Opel Eisenach

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Werksansicht (2014)

Die Adam Opel AG Eisenach ist ein in Eisenach, Thüringen, ansässiges Werk der Adam Opel AG mit 1.850 Mitarbeitern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorstellung des Opel Vectra im Werk Eisenach, Mai 1990

Im März 1990 wurde eine Zusammenarbeit zwischen dem Automobilwerk Eisenach (AWE) und der Adam Opel AG vereinbart und der Aufbau eines Eisenacher Opelwerkes in dem in den 1980er Jahren errichteten AWE-Betriebsteil im Gries, im Westen der Wartburgstadt, beschlossen. Bereits am 5. Oktober 1990 wurde gemeinsam mit dem damaligen Automobilwerk Eisenach eine Montagelinie für den Opel Vectra eröffnet.[1] Ehrengast der feierlichen Inbetriebnahme war Bundeskanzler Helmut Kohl.[2]

Am 13. Dezember 1990 unterzeichneten der Präsident der Treuhandanstalt, Detlev Rohwedder, der Vorstandsvorsitzende der Adam Opel AG, Louis R. Hughes, und der Geschäftsführer des Automobilwerkes Eisenach einen Grundstückskaufvertrag, um den Bau eines neuen Automobilmontagewerkes zu ermöglichen. Am 7. Februar 1991 erfolgte die Grundsteinlegung, am 9. September 1991 das Richtfest für das neue Werk, in das Opel rund eine Milliarde D-Mark investierte. Fast zeitgleich wurde das Automobilwerk Eisenach abgewickelt und die dortige Produktion des Wartburg 1.3 eingestellt.[2]

Das neue Werk startete am 23. September 1992 mit der Produktion der Modelle Astra und Corsa. Es galt mit seinen 1900 Mitarbeitern zu dieser Zeit als eines der erfolgreichsten und produktivsten Automobilwerke in Europa.[3]

Mit der Einführung des Dreischichtsystems wurde die Aufbauphase des Werkes am 4. Oktober 1993 abgeschlossen. Am 16. Oktober 1996 lief der fünfhunderttausendste in Eisenach gebaute Opel vom Band, am 16. November 1999 der einmillionste.[2]

Im Zuge der wirtschaftlichen Probleme des Mutterkonzerns General Motors infolge der Finanzkrise ab 2007 stand vorübergehend auch der Erhalt des Opelwerkes Eisenach in Frage.[4] Zeitweise war die Produktion im Werk eingestellt worden.

Am 10. Januar 2013 begann in Eisenach die Serienproduktion des Kleinstwagens Opel Adam. Für dessen Produktion wurden 190 Millionen Euro in das Eisenacher Werk investiert.[5]

Seit November 2013 ist das Werk Eisenach ein Teil der Adam Opel AG und tritt als Adam Opel AG Werk Eisenach auf. Der Belgier Pieter Ruts ist seit 1. August 2015 Werksleiter in Eisenach, er löste Elvira Tölkes (15.02.2014–31.07.2015) ab, die nach Rüsselsheim überwechselte.

Bis Ende 2018 gilt eine Jobgarantie für die Mitarbeiter. Ab 2019 soll nur noch das Modell Mokka montiert werden.

Chronologische Fertigungsübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990 - 1992 Opel Vectra
  • 09.1992 - 04.1995 Opel Astra F
  • 06.1993 - 07.2000 Opel Corsa B
  • 04.1998 - 12.2000 Opel Astra G
  • 08.2000 - 07.2006 Opel Corsa C
  • 10.2001 - 07.2003 Opel Astra G
  • 08.2006 - 10.2014 Opel Corsa D
  • 01.2013 - heute Opel ADAM
  • 08.2014 - heute Opel ADAM ROCKS
  • 11.2014 - heute Opel Corsa E
  • 01.2015 - heute Opel ADAM S

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Thüringer Bahn befindet sich ein Haltepunkt im SPNV.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 20 Jahre Opel Eisenach, aufgerufen am 17. September 2012
  2. a b c Geschichte Eisenachs ab 1990, aufgerufen am 19. September 2012
  3. Johannes Schlecht: OPEL in Eisenach. In: StadtZeit-Eisenach aktuell. Eisenach Oktober 1992, S. 4–9.
  4. Lieberknecht zu Gesprächen bei Adam Opel GmbH, aufgerufen am 17. September 2012
  5. Offizieller Produktionsstart für den Opel ADAM, aufgerufen am 14. Januar 2013

Koordinaten: 50° 59′ 1″ N, 10° 16′ 31″ O