Omid Haji Noroozi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Omid Haji Noroozi

Omid Haji Noroozi (* 18. Februar 1986 in Schiras) ist ein iranischer Ringer. Er wurde 2011 Weltmeister und 2012 Olympiasieger im griechisch-römischen Stil im Federgewicht.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Omid Haji Noroozi begann erst im Alter von 16 Jahren im Jahre 2002 mit dem Ringen. Er ist demnach ein ausgesprochener Spätstarter. Er ist Mitglied des Ringerclubs Takthi Shiraz. Sein Trainer ist Mohamad Ali Chamiani. Der 1,75 Meter große Athlet ist Sportstudent, lebt aber vom Ringen. Bedingt durch die Tatsache, dass er erst sehr spät zum Ringen kam, hat er im Juniorenalter noch keine herausragenden Resultate zu verzeichnen.

Die erste internationale Meisterschaft, bei der Omid Noroozi vom iranischen Ringerverband eingesetzt wurde, war gleich die Weltmeisterschaft 2009 in Herning/Dänemark. Er besiegte dort im Federgewicht zwei starke Ringer, nämlich Zhou Zhen aus China und Iwo Angelow aus Bulgarien, unterlag aber in seinem dritten Kampf gegen Rewas Laschchi aus Georgien. Da dieser das Finale nicht erreichte, schied er aus und kam auf den 10. Platz.

Im Jahre 2010 war er auch bei der Weltmeisterschaft in Moskau im Federgewicht am Start. Auch dort kam er zunächst zu zwei Siegen, nämlich über Aurelian Leciu aus Rumänien und über Saur Kuramagomedow aus Russland. Danach verlor er gegen Jung Ji-hyun aus Südkorea, schied aus und belegte den 9. Platz. Im gleichen Jahr konnte er aber dann doch noch seinen ersten Sieg bei einer internationalen Meisterschaft feiern. Er siegte bei den Asienspielen in Guangzhou/China, wobei er im Finale dieses Mal Jung Ji-hyun besiegte.

2011 gelang ihm dann auch der Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft in Istanbul im Federgewicht. Auf dem Weg dazu besiegte er Konstantin Balizki, Ukraine, Saur Kuramagomedow, Sheng Jiang, China, Jung Ji-hyun und Almat Kebispajew aus Kasachstan. Den größten Erfolg in seiner Laufbahn feierte Omid Haji Noroozi dann bei den Olympischen Spielen 2012 in London, denn er wurde dort mit Siegen über Sheng Jiang, Iwo Angelow, Almat Kebispajew, Ryūtarō Matsumoto, Japan und Rewas Laschchi Olympiasieger.

Nach seinem Olympiasieg legte Omid Noroozi eine etwas längere Pause ein. Er startete erst wieder beim Golden-Grand-Prix in Baku im November 2013. Er kam dort im Leichtgewicht hinter Rasul Chunajew und Witali Rahimow, beide Aserbaidschan, auf den 3. Platz.

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse Ergebnisse
2009 10. WM in Herning/Dänemark Feder nach Siegen über Zhou Zhen, China und Iwo Angelow, Bulgarien und einer Niederlage gegen Rewas Laschchi, Georgien
2010 1. Welt-Cup in Jerewan Feder vor Rewas Laschchi und Rahman Bilici, Türkei
2010 2. Golden-Grand-Prix in Tiflis Leicht hinter Aibek Jensechanow, Kasachstan, vor Antoni Mamageischwili, Georgien und Darchan Bajachmeotw, Kasachstan
2010 5. Golden-Grand-Prix in Baku Feder hinter Həsən Əliyev, Aserbaidschan, Eusebiu Diaconu, Rumänien, Fuad Alijew, Aserbaidschan und Stig Andre Berge, Norwegen
2010 9. WM in Moskau Feder nach Siegen über Aurelian Leciu, Rumänien und Saur Kuramagomedow, Russland und einer Niederlage gegen Jung Ji-hyun, Südkorea
2010 1. Asien-Spiele in Guangzhou Feder vor Jung Ji-hyun, Ravinder Singh, Indien und Ryūtarō Matsumoto, Japan
2011 4. Welt-Cup in Minsk Feder hinter Jung Ji-hyun, Almat Kebispajew, Kasachstan und Həsən Əliyev
2011 1. Giwi Kartosija & Wachtang Balawadse-Turnier in Tiflis Leicht vor Maradi Abuladse, Lascha Lolaschwili und Muchran Machutadse, alle Georgien
2011 1. WM in Istanbul Feder nach Siegen über Konstantin Baliski, Ukraine, Saur Kuramagomedow, Sheng Jiang, China, Jung Ji-hyun und Almat Kebispajew
2011 5. FILA-Test-Turnier in London Leicht hinter Kim Hyeon-woo, Südkorea, Adam Kurak, Russland, Jarkko Ala-Huikku, Finnland und Artak Margerjan, Frankreich
2012 2. Yadegar-Imam-Cup in Qom Leicht hinter Ali Esmaeli Mohammadi, Iran, vor Seiran Simonjan, Armenien und Maradi Abuladse
2012 1. Welt-Cup in Saransk Feder vor Artur Mkrtchjan, Armenien, Sakit Dschalilow, Aserbaidschan und Almat Kebispajew
2012 Gold OS in London Feder nach Siegen über Sheng Jiang, Iwan Angelow, Almat Kebispajew, Ryutaro Matsumoto und Rewas Laschchi
2013 3. Golden-Grand-Prix in Baku Feder hinter Rasul Chunajew und Witali Rahimow, beide Aserbaidschan
Erläuterungen
  • alle Wettbewerbe im griechisch-römischen Stil
  • OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft
  • Federgewicht, Gewichtsklasse bis 60 kg, Leichtgewicht, bis 66 kg Körpergewicht

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fachzeitschrift Der Ringer

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]