Ootmarsum

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Ootmarsum
Flagge des Ortes Ootmarsum
Flagge
Wappen des Ortes Ootmarsum
Wappen
Provinz Overijssel Overijssel
Gemeinde Flagge der Gemeinde Dinkelland Dinkelland
Einwohner 4.510 (1. Jan. 2017[1])
Koordinaten 52° 24′ N, 6° 54′ OKoordinaten: 52° 24′ N, 6° 54′ O
Bedeutender Verkehrsweg N349 N736
Vorwahl 0541
Postleitzahlen 7631, 7634, 7636–7638
Website Homepage von Ootmarsum
Lage von Ootmarsum in der Gemeinde Dinkelland
Lage von Ootmarsum in der Gemeinde DinkellandVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Altstadt – Blick auf die katholische Kirche
Strasse: Grotestraat-Almelosestraat

Ootmarsum ist ein Ort in der Region Twente. Er gehört zur Gemeinde Dinkelland in der niederländischen Provinz Overijssel. Die Einwohnerzahl beträgt rund 4500 (Stand: 1. Januar 2017).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für das Jahr 917 ist der Tod des Bischofs Radbod von Utrecht in Ootmarsum nachgewiesen. Zu der Zeit stand auch schon eine kleine Kirche oder eine Kapelle im Ort.

Als Knotenpunkt für den Handel von West-Nederland nach Norddeutschland gewann der Ort an Bedeutung und erhielt 1314 Stadtrechte, was das Recht auf Abhaltung eines Jahrmarkts sowie den Bau von Verteidigungsanlagen beinhaltete. Um 1600 wurden die Verteidigungsanlagen zusammen mit zwei Stadttoren abgerissen.

Oomarsum erlangte auch als Verwaltungszentrum Bedeutung. Es beherbergte den bischöflichen Lehnhof sowie die Kommende des Deutschen Ordens.

Von der industriellen Revolution konnte der Ort wegen fehlender Verkehrsanschlüsse kaum profitieren – weder Kanal noch Eisenbahn führten durch Ootmarsum. Daher hat die Stadt bis heute ihr mittelalterliches Aussehen erhalten.

Am 22. März 2001 wurde der bis dahin selbständige Ort in die Gemeinde Denekamp eingegliedert.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute ist Ootmarsum mit seinen vielen Galerien als Kunststadt des niederländischen Ostens bekannt. Führend ist hierbei der niederländische Maler Ton Schulten, der 2013 mit großem Aufwand ein zentral im Ort gelegenes Kunstmuseum errichtet hat.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rathaus
Das zweistöckige Gebäude stammt aus dem Jahr 1777. Das Walmdach trägt einen oktogonalen Dachreiter mit Uhr. Die dreiachsige Nord-Ost-Fassade mit Ecklisenen weist Zierelemente in den Formen des Rokoko auf. Über dem von Lisenen eingefassten Eingangsportal ist das Stadtwappen zu sehen, das von zwei Löwen gehalten wird.
  • Cremershaus
Das Kaufmannshaus aus dem Jahre 1656 steht an der Marktstaat 3. Es wurde als Fachwerkhaus errichtet, erhielt aber dann einen backsteinernen Vorgiebel in Stufenform mit Voluten und weiteren Zierelementen aus Bentheimer Sandstein.
  • Drostenhaus
An der Walstraat steht ein kleines Haus, das sich durch einen Dachreiter mit Glocke sowie einen Volutengiebel von den Nachbargebäuden absetzt. Die Backsteinfassade wird durch Sandsteinelemente ergänzt. Die zweiflügelige Oberlichttür ist portikusartig umrahmt.
Hier war der Sitz des Drosten von Twente, des Vertreters des Landesherren, dem auch die Rechtsprechung oblag.
  • Römisch-katholische Kirche (H. H. Simon en Judaskerk)
Das Gebäude wurde in den Jahren 1196 bis 1220 aus Bentheimer Sandstein errichtet. Es handelt sich um eine Pseudobasilika der westfälischen Romano-Gotik, wie sie in den Niederlanden einzigartig ist. Ursprünglich besaß die Kirche einen Westturm, der 1839 wegen Baufälligkeit abgerissen und durch einen hölzernen Dachreiter ersetzt wurde.
Zwischen 1639 und 1810 befand sich das Kirchengebäude im Besitz der niederländisch-reformierten-Kirche, wurde aber dann auf Befehl Napoleons I. an die römisch-katholische Kirche zurückgegeben.
  • Niederländisch-reformierte-Kirche
Am Ganzenmarkt steht die reformierte Kirche, die nach Rückgabe der Hauptkirche an die römisch-katholische Gemeinde im Jahr 1810 gebaut wurde. Die Fassade zeigt die Form eines klassischen antiken Tempels.

Ausflugsziele in der Nähe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Ootmarsum befindet sich das landschaftlich reizvolle Naturreservat Het Springendal.

In Twente können Besucher im Freilichtmuseum Ootmarsum erleben, wie die Landbevölkerung in den letzten Jahrhunderten lebte.

Das Wonderryck in Twente ist ein interaktives Naturkundemuseum, die die Entwicklung der Landschaft und der regionalen Tierwelt zeigt.

Das Cosmos Entdeckerzentrum für Wetter- und Sternenkunde ist eine Sternenwarte mit Filmsaal. Im Planetarium, eine Kuppel mit 6 Metern Durchmesser und Sternenprojektor, sehen die Besucher den Sternenhimmel, Im Observatorium steht das größte, öffentlich zugängliche Teleskop der Niederlande. Im Garten ist eine Sonnenuhr zu sehen.

Die Wassermühle Singraven ist die einzige Holzsägemühle der Niederlande. Sie ist öffentlich zugänglich und wird seit 2011 von freiwilligen Müllern der „Molenstichting Lattrop-Tilligte“ betrieben.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stadtwanderung Ootmarsum – Kunstführer der Stadt Ootmarsum

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ootmarsum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kerncijfers wijken en buurten 2017 Centraal Bureau voor de Statistiek, abgerufen am 31. März 2018 (niederländisch)