Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden in China

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Preise für Organtransplantationen des China International Transplantation Network Assistance Center 2006[1][2]

Berichte über Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden und anderen politischen Häftlingen in China erregten in den letzten Jahren zunehmend die Aufmerksamkeit und Besorgnis der internationalen Staatengemeinschaft. Die Berichte weisen darauf hin, dass Gewissenshäftlinge, hauptsächlich Falun-Gong-Praktizierende, wegen ihrer Organe „auf Anforderung“ hingerichtet werden, um den Transplantationsmarkt Chinas in kürzester Zeit mit Organen zu versorgen und damit die Nachfrage an Lebendorganen zu befriedigen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Organraub wegen der großangelegten Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas stattfindet, wodurch Hunderttausende Falun-Gong-Praktizierende ohne gesetzliche Grundlage gefangengenommen wurden und Institutionen sowie Individuen im Transplantationsbereich finanzielle Anreize gemacht worden sein sollen.

Obwohl Berichte über den systematischen Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden zuerst im Jahre 2006 auftauchten, wird davon ausgegangen, dass dieser bereits im Jahre 2000 begonnen haben soll. In die Untersuchungen involvierte Personen – insbesondere der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas, der ehemalige Staatsanwalt und kanadische Staatssekretär David Kilgour und der China-Analytiker und Enthüllungsjournalist Ethan Gutmann – gehen davon aus, dass Zehntausende als Gewissensgefangene inhaftierte Falun-Gong-Praktizierende ermordet wurden, um den lukrativen Organ- und Leichenhandel zu versorgen und dass dieses Verbrechen weiterhin stattfindet.[3] Ihre Schlussfolgerungen ergeben sich aus statistischen Analysen, Interviews ehemaliger Gefangener, medizinischer Fachkräfte und Agenten der Staatssicherheit Chinas sowie Indizienbeweisen, wie beispielsweise die große Anzahl der in China außergerichtlich inhaftierten Falun-Gong-Praktizierenden bzw. die Profite, die aus dem Organverkauf erzielt wurden etc.

Die chinesische Regierung bestreitet alle vorgebrachten Anschuldigungen, doch fehlt bis heute eine vernünftige Stellungnahme der Staatsorgane, die die Anschuldigungen entkräften würden. Deshalb zogen die Beschuldigungen die Aufmerksamkeit und die öffentliche Verurteilung durch Regierungen, internationale Organisationen und medizinische Gesellschaften nach sich. Kanada, die Europäische Union und der Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten verabschiedeten Resolutionen, in denen der Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden verurteilt wird. Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen forderten die chinesische Regierung mehrmals vergeblich auf, die Organquellen der in Transplantationen verwendeten Organe nachzuweisen. Der Weltärztebund, die Amerikanische Transplantationsgesellschaft und die Gesellschaft für Organtransplantation riefen zu Sanktionen gegen medizinische Fachkräfte aus China auf. Verschiedene Länder brachten Gesetzesentwürfe ein bzw. verabschiedeten Gesetze, um ihre Bürger davon abzuhalten, wegen Organtransplantationen nach China zu reisen. Human Harvest, ein Dokumentarfilm über den Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden, erhielt 2014 den Peabody Award[4] als Anerkennung für ausgezeichnete Leistung im Bereich Rundfunk- und Fernsehjournalismus.[5]

Erste Vorwürfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 tauchten Vorwürfe auf, dass Falun-Gong-Praktizierende und andere politische Häftlinge in China „auf Anforderung“ getötet werden, um wartende Patienten aus dem In- und Ausland mit Organen zu versorgen. Die Gründe für den Organraub lägen zum einen in der Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas und zum anderen in den finanziellen Interessen der in den Organhandel involvierten Institutionen und Personen. Berichte gaben an, dass dieses Verbrechen schon seit dem Jahre 2000 begonnen haben soll.

Diese Vorwürfe führten zu Untersuchungen, unter anderem durch den ehemaligen Staatsanwalt und kanadischen Staatssekretär für die Asien-Pazifik-Region David Kilgour und den kanadischen Menschenrechtsanwalt David Matas sowie dem Enthüllungsjournalist Ethan Gutmann. Ihre Untersuchungsergebnisse basieren auf einer Kombination statistischer Analysen; Interviews mit ehemaligen Gefangenen, medizinischen Fachkräften und Staatssicherheitsagenten Chinas; chinesischen Regierungsdokumenten sowie ausführlichen Beweisen, wie die große Anzahl von Falun-Gong-Praktizierenden, die in China ohne gesetzliche Grundlage eingesperrt wurden und die aus dem Organhandel erzielten Profite etc.

Die chinesische Regierung bestreitet die Anschuldigungen bis heute, konnte diese jedoch nicht widerlegen, was die Aufmerksamkeit und öffentliche Verurteilung durch Regierungen, internationale Organisationen und medizinischen Vereinigungen nach sich zog. Das Parlament Kanadas,[6] die Europäische Union[7] und das Unterkomitee für auswärtige Angelegenheiten des US-Repräsentantenhauses[8] verabschiedeten Resolutionen, die den Organraub an Falun-Gong-Gewissenshäftlingen verurteilen. Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen riefen die chinesische Regierung wiederholt vergebens dazu auf, die Organquellen der verwendeten Organe bei Transplantationen preiszugeben,[9][10] und der Weltärztebund[11] sowie medizinische Medien riefen zu Sanktionen gegen chinesische Mediziner, die im Transplantationsbereich tätig sind, auf.[12][13][14] Verschiedene Länder begannen damit, Maßnahmen zu erwägen, ihre Bürger davon abzuhalten, nach China für eine Organtransplantation zu reisen. Einige Gesetze wurden zwischen 2007 und 2016 verabschiedet.[15][16][17][18][19][20][21]

Kilgour/Matas-Untersuchungsbericht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Jahre 2006 auftauchenden Vorwürfe des Organraubs an Falun-Gong-Praktizierenden führten zu einer Untersuchung durch den ehemaligen Staatsanwalt und kanadischen Staatssekretär für die Asien-Pazifik-Region David Kilgour und den kanadischen Menschenrechtsanwalt David Matas. Kilgour und Matas, die 2010 für ihre Arbeit zur Untersuchung der illegalen Organentnahmen für den Friedensnobelpreis nominiert wurden,[22] trugen 52 Schlüsselbeweise zusammen, darunter Regierungsdokumente Chinas, und veröffentlichten ihre Untersuchungsergebnisse 2006 in „Blutige Ernte – Untersuchungsbericht zu den Anschuldigungen der Organentnahmen an Falun-Gong-Praktizierenden in China“.[23][24][25] Darin schlussfolgerten sie auf Seite 42, „dass die chinesische Regierung und ihre Behörden in zahlreichen Teilen des Landes, insbesondere in den Krankenhäusern, aber auch in Haftanstalten und „Volksgerichtshöfen“, seit dem Jahr 1999 eine große, aber unbekannte Anzahl von Glaubensgefangenen von Falun Gong zu Tode kommen ließen“. Im November 2007 veröffentlichten sie eine revidierte und erweiterte Fassung ihres Untersuchungsberichtes.[23]

Dieser Untersuchungsbericht, der hauptsächlich auf Indizienbeweisen beruht, richtete die Aufmerksamkeit auf die extrem kurzen Wartezeiten für Organe in China – ein bis zwei Wochen für eine Leber im Vergleich zu 32,5 Monaten in Kanada –, was laut Kilgour/Matas darauf hinweise, dass Organe auf Anforderung beschafft werden. Des Weiteren weist der Bericht auf eine signifikante Zunahme an jährlichen Organtransplantationen in China seit 1999 hin, dem Jahr, in dem die Verfolgung von Falun Gong begann.

Am 3. Dezember 2015 veröffentlichte BioMed Central[26] einen Bericht von Arthur Caplan u. a., der darauf hinweist, dass der Direktor des chinesischen Komitees für Organspende und -Transplantation Huang Jiefu im Januar 2015 bestätigt hatte, dass von 1977 bis Ende 2009 nur 130 Chinesen in Festlandchina eine Organspende nach ihrem Tod verfügt haben.[27] Obwohl Huang bestätigte, dass es in China nur wenige freiwillige Organspenden gibt, hat China dennoch die zweithöchste Transplantationsrate pro Jahr.

Kilgour und Matas wiesen in ihrem Untersuchungsbericht drauf hin, dass für den Zeitraum 2000–2005 die Herkunft von 41.500 Transplantaten ungeklärt blieb und präsentierten archiviertes Webseitenmaterial von chinesischen Transplantationszentren, auf denen die sofortige Verfügbarkeit von Organen lebender Spender beworben wurde, sowie Transkriptionen von Interviews, in denen Krankenhäuser den anfragenden Organempfängern mitteilten, dass diese Falun-Gong-Organe erhalten können.[23]

Die Antworten auf die erste Ausgabe des Untersuchungsberichtes seitens der chinesischen Regierung waren laut Kilgour/Matas nicht überzeugend und „vor allem Angriffe auf Falun Gong“. Die Antworten wiesen auf zwei sachliche Irrtümer hin (falsche Zuweisung zweier chinesischer Städte zu Provinzen), konnten jedoch den Bericht „mit all den ihr [der chinesischen Regierung] zur Verfügung stehenden Quellen und Informationen“ nicht widerlegen.[23]

Ethan-Gutmann-Untersuchungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ethan Gutmann (links) mit Edward McMillan-Scott bei einer Pressekonferenz des Auslandspresseverbandes, 2009

2014 veröffentlichte der Enthüllungsjournalist Ethan Gutmann das Ergebnis seiner eigenen Untersuchungen in seinem Buch „The Slaughter“.[28] Gutmann führte mehr als 100 Interviews mit ehemaligen Häftlingen in chinesischen Arbeitslagern und Gefängnissen und auch mit ehemaligen Sicherheitsagenten und medizinischen Fachkräften, die Erfahrungen mit Chinas Transplantationspraktiken hatten.[29][30] Er berichtete, dass die Organbeschaffung von politischen Häftlingen höchstwahrscheinlich 1990 im Autonomen Gebiet Xinjiang begonnen hat und sich dann über das ganze Land ausweitete. Gutmann schätzt, dass ca. 65.000 Falun-Gong-Praktizierende zwischen 2002 und 2008 wegen ihrer Organe getötet wurden.[28][31]

Reaktionen verschiedener Länder auf Kilgour/Matas-Untersuchungsbericht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kilgour/Matas legten ihren Untersuchungsbericht den Vereinten Nationen und 50 westlichen und östlichen Regierungen vor. Aufgrund dessen begannen diese mit eigenen Untersuchungen und verabschiedeten Resolutionen sowie Gesetzesänderungen, um den Handel mit Organen und den Transplantationstourismus zu verbieten.

Vereinte Nationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2006 und 2007 forderten zwei Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen die chinesische Regierung wiederholt auf, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und zu erklären, woher die Organe kommen, die für den plötzlichen Anstieg der Organtransplantationen in China seit 2000 notwendig sind.[9][10] Chinesische Amtsträger wiesen die Beschuldigungen zurück und behaupteten, dass China an den Prinzipien der WHO festhalte, die den Verkauf menschlicher Organe ohne schriftliches Einverständnis des Spenders verbiete.

Am 12. März 2007 erklärte der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Folter Manfred Nowak in einem Interview mit der Zeitschrift Profil, dass die Indizienkette der kanadischen Ermittler Kilgour und Matas „ein stimmiges Bild“ abgeben und dies „sehr zur Besorgnis Anlass gibt“. Nowak wies darauf hin, dass es ein Faktum sei, „dass Falun Gong seit 1999 sehr unterdrückt wird“. Ebenso unbestreitbar sei es, „dass ab dem Beginn der Repression gegen Falun Gong die Anzahl an Organtransplantationen massiv zugenommen hat. Auch die offizielle chinesische Medizinerorganisation weist in ihren Statistiken aus, dass es zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2005 60.000 Organtransplantationen gegeben hat“. Des Weiteren bemerkt Nowak, dass „Falun-Gong-Anhänger, aufgrund ihres Lebenswandels und der soziologischen Typologie der Mitglieder ideale Organspender sind: Sie rauchen nicht, trinken nicht, und sind meist im Alter von 25 bis 35 Jahren“. Da die eigenen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen waren und er „noch wichtige Informationen der chinesischen Regierung erwarte“, wollte Nowak noch kein Urteil zu den Anschuldigen abgeben. „Jetzt ist jedenfalls die chinesische Regierung am Zug“, so Nowak, „die Indizienkette Punkt für Punkt durch entsprechende Fakten (z. B. die genaue Zahl der Hinrichtungen, die genaue Herkunft der transplantierten Organe) zu entkräften. Die massiven und von verschiedenen Seiten erhoben Vorwürfe einfach pauschal zurückzuweisen reicht jedenfalls nicht aus“.[32]

Am 20. März 2007 legte Manfred Nowak auf dem 4. Treffen des Menschenrechtsrates in Genf seinen Jahresbericht vor, in dem er direkt auf den Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden hinwies. Zusätzlich erklärte Nowak, dass die chinesische Regierung im März 2006, also kurz nach der Veröffentlichung des Kilgour-Matas-Untersuchungsberichtes, einen Gesetzentwurf vorstellte, der den Verkauf von menschlichen Organen verbietet, eine schriftliche Einwilligung der Organspender verlangt und Transplantationen auf Institutionen begrenzt, die die Organquelle nachweisen können. Dieses Gesetz soll am 1. Juli 2006 in Kraft getreten sein. Doch wies Manfred Nowak darauf hin, dass im Gegensatz zur Behauptung der chinesischen Regierung „bis zu dem heutigen Tag (März 2007) das chinesische Gesetz den Kauf und Verkauf von Organen erlaubt; keine schriftliche Erlaubnis des Organspenders fordert; es keine Einschränkung für Institutionen gibt, sich an der Organbeschaffung bzw. Transplantation zu beteiligen; es keine Auflagen gibt, dass die an Organtransplantationen beteiligten Institute die legalen Quellen der transplantierten Organe nachweisen müssen; und es hat keine Verpflichtung gibt, dass Ethikkomitees für Transplantationen alle Transplantationen im Vorfeld genehmigen müssen.“[33]

Da die chinesische Regierung weder 2006 noch 2007 auf die Anschuldigungen einging und diese widerlegten, forderten im Mai 2008 die beiden Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen Frau Asma Jahangir (Religion- und Glaubensfreiheit) und Herr Manfred Nowak (Folter) die chinesischen Behörden erneut auf, eine angemessene Stellungnahme bezüglich der Anschuldigungen zu geben und die Organspender für den seit dem Jahre 2000 stattfindenden plötzlichen Anstieg der Organtransplantationen in China zu nennen. Auch hier blieb die chinesische Regierung eine eindeutige Erklärung schuldig.[34][35]

Nowak sagte später, im August 2009: „Die chinesische Regierung muss immer noch sauber und transparent werden … Es ist immer noch nicht geklärt, wie der massive Anstieg an Organtransplantationen in chinesischen Krankenhäuser seit 1999 möglich sein kann, obwohl es niemals so viele freiwillige Spender gegeben hat.[36] … Die chinesische Regierung hat nichts entkräftet [bez. den Anschuldigungen], doch wurden sie andererseits auch noch nicht bewiesen. Dies führt zu einem schwierigen Dilemma – das nur dadurch gelöst werden kann, dass China willens ist zu kooperieren. Und daran mangelt es.“[36] Im Jahre 2013 äußerte sich Nowak in einem Interview mit Die Zeit, dass die Vorwürfe von Kilgour/Matas „gut recherchiert und sehr schwerwiegend“ seien.[37]

Die Europäische Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2006 reiste Edward McMillan-Scott, zu der Zeit einer der Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, nach China, um Untersuchungen über Menschenrechtsverletzungen durchzuführen und erfuhr dort von einem Augenzeugen, dass einem Falun-Gong-Praktizierenden Organe entfernt worden waren.[38]

Das Europäische Parlament verabschiedete am 12. Dezember 2013, eine Resolution, die den Organraub an Falun-Gong-Gewissenshäftlingen verurteilt. In der Resolution bekundete es unter anderem „seine tiefe Besorgnis angesichts der anhaltenden und glaubwürdigen Berichte über systematische, vom Staat gebilligte Organentnahmen an Gefangenen aus Gewissensgründen in der Volksrepublik China, die ohne Einwilligung der Betroffenen erfolgen, unter anderem in großem Umfang an Falun-Gong-Anhängern, die aufgrund ihrer religiösen Überzeugung inhaftiert sind, sowie an Angehörigen anderer religiöser und ethnischer Minderheiten.“[7] Die Resolution forderte die unverzügliche Freilassung aller Gewissensgefangenen und drängte China, die Anfragen der Vereinten Nationen über die bei Transplantationen verwendeten Organquellen zu beantworten. Diese Resolution wurde u. a. dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, der Regierung der Volksrepublik China sowie dem chinesischen Nationalen Volkskongress übermittelt.[7]

Im März 2014 versammelte sich der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss in Brüssel zu einer Nachfolgeveranstaltung über den Organtransplantationsmissbrauch in China. Darin bestätigten die Teilnehmer und Redner die Inhalte und Empfehlungen der Resolution des Europäischen Parlamentes.[39]

Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2010 wurde in der französischen Nationalversammlung ein Gesetzentwurf gegen Organtransplantationstourismus eingebracht. In der Begründung dieses Entwurfes wird unter anderem darauf hingewiesen, dass oft Organe von lebenden Spendern gegen ihren Willen verwendet werden und sich dies besonders auf die Situation der Falun-Gong-Praktizierenden in China beziehe. Mehrere Studien habe das Vorhandensein einer Organverwendung von Mitgliedern dieser Gemeinschaft enthüllt. Der Gesetzentwurf verlangt, dass Patienten die Quelle der erhaltenen Organe vor der Transplantation oder spätestens 30 Tage nach Rückkehr nachweisen müssen, und Ärzte eine Anzeigepflicht haben, Patienten, die sich im Ausland einer Transplantation unterzogen haben, der biomedizinischen Behörde zu melden.[15]

Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Juni 2010 verabschiedete Spanien ein Gesetz, das seinen Bürgern verbietet, ins Ausland zu reisen, um dort illegale Organtransplantationen zu erhalten. Das Gesetz wurde am 17. November 2009 vorgeschlagen, nach dem in einem Bericht stand, dass ein spanischer Bürger nach Tianjin (China) gereist war, um dort für 130.000 $ innerhalb von 20 Tagen eine Lebertransplantation zu erhalten. Das Gesetz verbietet den Handel mit menschlichen Organen mit Gefängnisstrafen bis zu zwölf Jahren.[16][40]

Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2014 verabschiedeten die Mitglieder der italienischen Kommission für Menschenrechte einstimmig eine Resolution, die die sofortige Freilassung von Falun-Gong-Praktizierenden und anderen Gewissenshäftlingen in China fordert.[41]

Am 5. März 2015 verabschiedete der italienische Senat einen Gesetzentwurf,[42] der unter anderem den Handel von Organen von lebenden Spendern verbietet.[43] Senator Maurizio Romani äußerte, dass Organe von Falun-Gong-Praktizierenden die überwiegende Quelle transplantierter Organen seien.[17] Aufgrund des italienischen Rechtsverfahrens wurde der Gesetzentwurf anschließend der italienischen Abgeordnetenkammer zur Abstimmung übergeben. Am 23. November 2016 verabschiedete die italienische Abgeordnetenkammer einstimmig und ohne Änderungen das Gesetz, das in das italienische Strafgesetzbuch, Artikel 601, eingefügt wird.[44][45]

Das Gesetz bestraft jede Person, die illegal mit Organen einer lebenden Person handelt, diese verkauft oder erwirbt, mit einer Freiheitsstrafe von drei bis zwölf Jahren und einer Geldstrafe von 50.000 bis zu 300.000 Euro. Wird die Straftat von einer im Gesundheitswesen tätigen Person verübt, wird diese von der entsprechenden Berufskammer ausgeschlossen. Wird das Verbrechen durch eine kriminelle Organisation ausgeübt, beträgt das Strafmaß 5 bis 15 Jahre Gefängnis.[44][45]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. April 2017 beschloss der Wiener Gemeinderat einen von der ÖVP, der SPÖ und den Grünen eingebrachter Antrag zur Verurteilung von systematischen Organentnahmen an lebenden Glaubensgefangenen – namentlich vor allem Falun-Gong-Anhänger. Der Antrag wurde von allen Parteien einstimmig angenommen. Dadurch ist Wien die erste Hauptstadt eines EU-Mitgliedslandes, das sich auf regionaler Ebene für die Umsetzung der Resolution des EU-Parlaments vom 12. Dezember 2013[7] ausspricht. Im Antrag verurteilt der Wiener Gemeinderat „die systematischen, vom Staat gebilligten Organentnahmen an Gefangenen in der Volksrepublik China, die ohne Einwilligung der Betroffenen erfolgen, sowie in großem Umfang an Falun-Gong-Anhänger_innen und an Angehörigen politisch verfolgter sowie religiöser und ethnischer Minderheiten vorgenommen werden“. Des Weiteren fordert der Antrag die Bundesregierung Österreichs auf, sich aktiv dafür einzusetzen, dass „der Missbrauch bei Organtransplantationen in China öffentlich thematisiert und verurteilt wird“, eine internationale Kommission etabliert werden soll, „um die Praktiken der Organtransplantation in China zu untersuchen und illegalen Organraub einzudämmen“ und sich die internationale Gemeinschaft „für die unverzügliche Freilassung aller gewaltlosen politischen Gefangenen“ einsetzen soll.[46][47][48]

Australien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2006 gab das australische Gesundheitsministerium bekannt, dass zwei der größten Transplantationskrankenhäuser des Landes die Ausbildung von chinesischen Chirurgen untersagt haben, als Erwiderung auf die Befürchtungen über den Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden und anderen Häftlingen.[49]

Am 21. März 2013 verabschiedete der australische Senat einstimmig einen Antrag bezüglich der Berichte über Organraub in China.[50][51] Der Antrag wurde dem Senat einen Tag nach einer Parlamentsanhörung vorgelegt, bei der es um den Organraub an Falun-Gong-Häftlingen ging, und die australische Regierung dazu aufforderte, strenge Gesetze gegen den internationalen Organhandel einzuführen.[52]

Israel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 versuchte die chinesische Botschaft in Israel ein Gespräch mit David Matas über den Organraub zu verhindern. Dieser Versuch blieb erfolglos, trotz Chinas Androhung, dass sich diese Zeugenaussage nachteilig auf die Beziehungen Chinas mit Israel auswirken würde.[53]

Ein Jahr später, im Mai 2008, verabschiedete Israels gesetzgebender Körper, die Knesset, das neue Transplantationsgesetz, das Versicherungen davon befreit, die Kosten für Auslandstransplantationen und die anfallenden Kosten der Nachversorgung in Israel zu tragen, wenn eine Organtransplantation in einem Land vorgenommen wurde, das für illegalen Organhandel bekannt ist. Gleichzeitig wurde der Organhandel und die Vergütung für Organe unter Strafe gestellt. Das Gesetz war zum einen das Ergebnis der Geschichte eines Patienten, der im Jahr 2005 nach China gereist war, um dort ein Herz zu bekommen. Seinem israelischen Arzt Dr. Lavee fiel nach dessen Rückkehr auf, dass die Transplantationsoperation bereits zwei Wochen vorher festgelegt worden war, was zu der Frage führte, wie eine Herztransplantation auf Bestellung durchgeführt werden kann.[37] Zum anderen war es die Antwort auf eine Untersuchung, bei der israelische Behörden mehrere Männer verhafteten, die an der Vermittlung von Transplantationen chinesischer Gefangenenorganen für Israelis beteiligt waren. Ein in den Organhandel verstrickter Mann gab in einem geheimen Interview zu, dass die Organe von „Menschen kommen, die im Gegensatz zum Regime stehen, zum Tode verurteilt worden sind und von Häftlingen von Falun Gong“.[18]

Kanada[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 versuchte die chinesische Botschaft in Kanada die Ausstrahlung eines Dokumentarfilms über Falun Gong und den Organraub zu verhindern, der von der nationalen Fernsehgesellschaft CBC Television angesetzt worden war.[54][55]

2009 brachte der Parlamentsabgeordnete Borys Wrzesneskyj den Gesetzentwurf Bill C-381 ein, der den Organhandel, aber auch den Erhalt von Organen von unfreiwilligen Spendern verbietet.[19] 2013 brachte der liberale Abgeordnete Irwin Cotler den Gesetzentwurf Bill C-561 ein, der sich auf Menschenhandel und Verpflanzung von menschlichen Organen und anderen Körperteilen bezieht, um „strafrechtliche Sanktionen für Personen [zu] schaffen, die in Kanada oder außerhalb Kanadas wissentlich an der medizinischen Transplantation von menschlichen Organen oder anderen Körperteilen beteiligt sind, die als Folge einer direkten oder indirekten Finanztransaktion entnommen beziehungsweise erworben wurden, ohne die Zustimmung des Spenders“.[56][57] 2014 brachte die kanadische Regierung während des Prozesses der Universellen Periodischen Überprüfung bei den Vereinten Nationen in Genf erneut das Thema auf den Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden,[58] und verabschiedete im gleichen Jahr eine Resolution, die ein Ende des Missbrauchs von Transplantationsmethoden gegen religiöse und ethnische Minderheiten fordert.[6]

Am 4. April 2017 verkündete der kanadische Parlamentsabgeordnete der Konservativen Partei Garnett Genuis während einer Pressekonferenz im National Press Theatre, dass er den Gesetzentwurf Bill C-561, der 2013 vom Liberalen Irwin Cotler erstmals eingebracht worden war, reaktivieren möchte. Bill C-561 bestraft diejenigen in Kanada und im Ausland, die „wissentlich mit menschlichen Organen handeln oder diese erwerben, die ohne Zustimmung der Organquelle beziehungsweise für finanziellen Gewinn entfernt worden sind.“ Bill C-561 ändert auch das Einwanderungs- und Flüchtlingsschutzgesetz, sodass diejenigen, die sich im Organhandel engagieren, nicht mehr berechtigt sind, nach Kanada zu kommen.[59] Garnett äußerte sich gegenüber der Presse, dass er mit dem Gesetzesentwurf zwei Punkte verfolge: Erstens dass es für kanadische Bürger eine Straftat darstelle, Organe zu erhalten, von denen Sie wissen beziehungsweise wissen sollten, dass diese auf illegale Weise besorgt werden; zweitens beziehe es sich auf chinesische Funktionäre und andere Führungskräfte eines Landes. Das Gesetz benenne kein Land direkt, doch sei es offensichtlich, dass es ein Hauptthema in China sei.[60]

Vereinigte Staaten von Amerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anschuldigungen seitens der USA tauchten erstmals im Jahre 2009 im Bericht der Leitenden Kommission des Kongresses über China auf[61], später auch im Länderreport des US-Außenministeriums über Menschenrechte in China 2011.[62]

Am 12. September 2012 sagte Dana Rohrabacher[63], Mitglied des US-Repräsentantenhauses, während einer gemeinsamen Anhörung vor dem Komitee für auswärtige Angelegenheiten: „Die KPCh und ihre Staatssicherheitsmaschine verwendet eine breite Palette von Repressionstechniken, wie beispielsweise Zensur, Schläge, Hausarrest, Zwangsarbeitslager etc. Die schauderhafteste Manifestation dieses Gangstertums ist jedoch der Organraub an politischen Häftlingen und inhaftierten religiösen Anhängern, besonders die chinesische religiöse Bewegung Falun Gong.[64] … den Körper einer Person, die sich an religiösen, persönlichen oder politischen Ideen beteiligt, aufzuschneiden, steht im Gegensatz zu den Wünschen der herrschenden Elite. Den Körper solch einer Person aufzuschneiden, besonders wenn der religiöse oder politische Glaube pazifistisch ist und keine Bedrohung des Regimes darstellt, ist das ungeheuerlichste Verbrechen, das ich mir vorstellen kann.“[64]

Im Juli 2014 verabschiedete das Unterkomitee für auswärtige Angelegenheiten des US-Repräsentantenhauses einstimmig eine Resolution, die den staatlich sanktionierten Organraub an Falun-Gong-Häftlingen und Mitgliedern von Minderheiten verurteilt und ein Ende des Missbrauchs von Transplantationsmethoden gegen religiöse und ethnische Minderheiten fordert.[65][8]

In Erwiderung auf die Resolution des Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten sagte ein Sprecher der chinesischen Botschaft in den USA, dass „die sogenannte Organbeschaffung von zum Tode verurteilten Häftlingen eine fabrizierte Lüge von Falun Gong sei“.[66] Darüber hinaus drängten Repräsentanten der chinesischen Botschaft amerikanische Gesetzgeber, Falun Gong nicht mehr zu unterstützen, noch mit ihnen „gemeinsame Sache“ zu machen.[65]

Nach einer Anhörung im Unterkomitee für auswärtige Angelegenheiten des US-Repräsentantenhauses zum Menschenrechtsbericht 2015 und der Menschenrechtssituation in China,[67] verabschiedete das Unterhaus im März 2016 eine Überarbeitung der Resolution 343 vom Juni 2015[68][69], die den staatlich sanktionierten Organraub an Falun-Gong-Häftlingen und anderen Minderheiten erneut verurteilte und das amerikanische Außenministerium aufforderte, eine detaillierte Analyse dieses Verbrechens vorzunehmen und im jährlichen Menschenrechtsbericht zu veröffentlichen. Des Weiteren soll die Einreise in die USA für Chinesen, die am Organraub beteiligt sind, verboten werden.[70] Diese Resolution wurde am 13. Juni 2016 vom US-Repräsentantenhaus einstimmig verabschiedet.[71]

Der Sprecher der Chinesischen Botschaft Zhu Haiquan antwortete auf die Resolution, dass die Anschuldigungen fabriziert und grundlos seien.[72] Er nannte Falun Gong eine Anti-China-Bewegung und forderte den Kongress erneut auf, seine Unterstützung dieser spirituellen Praktik, die Meditation mit Qigong-Übungen und einer Moralphilosophie verbinde, die sich auf die Grundsätze Ehrlichkeit und Gutherzigkeit bezieht, zurückzuziehen.[73]

Taiwan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2015 verabschiedete Taiwan eine Änderung seines Transplantationsgesetzes, indem der Verkauf oder der Erwerb von Organen, auch aus dem Ausland, verboten ist. Das Gesetz verbietet ebenso die Verwendung von Organen hingerichteter Häftlinge.[21]

Reaktionen medizinischer Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Untersuchungen durch Kilgour/Matas sowie Länder und Regierungen führten dazu, dass anerkannte medizinische Journale aufgrund der Verletzung medizinischer Ethik keine Artikel über Organtransplantationen in China mehr veröffentlichen.

Das Journal of Clinical Investigation, eine renommiertes Publikationsorgan über biomedizinische Forschung, erklärte 2011, dass Chinas Organverwendung von hingerichteten Häftlingen „grundlegende Menschenrechte verletze. Dies verletze grundlegende ethische Regeln der Transplantationsmedizin und der medizinischen Ethik. Schlimmer ist noch, dass einige der Getöteten Gefangene sind, deren ‚Verbrechen‘ darin bestehen, einen bestimmten politischen bzw. spirituellen Glauben zu haben.“[12] Im gleichen Jahr traf das American Journal of Transplantation eine ähnliche Entscheidung.[13] Im medizinischen Journal The Lancet rief im Oktober 2011 eine Gruppe prominenter amerikanischer Chirurgen und Bioethiker zu einem Boykott der chinesischen Wissenschaft und Medizin, den Organtransplantationsbereich betreffend, auf: „Aufgrund der von China zur Verfügung gestellten Informationen ist es klar, dass nicht alle Organe für chinesische Bürger und Transplantationstouristen von freiwilligen Organspender stammen. Die Quellen vieler dieser Organe stammen von hingerichteten Häftlingen, deren Einwilligung entweder nicht vorhanden ist oder ethisch ungültig und deren Tod möglicherweise mit der Zweckdienlichkeit eines wartenden Organempfängers abgestimmt wird.“[14] Der Leitautor des Artikels Dr. Arthur Caplan fügte später hinzu: „Das Töten von Häftlingen für ihre Organe ist für sich selbst unethisch, doch ist diese Praktik noch abscheulicher zu bewerten, da einige der hingerichteten Häftlingen wegen ihres religiösen oder politischen Glaubens eingesperrt wurden.“[74][75]

Am 9. Februar 2015 veröffentlichte die ÄrzteZeitung einen Artikel von Huige Li, Professor für Vaskuläre Pharmakologie an der Universität Mainz, in dem Professor Li zum gegenwärtigen Transplantationssystem Chinas Stellung nimmt und bestätigt, dass in China bis heute noch keine wirkliche Verhaltensänderung stattgefunden habe.[76]

Im Februar 2017 erklärte das Fachjournal Liver International, aufgrund ethischer Bedenken, nie wieder die Studien zweier chinesischer Transplantations-Koryphäen zu veröffentlichen. Im Oktober 2016 wurde im Liver International eine Studie zweier chinesischer Transplantationsexperten veröffentlicht, in der von über 563 Operationen in einem der Universität Zhejiang angegliederten Krankenhaus in den Jahren 2010 bis 2014 berichtet wird.[77][78] Wendy Rogers, Medizinethik-Expertin an der australischen Universität Macquarie in Sydney, und Ethik-Kollegen fanden in der publizierten Arbeit der beiden Lebertransplantationsärzte aus China Daten, die „mit hoher Wahrscheinlichkeit von Transplantationen mit Organen hingerichteter Gefangener stammen“.[77][79] Rogers führte an, dass es unmöglich sei, solch eine große Studie in einem Krankenhaus nur mit Organen freiwilliger Spender durchzuführen, und es keinerlei Beweise für eine moralisch vertretbare Beschaffung der Organe gebe.[77][78] Ihre Bedenken gegen diese Studie führte zu einem Brief an Mario Mondelli von der Universität Pavia in Italien, dem Chefredakteur von Liver International, dass „glaubwürdige Beweise für die ethische Beschaffung von Organen fehlen“. Auf Anfrage Mondellis in China konnten weder die Autoren Shusen Zheng und Sheng Yan, noch ihr Institut, das Erste Angeschlossene Krankenhaus der Universität Zhejiang in Hangzhou, stichhaltige Erklärungen liefern, dass die Operationen ethischen Standards entsprochen hatten. Deshalb zog Mondelli den Beitrag zurück und erteilte den Autoren ein „lebenslanges Verbot“, ihre Arbeiten in Liver International zu publizieren.[77][79]

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TEDxMünchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. November 2015 wiesen David Matas und David Kilgour in Ihrer Rede bei TEDxMünchen darauf hin, dass sich bis heute nichts an dem Verbrechen des staatlich sanktionierten Organraubs an Falun-Gong-Praktizierenden geändert habe, lediglich fahren einige Krankenhäuser nicht mehr damit fort, so unverhohlen dafür zu werben. Darüber hinaus bleibe die chinesische Regierung weiterhin die Antwort schuldig, woher die Organe für die Transplantationen kommen.[80]

Human Harvest auf 3sat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ausgabe 3/16 berichtete TV-Wissen im Report „Mörderischer Organhandel“ über den Organraub an politischen Häftlingen und dass bevorzugte Opfer dieses „perversen On-Demand-Systems“ Anhänger der religiösen Bewegung Falun Gong seien. Nach offiziellen Angaben wurden 2014 in China 8600 Organtransplantationen durchgeführt, wobei 80 % der benötigten Organe von Häftlingen stammen sollen.[81] Ähnlich berichtet HÖRZU in der Ausgabe 6/16 im Report „Das Geschäft mit dem Tod“.[82][83]

Beide Artikel stellten eine Vorankündigung des Dokumentarfilms „Ausgeschlachtet – Organe auf Bestellung“ dar, der am 18. Februar auf 3Sat ausgestrahlt wurde.[84][85] „Ausgeschlachtet - Organe auf Bestellung“ ist die deutsche Version der mehrfach preisgekrönten Dokumentation „Human Harvest“. Anschließend folgte die 3sat-Gesprächssendung „scobel: Organhandel - Der Wert des Menschen“, in der der Handel mit menschlichen Organen als moderne Variante der Sklaverei beleuchtet wurde, und welche Gründe dafür verantwortlich sein könnten, dass diese „besonders brutale Form von Sozialdarwinismus“ überhaupt entstehen konnte.[86] Professor Li berichtete im Interview mit 3sat, dass 2013 500 chinesische Transplantationsärzte in Deutschland ausgebildet wurden.[87]

Schriftliche Erklärung 48[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. April 2016 reichten 12 EU-Parlamentsmitglieder aus fünf Fraktionen die „Schriftliche Erklärung 48 zu Maßnahmen gegen Organentnahmen bei Gefangenen aus Gewissensgründen in China“ ein, die die Kommission und den Rat des Europäischen Parlaments auffordert, „unverzüglich eine unabhängige Untersuchung des fortgesetzten Handels mit menschlichen Organen in der Volksrepublik China ins Werk zu setzen“.[88] Diese Erklärung bedurfte der Zustimmung der Mehrheit der EU-Abgeordneten (mit Frist bis zum 27. Juli 2016), um an die Kommission und den Rat des Europäischen Parlaments weitergeleitet werden zu können. Bis zum 27. Juli hatte sich eine Mehrheit von 414 der 751 Abgeordneten aus allen Mitgliedsstaaten und allen Fraktionen des Europaparlaments durch Unterzeichnung dafür ausgesprochen, dass die Kommission und der Rat des Europäischen Parlaments die Entschließung des Parlaments vom 12. Dezember 2013 zu Organentnahmen in China umsetzt und dem Parlament über diese Angelegenheit Bericht erstattet.[89] EU-Parlamentspräsident Martin Schulz verlas am 12. September 2016 in der ersten Sitzung des Parlaments in Straßburg das Abstimmungsergebnis und den Inhalt der Schriftlichen Erklärung 48.[90]

Kilgour-Matas-Gutmann-Untersuchungsbericht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Juni veröffentlichten David Kilgour, David Matas und Ethan Gutmann den gemeinsam erstellten Untersuchungsbericht „Bloody Harvest / The Slaughter — An Update“.

Der 680 Seiten umfassende Bericht stellt eine forensische Analyse aus über 2300 Quellen dar, wie öffentlich verfügbare Zahlen chinesischer Krankenhäuser,[91][92] Ärzteinterviews, die behaupten, Tausende Transplantationen durchgeführt zu haben;[92] Medienberichte, öffentliche Erklärungen,[93] medizinische Journale und öffentlich zugängliche Datenbanken.[94]

Laut Untersuchungsbericht fanden seit dem Jahr 2000 bis 2016 an 712 Leber- und Nierentransplantationszentren in ganz China jährlich zwischen 60.000 und 100.000 Organtransplantationen statt, sodass bis heute annähernd 1,5 Millionen Organtransplantationen durchgeführt wurden, ohne dass China über ein funktionsfähiges Organspendesystem verfügt.[95][96][97]

Der Bericht kommt zu den Ergebnissen, dass die Anzahl der Organtransplantationen in China weitaus höher ist, als von der chinesischen Regierung angegeben; die Organquellen für diese hohe Anzahl an Organtransplantationen von getöteten unschuldigen Uiguren, Tibetern, Hauschristen und hauptsächlich Falun-Gong-Praktizierenden stammen; und Organraub in China ein Verbrechen darstellt, in das die Kommunistische Partei, staatliche Institutionen, das Gesundheitssystem, Krankenhäuser und Transplantationsmediziner verwickelt sind.[91]

Debatte im britischen Unterhaus zum „Organraub in China“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Oktober 2016 fand im britischen Unterhaus eine Debatte zum Thema „Organraub in China“ statt. Der Abgeordnete Jim Shannon, der die Debatte moderierte, betonte die Wichtigkeit, sich mit dem Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden in China zu beschäftigen, und führte die Teilnehmer in den geschichtlichen Ablauf der Untersuchungsergebnisse ein, die seit 2006 von David Kilgour, David Matas, Ethan Gutmann und weiteren Ermittlern veröffentlicht wurden. Unter den Diskussionsteilnehmern befand sich Sir Alan Duncan, Minister für Europa und die amerikanischen Länder, Lilian Greenwood, Fiona Bruce, Patrick Grady, Richard Graham, Margaret Ferrier, Dr. Matthew Offord, Martyn Day und Catherine West. Shannon schloss die Debatte mit der Forderung an die britische Regierung, diese Thematik auf internationaler Ebene zu behandeln, damit die internationale Staatengemeinschaft den Organraub in China beende: „Wenn wir das erreichen, wird dieses Haus [britisches Unterhaus] mit denen der restlichen Welt zusammenarbeiten, die ebenso für eine Beendigung dieser schändlichen und schrecklichen Art der Organtransplantation sind.“[98] Die Debatte wurde am 15. Oktober vom britischen Fernsehsender BBC übertragen.[99]

Internationales Experten-Forum der WOIPFG in Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 28. Oktober 2016 trafen sich internationale Ermittler in Berlin, um ihre Erkenntnisse über den Organraub an Falun-Gong-Praktizierenden und anderen Dissidenten in China der Öffentlichkeit vorzustellen. Referenten waren unter anderem Dr. Zhiyuan Wang, Präsident der 2003 gegründeten Nichtregierungsorganisation „Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong“ (WOIPFG), und sein Stellvertreter Professor Sen Nieh, die seit zehn Jahren Beweise sammelten und als verdeckte Ermittler mit zahlreichen Tätern in China telefonierten, die ihnen bereitwillig Auskunft gaben.

Der China-Analytiker und Enthüllungsautor Ethan Gutmann beschrieb seine eigenen Untersuchungen von 2006 bis 2016 und erwähnte dabei, dass der Organraub zwar in der Hauptsache an Falun-Gong-Praktizierenden durchgeführt werde, doch Zeugenaussagen belegen, dass bereits im Jahre 2002 internistische Untersuchungen an Hauschristen im Arbeitslager und ab 2003 an Tibetern durchgeführt wurden. Zusätzlich erwähnte Gutmann, dass seit 2013 das „erzwungene Verschwinden“ bei Tibetern zunehme und seit 2015 sogar Bluttests an Falun-Gong-Praktizierenden in deren privaten Wohnungen stattfinden.

Der Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt legte auf die Erkenntnis wert, dass diese Angelegenheit nicht auf China und die dort betroffenen Menschen begrenzt sei, sondern uns alle angehe. Der EU-Abgeordnete Arne Gericke, Initiator der „Schriftlichen Erklärung 48“, sprach über die Notwendigkeit, diese Themen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der ehemalige Vizepräsident der Europäischen Union Edward McMillan-Scott ließ seine eigenen Untersuchungen vorlesen, da er nicht persönlich beim Forum anwesend sein konnte.

Arne Schwarz, der durch die Analyse medizinischer Fachliteratur die Rolle westlicher Pharmakonzerne in China untersuchte und beim Forum beschrieb, erhob den Vorwurf, dass Pharmakonzerne wie Hoffmann-La Roche, Novartis und Sandoz und westliche Transplantationszentren in den USA, Australien und Europa den Organraub in China indirekt gefördert hätten.[100]

Italien verabschiedet Gesetz gegen Organhandel und Transplantationstourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MdB Martin Patzelt von der CDU und Mitglied im Menschenrechtsausschuss des Bundestages sagte gegenüber der Epoch Times über die Verabschiedung dieses Gesetzes: „Dieses Gesetz setzt Maßstäbe auch für Deutschland, hier hätte Deutschland jeden Anlass, dem italienischen Gesetz zu folgen. Es ist ein schweres Unrecht, wenn wir nur zuschauen und nicht handeln. Dadurch werden wir alle zu Mittätern.“[101]

Prof. Dr. Ruth Rissing-van Saan, Vors. Richterin am Bundesgerichtshof a. D. und Leiterin der Vertrauensstelle Transplantationsmedizin, erklärte auf der Pressekonferenz der Bundesärztekammer am 6. Dezember 2016, dass ihr der international „offenbar ungehindert mögliche Organhandel zwischen einzelnen Personen und/oder organisierten Vereinigungen“ Sorge bereite. Dieser mache sich auch in Deutschland bemerkbar, da auf „digitalem Weg gezielt Organangebote an Institutionen oder Einzelpersonen gerichtet werden, die erkennbar in die deutsche Transplantationsmedizin eingebunden sind.“ Dies könne zu einem Gewissenskonflikt bei Ärzten führen, ob sie einen Patienten behandeln sollten, der sich „im Ausland nicht ausschließbar auf illegalem Weg ein Organ hat transplantieren“ lassen. An die Vertrauensstelle wurden schon Fälle dieser Art herangetragen.[101][102] [103] [104]

Der Vorsitzende der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer Professor Hans Lilie erwähnte auf der Pressekonferenz in Berlin, dass die Richtlinien für Transplantationen bis Ende 2017 überarbeitet werden sollen.[101][102]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Preisliste für Organe (Memento vom 29. Oktober 2005 im Internet Archive) des China International Transplantation Network Assistance Centers, Shenyang, 15. Januar 2006, abgerufen am 22. April 2016
  2. Garantie bei Organtransplantationen (Memento vom 9. Mai 2006 im Internet Archive) des China International Transplantation Network Assistance Centers, 15. Januar 2006, Shenyang, abgerufen am 22. April 2016
  3. Ethan Gutmann, The Slaughter: Massenmorde, Organraub und Chinas geheime Lösung für sein Dissidentenproblem, (GoodSpirit Verlag, 2015), abgerufen am 25. Januar 2016
  4. Peabody Award
  5. The Peabody Awards, Human Harvest: China’s Illegal Organ Trade (International Syndication), abgerufen am 2. Februar 2016
  6. a b Kanadisches Parlament, „Unterkomitee für Internationale Menschenrechte des Ständigen Komitees für Ausländische Angelegenheiten“, 6. November 2014, abgerufen am 9. März 2015
  7. a b c d Europäisches Parlament, „Resolution des Europäischen Parlamentes vom 12. Dezember 2013 zu Organentnahmen in China“, 12. Dezember 2013, abgerufen am 12. Dezember 2015
  8. a b Congress.gov, „Res. 281: Expressing concern over persistent and credible reports of systematic, state-sanctioned organ harvesting from non-consenting prisoners of conscience, in the People’s Republic of China, including from large numbers of Falun Gong practitioners imprisoned for their religious beliefs, and members of other religious and ethnic minority groups“,113. Kongress, 30. Juli 2014, abgerufen am 12. Dezember 2015
  9. a b United Nations Human Rights Special Rapporteurs Reiterate Findings on China’s Organ Harvesting from Falun Gong Practitioners (Memento vom 21. Mai 2013 im Internet Archive), The Information Daily, 9. Mai 2008, abgerufen am 12. Dezember 2015
  10. a b Report of the Special Rapporteur on freedom of religion or belief Asma Jahangi, Addendum 28. Februar 2008, abgerufen am 12. Dezember 2015
  11. The World Medical Association Council Resolution on Organ Donation in China, Weltärztebund, 20. Mai 2006, abgerufen am 12. Dezember 2015
  12. a b Arthur L. Caplan, Howard A. Rockman und Laurence A. Turka, „Editorial position on publishing articles on human organ transplantation“, Journal of Clinical Investigation, 3. Januar 2012, abgerufen am 12. Dezember 2015
  13. a b Danovitch, Shapiro, Lavee: „The Use of Executed Prisoners as a Source of Organs Transplants in China Must Stop“, American Journal of Transplantation, Ausgabe 11 2011
  14. a b AL Caplanemail, Gabriel Danovitch, Michael Shapiro, Jacob Lavee, Miran Epstein: „Time for a boycott of Chinese science and medicine pertaining to organ transplantation“,The Lancet, Volume 378, No. 9798, p1218; 1. Oktober 2011, abgerufen am 12. Dezember 2015
  15. a b Französische Nationalversammlung, „Proposition de loi N° 2797 visant à lutter contre le tourisme de transplantation d’organes“, 16. September 2010, abgerufen am 12. Dezember 2015
  16. a b „El nuevo Código Penal introduce como delito el tráfico ilegal de órganos humanos“, abgerufen am 12. Dezember 2015
  17. a b „Italy Censures China Organ Harvest with Senate Bill“,Bioethics.com, 10. März 2015, abgerufen am 12. Dezember 2015
  18. a b Oron Meiri, Buki Nae und Zohar Shahar Levi, „Organ Traders Evade Taxes“, Tageszeitung Yedioth Ahronoth, 17. November 2006, abgerufen am 12. Dezember 2015
  19. a b Borys Wrzesnewskyj, „MP Borys Wrzesnewskyj re-introduces bill to combat underground trade in human organs and body parts“, 7. Mai 2009, abgerufen am 9. März 2017
  20. Openparliament.ca, „Bill C-561:An Act to amend the Criminal Code and the Immigration and Refugee Protection Act (trafficking and transplanting human organs and other body parts)“, 6. Dezember 2013, abgerufen am 12. Dezember 2015
  21. a b Alison Hsiao, „Organ transplant laws tightened“, Taipei Times, 13. Juni 2015, abgerufen am 12. Dezember 2015
  22. Herz auf Bestellung, Zeit-Online, abgerufen am 14. Juli 2016
  23. a b c d David Kilgour, David Matas: „Blutige Ernte – Untersuchungsbericht zu den Anschuldigungen der Organentnahmen an Falun-Gong-Praktizierenden in China“ (revidierte und erweiterte Fassung November 2007), abgerufen am 12. Dezember 2015
  24. Reuters, AP “Falun Gong organ claim supported”, The Age, (Australien), 8. Juli 2006, abgerufen am 12. Dezember 2015
  25. Endemann, Kirstin „Ottawa urged to stop Canadians travelling to China for transplants“, CanWest News Service, 6. Juli 2006, abgerufen am 12. Dezember 2015
  26. BioMed Central
  27. Arthur Caplan, Kirk C. Allison, Michael E. Shapiro, Charl Els, Norbert W. Paul und Huige Li: Historical development and current status of organ procurement from death-row prisoners in China, BooMed Central, 3. Dezember 2015, abgerufen am 14. Dezember 2015
  28. a b Getlen, Larry „China’s long history of harvesting organs from living political foes“, New York Post, 9. August 2014, abgerufen am 12. Dezember 2015
  29. Jay Nordlinger “The Slaughter: Mass Killings, Organ Harvesting, and China’s Secret Solution to Its Dissident Problem” by Ethan Gutmann, National Review, 25. August 2014, abgerufen am 12. Dezember 2015
  30. Barbara Turnbull, Q&A: Author and analyst Ethan Gutmann discusses China’s illegal organ trade, The Toronto Star, 21. Oktober 2014, abgerufen am 12. Dezember 2015
  31. Ethan Gutmann “The Slaughter: Mass Killings, Organ Harvesting, and China’s Secret Solution to Its Dissident Problem.”, August 2014, Prometheus Books, ISBN 978-1-61614-940-6; deutsche Ausgabe: GoodSpirit Verlag
  32. Manfred Nowak, „Hoher Organisationsgrad“ (Memento vom 22. März 2007 im Internet Archive), Profil, 12. März 2007, abgerufen am 17. November 2016
  33. Manfred Nowak, UN-Jahresbericht 2006 bei der 4. Sitzungsperiode des UN-Menschenrechtsrates, 20. März 2007, abgerufen am 28. März 2007
  34. „United Nations Human Rights Special Rapporteurs Reiterate Findings on China's Organ Harvesting from Falun Gong Practitioners“ (Memento vom 21. Mai 2013 im Internet Archive), Information Daily, 9. Mai 2008, abgerufen am 24. März 2016
  35. Berichte der Vereinten Nationen zu „Organraub an Falun Gong-Praktizierenden“, Zusammenfassung als PDF abgerufen am 24. März 2016
  36. a b Charlotte Cuthbertson, „Unsolved: Organ Harvesting in China Interview with Manfred Nowak“, Epoch Times, 5. August 2009, abgerufen am 12. Dezember 2015
  37. a b Martina Keller, Herz auf Bestellung, DIE ZEIT, 7. März 2013, Seite 4, abgerufen am 8. März 2017
  38. Edward McMillan-Scott, „Boycott the Games“, The Guardian, 4. April 2008, abgerufen am 12. Dezember 2015
  39. Madi Sharma „Organ Harvesting in China: Europe Must Act Now“, Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss, Brüssel, 19. März 2014, abgerufen am 12. Dezember 2015
  40. Ley Orgánica 5/2010, de 22 de junio, por la que se modifica la Ley Orgánica 10/1995, de 23 de noviembre, del Código Penal, Agencia Estatal Boletín Oficial del Estado, 22. Juni 2010, abgerufen am 8. März 2017.
  41. Doctors Against Forced Organ Harvesting, „Italian Senate Resolution of the Special Commission for the Protection and Promotion of Human Rights“, abgerufen am 12. Dezember 2015
  42. CAMERA DEI DEPUTATI N. 2937, Einführung der Straftat des Organhandels mit Organen lebender Personen in das Strafgesetzbuch, PDF, 5. März 2015, abgerufen am 6. Dezember 2016.
  43. Agenzie Nazionale Stampe Associata „Senate OKs Anti-Organ Trafficking Bill with 212 in Favor“ 4. März 2015, abgerufen am 12. Dezember 2015
  44. a b Stretta contro il traffico di organi: sì della Camera alla legge, carcere fino a 12 anni, Rai News, 23. November 2016, abgerufen am 6. Dezember 2016.
  45. a b Italien: Gesetz gegen Organhandel, Falun Dafa Informationszentrum, 3. Dezember 2016, abgerufen am 6. Dezember 2016.
  46. Wien: Historischer Beschluss gegen Organraub in China, oe24, 11. April 2017, abgerufen am 25. April 2017
  47. Wien verurteilt Organraub in China: Gemeinderat fasst historischen Beschluss, Epoch Times, 12. April 2017, abgerufen am 25. April 2017
  48. Wiens Resolution gegen Organraub in China: Wie kam es dazu?, Epoch Times, 13. April 2017, abgerufen am 25. April 2017
  49. „Hospitals ban Chinese surgeon training“, The Sydney Morning Herald, 5. Dezember 2006, abgerufen am 12. Dezember 2015
  50. „Australia Senate vote opposes live organ harvesting in China“, Asian American Press, 14. April 2013, abgerufen am 12. Dezember 2015
  51. Australisches Parlament, „Motion no. 1212: Foreign Affairs-China-Organ Harvesting“, 21. März 2013, abgerufen am 12. Dezember 2015
  52. DAFOH, „Australian Senate unanimously passed a motion to oppose the practice of unethical organ harvesting in China“, 21. März 2013, abgerufen am 12. Dezember 2015
  53. Dr. Jacob Lavee, „The Impact of the Use of Organs from Executed Prisoners“ in State Organs: Transplant Abuse in China von David Matas und Torsten Trey, Seraphim Editions (2012), Seiten 108–113
  54. Ian Austen, „Chinese Call Prompts CBC to Pull Show“, New York Times, 9. November 2007, abgerufen am 12. Dezember 2015
  55. Colin Freeze, „CBC pulls Falun Gong documentary“, The Globe and Mail, 8. November 2007, abgerufen am 12. Dezember 2015
  56. Irwin Cotler, BILL C-561, 6. Dezember 2013, abgerufen am 9. März 2017
  57. BILL C-561, 6. Dezember 2013, abgerufen am 9. März 2017
  58. Matthew Little, „Canada Raises Organ Harvesting at UN“The Epoch Times, 15. März 2014, abgerufen am 9. März 2017
  59. Amanda Connolly, Tory MP to revive Cotler's organ trafficking bill, iPolitics, 4. April 2017, abgerufen am 7. April 2017
  60. Limin Zhou, Tory MP Revives Liberal Bill Fighting Forced Organ Harvesting, Epoch Times, 6. April 2017, abgerufen am 7. April 2017
  61. Congressional-Executive Commission on China, „Jahresbericht 2009“, abgerufen am 12. Dezember 2015
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  63. Dana Rohrabacher
  64. a b Joint Hearing Before the Subcommittee on Oversight and Investigations and the Subcommittee on Africa, Global Health, and Human Rights of the Committee on Foreign Affairs, United States House of Representatives, “Organ Harvesting of Religious and Political Dissidents by the Chinese Communist Party”, 12. September 2012, abgerufen am 12. Dezember 2015
  65. a b Matthew Pennington, „House panel calls on China to end organ harvesting“, Associated Press, 30. Juli 2014, abgerufen am 12. Dezember 2015
  66. Lydia Smith, „US Calls for China to End ‚State-Sanctioned Harvesting of Human Organs‘ From Prisoners“,International Business Times, 31. Juli 2014, abgerufen am 12. Dezember 2015
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  69. 114th Congress, 2st Session, H. RES. 343 (16. März 2016), House of Representatives, abgerufen am 14. Juni 2016
  70. Markup: H. Res. 343, House Committee of Foreign Affairs, 16. März 2016, abgerufen am 2. Mai 2016
  71. H.Res.343 — 114th Congress (2015-2016), US-Repräsentantenhaus, 13. Juni 2016, abgerufen am 14. Juni 2016
  72. CTVNews.ca Staff, Report alleges China killing thousands to harvest organs, CTVNews, 23. Juni 2016, abgerufen am 9. September 2016
  73. Peggy Chang, US Legislator: China’s Organ Harvest ‚Nazi-like‘, VOA News, 25. Juni 2016, abgerufen am 9. September 2016
  74. Arthur Caplan, „Stop killing for parts: Why we must boycott China’s organ trade“, NBCNEWS.com, 30. September 2011, abgerufen am 12. Dezember 2015
  75. Arthur Caplan, „The Use of Prisoners as Sources of Organs–An Ethically Dubious Practice“,The American Journal of Bioethics, 11(10): 1–5, 2011, abgerufen am 12. Dezember 2015
  76. Huige Li, „Was hinter Chinas neuer Ankündigung steckt“, Ärzte Zeitung online, 9. Februar 2015, abgerufen am 12. Dezember 2015
  77. a b c d Chinas Organraub: Fachjournal sperrt chinesische Transplantationsärzte lebenslang, Epoch Times, 8. Februar 2017, abgerufen am 10. Februar 2017
  78. a b Wurden Organe von Hingerichteten verpflanzt?, Spiegel Online, 10. Februar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017
  79. a b Dalmeet Singh Chawla, Study retraction reignites concern over China’s possible use of prisoner organs, Science, 6. Februar 2017, abgerufen am 10. Februar 2017
  80. David Kilgour, David Matas, „TEDxMünchen 2015“, 10. November 2015, abgerufen am 21. Mai 2016
  81. Michael Tokarski, „Mörderischer Organhandel“, TV-Wissen, Ausgabe 3/16, Seiten 10/11
  82. „Das Geschäft mit dem Tod“, HÖRZU, Ausgabe 6/16, 5. Februar 2016
  83. „Ausgeschlachtet“ - Das Geschäft mit dem Tod, HÖRZU-Online, 17. Februar 2016, abgerufen am 2. Mai 2016
  84. Ausgeschlachtet Organe auf Bestellung, 3sat, 18. Februar 2016, abgerufen am 22. April 2016
  85. Einführung zur Dokumentation, Magazin Nano auf 3SAT, 18. Februar 2016, abgerufen am 22. April 2016
  86. „Scobel - Organhandel - Der Wert des Menschen“ - Gesprächsrunde, 3sat, 18. Februar 2016, abgerufen am 22. April 2016
  87. Huige Li, Interview zu „Ausgeschlachtet – Organe auf Bestellung“, 3sat, 18. Februar 2016, ZDF-Mediathek, abgerufen am 13. April 2016
  88. Schriftliche Erklärung zu Maßnahmen gegen Organentnahmen bei Gefangenen aus Gewissensgründen in China, Europäisches Parlament, 27. April 2016, abgerufen am 14. Juli 2016
  89. Schriftliche Erklärung 48-2016 Ergebnis: 413 Stimmen, Europaparlament, abgerufen am 28. Juli 2016
  90. Verlesung der Schriftlichen Erklärung 48 durch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, EU-Parlament in Straßburg, 12. September 2016, abgerufen am 19. September 2016
  91. a b David Kilgour, Blood Harvest / The Slaughter – An Update (PDF), End Organ Pillaging, Seite 428, abgerufen am 26. August 2016
  92. a b Mark Casper, China continues to harvest organs of prisoners: report, JURIST, 24. Juni 2016, abgerufen am 5. September 2016.
  93. Nathan Vanderklippe, Report alleges China killing thousands to harvest organs, The Globe and Mail, 22. Juni 2016, abgerufen am 9. September 2016
  94. Terry Glavin, Glavin: China’s harvest of human organs tells us what we need to know about human rights, Ottawa Citizen, 22. Juni 2016, abgerufen am 9. September 2016
  95. Gabriel Samuels, China kills millions of innocent meditators for their organs, report finds, The Independent, 29. Juni 2016, abgerufen am 26. August 2016
  96. Megan Palin, ‘A bloody harvest’: Thousands of people slaughtered for their organs, new report reveals, News.com, 28. Juni 2016, abgerufen am 7. September 2016
  97. CNN WIRE, Report: China still harvesting organs from prisoners at a massive scale, FOX8, 26. Juni 2016, abgerufen am 9. September 2016
  98. Debatte im britischen Unterhaus Forced Organ Removal: China, 11. Oktober 2016, abgerufen am 3. November 2016
  99. Debatte im britischen Unterhaus in BBC Forced Organ Removal: China, 15. Oktober 2016, abgerufen am 3. November 2016
  100. Internationales Experten-Forum der WOIPFG in Berlin, Organraub in China: Staatsverbrechen mit Völkermord-Dimension – „Es geht uns alle an“, Epoch Times, 29. Oktober 2016, abgerufen am 31. Oktober 2016
  101. a b c Renate Lilge-Stodieck, Scharfes Gesetz gegen Organhandel von Italiens Parlament verabschiedet – Betrifft auch Organtourismus nach China!, Epoch Times, 9. Dezember 2016, abgerufen am 10. Dezember 2016.
  102. a b Jahresbericht 2015/2016 der Bundesärztekammer, 6. Dezember 2016, abgerufen am 10. Dezember 2016.
  103. Statement der Leiterin der Vertrauensstelle Transplantationsmedizin Rissing-van Saan, PDF, 6. Dezember 2016, abgerufen am 10. Dezember 2016.
  104. Video des Statements der Leiterin der Vertrauensstelle Transplantationsmedizin Rissing-van Saan, Youtube, 6. Dezember 2016, abgerufen am 10. Dezember 2016.