Ooststellingwerf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gemeinde Ooststellingwerf
Flagge der Gemeinde Ooststellingwerf
Flagge
Wappen der Gemeinde Ooststellingwerf
Wappen
Provinz Friesland
Bürgermeister Harry Oosterman
Sitz der Gemeinde Oosterwolde
Fläche
 – Land
 – Wasser
226,64 km2
225,32 km2
1,32 km2
CBS-Code 0085
Einwohner 25.531 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 113 Einwohner/km2
Koordinaten 53° 0′ N, 6° 17′ OKoordinaten: 53° 0′ N, 6° 17′ O
Vorwahl 0516
Postleitzahlen 8421–8435
Website www.ooststellingwerf.nl
LocatieOoststellingwerf.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Ooststellingwerf (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde mit 25.531 Einwohnern (Stand 31. August 2017) im Süden der Provinz Friesland / Fryslân in den Niederlanden. In der Gemeinde wird kein Friesisch gesprochen, sondern Stellingwerfs, eine niedersächsische Mundart, die dem Drentschen verwandt ist.

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptort der Gemeinde und Sitz der Gemeindeverwaltung ist Oosterwolde.

Die anderen Orte sind: Appelscha, Donkerbroek, Elsloo (nicht zu verwechseln mit Elsloo bei Stein in Limburg), Fochteloo, Haule, Haulerwijk, Langedijke, Makkinga, Oldeberkoop, Nijeberkoop, Ravenswoud und Waskemeer.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südosten der Provinz. Der Hauptort Oosterwolde liegt 20 km südöstlich von Drachten und 20 km westlich von Assen. Die Gemeinde grenzt an die Provinz Drente.

Haupterwerbsquellen sind Landwirtschaft und Tourismus, im Hauptort Oosterwolde etwas Gewerbe für den lokalen Bedarf, dort bestehen viele Schulen.

Im entlegenen Nijeberkoop befindet sich das Areal "Pantera", eine Auffangstation für von Zoos und Zirkussen abgedankte oder wegen mangelhafter Versorgung beschlagnahmte Raubtiere, hauptsächlich Großkatzen wie Tiger, Leoparde, Löwen usw. und Reptilien wie Schlangen. Pantera wirkt mit anderen Tierschutzorganisationen in den Niederlanden und Deutschland zusammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Haulerwijk fanden Archäologen Nachweise, dass Träger der mittelsteinzeitlichen Hamburg-Kultur[2] hier vor mehr als 12.000 Jahren lebten.

Das Gebiet erklärte sich 1328 unabhängig von dem vom Utrechter Bischof verwalteten Drente. Es wurde dann durch von der Bevölkerung selbst angestellten Richtern, Stellingen genannt, verwaltet. Es war dann Zankapfel zwischen Friesen, Holländern und dem Utrechter Bistum. Als Verteidigungswerke auf dem Lande wurden Stellungen, "werven" genannt, erbaut.

Im 16. Jahrhundert wurde Stellingwerf eine "grietenij" (Großgemeinde) Frieslands, die später zweigeteilt wurde (siehe Weststellingwerf). Ab etwa 1600 wurde, bis Anfang des 20. Jahrhunderts, im moorigen Teil der Gemeinde Torf abgebaut. Ab 1950 machte die Verbesserung der Straßen und der Tourismus der ständigen Armut im Gebiet ein Ende.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zahlreiche Rad- und Wanderwege liegen in der Nähe. Ebenso das Hochmoorgebiet Fochteloer Heide, ein Reservat für u. a. Vögel, Reptilien und Moorvegetation, bei Appelscha schöne Wälder und noch einige andere Naturgebiete, u. a. die Ufern des Baches Tjonger. Bei Appelscha liegen Campingplätze und einige kleine Hotels. In Oldeberkoop und Oosterwolde steht eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Ortsteil Oosterwolde stammt der derzeitige (Stand: April 2012) Kultur-Staatssekretär im Kabinett Rutte I, Halbe Zijlstra.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ooststellingwerf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Diese Bezeichnung steht in den Niederlanden für eine jüngere Kultur (11.000-10.000 v. Chr.) als in Deutschland, wo mit diesem Begriff eine Kultur aus etwa 15.000 v. Chr. gemeint wird.