Open Services for Lifecycle Collaboration

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Open Services for Lifecycle Collaboration (OSLC) ist eine offene Initiative, die 2008 ins Leben gerufen wurde[1], um Spezifikationen für die Integration von Werkzeugen auszuarbeiten, mit denen Software entwickelt wird. Diese Initiative hat nach und nach Themen bearbeitet wie Application Lifecycle Management (ALM), Product-Lifecycle-Management (PLM), Betrieb von IT-Systemen und andere. Bei OSLC geht es darum, die Arbeit von Werkzeug-Anbietern und -Nutzern durch Standardisierung zu vereinfachen[2].

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die OSLC-Initiative ist seit Juni 2013 Mitglied von OASIS. Gemäß den Vorgaben von OASIS ist sie in verschiedene Technische Komitees (Technical Committee – TC) untergliedert. Jedes TC entwickelt Spezifikationen für einen bestimmten Bereich des Software-Lebenszyklus.[3] Es gibt zum Beispiel TCs für Change und Configuration Management, Automation and Project Management for Contracted Delivery (Lieferanten-Management). Es gibt außerdem ein Kern-TC, das eine allen gemeinsame Spezifikation definiert, die dann von den speziellen TCs erweitert wird.

Offene Spezifikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

OSLC ist ein offener Standard, jeder kann an der Arbeit teilnehmen, z.B. in so genannten User Groups. Will man in einem Technischen Komitee mitarbeiten, muss man eine Vereinbarung über Geistiges Eigentum unterschreiben. Die Spezifikationen unterliegen der Creative Commons-Lizenz. Jeder kann Software entwickeln, die die Spezifikationen umsetzt[4]. Es gibt Open-Source-Projekte, die eine OSLC-Referenzimplementierung und Testsuiten für verschiedene Programmiersprachen und Rahmenwerke entwickeln. Das Eclipse-Projekt Lyo ist eines dieser Projekte, das (in erster Linie für Java) ein SDK für Dienstnutzer und -erbringer entwickelt, außerdem Referenzimplementierungen, Beispiele und eine Testsuite[5].

Stand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Initiative erhielt 2009 einen formelleren Status durch die Bildung der Arbeitsgruppe Change Management[6] und die Teilnahme einzelner Mitarbeiter von Accenture, Eclipse Mylyn/Tasktop[7] und IBM. Seither haben sich weitere Arbeitsgruppen zu anderen Bereichen des Lebenszyklus gebildet und es sind Mitarbeiter von ca. 30 verschiedenen Organisationen vertreten, darunter Oracle, Siemens, Northrop Grumman, Tieto und General Motors. Die IBM-Marke Cloud and Smarter Infrastructure beginnt ebenfalls, OSLC als Integrations-Technologie zu verwenden[8].

Technologien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die OSLC-Spezifikationen bauen auf dem Resource Description Framework (RDF) des W3C, auf Linked Data und REST auf. Die Integration geschieht dadurch, dass Ressourcen sowie die Relationen zwischen ihnen jeweils einen Uniform Resource Identifier (URI) erhalten. Ein Beispiel ist: <Testfall #1> <überprüft> <Anforderung #2>.

OSLC-Ressourcen werden durch RDF-properties definiert. Operationen auf Ressourcen werden mit HTTP durchgeführt. OSLC spezifiziert auch, wie man für einen Benutzer Vorschau, Erzeugung und Auswahl von Links zur Verfügung stellt[9].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. IBM hails ALM standards participation. Networkworld.com. 25. August 2009. Abgerufen am 22. Februar 2015.
  2. Open Services for Lifecycle Collaboration. Open-services.net. Abgerufen am 22. Februar 2015.
  3. Specifications < Main < TWiki. Open-services.net. Abgerufen am 22. Februar 2015.
  4. Steve Speicher: Open Services for Lifecycle Collaboration and More: The "O" in OSLC. Stevespeicher.blogspot.com. 23. Februar 2011. Abgerufen am 22. Februar 2015.
  5. Eclipse Lyo. Abgerufen am 22. Februar 2015.
  6. IBM supports Open CM initiative in tools - SD Times: Software Development News. SD Times. Abgerufen am 22. Februar 2015.
  7. OSLC Lifecycle Interoperability Makes Headway | Dr Dobb’s. Drdobbs.com. 26. August 2009. Abgerufen am 22. Februar 2015.
  8. IBM Pulse 2011 – The Tivoli with two minds – Trip Report – Coté's People Over Process. Redmonk.com. 7. März 2011. Abgerufen am 22. Februar 2015.
  9. OslcCoreSpecification < Main < TWiki. Open-services.net. Abgerufen am 22. Februar 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]