Optimized-Production-Technology

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Die Optimized-Production-Technology, kurz OPT, ist ein 1980 von Eliyahu M. Goldratt entwickeltes Produktionsplanungsverfahren auf Basis eines geheim gehaltenen Optimierungsalgorithmus. Das Optimierungsziel ist in Produktionsunternehmen das Programm mit dem höchsten Deckungsbeitrag zu erreichen.

Die Software wurde zunächst sehr erfolgreich durch die Creative Output Inc. vertrieben. Nach einer schwerwiegenden gerichtlichen Auseinandersetzung mit der Mars Incorporated[1] änderte sich das und es folgte in den späten 1980er Jahren die Insolvenz. Dabei ging die Lizenz von OPT an die britische Scheduling Technologies Group. welche unter anderem auch eine Schnittstelle zur SAP R/3-Software herstellte.

Wesentliche Mitarbeiter von Creative Output gründeten 1988 die i2 Technologies mit, die unter Anderem eine nachprogrammierte Software vertreibt.[2] OPT selbst wird nicht mehr angeboten. Der immer geheimgehaltene Algorithmus wurde auch nach dem Verkaufsstopp nicht offengelegt.[3]

OPT-Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der OPT-Philosophie werden 9 grundlegende Regeln genannt:[4]

  1. Den Fertigungsfluss, nicht die Kapazität abgleichen.
  2. Der Nutzungsgrad einer Nicht-Engpasskapazität wird nicht durch ihre eigene Kapazität bestimmt, sondern durch irgendeine andere Einschränkung im System.
  3. Betrieb und Nutzung einer Kapazität sind nicht gleichbedeutend.
  4. Eine in einem Engpass verlorene Stunde ist eine für das gesamte System verlorene Stunde.
  5. Eine an einem Nicht-Engpass gewonnene Stunde ist bedeutungslos.
  6. Engpässe bestimmen sowohl den Durchsatz als auch die Bestände.
  7. Das Transportlos kann sich vom Bearbeitungslos unterscheiden und soll das in vielen Fällen sogar.
  8. Das Bearbeitungslos muss variabel bleiben und soll nicht unveränderlich sein.
  9. Belegungspläne sollen unter gleichzeitiger Einbeziehung aller dafür notwendiger Voraussetzungen erstellt werden. Durchlaufzeiten sind das Ergebnis der Planung und können nicht im Voraus festgelegt werden.

Die Summe der lokalen Optima entspricht nicht dem globalen Optimum.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eliyahu Moshe Goldratt, Jeff Cox: The Goal : A process of ongoing improvement. 3., überarb. Auflage. The North River Press, Great Barrington, MA, USA 2004, ISBN 0-88427-178-1. (20th Anniversary Edition, 1st Edition 1984)
  • Eliyahu Moshe Goldratt, Jeff Cox: Das Ziel : Höchstleistung in der Fertigung. McGraw-Hill, Hamburg 1987, ISBN 3-89028-077-3.
  • Katja Windt: Lenkung. In: D. Arnold, H. Isermann, A. Kuhn, H. Tempelmeier (Hrsg.): Handbuch Logistik. 2. Auflage. Springer, Berlin 2004, ISBN 3-540-40110-5, S. B3-37.
  • Gero Zimmermann: PPS-Methoden auf dem Prüfstand. Verlag moderne Industrie, Landsberg/Lech 1987, ISBN 3-478-41250-1.

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MARS klagte erfolgreich auf Zugang zum Quellcode und konnte anhand dessen nachweisen, dass OPT für MARS nicht geeignet war, man ihnen also Produkteigenschaften zugesagt hatte, die nicht vorhanden waren. Vgl.: Dan Trietsch: Why a Critical Path By Any Other Name Would Smell Less Sweet? Towards a Holistic Approach to Pert/Cpm. In: Project management journal. 36, 1, 2005, S. 27–36, abgelesen am 20. Juli 2011.
  2. Donald Shobrys: The History of APS. (Memento vom 5. Mai 2006 im Internet Archive) (PDF). Abgerufen am 26. Mai 2010.
  3. Christoph Dill: Optimized Production Technology (OPT). (Memento vom 15. Juli 2012 im Webarchiv archive.is) Uni-Karlsruhe. Abgerufen am: 26. Februar 2010.
  4. Gero Zimmermann: PPS-Methoden auf dem Prüfstand. Verlag moderne Industrie, Landsberg/Lech 1987, ISBN 3-478-41250-1, S. 28.