Open Knowledge Foundation

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Dieser Artikel behandelt die Organisation, die Abkürzung OKF führt hierher. Zur Bemaßungsangabe siehe Oberkante Fertigfußboden.
Open Knowledge Foundation
Open Knowledge logo.png
Rechtsform gemeinnützige Organisation
Gründung 24. Mai 2004
Gründer Rufus Pollock[1], Martin Keegan, Jo Walsh
Sitz Cambridge, UK
Motto Förderung von offenem Wissen
Website okfn.org

Open Knowledge International ist eine gemeinnützige Organisation, die am 24. Mai 2004 in Cambridge in Großbritannien gegründet wurde und bis zum April 2014 Open Knowledge Foundation (kurz OKF; deutsch Stiftung für offenes Wissen) hieß. Open Knowledge hat die Open Definition[2] veröffentlicht und leitet mehrere Projekte, wie z. B. CKAN, eine Registrierungs-Software, die viele Regierungen für ihre Open-Data-Projekte benutzten, und Where Does My Money Go, eine Dienstleistung für die transparente Darstellung von Haushaltsausgaben in Großbritannien. Neben der Entwicklung technischer Werkzeuge berät die Organisation in Lizenzfragen und setzt sich für freie Inhalte ein. So hat sie z. B. die Entwicklung der Open Database License (ODbL) und der Open Knowledge Definition unterstützt.

In Deutschland ist der Verein Open Knowledge Foundation Deutschland e. V. als deutscher Zweig (englisch Chapter) von Open Knowledge International präsent.[3] In Österreich wird der Verein unter dem Namen Open Knowledge Forum Österreich [4] und in der Schweiz unter dem Namen Opendata.ch[5] geführt.

Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ziele gibt Open Knowledge an:

  • Offenes Wissen zu erzeugen und als Standard zu verbreiten
  • Anderen dabei helfen, offenes Wissen zu verbreiten
  • Eine nachhaltige und aktive Community zu schaffen
  • Werkzeuge zu erstellen, um den obigen Zielen zu helfen
  • Nutzerfreiheit in Bezug auf Wissen und Daten zu stärken

Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Open Knowledge versteht sich als aktiver Teil der Zivilgesellschaft. Dabei werden die Bürgerrechte gefördert und gestärkt, wie sie im Grundgesetz und in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert sind. Die Organisation setzt sich dabei insbesondere für die folgenden Themen der digitalen Gesellschaft ein:

Projekte von Open Knowledge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

OpenSpending[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Open Knowledge betreibt die Seite OpenSpending.org. Slogan der Seite ist „Mapping the money“. Ziel des Projekts ist es, jede finanzielle Transaktion einer Regierung weltweit zu erfassen und den Nutzern in eingängigen Präsentationen zugänglich zu machen. Für Deutschland sind aktuell (14. Oktober 2014) 52 Datasets verfügbar: Neben Diagrammen des Bundeshaushalts können unter anderem auch dynamische Grafiken der Haushalte einzelner Städte und Kommunen abgerufen werden.

Projekte des Open Knowledge Foundation Deutschland e. V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Open Knowledge Foundation Deutschland e. V. hebt auf seiner Website die folgenden Projekte hervor:

Code for Germany[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 2014 gestartete Projekt Code for Germany soll dazu anregen, öffentliche Daten auf einfache und übersichtliche Weise Dritten zugänglich zu machen.[6] In anfangs 14 sogenannten OK Labs sollen ehrenamtliche Programmierer, Designer, Journalisten und interessierte Laien aus offenen Daten praktische Anwendungen entwickeln, auch im Austausch mit Politikern oder Verwaltungsmitarbeitern.[7]

FragDenStaat.de[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FragDenStaat.de ist ein Portal für Anfragen, die die deutsche Verwaltung und Regierung betrifft. Jedermann kann Anfragen im Internet zu diesem Thema posten. Die Organisation leitet die Anfrage weiter und veröffentlicht die offizielle Antwort.[8]

2030 Watch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das Portal 2030 Watch steht ein Monitoring-Instrumentarium zur Umsetzung der Ziele nachhaltiger Entwicklung (engl.: Sustainable Development Goals – SDG) zur Verfügung. Das Portal wird u. a. vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.[9]

sehrgutachten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Deutsche Bundestag macht seit dem Jahr 2016 mehrere Tausend Gutachten seines Wissenschaftlichen Dienstes auf einer Website zugänglich. Man kann dort eine Liste der Titel durchblättern und die einzelnen Gutachten einsehen. Das sehrgutachten ergänzt dieses Angebot und ermöglicht eine gezielte Volltextsuche über all diese Gutachten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rufus Pollock (engl. WP)
  2. Open Definition
  3. Open Knowledge Foundation Deutschland e. V.
  4. Open Knowledge Forum Österreich
  5. Opendata.ch - Swiss Chapter of the Open Knowledge Foundation
  6. Jörg Thoma: Öffentliche Daten sollen wirklich öffentlich werden. Golem.de, 21. Juli 2014, abgerufen am 22. März 2016.
  7. Kim Rixecker: Code for Germany: Mit offenen Daten zu besseren Städten. t3n.de, 14. Juli 2014, abgerufen am 22. März 2016.
  8. fragdenstaat.de
  9. 2030 Watch, Deutschland wird nachhaltig, Open Knowledge Foundation Deutschland (OKF DE)