Opus Dei

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Opus dei)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Das Siegel des Opus Dei

Das Opus Dei („Werk Gottes“), eigentlich Prälatur vom Heiligen Kreuz und Opus Dei (lat. Praelatura Sanctae Crucis et Operis Dei), ist eine 1928 gegründete Institution in der römisch-katholischen Kirche. Kirchenrechtlich stellt sie eine Personalprälatur dar.

Die Seelsorgeeinrichtung wurde am 2. Oktober 1928 von Josemaría Escrivá als Zusammenschluss von Laien mit dem Ziel der Heiligung der Arbeit und der Verchristlichung der Gesellschaft gegründet. Das Opus Dei lehrt, dass jeder Christ aufgrund der Taufgnade zur Heiligkeit berufen ist und dass das normale Leben ein Weg zur Heiligkeit ist. Dies war später ein zentrales Anliegen des Zweiten Vatikanischen Konzils, welches in Lumen gentium ausführt, dass „alle Christgläubigen […] zum Streben nach Heiligkeit und ihrem Stand entsprechender Vollkommenheit eingeladen und verpflichtet“ sind.[1] Das Opus Dei bildet seit 1943 eigene Priester aus, die aus den Reihen der unverheirateten Laien hervorgehen, welche eine Berufung zum Priestertum wahrnehmen und vom Prälaten des Werkes dazu eingeladen werden. Das Opus Dei wurde am 28. November 1982 mit der päpstlichen Bulle "Ut sit" von Papst Johannes Paul II. als erste Personalprälatur der katholischen Kirche errichtet[2][3] und untersteht der Kongregation für die Bischöfe in Rom.[4][5] In der apostolischen Konstitution "Ut sit" heißt es: "Mit größter Hoffnung wendet die Kirche ihre mütterliche Sorge und Aufmerksamkeit dem (...) Opus Dei zu, damit es ein kraftvolles und wirksames Werkzeug ihres Heilsauftrags für das Leben der Welt sei."[6] Das Werk hatte 2016 weltweit 94.776 Mitglieder, davon 2.109 Priester[7], der Hauptsitz liegt in Rom.

Geschichte

Josemaría Escrivá, Gründer des Opus Dei

Der Gründer Escrivá stammt aus Spanien und suchte nach Möglichkeiten, Studenten und Angestellten den christlichen Glauben näherzubringen. Intellektuelle waren nicht seine einzige, zeitlich aber die erste Zielgruppe.

Gegründet wurde das Opus Dei im Jahr 1928, als Escrivá in Madrid Besinnungstage abhielt. Seinen Namen erhielt es erst in den 1930er Jahren. Seit 1930 steht es auch Frauen offen. Diese gehören dem Wahlkongress, der den Prälaten wählt, nicht an, dürfen aber vorgängig eine Wahlempfehlung abgeben. Die Einrichtungen und Tätigkeiten der Frauen werden im Opus Dei Administratio („Verwaltung“) genannt.

Im Jahr 1934 erschien Der Weg, eine Aphorismensammlung von Josemaría Escrivá, die die Spiritualität des Opus Dei zusammenfasst. Als im Spanischen Bürgerkrieg im republikanischen Teil des Landes Kirchen zerstört sowie Priester und Ordensangehörige verfolgt wurden, floh Escrivá 1937 in den von General Franco besetzten Teil Spaniens. Seit den 1950er Jahren wurde das Opus Dei eine wichtige Stütze des politischen Systems des Franquismus, wobei es die nationalistische Falange verdrängte (siehe nächstes Kapitel). In Francos letzten Regierungsjahren gehörten zehn der neunzehn Kabinettsmitglieder dem Opus Dei an und einige dem Übergangskabinett nach Francos Tod. Starken Aufwind erfuhr das Opus Dei in Chile unter Augusto Pinochet. In diesem Land wird der Organisation ein großer Einfluss auf den Entwurf der Verfassung von 1980 nachgesagt.

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Der Gründer selbst enthielt sich direkter politischer Einflussnahme. Ihm wird jedoch vorgeworfen, Bewunderer Francos gewesen zu sein und in seinem Werk Der Weg eine Nähe zum Faschismus zu zeigen.[8] Ähnlich der Situation in anderen Staaten Europas stand der spanische Katholizismus damals autoritären Regierungsformen nicht ablehnend gegenüber. Allerdings forderte Escrivá, dass alle Mitglieder nach bestem Wissen und Gewissen im christlichen Sinn frei handeln sollen.

1946 im Alter von 44 Jahren verließ Escrivá Spanien und ging nach Rom. Schon 1950 ermöglichte das Opus Dei als erste Einrichtung der katholischen Kirche auch Angehörigen anderer Konfessionen die Mitarbeit, und 1952 wurde die erste Niederlassung in Deutschland eröffnet. Am 28. November 1982 wurde das Opus Dei von Papst Johannes Paul II. mit der apostolischen Konstitution Ut sit als Personalprälatur errichtet, einer Rechtsform, die 1966 mit dem Motu proprio Ecclesiae sanctae Papst Pauls VI. eingeführt worden war und die besondere seelsorgliche oder missionarische Werke für bestimmte Gruppen oder Regionen ermöglichen soll.[9]


Organisation

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Das Opus Dei ist in zwei Abteilungen gegliedert, eine für Männer, eine für Frauen. Die Organisationsstruktur ist an der der Bistümer orientiert; an der Spitze steht der Prälat des Opus Dei. Der Prälat wird in seinem Amt vom Generalrat, der aus Männern besteht, unterstützt; die Frauen haben einen eigenen Beirat, das Assessorat.

Die Laien, die dem Opus Dei angehören, unterstehen in institutioneller Hinsicht dem Ortsbischof. An das Opus Dei bindet sie zusätzlich ein Vertrag, der ihr geistliches Leben und ihr Apostolat betrifft. Laien unterstehen der Jurisdiktion des Prälaten hinsichtlich all dessen, was die Erfüllung ihrer besonderen asketischen, bildungsmäßigen und apostolischen Verpflichtungen anbelangt, die sie freiwillig mittels der Bindung übernommen haben, sich dem Ziel der Prälatur zu widmen.[10]

Mitgliederstruktur

Arten der Mitgliedschaft

Die Konstitutionen des Opus Dei unterscheiden drei Arten von Mitgliedern: Numerarier, Assoziierte und Supernumerarier.[11] Die überwiegende Anzahl der Mitglieder, fast 98 Prozent, sind Laien.[12]

Numerarier

Die Bezeichnung Numerarier leitet sich vom spanischen „Miembro numerario“ (eingeschriebenes, ordentliches Mitglied) ab[11]. Numerarier sind zölibatär Mitglieder, die sich einem Leben nach den evangelischen Räten verpflichtet haben. Es handelt sich fast ausnahmslos um Akademiker, die in den Zentren des Opus Dei leben und dabei in der Welt einem Beruf nachgehen. Die erzielten Einkünfte fließen bis auf ein Taschengeld[13] an das Opus Dei. Die Aufgabe der Numerarier innerhalb des Opus Dei besteht in der Ausbildung der Mitglieder, der Leitung des Werkes wie auch nahestehender Institutionen. Der Anteil der Numerarier beträgt etwa 20 Prozent.[14][15]

Numerarierinnen haben dieselben Pflichten wie die Numerarier, sind aber gemeinsam mit den Auxiliarnumerarierinnen auch für die hauswirtschaftlichen Angelegenheiten zuständig. Einigen Autoren zufolge haben sie schlechtere Aufstiegschancen innerhalb des Werkes.[16]

Auxiliarnumerarierinnen

Auxiliarnumerarierinnen sind Frauen, die sich dem Opus Dei anschließen, aber überwiegend über keine akademische Bildung verfügen. Sie leben nach den evangelischen Räten und kümmern sich hauptsächlich um die hauswirtschaftlichen Angelegenheiten der Häuser des Opus Dei.

Assoziierte

Assoziierte Mitglieder führen ebenfalls ein eheloses Leben, leben jedoch aufgrund gesellschaftlicher oder familiärer Verpflichtungen außerhalb der Häuser des Opus Dei.[14][15] Die Anzahl der Assoziierten macht etwa ein Viertel der Gesamtzahl der Mitglieder aus.

„Die Numerarier und Assoziierten verpflichten sich zur täglichen Gewissenserforschung und einer Stunde Gebet. Die Numerarier übernehmen darüber hinaus freiwillig die Pflicht, aktiver in den korporativen Bildungs- und Apostolatswerken zu wirken. Um hierfür nachhaltig verfügbar zu sein, bleiben Numerarier und Assoziierte unverheiratet.“

– Satzung des Opus Dei e. V. § 2 Abs. 3 d,e[14]
Supernumerarier

Supernumerarier leben in der Welt. Sie sind nicht zu einem Leben nach den evangelischen Räten verpflichtet und nehmen an den Aktivitäten des Werks teil, soweit es angesichts ihrer beruflichen, familiären und gesellschaftlichen Verpflichtungen möglich ist. Etwa die Hälfte der Mitglieder des Opus Dei sind Supernumerarier.[14][15]

Bekannte Mitglieder

Leitung

Die Konstitutionen sehen vor, dass die meisten Leitungsämter, darunter das des Prälaten, des Generalvikars und der Regionalvikare in den Ländern mit Niederlassungen des Opus Dei von Priestern bekleidet werden müssen. Der Kongress, der den Prälaten wählt, setzt sich nur aus männlichen Mitgliedern zusammen; die weiblichen Mitglieder sind nur im zentralen Beirat vertreten.[17]

Der Prälat übt sein Amt zusammen mit seinen Vikaren und unter der Mitarbeit von zwei Räten, die mehrheitlich aus Laien bestehen, aus: dem Zentralassessorat aufseiten der Frauen und dem Generalrat auf Seiten der Männer. Ein neuer Prälat wird von einem Wahlkongress gewählt. Seine Wahl muss vom Papst zu bestätigen werden.[18] Der Prälat, dem die kirchliche Entscheidungsgewalt über die Mitglieder des Werkes zukommt, wird vom Papst auf Lebenszeit ernannt.[15]

Fernando Ocáriz Braña, Prälat des Opus Dei seit 2017

Der jetzige Prälat des Opus Dei seit 2017 ist Msgr. Fernando Ocáriz Braña.

Bisherige Prälaten des Opus Dei waren

Der Klerus

Dafür ausgewählte Numerarier und Assoziierte können nach einem längeren Zeitraum ein Theologiestudium an der vom Werk geleiteten Päpstliche Universität vom Heiligen Kreuz aufnehmen und zum Welt-Priester geweiht werden. Nach Abschluss gehören diese der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz an, der sich auch Diözesanpriester anschließen können. Diese Diözesanpriester gehören nicht zum Opus Dei, nehmen aber innerhalb des Weltklerus an der Sendung des Opus Dei teil und fördern es in ihren Diözesen. Der Prälat des Opus Dei ist auch Vorsteher der Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz.[15][17][19] Die Priestergesellschaft vom Heiligen Kreuz ist eine mit der Prälatur Opus Dei unlösbar verbundene Klerikervereinigung unter dem Vorsitz des Prälaten des Opus Dei. Die Bedeutung von Priestervereinigungen liegt in der spirituellen und brüderlichen Hilfe, die sie den Priestern gibt. Sie stärkt sie dadurch in der Ausübung ihres priesterlichen Dienstes in ihren Diözesen.[20]

Mitarbeiter

Neben den Mitgliedern gibt es die sogenannten „Mitarbeiter“, die das Opus durch ihre Arbeit, Spenden und ihr Gebet unterstützen, ohne jedoch Mitglied des Opus Dei zu sein. Auch Angehörige anderer Konfessionen und Religionen können solche „Mitarbeiter“ werden.[21][15][17] In der Regel fördern sie bestimmte Sozial- und Bildungsinitiativen, bei denen das Opus Dei für die christliche Orientierung verantwortlich ist. Sie tun dies, ohne dafür eine spezifische Berufung zu benötigen. Sie helfen in irgendeiner Weise mit bei den vielen apostolischen Initiativen des Werkes, die zum Aufbau einer menschlicheren Gesellschaft und zur Verbreitung der christlichen Frohbotschaft beitragen.[22] Die Mitarbeiter können sowohl geistlich (durch ihr Gebet), als auch materiell (durch Geld- oder Sachspenden) oder einfach durch Rat und Tat an den Initiativen des Werkes mitarbeiten. Wenn sie gläubig sind, verpflichten sie sich, möglichst täglich für das Opus Dei und seine apostolische Arbeit zu beten. 2005 betrug die Anzahl der Mitarbeiter weltweit 164.000.[23]

Zentren

Auf allen Kontinenten existieren Bildungs- und Sozialwerke, die von der Spiritualität des Opus Dei geprägt sind: Schulen, Berufsbildungszentren, Universitäten, Hilfswerke, Spitäler. In einigen von ihnen wurde Priestern des Opus Dei die Seelsorge übertragen. Die geistliche Fortbildung in den Zentren obliegt dem Opus Dei. Hier finden auch Einkehrveranstaltungen und Exerzitien statt.

Einzelne oder mehrere Mitglieder gemeinsam errichten auf Veranlassung des Opus Dei aus Spenden oder dem, was die Numerarier für die Gemeinschaft verdienen, eigene Ausbildungszentren, etwa für Landwirtschaft, Schulen, Studentenheime, Wirtschaftsschulen (zum Beispiel die IESE Business School in Barcelona), Kulturzentren und auch zwei Universitäten in Pamplona und Piura.

Aufnahme

Die Aufnahme in das Opus Dei erfolgt durch einen Vertrag, der die gegenseitigen Verpflichtungen festlegt. Dazu ist die schriftliche Bitte um Aufnahme an den jeweiligen Regionalvikar des Opus Dei erforderlich, die anschließend an den Prälaten in Rom weitergeleitet wird. Die Entscheidung über die Zulassung erfolgt nach einer rund halbjährigen Wartezeit. Darauf folgt eine etwa anderthalbjährige Vorbereitungszeit, während der Anwärter bereits als Mitglied angesehen wird

Disziplin und „Lebensplan“

Alle Mitglieder richten sich nach einem sogenannten „Lebensplan“, der üblicherweise mit dem Ausdruck „Normen“ bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um bestimmte festgelegte Gebete und geistliche Übungen, die den Alltag strukturieren und den Laien ermöglichen sollen, das tägliche Leben und die Arbeit zu heiligen. Alle Mitglieder sind aufgerufen, auch und gerade in den unscheinbaren Dingen des Alltags, nach Heiligkeit zu streben.

Normen

Der monatliche Besuch eines Einkehrtags und der jährliche Besuch von Besinnungstagen gehört ebenfalls zu den Anforderungen.

Zu den Normen kommen noch bestimmte tägliche oder wöchentliche Gewohnheiten, z. B.:

Numerarier praktizieren darüber hinaus auch asketische Übungen, wie das Tragen eines Bußgürtels (Cilicium) für zwei Stunden des Tages und eine wöchentliche Kasteiung im Sinne einer Selbstgeißelung.[24]

Mitglieder erhalten eine umfassende theologische Bildung, die teils einzeln, zum Teil zum Teil in Kleingruppen vermittelt wird. Es gibt wöchentliche Gruppentreffen („Kreis“) zur geistlichen Bildung und regelmäßige Gespräche mit dem geistlichen Begleiter (üblicherweise ein Numerarier bei Männern bzw. eine Numerarierin bei Frauen). Die Mitglieder nehmen zudem jährlich an einer mehrtägigen bis mehrwöchigen Bildungsveranstaltung teil (der einwöchigen „Konvivenz“ für Supernumerarier und dem zwei- bzw. dreiwöchigen „Jahreskurs“ für Numerarier und Assoziierte). Diese verbindet theologische und spirituelle Weiterbildung mit Gemeinschaftsleben und Freizeitaktivitäten.

Ausscheiden

Das Ausscheiden aus dem Werk kann durch den Austritt des Mitgliedes oder aber durch den Ausschluss durch den Vorstand erfolgen.[21]

Finanzen

Das Vermögen von Opus Dei wurde 2005 in einem Artikel von Irish independent auf ca. 2,8 Milliarden US-Dollar geschätzt.[25][26]

Verbreitung

Opus Dei ist in etwa 60 bis 90 Ländern tätig, mit einem Schwerpunkt im spanischen Sprachraum und in Italien, wo sich der Hauptsitz befindet. Die Mitglieder sind größtenteils Laien (98 %), aber auch Kleriker.

Im Jahr 2005 gehörten der Prälatur rund 85.000 Frauen und Männer an, davon etwa ein Fünftel sogenannte Numerarier – darunter 2000 Priester –, die ehelos leben und leitende Funktionen haben. Hingegen sind die meisten Mitglieder (ungefähr 70 %) entweder verheiratet oder dürfen heiraten (Supernumerarier), und es gibt ehelose Assoziierte. Hinzu kommen die "Mitarbeiter des Opus Dei", die nicht Mitglieder des Werkes sind.

Überwiegend leben und arbeiten die Mitglieder in ihren selbstgewählten Lebensumständen und Berufen. Seitens der Prälatur werden den Mitgliedern, die heiraten dürfen, keine Vorgaben gemacht, welcher Beruf ausgeübt werden soll. Demgegenüber bestehen Vorgaben gegenüber unverheirateten Numerariern – ähnlich den Ordensgemeinschaften mit Gehorsamsgelübde, wo Obere auf die Art der Berufsausübung Einfluss nehmen können. Aus innerwerklichen Überlegungen werden Numerarier gebeten, einen Beruf aufzugeben, um sich ganz der Bildungs- oder Leitungsarbeit des Opus Dei zu widmen, oder auch weil der Beruf zu viel Zeit in Anspruch nehme, um am geistlichen Leben der anderen Numerarier teilnehmen zu können.

Das Opus Dei in Spanien

Seit dem Ende des Spanischen Bürgerkriegs bemühte sich das Opus Dei um die Rekrutierung junger Intellektueller, zunächst hauptsächlich an den Universitäten Madrids und Barcelonas. Dort erhielt es Zulauf von Studenten aus dem katalanischen Bürgertum, die von der nationalistischen Falange abgestoßen waren. 1952 gründete es eine eigene Universität in Pamplona/Iruña (Navarra), deren Schwerpunkt auf weltzugewandten Fächern wie Medizin und Jura lag, in Barcelona baute es eine an der Harvard Business School orientierte Managementschule auf. Die Absolventen der Wirtschaftsschule gelangten über das Nationale Industrie-Institut, eine Staatsholding, die an vielen Unternehmen Beteiligungen hielt, in Führungspositionen der Wirtschaft. 1956 wurde Laureano López Rodó Leiter des neugeschaffenen „Technischen Generalsekretariats im Amt des Regierungschefs“. In diesem Amt setzte er Wirtschaftskommissionen und Planungsinstanzen ein, die er konsequent mit Mitgliedern und Sympathisanten des Opus Dei besetzte. 1957 bildete Franco die Regierung um und wechselte 12 von 18 Ministern aus. Mariano Navarro Rubio und Alberto Ullastres, Mitglieder des Opus Dei, wurden Minister für Handel und Finanzen; Luis Carrero Blanco, dessen wichtigster Förderer, stieg zum Staatssekretär im Amt des Regierungschefs auf. Seit 1962 unterstand das gesamte Bankwesen der Bank von Spanien, die von Mariano Navarro Rubio geleitet wurde. Es wurde zu einer Domäne des Opus Dei, persönliche Kredite an seine Mitglieder und Firmen wurden die Regel. Dadurch gelang es ihm, Verlage, Zeitungen, Druckereien, Werbeagenturen, Radiostationen, Versicherungs-, Finanzierungs-, und Investmentgesellschaften, eine Filmgesellschaft, Privatschulen und Studentenheime zu übernehmen. Das Opus Dei wurde zur „einflussreichsten kollaborationistischen Bewegung innerhalb der Kirche“[27][28]

Das Opus Dei hatte maßgeblichen Anteil am 1959 verabschiedeten Wirtschaftsstrukturgesetz, das als „Stabilisierungsplan“ bekannt wurde und eine kontrollierte wirtschaftliche Öffnung Spaniens unter Beibehaltung der franquistischen Diktatur zum Ziel hatte, und stellte sich geschickt als Urheber des Gesetzes dar[29].

  • Nach dem Statut des Opus Dei sind die Mitglieder gehalten, als Bestandteile einer Elite nach führenden Positionen zu streben: „Besondere Mittel des Apostolats der Institution sind die öffentlichen Ämter, insbesondere solche, die eine Führungstätigkeit verlangen. Um dies zu erreichen, ist es notwendig, dass sich die Unsrigen in ihren Berufen als Autorität hervortun und sich unermüdlich um den Erwerb einer wissenschaftlichen Ausbildung bemühen.“[30]
  • Einer der 999 Sprüche aus El Camino (dt.: „Der Weg“), der programmatischen Schrift Escrivá de Balaguers, lautet: „Du – ein Dutzendmensch werden? Zum großen Haufen gehören? Du bist zum Führer geboren!“[30]

Ziel des Opus Dei war eine „konservative Modernisierung“ Spaniens: Notwendige Reformen sollten sich auf den wirtschaftlichen Sektor beschränken, um die politischen Verhältnisse des Franquismus beibehalten zu können[31]. Kritiker bezeichneten es aufgrund seines Einflusses und seiner Diskretion als „heilige Mafia“.[32] Nach 1965 verstärkte das Opus Dei seinen Zugriff auf die Hochschulen, an denen die Unruhe zunahm. Es drängte nun auch auf ein Verbot der Gewerkschaft CCOO, das 1967 erfolgte[33]. 1969 waren mehrere Mitglieder in einen Finanzskandal um das Unternehmen MATESA, eine Textilmaschinenfabrik in Pamplona/Iruña, verwickelt, das Opus-Dei-Mitglied Juan Vilá Reyes wurde inhaftiert. Bei der folgenden Regierungsumbildung nahm dessen Einfluss jedoch weiter zu; weil elf von 18 Ministern Mitglieder oder Sympathisanten des Opus Dei waren, sprach man von einer „einfarbigen Regierung“[34]. Im Dezember 1973 wurde Carrero Blanco, der inzwischen von Franco zum Regierungschef und Nachfolger ernannt worden war, bei einem Attentat der ETA ermordet. Die anschließende Entlassung des Opus-Dei-Vertreters López Rodó aus dem Kabinett galt als Eingeständnis, dass die Politik der Opus-Dei-Minister, politische Demokratisierung durch wirtschaftliche Reformen zu ersetzen, gescheitert war, und als gutes Vorzeichen für eine politische Lockerung, weil das Opus Dei in den letzten Franco-Jahren die Repression gegen Arbeiter, Studenten und regionale Opposition verstärkte, was aber seinen ursprünglichen Zielen zuwiderlief: Die Repression führte zu mehr Politisierung[35].

In der Ära nach Franco waren Mitglieder des Opus Dei an führenden Stellen in der spanischen Politik aktiv. Die Umweltministerin der 1996 gewählten Partido-Popular-Regierung, Isabel Tocino, sowie deren Verteidigungsminister Federico Trillo, aber auch ein Abgeordneter der baskischen Regionalpartei Eusko Alkartasuna im baskischen Parlament sind Mitglieder des Opus Dei.[36] Im Kabinett von José Maria Aznar von 2000 und teils noch im Kabinett von Mariano Rajoy galten bzw. gelten ferner die Minister Juan José Lucas (zeitweise auch Senatspräsident), Cristóbal Montoro, José-Maria de Michavila, Margarita Mariscal de Gante und Romay Beccaría als Opus-Dei-Mitglieder.[37][38][39][40][41] Eng ausgeprägt ist auch die personelle Verflechtung mit der drittgrößten spanischen Bank, dem Banco Popular Español (BPE).[42]

Das Opus Dei in Deutschland

In Deutschland ist Opus Dei als Opus Dei e.V. in Köln registriert.[43] Das Opus Dei zählt etwa 600 Mitglieder in Deutschland.[44][45]

Fürsprache fand das Opus Dei unter anderem im Erzbistum Köln. Der damalige Kardinal Joachim Meisner erklärte 2002 „[…] ist unser Dom fast eine Escrivá-Gedenkstätte. Und ich bin meinen Vorgängern, Joseph Kardinal Frings und Joseph Kardinal Höffner, von Herzen dankbar, dass sie die damals hier ausgestreute Saat dann auch in unsere Erzdiözese Köln eingebracht haben, indem das Opus Dei, das Werk Escrivás, bei uns Fuß fassen konnte. Seine Gefährten und Gefährtinnen sind aus dem Leben und Wirken unserer Erzdiözese und unseres Vaterlandes heute nicht mehr wegzudenken.“[46]

Die Pfarrei Kölner Kirche St. Pantaleon wird von Priestern des Opus Dei geleitet.[47] Ein Opus-Dei-Mitglied, Stephan Georg Schmidt, wurde 2006 von Kardinal Joachim Meisner und Generalvikar Dominik Schwaderlapp zum Pressesprecher des Erzbistums Köln ernannt.[48][49][50]

Das Opus Dei betreibt Einrichtungen für Jugendliche, Studierende[51], Auszubildende und Institutionen der Erwachsenenbildung an verschiedenen Standorten in Deutschland.

Das Opus Dei in Österreich

Die Arbeit des Opus Dei in Österreich begann 1957 in Wien. Später folgten Zentren des Werkes in Graz (1968), Salzburg (1983), in Markt Piesting ein Tagungshaus (1984), sowie Innsbruck (1987), Dornbirn und Linz (1999). Von der Regionalleitung Österreich aus wird auch die apostolische Arbeit in Ungarn (Budapest seit 1992) und in Rumänien (Bukarest seit 2009) betreut. Der Prälatur in Österreich gehörten 2018 rund 400 Mitglieder an. Sitz der Regionalleitung ist Wien.[52]

Das Opus Dei in der Schweiz

Die Arbeit des Opus Dei in der Schweiz begann 1956 in Zürich. Weitere Zentren entstanden sodann in Freiburg i. Ue. (1966), Genf (1975), Lausanne (1991) und Lugano (1997). Für die Bildungsarbeit steht ihr das Tagungshaus in den Schweizer Alpen "Tschudiwiese" in Flumserberg Tannenheim zur Verfügung. Der Prälatur gehörten 2018 ca. 300 Mitglieder an. Die Regionalleitung hat ihren Sitz in Zürich.[53]

Assoziierte Organisationen und Institutionen (Auswahl)

Nach eigenen Angaben sind mit dem Opus Dei unter anderem eng verbunden:

Kritik

Kritiker werfen dem Werk eine starke politische Ausrichtung vor, ferner Geheimniskrämerei und extreme Praktiken der Selbstkasteiung. Opus Dei kann nach einem Urteil des Schweizer Bundesgerichts als Geheimorganisation bezeichnet werden.[54] Michael Schmidt-Salomon sieht ein „Demokratiegefährdungspotential“.[55]

Selbstgeißelungen und andere Bußübungen

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
Cilicium – Bußgürtel

Numerarier und Assoziierte tragen – entsprechend einer Anweisung in der internen Schrift „De spiritu et de piis servandis consuetudinibus“ (Nr. 125) – täglich außer an Sonn- und Feiertagen zwei Stunden einen schmerzhaften Bußgürtel (Cilicium) und führen wöchentliche Kasteiungen mit einer 5-schwänzigen Handgeißel aus verknoteten Seilen durch. So sollen sie „den Körper züchtigen und disziplinieren“. Von Gegnern wird zum Teil auch mit theologischen Argumenten bestritten, dass die im Opus Dei gepredigte „Verherrlichung von Schmerz“ mit christlichen Ideen zu vereinbaren sei. Dabei wird darauf hingewiesen, dass der Gründer in seinem Hauptwerk Der Weg etwa predige, der Schmerz sei heilig und der Schmerz adle.

Die Organisation bestreitet die Existenz körperlicher Buße in der Organisation nicht. Sie führe in milder Form eine Askese weiter, die von Paulus über unzählige Heilige wie Thomas Morus oder Dominikus bis in unsere Zeit wie Papst Paul VI., Hans Urs von Balthasar, Oscar Romero, Pater Pio und Mutter Teresa hineinreiche und auch in den anderen Religionen bekannt sei. Sie wird verstanden als Teilhabe am Erlösungswerk Jesu, als Mittel, um das Gute auch dann tun zu können, wenn es schwerfällt, und als ein Weg der Aufopferung und Abtötung. Wie ehemals und teilweise heute noch in religiösen Orden, betreffen die erwähnten Bußmethoden nur zölibatär Lebende. Für die nicht-zölibatären Supernumerarier sind allein Selbstüberwindungen in kleinen Dingen des Alltags maßgeblich.

Zur politischen Ausrichtung

Antonio Fontán, spanischer Journalist und Mitglied des Opus Dei, der um Pressefreiheit und Demokratie unter Franco kämpfte und durch das Regime wiederholt verfolgt wurde. Fontán wurde später der erste Senatspräsident von Spaniens Demokratie.

Das Opus Dei wird als sehr konservativ und bisweilen als politisch rechtsgerichtet eingestuft. Diese seit Ende der sechziger Jahre verbreitete Einschätzung beruft sich darauf, dass verschiedene Mitglieder des Opus Dei im Franco-Regime mitarbeiteten. Auch soll das Opus Dei mit dem chilenischen Diktator Pinochet verbunden gewesen sein. In Peru unterstützte das Opus Dei den Präsidenten Fujimori[56] sowie die Kandidatin des konservativen Bündnisses Unidad Nacional, Lourdes Flores, bei den Präsidentschaftswahlen 2006, in der Führung des Bündnisses war es auch personell vertreten[57]. Jürgen Roth vermutete 1985 im Buch Dunkelmänner der Macht[58] eine Beteiligung von Opus Dei an Waffengeschäften, der Verbreitung antikommunistischer Ideologie und reaktionärem Widerstand gegen die Regierung Allende. Er erhielt Unterlassungsaufforderungen.[59]

Kritiker bemängeln, Escrivás Buch Der Weg übe direkte Kritik an den Ideen der Aufklärung und predige blinden Gehorsam gegenüber vorgesetzten Leitern. Die Organisation führe außerdem eine inoffizielle Version des Index der verbotenen Bücher weiter, dessen Abschaffung die zuständige Kongregation 1966 offiziell bestätigte, und übe sogar Zensur von Büchern. Dies widerspreche den Prinzipien moderner westlicher Gesellschaften.

Einflussnahmen

Nach Angaben des Journalisten Peter Hertel benotet das Opus Dei die Glaubenstreue von Führungsnachwuchs-Kandidaten innerhalb der katholischen Kirche (und selbst die von Päpsten), um gezielt Einfluss im kirchlichen Bereich nehmen zu können.[60]

Zu dieser Ansicht könnte beitragen, dass wegen der durch das Opus Dei geübten Geheimhaltung gegenüber der Öffentlichkeit nur wenig Konkretes über das Opus bekannt ist und viele Fragen offenbleiben. Escrivás Hauptwerk Der Weg widmet der „Tugend der Diskretion“ ein ganzes Kapitel, jedoch hinsichtlich des zwischenmenschlichen Umgangs.

Entgegnungen auf die Kritik

Bekannt ist, dass Escrivá, auf Veranlassung des Erzbischofs von Madrid, dem Ehepaar Franco Anfang der 1940er Jahre religiöse Unterweisung gab. Vázquez de Prada berichtet in seiner Escrivá-Biographie (siehe Literaturverzeichnis), dass er diese Gelegenheit genutzt habe, um Franco deutlich ins Gewissen zu reden und ihn an das göttliche Gericht zu erinnern.

Die Kritik am Opus Dei wurde u. a. durch Jürgen Steinle hinterfragt. Dieser führt an, dass der Vorwurf, das Opus Dei strebe nach Macht, von falangistischer Seite zuerst erhoben worden sei.[61] Als Franco in den fünfziger Jahren die spanische Wirtschaft modernisieren wollte, holte er Technokraten in sein Kabinett – unter anderem solche, die Mitglied des Opus Dei waren – und drängte die traditionalistische Falange ins Abseits. Steinle zitiert Walther L. Bernecker: „Wo immer möglich, versuchten sie ihre Positionen zu halten und den Einfluss des Opus Dei wieder zurückzudrängen. […] Dem Opus Dei wurde vereinzelt Ähnlichkeit mit dem Freimaurertum vorgeworfen, das Gotteswerk mit einem vielarmigen, geheim operierenden Oktopus verglichen, der ganz Spanien umspanne.“[62] Diese von den Gegnern der franquistischen Modernisierungspolitik in die Welt gesetzte Auffassung habe nach Meinung Steinles bis heute Bestand.

Verschwörungstheorien

Das Opus Dei ist Gegenstand verschiedener, sich zum Teil gegenseitig ausschließender Verschwörungstheorien, die vor allem im Internet verbreitet werden. Darin wird der Organisation unterstellt, sie strebe die Herrschaft über die Kirche oder die ganze Welt an. Von rechtsextremer Seite wird dabei kolportiert, sie sei in Wahrheit eine jüdische Organisation („Opus Judei“), Escriva sei jüdischer Herkunft gewesen. Linke Kritiker unterstellen dem Opus Dei im Gegenteil, es würde Antisemitismus und Holocaustleugnung verbreiten. In Dan Browns Verschwörungsthriller Sakrileg (The Da Vinci Code), der von einigen Rezipienten als Tatsachenbericht gelesen wird, figuriert das Opus Dei als fanatische Mördertruppe.[63]

Weblinks

 Commons: Opus Dei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Selbstdarstellungen
Kritische Darstellungen
Erwiderung auf Kritik

Literatur

Literatur vom Gründer und von Mitgliedern des Opus Dei

  • Josemaría Escrivá: Der Weg. 12. Auflage, Adamas, Köln 1982, ISBN 3-920007-67-0.
  • Josemaría Escrivá: Gespräche mit Msgr. Escrivá de Balaguer, Interviewband, 4. Auflage, Adamas, Köln 1991, ISBN 3-925746-00-5.
  • Josemaría Escrivá: Christus begegnen. 6. Auflage, Adamas, Köln 2006, ISBN 3-925746-64-1.
  • Josemaría Escrivá: Freunde Gottes. 2. Auflage, Adamas, Köln 1980, ISBN 3-920007-56-5.
  • Peter Berglar: Opus Dei – Leben und Werk des Gründers Josemaria Escriva. 4. Auflage, Adamas, Köln 2005, ISBN 3-925746-67-6.
  • César Ortiz (Hrsg.): Josemaria Escriva – Profile einer Gründergestalt. Adamas, Köln 2002, ISBN 3-925746-89-7.
  • Andrés Vázquez de Prada: Der Gründer des Opus Dei, Band 1 Die frühen Jahre; Band 2 Die mittleren Jahre; Band 3 Die römischen Jahre. Adamas, Köln 2001 und 2004, ISBN 3-925746-90-0.
  • Dominique Le Tourneau: Das Opus Dei. Christiana-Verlag, Stein am Rhein 1988, ISBN 3-7171-0900-6, Dominique Le Tourneau ist Priester des Opus Dei.
  • Amadeo de Fuenmayor u. a.: Die Prälatur Opus Dei. Zur Rechtsgeschichte eines Charismas. Darstellung, Dokumente, Statuten. Ludgerus Verlag, Essen 1994, ISBN 3-87497-198-8. Amadeo de Fuenmayor ist Priester des Opus Dei.
  • Beat L. Müller: Die Personalprälatur Opus Dei im Überblick. Zürich 1998. Beat L. Müller ist Medienbeauftragter der Prälatur Opus Dei in der Schweiz.
  • Martin Rhonheimer: Verwandlung der Welt. Zur Aktualität des Opus Dei. Adamas Verlag, Köln 2006, ISBN 3-937626-04-2.

Opus-Dei-kritische Literatur

  • Corrado Augias: Die Geheimnisse des Vatikan, Kap. XVI Das Werk Gottes, Verlag C.H.Beck München 2011, ISBN 978-3-406-61363-0.
  • Alfred Kirchmayr, Dietmar Scharmitzer: Opus Dei – Das Irrenhaus Gottes? 2. Auflage Edition Va bene, Klosterneuburg und Wien 2008, ISBN 978-3-85167-215-2.
  • Véronique Duborgel: In der Hölle des Opus Dei – aus dem Französischen übersetzt von Dietmar Scharmitzer und Sonja Papp. 144 Seiten, Format 12 × 19,5 cm broschiert ISBN 978-3-85167-234-3.
  • Joseph J. M. Garvey, Willibald Feinig: Elternführer durch das Opus Dei. In: Javier Ropero: Im Bann des Opus Dei – Familien in der Zerreißprobe. Seiten 265 bis 344. Benziger, Düsseldorf 1995, ISBN 3-545-21100-2.
  • Discepoli di Verita (Hrsg.): „Ihr habt getötet“. Der Machtkampf der Logen im Vatikan. Aufbau, Berlin 2004, ISBN 3-7466-8122-7.
  • Peter Hertel: „Ich verspreche Euch den Himmel.“ Geistlicher Anspruch, gesellschaftliche Ziele und kirchliche Bedeutung des Opus Dei. 4. Auflage. Patmos Verlag, Düsseldorf 1991, ISBN 3-491-77804-2.
  • Peter Hertel: Schleichende Übernahme. Das Opus Dei unter Papst Benedikt XVI. Publik-Forum, Oberursel 2007, ISBN 978-3-88095-161-7.
  • Peter Hertel: Benedikts Stoßtrupp. Das Opus Dei und der deutsche Papst. Hörbuch-CD. Hoerscheiben, Karlsruhe 2005.
  • Matthias Mettner: Die katholische Mafia. 2. Auflage, Knaur, München 1995.
  • Alberto Moncada: Historia Oral del Opus Dei. Plaza & Janes, Barcelona 1992.pdf
  • Maria del Carmen Tapia: Hinter der Schwelle – Ein Leben im Opus Dei. Goldmann, München. ISBN 3-442-12657-6.
  • Klaus Steigleder: Das Opus Dei, eine Innenansicht. Zürich 1983, München 1996, ISBN 3-545-21040-5, pdf (Ausschnitt)

Vom Opus Dei empfohlene Literatur

Einzelnachweise, Fußnoten

  1. II. Vatikanische Konzil, Dogm. Konstitution über die Kirche Lumen Gentium, Nr. 42 und Nr. 31.
  2. Peter Hünermann, Bernd Jochen Hilberath; Herders Theologischer Kommentar zum 2. Vatikanischen Konzil, Band 4, Verlag Herder GmbH, 13. September 2016: Apostolicam actuositatem; Dignitatis humanae; Ad gentes; Presbyterorum ordinis; Gaudium et spes, ISBN 3-451-28562-2
  3. Joseph Listl, Dietrich Pirson; Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland, 1. Band, 2. grundlegend neubearb. Aufl. 1994; S. 294 ff.; Verlag Duncker & Humblot, Berlin
  4. Handbuch des katholischen Kirchenrechts, 3.Aufl. 2015, Verlag Pustet, ISBN 978-3-7917-2723-3, §61, S. 901 ff.
  5. Marco Frenschkowski: Die Geheimbünde: Eine kulturgeschichtliche Analyse. Marix, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-926-7, S. 197–198.
  6. 25 Jahre Prälatur Opus Dei: Einwände, Klarstellungen und Bilanz; Arturo Cattaneo in «Österreichisches Archiv für Recht & Religion», 55(2008), pp. 47-54
  7. David M. Cheney: Opus Dei (Personal Prelature) [Catholic-Hierarchy]. Abgerufen am 13. April 2018.
  8. Corrado Augias: Die Geheimnisse des Vatikan, Kap. XVI Das Werk Gottes Opus Dei, S. 416f, ISBN 978-3-406-61363-0
  9. Apostolische Konstitution Ut sit. Opus Dei Schweiz, 5. März 2006
  10. Handbuch des katholischen Kirchenrechts,herausgegeben von Stephan Haering, Wilhelm Rees, Heribert Schmitz. Verlag Friedrich Pustet, 2015. ISBN 978-3-7917-2723-3
  11. a b Klaus Steigleder: Das Opus Dei : eine Innenansicht. 4. Auflage. Benzinger, Zürich 1991, ISBN 3-545-21040-5, S. 17.
  12. Thomas M. Hofer: Gottes rechte Kirche: katholische Fundamentalisten auf dem Vormarsch. Ueberreuter, Wien 1998, S. 83.
  13. Thomas M. Hofer: Gottes rechte Kirche: katholische Fundamentalisten auf dem Vormarsch. Ueberreuter, Wien 1998, S. 104.
  14. a b c d Werner Billing, Michael Sauer: Opus Dei und Scientology : die staats- und gesellschaftspolitischen Vorstellungen. Leske + Budrich, Opladen 2000, S. 22.
  15. a b c d e f Ralph Rotte: Die Außen- und Sicherheitspolitik des Heiligen Stuhls. 1. Auflage. Vs Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, S. 116.
  16. Thomas M. Hofer: Gottes rechte Kirche: katholische Fundamentalisten auf dem Vormarsch. Ueberreuter, Wien 1998, ISBN 3-8000-3675-4, S. 84.
  17. a b c Thomas M. Hofer: Gottes rechte Kirche: katholische Fundamentalisten auf dem Vormarsch. Ueberreuter, Wien 1998, ISBN 3-8000-3675-4, S. 85.
  18. vergl. CIC (Kirchengesetzbuch), can. 178-179
  19. Richard Corell, Ronald Koch, Hubertus Mynarek: Papst ohne Heiligenschein? 1. Auflage. Zambon, 2006, S. 232 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  20. Dekret Presbyterorum Ordinis, Nr. 8
  21. a b Werner Billing, Michael Sauer: Opus Dei und Scientology : die staats- und gesellschaftspolitischen Vorstellungen. Leske + Budrich, Opladen 2000, S. 23.
  22. Das Opus Dei in der Kirche, 1997, von Pedro Rodriguez (Autor), Fernando Ocaris (Autor), Jose L. Illanes (Autor). ISBN 978-3-87088-998-2. Verlag Bonifatius Druckerei
  23. John Allen (2005). Opus Dei: An Objective Look Behind the Myths and Reality of the Most Controversial Force in the Catholic Church. Doubleday Religion. ISBN 0-385-51449-2.
  24. Clemens Karpf, Brigitte Sindelar (2015): Überlegungen zur leitenden Fiktion selbstverletzender Verhaltensweisen in Religion, Gesellschaft und Psychopathologie. In: Zeitschrift für freie psychoanalytische Forschung und Individualpsychologie, 2 (2), S. 54–69. (Beleg S. 59). DOI 10.15136/2015.2.2.54-69
  25. Opus Dei sitting on fortune – Independent.ie. In: Independent.ie. (independent.ie [abgerufen am 28. März 2018]).
  26. Augias, Corrado: Die Geheimnisse des Vatikan : Eine andere Geschichte der Papststadt. 1., neue Ausg Auflage. Beck, C H, München 2012, ISBN 978-3-406-63092-7, S. 423.
  27. Klaus von Beyme, Vom Faschismus zur Entwicklungsdiktatur – Machtelite und Opposition in Spanien, München 1971
  28. Walther L. Bernecker, Spaniens Geschichte seit dem Bürgerkrieg, München 1997, ISBN 3-406-42684-0, Seiten 115 bis 118
  29. Bernecker 1997, S. 119–121
  30. a b Jesús Ynfante, La prodigiosa aventura del Opus Dei. Génesis y desarrollo de la Santa Mafia, Paris 1970, Seite 423, cit. bei: Bernecker 1997, Seite 116
  31. Bernecker 1997, Seite 122
  32. Ynfante 1970; cit. bei Bernecker 1997, Seite 115 f.
  33. Bernecker 1997, Seite 155, 166
  34. Bernecker 1997, Seite 197
  35. Bernecker 1997, Seite 201
  36. Bernecker 1997, S. 301, Fernando Pastor: Opus Dei SA. Las claves de sus finanzas, in elEconomista.es, 17-5-2006
  37. Interview mit Alberto Moncada in Soy Ateo
  38. La voz de Barcelona, 5. Januar 2012
  39. José Casas, Las Redes del Opus, in AUSBANC Sept. 2002, [1], Zugriff 27. Mai 2013
  40. http://iniciativadebate.wordpress.com/2011/12/22/el-nuevo-gobierno-espanol-al-servicio-de-banqueros-empresarios-y-politicos-corruptos/
  41. Karin Finkenzeller, Die Besten für den lieben Gott, [2] Die DIE WELT, 23. Oktober 2005
  42. Vera Castelló, El Opus se queda sin banco, El Siglo de Europa, No. 660, 5. September 2005
  43. Opus Dei e.V. Abgerufen am 13. April 2018.
  44. Anna Papathanasiou: Opus Dei: Franzi ist berufen. In: Die Zeit. 10. Juli 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 13. April 2018]).
  45. Sueddeutsche Zeitung, 12. Februar 2007, Geißeln für Gott
  46. Predigt von Kardinal Joachim Meisner zum 100. Geburtstag des seligen Josefmaria, 19. Januar 2002
  47. Opus Dei Deutschland, 28. Juni 2005, Missonarische Dynamik gefragt
  48. „Noch nicht einmal menschlich”
  49. Spiegel, 49/2006, Die Geheimdiener Gottes
  50. Kölner Stadtanzeiger vom 21. November 2006, Die Angst geht um im heiligen Köln
  51. Kölner Studentinnenwohnheim (Memento des Originals vom 4. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadtrevue.de
  52. https://religion.orf.at/stories/2832072/
  53. https://www.kath.ch/medienspiegel/neue-website-des-opus-dei/
  54. Urteil Schweizer Bundesgericht, Lausanne, vom 5. April 1988, zitiert in Peter Hertel Schleichende Übernahme, 2003, S. 182, Fußnote 47
  55. http://www.schmidt-salomon.de/scientopus.htm
  56. ZEIT 15/2006, Der dritte Mann, Kap. Wasser für die Armenviertel…
  57. Eleonore von Oertzen, Ulrich Goedeking: Peru. Beck’sche Länderreihe, München, 2006, ISBN 3-406-50457-4, Seite 133 und ZEIT 15/2006, Wahlen in Peru
  58. Dunkelmänner der Macht, Jürgen Roth / Berndt Ender, S. 139, Lamuv Verlag, 1984
  59. http://www.ibka.org/artikel/miz86/opusdei.html
  60. Peter Hertel: Das Opus Dei will den nächsten Papst bestimmen (Memento vom 19. Mai 2008 im Internet Archive). In: imprimatur 02/2001, März, 2001
  61. Jürgen Steinle: Das Opus Dei und die deutsche Spanienrezeption. Das Weiterleben eines falangistischen Mythos in der politikwissenschaftlichen Literatur, in: Zeitschrift für Politik 42, 1995, 1, S. 41–59.
  62. Spaniens Geschichte seit dem Bürgerkrieg, München 1984, S. 190.
  63. Rainer Kampling: Opus Dei. In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Band 5: Organisationen. De Gruyter Saur, Berlin 2012 ISBN 978-3-11-027878-1, S. 461 (abgerufen über De Gruyter Online).