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Oranienburger Generalanzeiger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Oranienburger Generalanzeiger

Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG
Erstausgabe 19. April 1990
Erscheinungsweise Montag bis Sonnabend
Verkaufte Auflage 5059 Exemplare
(IVW 3/2025, Mo–Sa)
Chefredakteur Claus Liesegang
Geschäftsführer Andreas Simmet
Weblink www.moz.de

Der Oranienburger Generalanzeiger (kurz: OGA) ist eine lokale Tageszeitung, die seit 1990 im Landkreis Oberhavel erscheint. Die Lokalzeitung gehört zu den wenigen Zeitungsneugründungen auf dem Gebiet der DDR, die sich auf dem Zeitungsmarkt dauerhaft etabliert haben. Die verkaufte Auflage beträgt 5059 Exemplare, ein Minus von 71,4 Prozent seit 1998.[1]

Schwesterzeitungen

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Im Verbund mit dem OGA erscheinen drei weitere Schwesterzeitungen. Während der Hennigsdorfer Generalanzeiger eine klassische Lokalausgabe darstellt, handelt es sich bei der Gransee-Zeitung und dem Ruppiner Anzeiger um redaktionell weitestgehend eigenständige Titel. Alle vier Zeitungen erreichen eine verkaufte Gesamtauflage von 9776 Exemplaren.[2] Gedruckt werden die Lokalzeitungen im Druckhaus Oberhavel in Oranienburg im Rheinischen Format.[3]

Auf Initiative von Oranienburger Kommunalvertretern, von Mitgliedern des Neuen Forums und durch die Unterstützung der in Oranienburgs Partnerstadt Hamm erscheinenden Zeitung Westfälischer Anzeiger erschien am 19. April 1990 der Oranienburger Generalanzeiger erstmals als Wochenzeitung. Der wesentliche Kern der ersten Redaktion stammte in dieser Zeit aus Hamm. Hintergrund der Neugründung war der Wunsch, ein Gegengewicht zur ehemaligen SED-Zeitung im Bezirk, der Märkischen Volksstimme, zu schaffen. Trotz der widrigen Umstände der Nachwendezeit, in der es zunächst z. B. kaum Telefonanschlüsse gab, fand die Zeitung schnell ihre Leserschaft. Seit dem 2. September 1990 erscheint der OGA montags bis sonnabends in seinem Verbreitungsgebiet im Süden des Landkreises Oberhavel als Tageszeitung. Aufgrund der benötigten Kapazitäten, die der neue Erscheinungsrhythmus mit sich brachte, mischten sich in das zunächst ausschließlich westfälische Redaktionsteam auch schnell Mitarbeiter aus der Region.

Oranienburger Generalanzeiger, Hennigsdorfer Generalanzeiger, Gransee Zeitung und Ruppiner Anzeiger erscheinen im Märkischen Zeitungsverlag, der seit 1. Januar 2011 zum Märkischen Verlags- und Druckhaus (MVD) in Frankfurt (Oder) gehört. Das MVD gibt unter anderem auch die Märkische Oderzeitung heraus, die den überregionalen Teil der des OGA gestaltet.[4] Zuvor gehörte die Zeitung der Westfälischen Anzeiger Verlagsgesellschaft mbH und Co. KG und damit zur Verlagsgruppe von Dirk Ippen. Die Gesellschafter des MVD waren bis 2012 je zur Hälfte die Neue Pressegesellschaft mbh & Co. KG (Verlag der Südwest-Presse) und die Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (Verlag der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten). Ende 2012 übernahm die Neue Pressegesellschaft alle Anteile.[5]

Der Oranienburger Generalanzeiger hat in den vergangenen Jahren erheblich an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist in den vergangenen 10 Jahren um durchschnittlich 5,8 % pro Jahr gesunken. Im vergangenen Jahr hat sie um 7,2 % abgenommen.[6] Sie beträgt gegenwärtig 5059 Exemplare.[7] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 88,7 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[8]
1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
17.674 17.744 17.479 16.955 16.302 15.702 15.065 14.521 13.863 13.339 12.787 12.215 11.786 11.247 10.769 10.499 10.135 10.101 9661 9106 8607 8154 7648 7280 6716 6005 5572
  • Heinz-Jürgen Ziller (1990)
  • Martin Krigar (1990–1999)
  • Matthias Schlegel (1999–2003)
  • Martin Krigar (2003)
  • Michael Hielscher (2003–2011)
  • Frank Mangelsdorf (seit 2011)

Einzelnachweise

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  1. laut IVW (Details auf ivw.de)
  2. laut IVW, drittes Quartal 2025, Mo–Sa
  3. Ralf Mielke: Velten zuerst: Der Oranienburger Generalanzeiger setzt ganz auf lokale Themen (Memento des Originals vom 14. Dezember 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berliner-zeitung.de in Berliner Zeitung, 15. Juli 2005
  4. W&V: "Velten zuerst: Der Oranienburger Generalanzeiger setzt ganz auf lokale Themen" 3. Januar 2011
  5. SWMH verkauft 50%-Beteiligung: Neue Pressegesellschaft wird MVD-Alleingesellschafterin (Memento des Originals vom 28. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kress.de kress.de, 21. Dezember 2012
  6. laut IVW (online)
  7. laut IVW, drittes Quartal 2025, Mo–Sa
  8. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)