Opernhaus Halle

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Logo des Opernhauses Halle
Das Theater um 1900 mit der imposanten Kuppel über dem Bühnenhaus und davor die Promenade

Im 1886 eröffneten Stadttheater von Halle an der Saale (gebaut nach einem Entwurf des Architekten Heinrich Seeling und dem Ingenieur Stumpf),[1] befindet sich heute die Oper Halle. Zur Zeit seiner Eröffnung war das Stadttheater neben der Budapester Oper das technisch gesehen modernste Theater Europas.

Opernhaus Halle

Das Gebäude wurde am 31. März 1945 bei einem Bombenangriff durch Sprengbomben verheerend zerstört, besonders das Bühnenhaus. Der Wiederaufbau erfolgte unter Leitung von Kurt Hemmerling. Das wiederaufgebaute Gebäude wurde sehr einfach verputzt. Auf die Rundbogenfenster im Obergeschoss der modernisierten Eingangsfront wurde verzichtet, stattdessen wurden rechteckige Fenstertüren eingebaut. Die Dreiecksgiebel verloren den plastischen Schmuck und Giebelaufsatz. Der Zuschauerraum wurde weitgehend verändert. Das Bühnenhaus wurde neu gebaut, unter Verzicht auf die frühere Kubatur, die frühere Fassade und die Kuppel. Als das nahezu komplett erneuerte Theater 1951 wieder eingeweiht wurde, trug es als Staatstheater des Bezirks Halle im Land Sachsen-Anhalt als Mehrspartentheater den Namen Landestheater Halle. Das Gebäude hieß bis 1992 Theater des Friedens. Es wurde mit der Oper Fidelio wieder eröffnet.

Nach umfassenden Modernisierungsmaßnahmen hat das Opernhaus seine musikalische Weihe am 24. April 1968, 20 Uhr mit einem Sinfoniekonzert anlässlich des 65. Geburtstag des Generalmusikdirektors und Chefdirigenten Horst-Tanu Margraf erhalten.

Unter anderen waren an diesem Haus tätig: Bühnenbildner Rudolf Heinrich, Regisseur Heinz Rückert, Dirigent Horst-Tanu Margraf und die Dramaturgin Waldtraut Lewin. Sie waren in den 1950er-Jahren mit den Händel-Opern Ezio, Radamisto, Deidamia, Poros, Rinaldo (um nur einige davon zu nennen) maßgeblich beteiligt an den Händelfestspielen Halle. Dafür bekam das Team den Halleschen Händelpreis. Eine nächste Blütezeit der Händel-Pflege war unter dem GMD Christian Kluttig und dem Regisseur Peter Konwitschny in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts.

Große Sänger waren in Halle auch vertreten wie u.a. Anny Schlemm, Jutta Vulpius, Irmgard Arnold, Philine Fischer, Margarete Herzberg, Werner Enders, Franz Stumpf, Wolfgang Sommer, Hellmuth Kaphahn, Günther Leib.

Aus diesem Haus ging am 1. Januar 1992 das Opernhaus Halle hervor, im einzigen ausschließlich für Oper bestimmten Theaterbau in Sachsen-Anhalt. Nach und nach wurde das Gebäude saniert und rekonstruiert. Die Schaufassade (Süd) wurde um das Jahr 2000 nach bauzeitlichem Befund wiederhergestellt, die Ostfassade zeigt seit 2011 wieder ihr ursprüngliches Aussehen. In den nächsten Jahren ist auch eine Rekonstruktion der Westfassade mit Terrasse vorgesehen, später eine möglichst stilgerechte neue Kuppel - falls die Finanzierung gesichert wird.

Die Oper Halle bietet alle Sparten und Gattungen des Musiktheaters. Seit der Saison 2011/2012 wird es künstlerisch geleitet von Axel Köhler, bekannt als Countertenor und Regisseur.

Mit den jährlichen Neuproduktionen von Opern Georg Friedrich Händels, des bedeutendsten Sohnes der Stadt, setzt sie auch international Maßstäbe. Das Ensemble bespielt auch das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt.

Insgesamt verfügt das Opernhaus Halle über 672 Sitzplätze, die sich über Parkett, 1. und 2. Rang verteilen, und auch behindertengerecht erreichbar sind. [2]

Ehrenmitglieder des Ensembles[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Opernhaus Halle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadttheater Halle (PDF-Datei; 1,44 MB), Im Centralblatt der Bauverwaltung, Nr. 50, 15. Dezember 1883, S. 465, abgerufen am 22. Dezember 2012
  2. Informationen über das Opernhaus Halle

51.48655277777811.9715Koordinaten: 51° 29′ 11,6″ N, 11° 58′ 17,4″ O