Opoczno

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Opoczno
Wappen von Opoczno
Opoczno (Polen)
Opoczno
Opoczno
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Łódź
Powiat: Opoczno
Fläche: 23,90 km²
Geographische Lage: 51° 23′ N, 20° 17′ OKoordinaten: 51° 23′ 0″ N, 20° 17′ 0″ O
Höhe: 190 m n.p.m.
Einwohner: 21.635
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 26-300 und 26-301
Telefonvorwahl: (+48) 44
Kfz-Kennzeichen: EOP
Wirtschaft und Verkehr
Straße: WarschauKatowice
Schienenweg: Warschau–Kattowitz/Krakau
Tomaszów Mazowiecki–Opoczno
Nächster int. Flughafen: Łódź
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 190,45 km²
Einwohner: 34.666
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 182 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1007043
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Jan Wieruszewski
Adresse: ul. Staromiejska 6
26-300 Opoczno
Webpräsenz: www.um.opoczno.pl



Opoczno [ɔˈpɔtʃnɔ] Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Łódź. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde sowie des Powiats Opoczyński.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 80 Kilometer südöstlich von Łódź und 100 Kilometer südlich von Warschau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1284 als ein dörflicher Handelsplatz. 1344 legte Kasimir III. einen Handelsweg nach Rus und Ungarn an, der ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für den Ort wird. 1360 wurde dem Ort das Stadtrecht nach Neumarkter Recht erteilt, fünf Jahre später nach Magdeburger Recht. 1405 wurden ein Hospital und die Kirche Heiliger Geist eingeweiht. 1462 zerstörte ein Brand große Teile der Stadt. 55 Handwerker in verschiedenen Zünften wurden 1629 in der Stadt gezählt. Aufgrund der zahlreichen Juden des Ortes entstand 1646 eine Synagoge. Während des Schwedisch-Polnischen Krieges wurde die Stadt 1655 zerstört. August II. (August der Starke) bestätigte 1701 die Privilegien der Stadt. Während der Dritten Teilung Polens wird die Stadt Teil Österreichs, 1809 Teil des Herzogtums Warschau und schließlich 1815 Teil Kongresspolens.

1880 wurde eine Keramikfabrik errichtet und fünf Jahre später erhielt Opoczno Anschluss an das Schienennetz. 1900 wurde eine Freiwillige Feuerwehr eingerichtet. Ein Jahr später brach die Cholera aus und konnte erst 1893 besiegt werden. 1910 wurde der Ort elektrifiziert und eine Schule wurde eröffnet. Während des Ersten Weltkrieges marschierten am 30. Oktober 1914 zuerst russische Truppen, am 15. Mai 1915 dann österreichische durch die Stadt. Nach dem Ende des Krieges wurde der Ort am 2. August 1919 Teil der Woiwodschaft Kielce und 1939 der Woiwodschaft Łódź. Am 7. September 1939 wurde Opoczno von der Wehrmacht besetzt. Bereits im Dezember desselben Jahres errichteten die Nationalsozialisten ein Ghetto für die Juden. In der Gegend der Stadt kämpfte 1944 die Polnische Heimatarmee (Armia Krajowa). Am 14. Januar 1945 griff die Rote Armee die Stadt an, und am 17. Januar 1945 erreichten die sowjetischen Truppen die Stadt. Die Stadt war nun Sitz eines Powiat und Teil der Woiwodschaft Łódź. Bei einer Verwaltungsreform 1950 wurde die Stadt wieder Teil der Woiwodschaft Kielce. Bei einer erneuten Reform 1975 wurde die Stadt Teil der Woiwodschaft Piotrków und 1999 wieder Teil der Woiwodschaft Łódź.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1925 wurde der Ort Gorzałków in die Stadt integriert, 1975 der Ort Międzybórz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1828 1878 1920 1939 2000
Einwohnerzahl 3.363 4.974 9.595 9.000 ??

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Opoczno ist der Endpunkt des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke Łódź–Dębica. Des Weiteren existiert an der Bahnstrecke Grodzisk Mazowiecki–Zawiercie, einer Schnellfahrstrecke, der Bahnhof Opoczno Południe. Der Ortsteil Antoniów hat einen nicht mehr bedienten Haltepunkt an der Bahnstrecke Tomaszów Mazowiecki–Radom.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt- und Landgemeinde Opoczno gehören neben der Stadt selbst folgende Ortsteile mit einem Schulzenamt:

Adamów
Antoniów
Bielowice
Brzustówek
Bukowiec Opoczyński
Dzielna
Janów Karwicki
Januszewice
Karwice
Kliny
Kraszków
Kraśnica
Kruszewiec
Kruszewiec-Kolonia
Libiszów
Libiszów-Kolonia
Międzybórz
Modrzew
Modrzewek
Mroczków Duży
Mroczków Gościnny
Ogonowice
Ostrów
Różanna
Sielec
Sitowa
Sobawiny
Sołek
Stużno
Stużno-Kolonia
Wola Załężna
Wólka Karwicka
Wygnanów
Ziębów

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind:

Brzustówek-Kolonia
Brzuśnia
Dęborzeczka
Januszewice (osada leśna)
Kruszewiec PKP
Sitowa (osada leśna)
Stara Wieś
Świerczyna
Wólka Dobromirowa
Wólka Karwicka-Kolonia
Zameczek
Zameczek (osada)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt gibt es ein Regionalmuseum, welches am 1. Januar 1976 eröffnet wurde.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss
  • Das Schloss wurde im 14. Jahrhundert errichtet und 1655 von den Schweden zerstört. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es auf den alten Grundmauern wieder aufgebaut. Seit 1976 befindet sich hier das Heimatmuseum.
  • das Gebäude der Bibliothek stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde mehrfach umgebaut. Der letzte große Umbau erfolgte 1927 und seit 1975 ist hier die Stadtbibliothek.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Opoczno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.