Olympischer Orden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ulrich Feldhoff mit dem Olympischen Orden

Der Olympische Orden ist eine seit 1975 bestehende Auszeichnung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für Menschen, die sich um die Olympischen Spiele verdient gemacht haben.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Olympische Orden wird analog zu den Olympiamedaillen in den Klassen Bronze, Silber und Gold verliehen.

Vor 1975 hieß die Auszeichnung Olympisches Diplom, deren erster Träger Theodore Roosevelt (1904) war.

Die rumänische Turnerin Nadia Comăneci war bisher die einzige, die den Orden zweimal verliehen bekommen hat (1984 und 2004). Zusätzlich war sie 1984 mit knapp 23 Jahren die jüngste Athletin, der diese Ehre bisher zuteil wurde.

Bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary sollten auch Reinhold Messner und Jerzy Kukuczka einen Olympischen Orden in Silber verliehen bekommen.[1] Messner lehnte die Auszeichnung jedoch mit der Begründung ab, dass er so eine Neuauflage eines Wettbewerbs verhindern wolle.[2] Kukuczka, der einen entscheidenden Unterschied zwischen der Ehrenmedaille des Olympischen Ordens und einer Olympiamedaille sah, nahm die Auszeichnung dagegen an.[3]

Preisträger (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Träger des Olympischen Ordens sind:

Fanny Blankers-Koen, William E. Simon, Sepp Blatter, Max Danz, Wladimir Putin, Sonja von Norwegen, Harald V. von Norwegen, Jean Drapeau, Wjatscheslaw Alexandrowitsch Fetissow, Kéba Mbaye, Wiktor Wassiljewitsch Tichonow, Oda Mikio, Günter Heinze, Georg Wieczisk, Erhard Höhne, Siegfried Brietzke, Borislav Stanković, Yoshiaki Tsutsumi

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zbigniew Kowalewski, Josef Nyka: The Eight-Thousanders. Olympic Medals for Mountaineering? In: The Alpine Journal. 1988, S. 258 (online [PDF; 513 kB; abgerufen am 14. August 2011] Alpine Club).
  2. Fragen an Reinhold Messner. In: Der Spiegel. Nr. 9, 1988 (online).
  3. Alicja Sidor, Piotr Zarzycki: Himalaya climbing as a form of physical activity – theoretical dissertation. In: Walery Zukow (Hrsg.): Pedagogy of health in physical culture. 2010, ISBN 978-83-62750-02-3, S. 269.
  4. http://www.sportgeschichte.net/index.php/das-waren-wir/plympischer-dank
  5. http://www.olympic.org/news?articleid=55741
  6. http://www.olympic.org/news?articleid=52533
  7. Jahrbuch 2003/2004 des Schweizer Tischtennisverbandes (abgerufen am 28. November 2011; PDF; 5,6 MB)
  8. http://www.rp-online.de/sport/Haile-Gebrselassie-Nur-noch-einmal-die-10000-Meter_aid_299388.html
  9. http://www.faz.net/aktuell/sport/olympia/sportpolitik/robert-harting-kritisiert-bach-fuer-russlands-olympia-zulassung-14358173.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
  10. http://www.dtu-info.de/news/2017/september/itu-ehrenpr%C3%A4sident-les-mcdonald-verstorben.html
  11. 127th IOC Session, Monaco, olympic.org, 9. Dezember 2014, abgerufen am 29. Juli 2015.
  12. IOC session wraps up meeting by electing new members. olympic.org. 21. August 2016. Abgerufen im 1. August 2016.