Omar Cook

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Basketballspieler
Omar Cook
Cook im Trikot von Unicaja Málaga
Spielerinformationen
Voller Name Omar-Sharif Cook
Spitzname Marine
Geburtstag 28. Januar 1982
Geburtsort Brooklyn (NYC), Vereinigte Staaten
Größe 186 cm
Position Point Guard
College St. John’s (NYC)
NBA Draft 2001, 31. Pick Orlando Magic
Vereinsinformationen
Verein Caja Laboral
Liga Liga ACB
Vereine als Aktiver
2000–2001 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten St. John’s Red Storm (NCAA)
2002–2004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Fayetteville Patriots (NBA-DL)
000002004 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Portland Trail Blazers
2004–2005 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Fayetteville Patriots
000002005 KanadaKanada Toronto Raptors
2005–2006 BelgienBelgien Dexia Mons-Hainaut
2006–2007 RusslandRussland ZSK WWS Samara
000002007 FrankreichFrankreich Strasbourg IG
2007–2008 SerbienSerbien KK Roter Stern Belgrad
2008–2010 SpanienSpanien Unicaja Málaga
2010–2011 SpanienSpanien Power Electronics Valencia
2011–2012 ItalienItalien Armani Jeans Mailand
2012–2013 SpanienSpanien Caja Laboral
Seit 0 2013 LitauenLitauen Lietuvos rytas Vilnius
Nationalmannschaft
Seit 0 2008 Montenegro

Omar-Sharif Cook (* 28. Januar 1982 in Brooklyn, New York City) ist ein gebürtiger US-amerikanischer Basketballspieler. Cook, der nach nur einem Jahr in der NCAA 2001 gedraftet wurde, spielte mehrere Spielzeiten in der NBA Development League und kam nur zu kurzzeitigen Verträgen in der am höchsten dotierten Profiliga NBA. 2005 wechselte er nach Europa und spielte zunächst in Belgien, Russland, Frankreich und Serbien. Nach drei Spielzeiten in der spanischen Liga ACB spielt er ab der Saison 2011/12 in der italienischen Serie A bei Olimpia Milano. Seit 2008 besitzt Cook die montenegrinische Staatsbürgerschaft und tritt international für seine Wahlheimat an, so auch bei der Endrunde der Basketball-Europameisterschaft 2011 in Litauen.

Karriere[Bearbeiten]

Nordamerika (bis 2005)[Bearbeiten]

Cook spielte während seines Studiums an der St. John’s University in seiner Heimatstadt für die Hochschulmannschaft Red Storm in der NCAA Division I.[1] Nach nur einem Jahr meldete er sich 2001 zum NBA Draft an und brach sein Studium ab. Die Orlando Magic, die Cook als 31. Spieler insgesamt im Draft ausgewählt hatten, handelten einen Tausch mit den Denver Nuggets aus, die fortan die NBA-Rechte an Cook besaßen. Bei den Nuggets konnte sich Cook keinen Platz im Saisonkader erkämpfen und spielte fortan für die Fayetteville Patriots in der neu geschaffenen Development League der NBA. Mit den Patriots erreichte er 2003 die Finalspiele der Development League, die gegen die Mobile Revelers, die danach als Franchise eingestellt wurden, verloren gingen. Cook bekam zwischenzeitlich immer wieder Verträge bei NBA-Klubs, so von November bis Dezember 2001 als Free Agent bei den Dallas Mavericks; erst während zweier Kurzzeitverträge bei den Portland Trail Blazers im Februar 2004 absolvierte er seine ersten siebzehn Einsätze in der NBA, auf die im April 2005 fünf weitere für die Toronto Raptors folgten.[2]

Start in Europa (2005 bis 2008)[Bearbeiten]

Für die Spielzeit 2005/06 wechselte Cook nach Europa und unterschrieb einen Vertrag beim belgischen Erstligisten Dexia aus dem wallonischen Mons im Hennegau. Zusammen mit unter anderem dem ebenfalls später in Polen eingebürgerten US-Amerikaner Thomas Kelati erreichte er die größten Erfolge dieses Vereins mit dem Titelgewinn im nationalen Pokalwettbewerb und dem Erreichen der Finalserie um die Meisterschaft, die gegen den flämischen Verein Telindus Oostende verloren ging. Anschließend wechselte er 2006 in die russische Superleague zu ZSK WWS nach Samara. Nach dem Titelgewinn im anschließend eingestellten europäischen Vereinswettbewerb FIBA EuroCup Challenge [3] verließ er im April 2007 den Verein und wechselte für die Meisterschafts-Play-offs in die französische LNB Pro A nach Straßburg, in der man gegen Rekordmeister ASVEL in der ersten Runde ausschied.[4] In der folgenden Spielzeit 2007/08 agierte Cook für den serbischen Vizemeister KK Crvena zvezda (dt.: KK Roter Stern) aus der Hauptstadt Belgrad neben der serbischen Liga auch in der Adria-Liga[5] sowie im ULEB Cup 2007/08, wo man im Achtelfinale ausschied. Am Ende der Spielzeit nahm er im Juni 2008 die montenegrinische Staatsbürgerschaft an, um fortan für dieses Land international zu spielen.

Liga ACB (2008 bis 2011)[Bearbeiten]

Cook unterschrieb für die Spielzeit 2008/09 einen Zweijahresvertrag in der spanischen Liga ACB bei Unicaja in Málaga, wo er in der ersten Saison wieder mit Thomas Kelati zusammenspielte. Mit dem andalusischen Verein scheiterte er zweimal in der Halbfinalserie der Meisterschafts-Play-offs am FC Barcelona. Im Pokalwettbewerb Copa del Rey verlor man 2009 das Finalspiel knapp mit zwei Punkten gegen den baskischen Verein TAU Cerámica. In der höchsten europäischen Spielklasse ULEB Euroleague schied man zweimal in der Zwischenrunde der sechzehn besten Mannschaften aus. Cook wurde in der ACB zum Spieler des Monats Februar 2010 ernannt und war mit durchschnittlich knapp 6 Assists pro Spiel sowohl bester Vorlagengeber in der Liga ACB als auch in der ULEB Euroleague in der Spielzeit 2009/10. Für die Spielzeit 2010/11 wechselte er zum Ligakonkurrenten und amtierenden ULEB Eurocup-Titelträger Power Electronics aus Valencia. Mit diesem Verein erreichte er diesmal die Viertelfinalserie der ULEB Euroleague 2010/11, die gegen den nationalen Konkurrenten Real Madrid verloren ging. Mit der montenegrinischen Nationalmannschaft nahm er an der Endrunde der Basketball-Europameisterschaft 2011 in Litauen teil, wo man nach einem Auftaktsieg in der Verlängerung gegen den späteren Halbfinalisten Mazedonien die restlichen vier Vorrundenspiele verlor und frühzeitig ausschied.

Serie A und Rückkehr in die Liga ACB (seit 2011)[Bearbeiten]

Für die Spielzeit 2011/12 unterschrieb Cook bei EA7-Emporio Armani in Mailand.[6][7] In der nationalen Meisterschaft zog man in die Finalserie ein, in der man Serienmeister Montepaschi Siena unterlag. In der ULEB Euroleague 2011/12 verpasste man die Play-off-Viertelfinalserie nur knapp wegen des schlechteren direkten Vergleichs. In der Folgesaison schied man jedoch in der ULEB Euroleague 2012/13 bereits in der Vorrunde aus und Mailand löste den Kontrakt mit Cook, der daraufhin ausgerechnet zurück nach Spanien zu Caja Laboral aus Vitoria-Gasteiz wechselte,[8] die in der Euroleague-Vorrundengruppe noch an Mailand vorbei in die Zwischenrunde eingezogen waren.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Omar Cook – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Omar Cook Stats - St. John’s Red Storm. Statsheet.com, abgerufen am 25. September 2011 (englisch, Collegestatistiken).
  2. Omar Cook NBA & ABA Statistics. Basketball-Reference.com, abgerufen am 25. September 2011 (englisch).
  3. CSK-VVS Samara - Keravnos / EuroCup Challenge 2007. FIBA Europa, 29. März 2007, abgerufen am 25. September 2011 (englisch).
  4. Omar Cook - Strasbourg – Joueurs - Pro A: Saison 2006/07. LNB.fr, abgerufen am 25. September 2011 (französisch, Spielerstatistiken).
  5. Omar Cook - NLB League ABA. AdriaticBasket.com, abgerufen am 25. September 2011 (englisch, Spielerstatistiken).
  6. AJ Milano grabs floor general Cook. ULEB Euroleague, 27. Juni 2011, abgerufen am 25. September 2011 (englisch).
  7. Legabasket: Omar Cook. Lega Basket Serie A, abgerufen am 19. Dezember 2012 (italienisch, Spielerprofil auf Statistikseiten).
  8. CAJA LABORAL puts Cook at point. ULEB, 19. Dezember 2012, abgerufen am 19. Dezember 2012 (englisch).