Opodo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Opodo Ltd.
Rechtsform Limited
Gründung 2001[1]
Sitz London, Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Leitung Dana Philip Dunne, CEO[2]
Mitarbeiter 800[3]
Umsatz 127 Mio. € (2013)[3]
Branche Online-Reiseservice
Website www.opodo.de

Opodo ist ein Online-Reiseservice, der 2001 von neun europäischen Fluggesellschaften (Aer Lingus, Air France, Alitalia, Austrian, British Airways, Finnair, Iberia, KLM und Lufthansa) gegründet wurde. Von März 2003 bis Februar 2011 war das Reisevertriebssystem Amadeus an Opodo beteiligt und hielt ab Juni 2005 mit 75,4 Prozent die Kapitalmehrheit.[4] Im Februar 2011 wechselte Opodo für 450 Millionen Euro den Besitzer, neuer Hauptanteilseigner ist die AXA Private Equity und Permira Funds.[5] Opodo ist in vierzehn europäischen Ländern vertreten.[6] Im Mai 2011 genehmigte die EU-Kommission die Übernahme von Opodo durch die AXA Private Equity und Permira, wodurch mit dem französischen Reiseanbieter Go Voyages und dem spanischen Reiseanbieter eDreams zusammen mit Opodo der größte Reiseanbieter in Europa namens eDreams ODIGEO mit einem geplanten Jahresumsatz von rund 2,5 Milliarden Euro entstehen sollte.[7]

Im Geschäftsjahr 2005 erzielte Opodo auf dem deutschen Reisemarkt einen Umsatz von 202 Millionen Euro.[8]

Zur eDreams ODIGEO-Gruppe gehört noch Travellink (ein nordisches Online-Reisebüro).

2012 veräußerte Opodo den Reiseveranstalter Tropo an die ProSiebenSat1-Tochter SevenVentures.[9]

Opodo ist Gründungsmitglied des Verbands Internet Reisevertrieb (VIR) und seit Februar 2006 mit dem TÜV-Prüfsiegel Safer Shopping zertifiziert.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2014 wurde Opodo.de kritisiert, dass das Portal etwa 17 Euro als versteckte Kosten nehme und damit gegen EU-Recht verstösst, welches volle Kostentransparenz verlangt.[10]

Im Jahr 2015 klagte die Wettbewerbszentrale Klage gegen Opodo, da diese auf ihrer Webseite für Flugtickets nur die Kreditkarte Visa Entropay als kostenlose Zahlungsmöglichkeit anbietet. Die Wettbewerbszentrale sieht in diesen Geschäftspraktiken einen Verstoß gegen § 312 a Abs. 4 Nr. 1 BGB. Diese Auffassung wird vom LG Hamburg 27. Zivilkammer mit dem Urteil vom 1. Oktober 2015, 327 O 166/15 bestätigt, da es sich bei Visa Entropay um keine gängige und zumutbare Zahlungsmöglichkeit handelt.[11]

Opodo wird außerdem wegen weiteren fragwürdigen Regelungen kritisiert, welche in der Klageschrift nicht beachtet wurden: So gelten neben der begrenzten Anzahl an kostenlosen Zahlungsmitteln auch noch weitere Beschränkungen beim Kauf von Flugtickets unter dem Nettopreis. Eine Buchung solcher mit Rabatt versehenen Flüge ist nur einmal in drei Monaten pro Kunde und Kreditkarte möglich.[12]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wort Opodo, als Abkürzung für OPportunity tO DO, bildet kleingeschrieben, wie in der Internetadresse www.opodo.de, ein Ambigramm, d.h. auf den Kopf gestellt sieht das Wort gleich aus.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. opodo.de: Gründungsdatum 2001
  2. opodo.de: Facts & Figures
  3. a b wer-zu-wem.de: Opodo Firmenprofil
  4. http://www.amadeus.com/amadeus/x9425.html
  5. http://www.airliners.de/wirtschaft/kapitalmarkt/amadeus-verkauft-opodo/23349
  6. Zahlen & Fakten zum Unternehmen Opodo Abgerufen am 4. März 2013.
  7. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/eu-genehmigt-online-reiseriesen/4236488.html
  8. Beilage „Dokumentation Ketten und Kooperationen '05“ der Fachzeitschrift fvw zum Heft 14/06 vom 9. Juni 2006, S. 20.
  9. Opodo verkauft Reiseveranstalter Tropo, 5. Juli 2012
  10. Wie Online-Reisebüros die Flugpreise kleinschummeln. Wer online Flüge bucht, zahlt am Ende oft mehr als erwartet. Extra-Kosten auf Portalen wie Opodo, Fluege.de und Expedia halten Verbraucherzentrale und EU für illegal. In: Zeit Online. Zeit Online GmbH, 24. Januar 2014, abgerufen am 25. Januar 2014.
  11. LG Hamburg 27. Zivilkammer, Urteil vom 01.10.2015, 327 O 166/15. Landgericht Hamburg, 1. Oktober 2015, abgerufen am 1. März 2016.
  12. Kreditkarten-Gebühren bei Flugbuchungen über eDreams und Opodo. Chimpando, 20. Januar 2016, abgerufen am 1. März 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]