Citroën Ami (2020)

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Citroën
Citroën Ami auf der Auto Zürich 2021
Citroën Ami auf der Auto Zürich 2021
Ami
Produktionszeitraum: seit 2020
Klasse: Leichtfahrzeug
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Elektromotor: 6 kW
Länge: 2410 mm
Breite: 1390 mm
Höhe: 1520 mm
Radstand: 1728 mm
Leergewicht: 471 kg

Der Citroën Ami ist ein zweisitziges, elektrisches Leichtfahrzeug des Automobilkonzerns Stellantis. Es ist in der Europäischen Union als leichtes Vierradmobil zugelassen und kann deshalb in Deutschland bereits mit dem Führerschein AM gefahren werden.[1] In Deutschland wird das Fahrzeug als Opel Rocks-e verkauft. Das Fahrzeug wird in Marokko im PSA-Werk in der Freihandelszone von Kénitra gebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals präsentiert wurde das Modell im März 2019 als Konzeptfahrzeug Ami One Concept auf dem Genfer Auto-Salon.[2] Das serienreife Modell wurde am 27. Februar 2020 in der Paris La Défense Arena vorgestellt.[3] In Frankreich begann der Verkauf im Juni 2020. Trotz mehrfacher anders lautender Ankündigungen wird der Ami bislang in Deutschland nicht angeboten. Ein zunächst für April 2021 angekündigter Verkaufsstart wurde verschoben. Im August 2021 präsentierte Opel das Modell baugleich als Opel Rocks-e. Er kam im November 2021 in den Handel.[4]

Im Dezember 2021 präsentierte Citroën mit dem My Ami Buggy Concept eine Variante als Konzeptfahrzeug mit einem Offroad-Look und ohne Türen.[5] Eine Serienversion, die auf 50 Exemplare limitiert ist, kam im Juni 2022 in den Handel.[6] Weitere 1000 Fahrzeuge dieser Serie sollen 2023 verkauft werden.[7] Im Mai 2021 wurde eine Nutzfahrzeug-Variante vorgestellt. Bei ihr entfällt der Beifahrersitz. Stattdessen wird eine Trennwand aus Polypropylen mit klappbarem Deckel eingebaut. Der Laderaum ist über die rechte Tür von außen zugänglich und fasst 260 Liter. Insgesamt lassen sich 400 Liter Fracht im Auto Unterbringen. Zuladen darf man 140 kg.[8]

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karosserie des Modells ist symmetrisch aufgebaut. So sind die beiden Türen sowie die Front- und Heckverkleidung gleich. Deshalb ist die Beifahrertür konventionell vorn, die Fahrertür hinten angeschlagen („Selbstmördertür“).[9] Dadurch gibt es weniger unterschiedliche Bauteile. Die Außenhaut der Karosserie ist aus Kunststoff und sitzt auf einem Gerippe aus Stahlprofilen. Der Ami wird aus insgesamt etwa 250 Baugruppen montiert, etwa ein Zehntel dessen, was für ein herkömmliches Auto notwendig ist.[10]

Angetrieben wird der Ami von einem Elektromotor mit einer Leistung von 6 kW. Die Energie speichert ein Lithium-Ionen-Akkumulator mit einem Energieinhalt von 5 kWh. Die Reichweite soll laut Hersteller 75 Kilometer betragen.[1] Über ein Ladekabel, das unterwegs in einem Fach hinter der Beifahrertür zu verstauen ist, kann die Batterie an einer Schukosteckdose geladen werden. Bei leerer Batterie dauert das etwa drei Stunden.

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die Produktionskosten niedrig zu halten, ist das Fahrzeug einfach ausgestattet. So hat es keine Airbags oder Fahrerassistenzsysteme. Statt eines Infotainmentsystems gibt es eine Smartphonehalterung.

Das Fahrzeug hat keine Innenraum- oder Sitzheizung.[11] Gegen Beschlagen von innen gibt es jedoch ein Gebläse mit Heizung an der Frontscheibe.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Citroën Ami – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Citroën Ami. Citroën Deutschland GmbH, abgerufen am 14. Dezember 2020.
  2. Elias Holdenried: Minimalistischer Elektro-City-Knirps. In: Auto Bild. 19. Februar 2019, abgerufen am 14. Dezember 2020.
  3. Solveig Grewe: Kleiner elektrischer Freund – der neue Citroen Ami. Auto-Presse, 28. Februar 2020, abgerufen am 14. Dezember 2020.
  4. Thomas Harloff: Opel Rocks-E – Elektrokleinstwagen ab 7.990 Euro: Summ, summ, summ – Opel summ herum! In: auto-motor-und-sport.de. 2. November 2021, abgerufen am 2. November 2021.
  5. Uli Baumann: Citroën My Ami Buggy Concept: Mini-Fluchten unter Strom. In: auto-motor-und-sport.de. 16. Dezember 2021, abgerufen am 16. Dezember 2021.
  6. Chris Bruce: Citroën My Ami Buggy Debuts As Cute, Rugged Limited-Production EV. In: motor1.com. 15. Juni 2022, abgerufen am 15. Juni 2022 (englisch).
  7. Alberto Carmone: La Citroen My Ami Buggy torna nel 2023 con 1.000 esemplari. In: it.motor1.com. 22. Dezember 2022, abgerufen am 22. Dezember 2022 (italienisch).
  8. Manuel Lehbrink: Der Citroën Ami Cargo ist ein winziges 8-PS-Nutzfahrzeug. In: insideevs.de. 6. Mai 2021, abgerufen am 6. Mai 2021.
  9. Uli Baumann: Citroen Ami: So geht Basis-Elektromobilität. In: auto-motor-und-sport.de. 28. Februar 2020, abgerufen am 15. Dezember 2020.
  10. Luca Ciferri: Citroen’s quirky, affordable Ami. Automotive News Europe, 20. November 2020, abgerufen am 14. Dezember 2020 (englisch).
  11. Jochen Wieler, Wolfgang Rudschies: Opel Rocks-e: So fährt der Smart von Opel. In: adac.de. 16. Dezember 2021, abgerufen am 10. Februar 2022.
  12. Seite 17. Abgerufen am 16. Oktober 2022.