Ludwig Leitner 3:38,85
24 Deutschland BRBR Deutschland FRG Sepp Heckelmiller 3:38,95
26 ItalienItalien ITA Ivo Mahlknecht 3:40,08
28 SchweizSchweiz SUI Stefan Kälin 3:40,52
31 Liechtenstein 1937Liechtenstein LIE Josef Gassner 3:42,38
32 Liechtenstein 1937Liechtenstein LIE Wolfgang Ender 3:43,43
41 Deutschland Demokratische Republik 1968DDR GDR Eberhard Riedel 3:46,67
56 Liechtenstein 1937Liechtenstein LIE Albert Frick 3:55,90
57 Liechtenstein 1937Liechtenstein LIE Hans Schädler 3:56,96

1. Lauf: 11. Februar, 12:00 Uhr
Piste: „Simond“
Start: 2090 m, Ziel: 1640 m
Höhendifferenz: 450 m, Streckenlänge: 1800 m
Tore: 70

2. Lauf: 12. Februar, 12:00 Uhr
Piste: „Vallons“
Start: 2153 m, Ziel: 1703 m
Höhendifferenz: 450 m, Streckenlänge: 1780 m
Tore: 57

Es starteten 100 Skiläufer aus 36 Ländern, 88 kamen in die Wertung. - Ausgeschieden u. a. Gerhard Prinzig (FRG), Bernard Orcel (FRA) (beide im ersten Lauf) sowie im 2. Lauf Rod Hebron (CAN), Werner Bleiner (AUT).
Zum ersten Mal überhaupt wurde ein olympischer Riesenslalom in zwei Läufen ausgetragen, im Gegensatz zu der später ausgeübten Praxis aber an 2 aufeinanderfolgenden Tagen und auf zwei verschiedenen Pisten. Diese Regelung ist erstmals bei der Ski-WM 1966 zur Anwendung gekommen. Nach dem ersten Lauf lag Jean-Claude Killy in 1:42,74 um 1,20 Sekunden vor Willy Favre und 2,04 Sekunden vor Guy Périllat. Während der erste Lauf bei Sonnenschein durchgeführt werden konnte, herrschten beim zweiten Lauf Nebel und Schneefall. Heinrich Messner verbesserte sich dank einer Energieleistung mit drittbester Laufzeit (1:46.67) vom fünften auf den dritten Platz, doch ein Fehler im Schlussteil kostete ihm die Silbermedaille. Demgegenüber ließ die 5. Laufzeit (1:47,28) Périllat noch aus den Medaillenrängen fallen. Killy konnte mit der zweitbesten Laufzeit seinen Vorsprung weiter ausbauen. Seine Darbietung war die Demonstration eines Skikönigs. Die beste Zeit im zweiten Lauf erzielte Billy Kidd, der acht Hundertstelsekunde schneller als Killy war und vom achten auf den fünften Platz vorstieß. Bleiner fuhr im 2. Lauf an Tor Nr. 54 vorbei, so dass seine ohnehin schwachen 1:51,20 (Kidds Laufbestzeit war 1:46,46) nicht zählten.[5][6]

Slalom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiasieger 1964: Josef Stiegler (AUT) (Karriere beendet) / Weltmeister 1966: Carlo Senoner (ITA) (Karriere beendet).

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 FrankreichFrankreich FRA Jean-Claude Killy 1:39,73
2 OsterreichÖsterreich AUT Herbert Huber 1:39,82
3 OsterreichÖsterreich AUT Alfred Matt 1:40,09
4 SchweizSchweiz SUI Dumeng Giovanoli 1:40,22
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Vladimir Sabich 1:40,49
6 PolenPolen POL Andrzej Bachleda-Curuś 1:40,61
7 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Jimmy Heuga 1:40,97
8 FrankreichFrankreich FRA Alain Penz 1:41,14
9 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Rick Chaffee 1:41,19
10 SchweizSchweiz SUI Peter Frei 1:41,98
12 Deutschland BRBR Deutschland FRG Ludwig Leitner 1:43,50
13 Deutschland Demokratische Republik 1968DDR GDR Eberhard Riedel 1:44,07
14 OsterreichÖsterreich AUT Heinrich Messner 1:44,15
16 Deutschland BRBR Deutschland FRG Alfred Hagn 1:44,65
19 ItalienItalien ITA Ivo Mahlknecht 1:45,25
20 Deutschland BRBR Deutschland FRG Max Rieger 1:45,38

Datum: 17. Februar, 12:00 Uhr
Piste: „Stade de Slalom“
Start: 1826 m, Ziel: 1650 m
Höhendifferenz: 176 m, Streckenlänge: 520 m
Tore: 62 (1. Lauf), 69 (2. Lauf)

Ausgeschieden u. a.: Willy Favre (SUI), Billy Kidd (USA), Guy Périllat (FRA), Carlo Senoner (ITA); disqualifiziert: Håkon Mjøen (NOR, Torfehler), Karl Schranz (AUT, Torfehler). Es herrschte dichter Nebel über der Strecke.

Zum Slalom meldeten sich 101 Rennläufer aus 33 Ländern an. Drei Tage vor dem Rennen fand ein zweiteiliger Qualifikationswettkampf statt. Im ersten Teil wurden die Teilnehmer in 17 Gruppen eingeteilt, aus denen sich jeweils die zwei Schnellsten direkt für das Rennen qualifizieren konnten. Darauf folgte ein Hoffnungslauf, an dem weitere 17 Startplätze vergeben wurden. Vorgesehen war zudem ein Klassifizierungslauf am 16. Februar, in dem die verbliebenen 51 Rennläufer um eine möglichst günstige Startposition kämpfen sollten. Dieser Teil wurde wegen dichten Nebels abgesagt und die Startnummern wurden anhand der FIS-Punkteliste verteilt.[7]

Ergebnisse Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abfahrt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiasiegerin 1964: Christl Haas (AUT) / Weltmeisterin 1966: Marielle Goitschel (FRA).

Platz Land Sportlerin Zeit (min)
1 OsterreichÖsterreich AUT Olga Pall 1:40,87
2 FrankreichFrankreich FRA Isabelle Mir 1:41,33
3 OsterreichÖsterreich AUT Christl Haas 1:41,41
4 OsterreichÖsterreich AUT Brigitte Seiwald 1:41,82
5 FrankreichFrankreich FRA Annie Famose 1:42,15
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR Felicity Field 1:42,79
7 SchweizSchweiz SUI Fernande Bochatay 1:42,87
8 FrankreichFrankreich FRA Marielle Goitschel 1:42,95
9 FrankreichFrankreich FRA Florence Steurer 1:43,00
10 KanadaKanada CAN Nancy Greene 1:43,12
11 SchweizSchweiz SUI Annerösli Zryd 1:43,76
13 OsterreichÖsterreich AUT Gertrud Gabl 1:43,97
14 Deutschland BRBR Deutschland FRG Burgl Färbinger 1:44,29
16 SchweizSchweiz SUI Madeleine Wuilloud 1:44,49
18 SchweizSchweiz SUI Vreni Inäbnit 1:45,16
19 Deutschland BRBR Deutschland FRG Margret Hafen 1:45,33
24 Deutschland BRBR Deutschland FRG Christine Laprell 1:47,62
25 Deutschland BRBR Deutschland FRG Rosi Mittermaier 1:47,73
38 Liechtenstein 1937Liechtenstein LIE Martha Bühler 1:53,33

Datum: 10. Februar, 12:00 Uhr
Piste: „Chamrousse“
Start: 2252 m, Ziel: 1650 m
Höhendifferenz: 602 m, Streckenlänge: 2160 m

Das Rennen fand bei Sonnenschein unter besten Bedingungen statt. 39 Rennläuferinnen aus 14 Ländern waren Start, 38 kamen ins Ziel.
Als erste der Favoritinnen setzte sich die Österreicherin Christl Haas (Nr. 7) an die Spitze. Die Schweizerin Annerösli Zryd (Nr. 10) lag im Bereich der Zeit von Haas, stürzte aber wenige Meter vor dem Ziel, rutschte auf dem Rücken über die Ziellinie und verpasste dadurch eine Medaille. Wenig später übernahm Isabelle Mir (Nr. 13) die Spitzenposition. Die Zeit der Französin wurde schließlich von Olga Pall (Nr. 15) um knapp eine halbe Sekunde unterboten.

Riesenslalom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiasiegerin 1964 und Weltmeisterin 1966: Marielle Goitschel (FRA).

Platz Land Sportlerin Zeit (min)
1 KanadaKanada CAN Nancy Greene 1:51,97
2 FrankreichFrankreich FRA Annie Famose 1:54,61
3 SchweizSchweiz SUI Fernande Bochatay 1:54,74
4 FrankreichFrankreich FRA Florence Steurer 1:54,75
5 OsterreichÖsterreich AUT Olga Pall 1:55,61
6 FrankreichFrankreich FRA Isabelle Mir 1:56,07
7 FrankreichFrankreich FRA Marielle Goitschel 1:56,09
8 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR Divina Galica 1:56,58
9 OsterreichÖsterreich AUT Gertrud Gabl 1:56,85
10 Deutschland BRBR Deutschland FRG Burgl Färbinger 1:57,20
11 OsterreichÖsterreich AUT Brigitte Seiwald 1:57,26
13 SchweizSchweiz SUI Annerösli Zryd 1:57,60
15 Deutschland BRBR Deutschland FRG Christine Laprell 1:58,12
18 Deutschland BRBR Deutschland FRG Margret Hafen 1:58,47
19 SchweizSchweiz SUI Vreni Inäbnit 1:58,50
20 Deutschland BRBR Deutschland FRG Rosi Mittermaier 1:58,75
27 OsterreichÖsterreich AUT Elisabeth Pall 2:00,91
31 ItalienItalien ITA Lotte Nogler 2:04,87
33 Liechtenstein 1937Liechtenstein LIE Martha Bühler 2:00,91

Datum: 15. Februar, 12:00 Uhr
Piste: „Gaboureaux“
Start: 2090 m, Ziel: 1650 m
Höhendifferenz: 440 m, Streckenlänge: 1610 m
Tore: 68 (Kurssetzer: Jean Béranger, FRA)

Im Gegensatz zum Rennen der Männer wurde der Riesenslalom der Frauen nur in einem Lauf ausgetragen.
Stark bewölkt, aber gute Sicht. 47 Rennläuferinnen aus 18 Ländern, 42 kamen ins Ziel. Ausgeschieden u. a.: Madeleine Wuilloud (SUI), Betsy Clifford (CAN).
Der Vorsprung von 2,64 Sekunden der Siegerin Nancy Greene ist der größte, der jemals bei einem Olympia- oder Weltmeisterschaftsrennen gemessen wurde.[8]

Slalom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympiasiegerin 1964: Christine Goitschel (FRA) / Weltmeisterin 1966: Annie Famose (FRA).

Platz Land Sportlerin Zeit (min)
1 FrankreichFrankreich FRA Marielle Goitschel 1:25,86
2 KanadaKanada CAN Nancy Greene 1:26,15
3 FrankreichFrankreich FRA Annie Famose 1:27,89
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR Gina Hathorn 1:27,92
5 FrankreichFrankreich FRA Isabelle Mir 1:28,22
6 Deutschland BRBR Deutschland FRG Burgl Färbinger 1:28,90
7 ItalienItalien ITA Glorianda Cipolla 1:29,74
8 OsterreichÖsterreich AUT Bernadette Rauter 1:30,44
9 OsterreichÖsterreich AUT Olga Pall 1:31,11
10 Deutschland BRBR Deutschland FRG Christine Laprell 1:31,25
11 SchweizSchweiz SUI Annerösli Zryd 1:31,41
13 SchweizSchweiz SUI Madeleine Wuilloud 1:33,27
16 Deutschland BRBR Deutschland FRG Christa Hintermaier 1:34,62
17 SchweizSchweiz SUI Vreni Inäbnit 1:35,18
20 ItalienItalien ITA Lotte Nogler 1:38,33
24 OsterreichÖsterreich AUT Brigitte Seiwald 1:41,29
28 Liechtenstein 1937Liechtenstein LIE Martha Bühler 1:49,44

Datum: 13. Februar, 12:00 Uhr
Piste: „Stade de Slalom“
Start: 1806 m, Ziel: 1650 m
Höhendifferenz: 156 m, Streckenlänge: 420 m
Tore: 56 (1. Lauf - Kurssetzer: Hermann Gamon, AUT), 57 (2. Lauf - Kurssetzer Jean Béranger, FRA)

Von den 49 Rennläuferinnen aus 18 Ländern kamen 31 ins Ziel. Ausgeschieden u. a.: Fernande Bochatay (SUI), Betsy Clifford (CAN), Kiki Cutter (USA), Gertrud Gabl (AUT), Divina Galica (GBR), Rosi Mittermaier (FRG), Judy Nagel (USA), Florence Steurer (FRA), Rosie Fortna (USA).

Nach dem ersten Lauf führte Judy Nagel, doch war sie als 16-Jährige der Aufgabe nicht gewachsen; es kam überhaupt keine Läuferin des US-Verbandes in die Wertung.

Aus österreichischer Sicht war Seiwald auf Rang 4 klassiert. Die mit Nr. 15 gestartete Weltranglisten-Erste Gabl schied nach nicht ganz hundert Metern aus. Im zweiten Lauf konnte Greene mit klarer Laufbestzeit wegen zu großen Rückstands lediglich den Rückstand minimieren. Seiwald beging viele Fehler, was sie im Klassement weit zurückwarf.[9][10][11]

Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kombination (Männer)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeister 1966: Jean-Claude Killy (FRA).

Platz Land Sportler Punkte
1 FrankreichFrankreich FRA Jean-Claude Killy 00,00
2 SchweizSchweiz SUI Dumeng Giovanoli 32,98
3 OsterreichÖsterreich AUT Heinrich Messner 38,57
4 PolenPolen POL Andrzej Bachleda-Curuś 54,45
5 Deutschland BRBR Deutschland FRG Ludwig Leitner ?
6 SchwedenSchweden SWE Rune Lindström 66,98

Für den Kombinationsbewerb wurden keine Olympiamedaillen vergeben, sondern nur WM-Medaillen. Die Positionen wurden nach einem Punktesystem aus den Ergebnissen der Abfahrt, des Riesenslaloms und des Slaloms ermittelt.
Nach 2 Bewerben hatte Killy vor Périllat und Messner geführt; es folgten Schranz, Nenning, Kidd, Giovanoli, Bruggmann, Mussner und Ludwig Leitner.[12]

Kombination (Frauen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterin 1966: Marielle Goitschel (FRA).

Platz Land Sportlerin Punkte
1 KanadaKanada CAN Nancy Greene 16,31
2 FrankreichFrankreich FRA Marielle Goitschel 36,00
3 FrankreichFrankreich FRA Annie Famose 36,19
4 FrankreichFrankreich FRA Isabelle Mir 40,75
5 OsterreichÖsterreich AUT Olga Pall 52,50
6 Deutschland BRBR Deutschland FRG Burgl Färbinger 69,16

Für den Kombinationsbewerb wurden keine Olympiamedaillen vergeben, sondern nur WM-Medaillen. Die Positionen wurden nach einem Punktesystem aus den Ergebnissen der Abfahrt, des Riesenslaloms und des Slaloms ermittelt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. «Die Naturgewalten erzwangen Absage». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 9. Februar 1968, S. 16 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  2. «Abfahrtslauf wird heute stattfinden». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 9. Februar 1968, S. 16 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  3. «Jean-Claude Killy oder die Österreicher?» In: Arbeiter-Zeitung. Wien 8. Februar 1968, S. 14 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  4. «Skikönig Jean-Claude Killy schlug zu». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 10. Februar 1968, S. 14 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  5. «Sport Zürich» vom 15. Februar 1968
  6. «Jean-Claude Killy auf Toni Sailers Spuren». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 13. Februar 1968, S. 14 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  7. : «An Schranz, Matt & Co . Nehmt heute eurer Herz in beide Hände!!! Nebel gab den Läufern recht. Gruppierungsslalom abgesagt»; «Kleine Zeitung», Steiermark-Ausgabe vom 17. Februar 1968, Seite 19
  8. «Nancy Greene überragte alle». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 16. Februar 1968, S. 16 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  9. «Goitschel gewann die Nervenschlacht». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 14. Februar 1968, S. 12 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).
  10. «Sport Zürich», vom 15. Februar 1968, Seite 9.
  11. «EXPRESS» Wien vom 14. Februar 1968, Seite 16, Autor: Leo Lohberger.
  12. «Messner Note 14,79». In: Arbeiter-Zeitung. Wien 13. Februar 1968, S. 12 (arbeiter-zeitung.at – das offene Online-Archiv – Digitalisat).