Open Data Commons

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Open Data Commons (ODC) ist ein Projekt der Open Knowledge Foundation (OKF), das rechtliche Lösungen für freie Daten bereitstellt. Es pflegt eine Reihe von Lizenzen für freie Datenbanken.

Sie gibt eine Reihe unterschiedlicher Lizenzen für freie Datenbanken heraus. Die Organisation ist unter anderem als Lizenzherausgeber analog zu Creative Commons. Für ihre Lizenzen findet sich jeweils eine Entsprechung bei den Creative-Commons-Lizenzen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Firma Talis und das Science-Commons-Projekt von Creative Commons bemühten sich gemeinsam um die Schaffung der Public Domain Dedication and License (PDDL). Diese wurde durch Jordan Hatcher („opencontentlawyer“) und Dr. Charlotte Waelde von der University of Edinburgh aus der Talis Community Licence entwickelt. Um diese Entwicklung zu tragen und diese und weitere Lizenzen weiterhin zu pflegen wurde im Herbst 2007 innerhalb der gemeinnützigen Open Knowledge Foundation (OKF) das Projekt der Open Data Commons geschaffen. Die Lizenzen der ODC stützen sich auf die Open Knowledge Definition (basierend auf der Open Source Definition der OSI) und Arbeit aus dem Creative-Commons-Projekt. In intensivem Austausch mit dem OpenStreetMap-Projekt wurde die Copyleft-Lizenz Open Database License (ODC-ODbL, ODbL) entwickelt, die 2009 veröffentlicht wurde. Von dieser wurde die ODC Attribution License abgeleitet. Am 11. Januar 2010 wurde erstmals ein Entwurf der Attribution License veröffentlicht, am 24. Juni die finale Version.

Lizenzen[Bearbeiten]

Die Lizenzen sind spezielle Datenbank-Lizenzen, bei denen auch eventuell für die in entsprechend lizenzierten Datenbanken enthaltenen Inhalte unabhängige Bedingungen festgelegt werden können.

Datenbanken werden international mit unterschiedlichen Regelungen und Gesetzen als geistiges Eigentum geregelt. Während bei Software und Inhalten das Urheberrecht die relevanten Regelungen beinhaltet, sind für Datenbanken teils noch andere oder sogar komplett andere Regelungen im Spiel. (Beispielsweise existiert in der EU eine spezielle Datenbankdirektive und gilt in den USA das Copyright für Datenbanken gar nicht.) Daher lizenzieren die ODC-Lizenzen das Copyright beziehungsweise Urheberrecht, spezielle Datenbankrechte, Patentrechte und Warenzeichen.

Public Domain Dedication and License (PDDL)
(analog zu CC Zero) Die PDDL setzt das Science Commons Protocol für Open-Access-Daten um.
Attribution License (ODC-By)
(analog zu CC-by) Sie unterscheidet sich von der ODbL hauptsächlich durch die fehlenden Copyleft-Bestimmungen und verlangt im Wesentlichen nur die Nennung der Namen der Urheber eines Werkes.
Open Database License (ODC-ODbL, ODbL)
Die ODbL ist eine freie Datenbank-Lizenz mit einem starken Copyleft und ebenfalls einer Namensnennungsklausel (analog zu CC-by-sa).
Als namhaftes Projekt verwendet OpenStreetMap die ODbL. Am 12. September 2012 wurde der Umstieg von der früher verwendeten Lizenz CC-by-sa auf die ODbL für abgeschlossen erklärt.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. OpenStreetMap data license is ODbL. OpenStreetMap Foundation, abgerufen am 4. November 2012.
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