Opel Vectra C

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Opel
Opel Vectra Stufenheck (2002–2005)

Opel Vectra Stufenheck (2002–2005)

Vectra C
Verkaufsbezeichnung: Vectra
Produktionszeitraum: 2002–2008 (außerhalb Europa: noch in Produktion)
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi
Motoren: Ottomotoren:
1,6–3,2 Liter
(74–206 kW)
Dieselmotoren:
1,9–3,0 Liter
(74–135 kW)
Länge: 4611–4840 mm
Breite: 1798 mm
Höhe: 1460–1500 mm
Radstand: 2700–2830 mm
Leergewicht: 1395–1638 kg
Vorgängermodell: Opel Vectra B
Nachfolgemodell: Opel Insignia

Der Opel Vectra C war ein Mittelklasse-Fahrzeug von Opel. Er wurde im März 2002 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt und löste den Vectra B ab. Er basiert auf der Epsilon-Plattform von GM.

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Den Verkaufsstart im April 2002 bestritt der Vectra C zunächst mit der Stufenheck-Version, das Fließheck-Modell wurde im September 2002 als sportlicher GTS mit serienmäßig tiefergelegter Karosserie eingeführt. Der Caravan wurde auf der IAA vorgestellt und war ab Oktober 2003 beim Händler erhältlich. Er besitzt einen längeren Radstand als die Limousine.

Der Vectra C ist länger als sein Vorgänger. Dabei spielte auch eine Rolle, dass der Opel Omega im Juni 2003 eingestellt wurde, da Opel mit dem gewachsenen Vectra auch in der oberen Mittelklasse konkurrieren wollte. Mit der Epsilon-Plattform wurde bei Opel die Fahrzeugvernetzung mit dem CAN-Bus eingeführt, die auch im Opel Astra H Verwendung findet. Weitere Neuerungen waren die elektrohydraulische Servolenkung, die die bisher verwendete rein hydraulische Servolenkung ersetzte, sowie das ab Modelljahr 2005 optional erhältliche aktive Fahrwerk IDS+ mit elektronischer Dämpferverstellung CDC (Continuous Damping Control).

Wie die Vorgänger wurde auch der Vectra C mit Stufenheck, Schrägheck und als Kombi (Caravan) verkauft, im strengen Sinne ist auch das Modell Signum eine Karosserie- bzw. Fahrzeugvariante.

Modellpflege[Bearbeiten]

Nach einer ersten kleineren Überarbeitung im März 2004 wurde der Vectra C im Juni 2005 einem umfassenden Facelift unterzogen, das äußerlich an einer überarbeiten Front mit markanten Scheinwerfern ähnlich wie beim Astra H zu erkennen war.

Darüber hinaus wurde die Frontschürze und der Kühlergrill neu gestaltet. Im Innenraum fanden höherwertig wirkende Kunststoffe Verwendung. Die Dieselmotoren erhielten serienmäßig wartungsfreie Partikelfilter. Der 3.2 l große V6-Ottomoter entfiel, statt seiner kam in zwei Versionen der von GM bekannte 2.8-l-V6 mit Turbolader zum Einsatz.

Den Vectra gab es auch in einer OPC-Line-Ausstattung, die dem „echten“ OPC nahekam und dem Vectra ein sportlicheres Aussehen verlieh. Der Vectra OPC-Line war versehen mit OPC-Line-Frontlippe, -Seitenschwellern, -Heckflügel sowie 19-Zoll-Rädern und einem OPC-Line-Lederlenkrad und -Schaltknauf.

Die Produktion von Vectra C und Signum endete im Juli 2008. Ab November 2008 ersetzte ihn in Deutschland der Insignia.

Der Vectra C konnte bei weitem nicht an die Erfolge seiner Vorgänger anknüpfen. Das einstige Erfolgsmodell platzierte sich auf den hinteren Plätzen der Zulassungsstatistik. So wurden 2006 in Deutschland im Vergleich fast fünfmal so viele VW Passat verkauft. Selbst der Škoda Octavia fand mehr als doppelt so viele Käufer. Die Zulassungszahlen in Deutschland beliefen sich auf:

  • 2002: 43.958
  • 2003: 35.096
  • 2004: 36.572
  • 2005: 31.327
  • 2006: 25.337
  • 2007: 18.087
  • 2008: 00?
  • 2009: 00?
  • 2010[1]: 0030

In Argentinien, Brasilien und Uruguay bietet General Motors die Stufenheck- und Fließheckversionen des Vectra C an, in Chile und Mexiko den Vectra C als Chevrolet Vectra.

Von 2006 bis 2009 wurde unter der Produktbezeichnung Saturn von GM auf der gleichen Plattform der Saturn Aura hergestellt, bei dem ebenfalls Bauteile des europäischen Vectra-Modells Verwendung fanden. Im Anschluss darauf startete der Export des Modells nach Ägypten, wo dieser nun als Opel Vectra angeboten wird. Für den Vertrieb dort ist die General Motors Egypt zuständig.

Ausstattungsvarianten in Deutschland[Bearbeiten]

• Cosmo 06.2005–06.2007
• Cosmo Plus 07.2007–07.2008
• Edition 06.2005–06.2007
• Edition Plus 07.2007–07.2008
• GTS 09.2002–06.2007
• OPC 09.2005–07.2008
Sondermodelle
• Edition 07.2004–11.2004
• First Edition 06.2005–08.2005
• Turbo Edition 04.2003–06.2003

Motoren[Bearbeiten]

Ottomotoren[Bearbeiten]

Modell Motortyp Hubraum Zylinder/Ventile Leistung (kW (PS)/min−1) max. Drehmoment (Nm bei min−1) Bauzeit Bemerkungen
1.6 Z16XE 1598 cm³ R4 16V 74 (100)/6000 150/3600 08.2004–06.2005
1.6 Twinport Z16XEP 1598 cm³ R4 16V 77 (105)/6000 150/3900 06.2005–07.2008
1.8 Z18XE 1796 cm³ R4 16V 90 (122)/6000 167/3800 03.2002–06.2005
1.8 Z18XER 1796 cm³ R4 16V 103 (140)/6300 175/3800 06.2005–07.2008
2.0 Turbo Z20NET 1998 cm³ R4 16V 129 (175)/5500 265/2500–3800 04.2003–07.2008
2.2 Z22SE 2198 cm³ R4 16V 108 (147)/5600 203/4000 03.2002–03.2004
2.2 direct Z22YH 2198 cm³ R4 16V 114 (155)/5600 220/3800 12.2003–07.2008 nicht für E10-Kraftstoff geeignet[2]
2.8 V6 Turbo Z28NEL, Z28NET 2792 cm³ V6 24V 169 (230)/5500 330/1800–4500 09.2005–06.2006
2.8 V6 Turbo Z28NET 2792 cm³ V6 24V 184 (250)/5500 350/1800–4500 01.2006–07.2008
OPC Z28NET 2792 cm³ V6 24V 188 (255)/5500 355/1800–4500 09.2005–06.2006
OPC Z28NET, Z28NEH 2792 cm³ V6 24V 206 (280)/5500 355/1800–4500 06.2006–07.2008
3.2 Z32SE 3175 cm³ V6 24V 155 (211)/6200 300/4000 07.2002–09.2005

Dieselmotoren[Bearbeiten]

Modell Motortyp Hubraum Zylinder/Ventile Leistung (kW (PS)/min−1) Drehmoment (Nm bei min−1) Bauzeit
1.9 CDTI Z19DTL 1910 cm³ R4 8V 74 (100)/3500–4000 260/1700–2500 09.2005–07.2008
1.9 CDTI Z19DT 1910 cm³ R4 8V 88 (120)/3500–4000 280/2000–2750 03.2004–07.2008
1.9 CDTI* Z19DTH 1910 cm³ R4 16V 110 (150)/4000 320/2000–2750 03.2004–07.2008
2.0 DTI Y20DTH 1995 cm³ R4 16V 74 (100)/4000 230/1500–2500 07.2002–02.2004
2.2 DTI Y22DTR 2172 cm³ R4 16V 92 (125)/4000 280/1500–2750 07.2002–11.2004
3.0 V6 CDTI Y30DT 2958 cm³ V6 24V 130 (177)/4000 370/1900–2800 08.2003–06.2005
3.0 V6 CDTI* Z30DT 2958 cm³ V6 24V 135 (184)/4000 400/1900–2700 06.2005–07.2008

Die 1,9-l-Dieselmotoren stammen von Fiat und wurden in Zusammenarbeit mit Opel durch die eigens gegründete Fiat-Opel-Powertrain weiterentwickelt. Bei dem 2,0-l-Turbobenziner handelt es sich um einen Motor, bei deren Herstellung SAAB und Opel kooperierten. Der V6-Diesel stammt in beiden Ausbaustufen von Isuzu. *Der CDTI-Schriftzug des 1.9-(110-kW)- und des 3.0-(135-kW)-Diesel unterscheiden sich von den anderen Dieselmotoren durch die zwei rot gefärbten „TI“-Buchstaben. Der Schriftzug der Vectra C GTS mit turbogeladenem Ottomotor waren mit einem gelben T versehen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Opel Vectra C – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.auto-motor-und-sport.de/news/autos-die-kaum-jemand-kauft-von-ladenhuetern-und-exoten-3289861.html?fotoshow_tab=bild&fotoshowitem=14#article_detail
  2. http://www.dat.de/e10liste/e10vertraeglichkeit.pdf