Open Air Werden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Open Air Werden ist ein "Umsonst & Draußen"-Festival, das jährlich am Pfingstmontag im Löwental im Essener Stadtteil Werden stattfindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1980 begann die Geschichte des Festivals auf zwei LKW-Ladeflächen, aufgeteilt auf Folk- und Rockbühne, die sich insgesamt acht Bands an diesem meist sonnigen Tag teilten. Rund 600 Zuschauer waren beim ersten Festival anwesend und erlebten Bands wie Traumtänzer, Polaris und Urwerk. Ein Jahr später fand nichts statt, da zunächst keine Fortsetzung geplant war. Das zweite Pfingst-Open-Air gab es 1982. Auch hier wurde erneut eine LKW-Ladefläche zur Bühne umfunktioniert. Mit der Entscheidung, eine jährliche Veranstaltung der lokalen Musikszene und ihren Besuchern anzubieten, wurde erstmals 1983 eine Veranstaltungsbühne installiert.

Mit den Jahren entwickelte sich das Festival zu einem festen Bestandteil der Essener Musikszene. Die Bands wurden internationaler, und doch ist der lokale Bezug bis heute wichtig. Nachwuchsförderung und Unterstützung der in Essen ansässigen Bands werden berücksichtigt. Die Tatsache, dass mittlerweile generationsübergreifend Eltern und Kinder die Angebote gemeinsam erkunden, sprechen für die Entwicklung der Veranstaltung. So gibt es neben den Auftritten noch Imbissbuden, Getränkestände und flohmarktähnliche Angebote von Textilien über Tonträger bis hin zu Schmuck.

Nach dem Unglück bei der Loveparade 2010 wurden die Sicherheitsauflagen für Großveranstaltungen verschärft. Auch die Organisatoren des Pfingst Open Air Festivals in Essen waren gezwungen, ein neues Sicherheitskonzept nachzuweisen. So wurde im Februar 2011 klar, dass die Besonderheiten des Geländes im Löwental Werden umfangreichere Überlegungen und Maßnahmen voraussetzten als ursprünglich gedacht. Die Zeit bis zum Festivaltag 2011 reichte nicht aus, um das Sicherheitskonzept und die damit verbundenen Maßnahmen umzusetzen. Die Veranstalter mussten das 30-jährige Jubiläum absagen.

Unter der Auflage, dass sich nicht mehr als 13.000 Menschen auf dem Festivalgelände aufhalten dürfen und einem komplett überarbeiteten Sicherheitskonzept fand das Open Air im Jahr 2012 wieder statt. Beim Open Air 2014 gab es mehrere Verletzte, als die Veranstaltung, bedingt durch die Unwetter des Tiefdruckgebiets Ela, abgebrochen und das Gelände evakuiert werden musste.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den verschiedensten Musikrichtungen aus dem Rock- und Indie-Bereich auf der Hauptbühne wurde das Festivalgelände um eine Area erweitert. Elektronische Wiese heißt der Treffpunkt, auf dem sich Anhänger und DJs seit 2003 tummeln und somit ein Angebot für Freunde der elektronischen Musik anbieten.

Bands[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018 (21. Mai): Massendefekt, Skinny Lister, Fatoni, Fjørt, GURR, Walking on Rivers, Dote, The Narrator + 14. Elektronische Wiese

2017 (5. Juni): Enola, Elwood Stray, Chai Khat, Van Holzen, Chefboss, Audio88 & Yassin, Giant Rooks, Roosevelt, Die Orsons + 14. Elektronische Wiese + Aftershow Party

2016 (16. Mai): Donots, Zugezogen Maskulin, LGoony, Drangsal, Love A, Golf, PinkePank, Breathe Atlantis + 13. Elektronische Wiese + Aftershow Party

2015 (25. Mai): Genetikk, Turbostaat, Leslie Clio, Blaudzun, Adam Angst, The Tidal Sleep, Samotta, Tony Gorilla, Roxopolis + 12. Elektronische Wiese + Aftershow Party

2014 (9. Juni): MC Fitti, Mighty Oaks, Kadavar, Feine Sahne Fischfilet, Movits!, Fjørt, Echofuchs, Leitkegel, Groovesuckers + 11. Elektronische Wiese + Aftershow Party mit Susanne Blech

2013 (20. Mai): Prinz Pi, Caravan Palace, Vierkanttretlager, And So I Watch You from Afar, The Computers, Jonas David, Astairre, Team Stereo, Momos Mind + 10. Elektronische Wiese + Aftershow Party mit Grossstadtgeflüster

2012 (28. Mai): Sharon Jones & The Dap-Kings, Retro Stefson, Cloud Nothings, Kmpfsprt, You Say France & I Whistle, Speedswing, They Swarm At Night, Eisbär, Starry + 9. Elektronische Wiese

2011 (13. Juni): Das Festival ist ausgefallen.

2010 (24. Mai): Soulfly, Callejon, Bonaparte, Friska Viljor, Gisbert zu Knyphausen und Band, Beat! Beat! Beat!, Festland, Omas Zwerge, Salty Cheeks, Reefer Madness + 8. Elektronische Wiese

2009 (1. Juni): Kreator, The Whitest Boy Alive, Jennifer Rostock, Black Lips, Ja, Panik, Freakatronic, Crash Casino, The Autumn's Regret, Dinner Rats + 7. Elektronische Wiese

2008 (12. Mai): The Lemonheads, Two Gallants, Ignite, Born from Pain, Fidget, Dead Boehemes, Thoughts PaintThe Sky, El Cáñamo + 6. Elektronische Wiese

2007 (28. Ma): Panteón Rococó, Sugarplum Fairy, Mediengruppe Telekommander, Fire in the Attic, Leo Can Dive, Chelsy, Butterfly Coma, Arme Ritter + 5. Elektronische Wiese

2006 (5. Juni): Kaizers Orchestra, Sick of It All, Randy, Maxeen, Heartbreak Motel, Aloha Jet, Nur so, Fat Flanders + 4. Elektronische Wiese

2005 (16. Mai): Moneybrother, Clueso, Slut, Caliban, Biffy Clyro, Heartbreak Engines, The Breaking Day, A Solas Sin Mi + 3. Elektronische Wiese

2004 (31. Mai): The Weakerthans, 3 Champagneros aus der Veuve Clique, The Flaming Sideburns, Sheynao, Left the Crowd, Neverless, Radio Campfire + 2. Elektronische Wiese

2003 (9. Juni): Fehlfarben, Liquid Water, Phoney 14, Sam Ragga Band, Hot Water Music, She-Male Trouble, Soiled + 1. Elektronische Wiese

2002 (20. Mai): Gentleman & Far East Band, The Boonaraas, Fischer Trio, Xaver, Black Milk, Hyproglow, Pale, Seng:Fu

2001 (4. Juni): The (International) Noise Conspiracy, Natty Flo, D.U.G., Superpunk, In Veins, Psychedelic Crew, Four Wheel Drive

2000 (12. Juni): Alternative Allstars, Dezert Mo'Funk, Elmos X, Ferris Mc & DJ Stylewarz, In Case of Emergency, Motosushi

1999: The Herbaliser, & Mr. Scruff (Ninja Tune), Walkin' Large, Donots, The Tinkertoys, The Spook, Stain, Marauder

1998: Fünf Sterne deluxe, N.O.H.A., Atomopel, Temple Earth, In Progress, Discord

1997: Blackeyed Blond, Too Strong, Dan, Endwise, Donkeyshot, Railroad Dikers

1996: Headcrash, Howling Rovers, Stoend Frozen Embryos, T.E.V.O., Terremoto Party, Weep Not Child

1995: Mr. Ed Jumps the Gun, Party Popes International, The Bellicoons, Barbie’s Killing Ken, Deaf & South Crew

1994: Blue Funk, Carnival of Souls, Marilyn’s Army, Soon E MC, Toynbee Hall

1993: Dildo Bros., N-Factor, Oil on Canvas, Phone Bone, The Townsmen

1992: Chicken Takes Time, Dead Koala, Fresh Family, Die Lassie Singers, Stone Age

1991: Tom Mega & Das Pferd, Red Shoes Rhythm & Blues Show, Six Days on a Market Square, The Zarths

1990: Alien Fire, Scooter & the Streethearts, Oh No (Ausweichveranstaltung Zeche Carl)

1989: Boys In Trouble, Brilliant Haircut, The Unemployed Minister, What Noise, Wolfen feat. "Schnulli" Koppelberg

1988: Family Five, M.P.M. Nickel, Mirror Images, Natty U, Shiny Gnomes

1987: Götz Alsmann & his sentimental pounders, Fazon, The Hipsters, Made in England, White, Hot & Blue (Ausweichveranstaltungsort Jugendzentrum Papestraße)

1986: Awoomafandi, Checolalah, Kimono Code, Soulfingers & the Jericho Horn Section, Ulla Massoli Band

1985: Atmos-Fähre, Hoffnungslos, The Modern Dance, Oh No, Pee Wee Bluesgang, Stoppok

1984: Kalifi, So Ja Band, Toxin, Twist, The Bong

1983: The Bong, Hot Springs, Lazy Sqad, The Real Fishbob

1982: Blickfeld, Irrlicht, Journey’s End, Rübenkraut, Uhrwerk 80

1980: Urwerk, Experience Blues Band, Martin Klausmeier, Adi Merkel, Polaris, Snarensia, Traumtänzer, Chachinta

Veranstalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Veranstalter treten das Jugendamt Essen und der Rockförderverein Essen e. V. auf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Open Air Werden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien