Orden vom Gelben Band

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Der Orden vom Gelben Band war ein französischer Ritterorden. Stifter war der Herzog von Nevers, Karl II. Das Stiftungsjahr war 1600 (1606[1]). Der Orden war eine Gesellschaft von katholischen und nicht katholischen Rittern.

Die Satzungen und Zeremonien wurden als Lächerlichkeiten gesehen. Als Beispiel dieser „Tugend“ mussten die Ritter das italienische Fingerspiel „la Mora“ (gerade/ungerade) können. Die zu reitenden Pferde mussten Grauschimmel sein, die rot gesattelt und geschirrt wurden. Ordenszeichen war ein gelbes Band, das den neuen Rittern über die rechte Schulter zur linken Hüfte umgelegt wurde.

Die Ordensdevise war: „Domine, probasti me“ in der Bedeutung von „Herr, du hast mich geprüft“.[1]

Der Orden wurde von Heinrich dem IV., König von Frankreich und Navarra, abgeschafft. Er war der Onkel des Stifters.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Aristide Michel Perrot: Historische Sammlung aller noch bestehenden Ritterorden der verschiedenen Nationen. Verlag Baumgärtner’sche Buchhandlung, Leipzig 1821, S.466

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Adolph Ackermann, Ordensbuch sämtlicher in Europa blühender und erloschener Orden und Ehrenzeichen, Rudolph und Dieterici, Annaberg 1855, S. 211
  • Pierre, Hippolyt Helyot, P. Hippolyt Helyots ausführliche Geschichte aller geistlichen und weltlichen Kloster- und Ritterorden ..., Band 8, Arkstee und Merkus, 1756, S. 540