Opuntia quimilo

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Opuntia quimilo
Opuntia quimilo mit Früchten

Opuntia quimilo mit Früchten

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Opuntioideae
Tribus: Opuntieae
Gattung: Opuntien (Opuntia)
Art: Opuntia quimilo
Wissenschaftlicher Name
Opuntia quimilo
K.Schum.

Opuntia quimilo ist eine Pflanzenart in der Gattung der Opuntien (Opuntia) aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton quimilo leitet sich vom Trivialnamen „Quimilo“ ab, mit dem die Einheimischen die Art bezeichnen. Opuntia quimilo ist eine der wenigen Arten innerhalb der Kakteengewächse, die gleichzeitig weibliche und zwittrige Blüten ausbildet (Gynomonözie).[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Opuntia quimilo wächst baumartig mit vielen Zweigen, einem deutlich erkennbaren Stamm und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 4 Metern. Die großen, elliptischen bis länglichen Triebabschnitte sind glänzend graugrün. Sie sind bis zu 50 Zentimeter lang, 25 Zentimeter breit und 2 bis 3 Zentimeter dick. Die Areolen sind groß und markant. Der steife, ausgebreitete Dorn (manchmal sind zwei bis drei vorhanden) ist weiß, gerade oder verdreht und zwischen 7 und 15 Zentimeter lang.

Die roten Blüten erreichen einen Durchmesser von bis zu 7 Zentimetern. Die birnenförmigen bis kugelförmigen Früchte sind grünlich gelb und 5 bis 7 Zentimeter lang.

Bestäubung[Bearbeiten]

Als Bestäuber der Blüten wurden Bienen der Gattungen Arhysosage, Augochloropsis, Megachile, Lithurgus, Xylocopa, Tetrapedia, Melipona sowie die Arten Ptilothrix tricolor, Diadasia patagonica, Bombus morio, Apis mellifera und Polybia ignobilis beobachtet. Weiterhin tragen die Kolibris Blaubartkolibri (Heliomaster furcifer) und Goldbauch-Smaragdkolibri (Chlorostilbon lucidus) zur Bestäubung bei.[1]

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Opuntia quimilo ist im Norden von Argentinien und in Bolivien verbreitet. Die Erstbeschreibung wurde 1898 von Karl Moritz Schumann veröffentlicht.[2] Synonyme sind Platyopuntia quimilo und Opuntia distans.

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b L. Díaz, A. A. Cocucci: Functional Gynodioecy in Opuntia quimilo (Cactaceae), a Tree Cactus Pollinated by Bees and Hummingbirds. In: Plant Biology. Band 5, Nummer 5, S. 531–539 (PDF).
  2. Karl Moritz Schumann: Gesamtbeschreibung der Kakteen. 1898, S. 746 (online).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Opuntia quimilo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien