Olympische Winterspiele 2014/Teilnehmer (Österreich)

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Olympische Ringe

AUT

AUT
Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen
4 8 5
Der Großteil des österreichischen Teams zu den Olympischen Spielen 2014

Österreich nahm an den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi mit 130 Athleten, darunter 41 Frauen und 89 Männer, in 14 der 15 Sportarten teil. Lediglich im Curling war Österreich nicht vertreten.[1]

Das Österreichische Olympische Comité nominierte die Athleten offiziell am 27. Jänner 2014. Es war dies das bis dahin größte österreichische Aufgebot bei Olympischen Winterspielen. Nur zu den Sommerspielen 1936 in Berlin schickte das ÖOC mit 176 Sportlern mehr Athleten. Von den 130 Athleten nahmen schließlich 125 an Wettbewerben teil. Der Skilangläufer Johannes Dürr wurde am Schlusstag der Spiele wegen eines positiven Dopingtests aus dem ÖOC-Team ausgeschlossen.[2]

Am 27. Jänner 2014 gab das ÖOC bekannt, dass der Skirennläufer Benjamin Raich, Doppelolympiasieger von Turin 2006, bei der Eröffnungsfeier die österreichische Delegation als Fahnenträger anführen soll.[3] Wenige Tage vor der Eröffnungsfeier erklärte Raich, dass er später als geplant nach Sotschi reisen werde und somit nicht Fahnenträger sein könne.[4] Als neuer Fahnenträger wurde seitens des ÖOC Raichs Schwager, der nordische Kombinierer Mario Stecher, Mannschaftsolympiasieger 2006 und 2010, ernannt.[5] Bei der Schlussfeier wurde die österreichische Fahne von der Olympiasiegerin im erstmals ausgetragenen Snowboard-Parallelslalom, Julia Dujmovits, ins Stadion getragen.[6]

Die österreichischen Sportlerinnen und Sportler gewannen bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 17 Medaillen, davon vier in Gold, acht in Silber und fünf in Bronze. Somit waren die Spiele von Sotschi gemessen an Medaillen die dritterfolgreichsten Spiele in der ÖOC-Geschichte. Lediglich bei den Spielen 2006 in Turin bzw. 1992 in Albertville konnte der österreichische Delegation mehr Medaillen gewinnen.

Die erfolgreichste österreichische Athletin der Spiele war die alpine Skirennläuferin Anna Fenninger, die im Super-G Gold und im Riesenslalom Silber gewinnen konnte. Matthias Mayer gewann als erster Österreicher seit 2002 die in Österreich prestigeträchtige Goldmedaille im Abfahrtslauf. Der 34-jährige Mario Matt wurde mit seinem Sieg im Slalom zum ältesten Olympiasieger im alpinen Skilauf. Julia Dujmovits gewann die erste Snowboard-Goldmedaille für Österreich und die erste Medaille bei Winterspielen für das Burgenland.

Medaillenspiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rang Sportart G S B Gesamt
1 Ski Alpin Ski Alpin 3 4 2 9
2 Snowboard Snowboard 1 0 1 2
3 Skispringen Skispringen 0 2 0 2
4 Biathlon Biathlon 0 1 1 2
5 Rennrodeln Rennrodeln 0 1 0 1
6 Nordische Kombination Nordische Kombination 0 0 1 1
Gesamt 4 8 5 17

Medaillengewinner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name/n Sportart Wettkampf Datum
Goldmedaille Gold
Matthias Mayer Ski Alpin Abfahrt 09. Februar
Anna Fenninger Ski Alpin Super-G 15. Februar
Julia Dujmovits Snowboard Parallelslalom 22. Februar
Mario Matt Ski Alpin Slalom 22. Februar
Silbermedaille Silber
Dominik Landertinger Biathlon Sprint 08. Februar
Nicole Hosp Ski Alpin Super-Kombination 10. Februar
Daniela Iraschko-Stolz Skispringen Einzelspringen Normalschanze 11. Februar
Andreas Linger/Wolfgang Linger Rennrodeln Doppelsitzer 12. Februar
Michael Hayböck, Thomas Diethart, Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer Skispringen Teamspringen Großschanze 17. Februar
Anna Fenninger Ski Alpin Riesenslalom 18. Februar
Marlies Schild Ski Alpin Slalom 21. Februar
Marcel Hirscher Ski Alpin Slalom 22. Februar
Bronzemedaille Bronze
Nicole Hosp Ski Alpin Super-G 15. Februar
Lukas Klapfer, Christoph Bieler, Bernhard Gruber, Mario Stecher Nordische Kombination Teamwettkampf 20. Februar
Kathrin Zettel Ski Alpin Slalom 21. Februar
Benjamin Karl Snowboard Parallelslalom 22. Februar
Christoph Sumann, Daniel Mesotitsch, Simon Eder, Dominik Landertinger Biathlon Staffel 22. Februar

Sportarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biathlon pictogram.svg Biathlon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen

  • Lisa Hauser
    7,5 km Sprint: 27. Platz
    10 km Verfolgung: 39. Platz
    15 km Einzel: 36. Platz
    Mixed-Staffel: 9. Platz
  • Katharina Innerhofer
    7,5 km Sprint: 76. Platz
    15 km Einzel: 28. Platz
    Mixed-Staffel: 9. Platz
  • Iris Schwabl

Männer

  • Julian Eberhard
  • Simon Eder
    10 km Sprint: 7. Platz
    12,5 km Verfolgung: 8. Platz
    20 km Einzel: 4. Platz
    15 km Massenstart: 16. Platz
    Staffel 4 × 7,5 km: Bronze Bronze medal.svg
  • Dominik Landertinger
    10 km Sprint: Silber Silver medal.svg
    12,5 km Verfolgung: 10. Platz
    20 km Einzel: 5. Platz
    15 km Massenstart: 7. Platz
    Staffel 4 × 7,5 km: Bronze Bronze medal.svg
  • Daniel Mesotitsch
    10 km Sprint: 38. Platz
    12,5 km Verfolgung: 37. Platz
    20 km Einzel: 40. Platz
    Mixed-Staffel: 9. Platz
    Staffel 4 × 7,5 km: Bronze Bronze medal.svg
  • Friedrich Pinter
    Mixed-Staffel: 9. Platz
  • Christoph Sumann
    10 km Sprint: 20. Platz
    12,5 km Verfolgung: 12. Platz
    20 km Einzel: 24. Platz
    15 km Massenstart: 27. Platz
    Staffel 4 × 7,5 km: Bronze Bronze medal.svg

Bobsleigh pictogram.svg Bob[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benjamin Maier, Angel Somov, Stefan Withalm und Sebastian Heufler

Frauen – Zweierbob

Männer

Ice hockey pictogram.svg Eishockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Eishockey-Team
Männer

10. Platz

Torhüter:

Verteidiger:

Ersatz:

Stürmer:

Figure skating pictogram.svg Eiskunstlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kerstin Frank, Severin Kiefer und Miriam Ziegler mit Bundespräsident Heinz Fischer

Frauen

26. Platz (nach Kurzprogramm ausgeschieden)

Männer

26. Platz (nach Kurzprogramm ausgeschieden)

Paarlauf

17. Platz (nach Kurzprogramm ausgeschieden)

Speed skating pictogram.svg Eisschnelllauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen

Freestyle skiing pictogram.svg Freestyle-Skiing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skicross Frauen

22. Platz
6. Platz
23. Platz

Slopestyle Frauen

16. Platz

Skicross Männer

24. Platz
14. Platz
20. Platz
27. Platz

Halfpipe Männer

20. Platz
19. Platz

Slopestyle Männer

14. Platz

Nordic combined pictogram.svg Nordische Kombination[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christoph Bieler, Wilhelm Denifl, Bernhard Gruber, Lukas Klapfer und Mario Stecher

Luge pictogram.svg Rodeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reinhard Egger, Georg Fischler, Wolfgang Kindl, Andreas Linger, Wolfgang Linger, Peter Penz, Daniel Pfister, Birgit Platzer und Nina Reithmayer

Frauen

Männer

Doppelsitzer

Short track speed skating pictogram.svg Shorttrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen

Skeleton pictogram.svg Skeleton[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Janine Flock, Matthias Guggenberger und Raphael Maier

Frauen

Männer

Alpine skiing pictogram.svg Ski Alpin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ski Alpin – Frauen
Ski Alpin – Männer

Frauen

Männer

1 Hannes Reichelt gab am 27. Jänner 2014, wenige Stunden nach der Nominierung des Olympiakaders und zwei Tage nach seinem Sieg bei der Hahnenkammabfahrt, bekannt, dass er wegen eines schweren Bandscheibenvorfalls die Saison vorzeitig beenden und auf die Teilnahme bei den Olympischen Spielen verzichten muss.[7] Für ihn wurde Joachim Puchner nachnominiert.[8]

Cross country skiing pictogram.svg Skilanglauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauen

  • Veronika Mayerhofer
    10 km klassisch: 47. Platz
    4 × 5 km-Staffel: 13. Platz
  • Nathalie Schwarz
    Sprint Freistil: 53. Platz
    10 km klassisch: 38. Platz
    4 × 5 km-Staffel: 13. Platz
  • Kateřina Smutná
    Teamsprint klassisch: 9. Platz
    Skiathlon: 46. Platz
    10 km klassisch: 22. Platz
    4 × 5 km-Staffel: 13. Platz
  • Teresa Stadlober
    Teamsprint klassisch: 9. Platz
    Skiathlon: 37. Platz
    30 km Freistil Massenstart: 20. Platz
    4 × 5 km-Staffel: 13. Platz

Männer

  • Johannes Dürr
    Skiathlon: 8. Platz
    Wegen Dopings vor dem 50 km Massenstart Freistil aus der Olympiamannschaft ausgeschlossen.
  • Max Hauke
    Sprint Freistil: 46. Platz
    Teamsprint klassisch: 17. Platz
    15 km klassisch: 57. Platz
  • Bernhard Tritscher
    Sprint Freistil: 7. Platz
    50 km Freistil Massenstart: 24. Platz
  • Harald Wurm
    Sprint Freistil: 23. Platz
    Teamsprint klassisch: 17. Platz

Ski jumping pictogram.svg Skispringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Skisprung-Team

Frauen

Männer

Snowboarding pictogram.svg Snowboard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Snowboard-Team

Parallel Frauen

PGS: 29. Platz
PSL: Gold Gold medal.svg
PGS: 20. Platz
PSL: 5. Platz
PGS: 4. Platz
PSL: 8. Platz
PGS: 11. Platz
PSL: 12. Platz

Cross Frauen

12. Platz
19. Platz

Slopestyle Frauen

10. Platz

Parallel Männer

PGS: 10. Platz
PSL: Bronze Bronze medal.svg
PGS: ausgeschieden
PSL: 5. Platz
PGS: 8. Platz
PSL: 13. Platz
PGS: 22. Platz
PSL: 17. Platz

Cross Männer

10. Platz
17. Platz
33. Platz

Slopestyle Männer

im Halbfinale nicht mehr gestartet (verletzt)
25. Platz (im Halbfinale ausgeschieden)
26. Platz (im Halbfinale ausgeschieden)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Austria at the 2014 Winter Olympics – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sport.orf.at: 16 bis 23 Medaillen wären „großer Erfolg“
  2. sport.orf.at: Dürr bei Trainingskontrolle ertappt (Memento des Originals vom 1. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sport.orf.at
  3. sport.orf.at: „Ein vorbildhafter Athlet“
  4. sport.orf.at: Grund ist spätere Anreise
  5. derstandard.at: Mario-Stecher wird Fahnentraeger
  6. sport.orf.at: Olympiasiegerin Dujmovits Fahnenträgerin (Memento des Originals vom 1. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sport.orf.at
  7. sport.orf.at: „Operation ist unausweichlich“
  8. Kleine Zeitung: Reichelt fällt für Olympia aus