Ormeniș (Brașov)

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Ormeniș
Irmesch
Ürmös
Wappen von Ormeniș (Brașov)
Ormeniș (Brașov) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Brașov
Koordinaten: 46° 0′ N, 25° 33′ OKoordinaten: 46° 0′ 16″ N, 25° 33′ 13″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 476 m
Fläche: 31,76 km²
Einwohner: 1.976 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 507150
Telefonvorwahl: (+40) 02 68
Kfz-Kennzeichen: BV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Ormeniș
Bürgermeister: János Gergely (UDMR)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 291
loc. Ormeniș, jud. Brașov, RO–507150
Website:

Ormeniș [ormeˈniʃ] (deutsch Irmesch, ungarisch Ürmös)[2] ist eine Gemeinde im Kreis Brașov, in Siebenbürgen, Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Ormeniș im Kreis Brașov

Ormeniș liegt südöstlich des Siebenbürgischen Beckens am linken Ufer des Olt (Alt), westlich der Baraolter Berge (Munții Baraolt) im Nordosten des Kreises Brașov. An der Bahnstrecke Teiuș–Brașov und an der Kreisstraße (drum județean) DJ 131B, etwa 12 Kilometer nördlich von der Europastraße 60 bei Măieruș (Nußbach), liegt Ormeniș ca. 45 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt) entfernt.

Die Kleinstadt Baraolt im Kreis Covasna, befindet sich etwa zehn Kilometer nordöstlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ormeniș wurde erstmals (nach unterschiedlichen Angaben) 1694[3] oder 1721[4] urkundlich erwähnt. Eine Besiedlung der Region deutet nach archäologischen Funden auf dem Berg Țepea Ormenișului (ung. Urmöstepej) in die Frühgeschichte. Auf der Ostseite des Berges befindet sich nach Angaben von M. Roska ein noch nicht erforschtes Hügelgrab.[5] Im Königreich Ungarn befand sich Augustin im Stuhlbezirk Kőhalom (heute Rupea) im Groß-Kokelburger Komitat.

Zu Ormeniș gehörte der Ort Augustin, dieser wurde 2005 ausgegliedert.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Volkszählung 1850 wurden in Ormeniș 927 Menschen gezählt. 593 davon waren Magyaren, 276 waren Rumänen und 58 waren Roma. Seit der offiziellen Erhebung von 1850 wurde auf dem Gebiet des Ortes die höchste Einwohnerzahl (2041) 1977 registriert. Die höchste Zahl der Magyaren (1208) und die der Rumänen (728) wurde 1966, und die der Roma (829) 2011 ermittelt. Bei fast jeder Erhebung wurden auch Rumäniendeutsche registriert, die höchste Einwohnerzahl (5) wurde 1992 ermittelt. Des Weiteren bekannte sich 2002 einer als Ukrainer.[7] 2011 lebten in Ormeniș 1976 Menschen. 829 waren Roma, 757 waren Magyaren, 349 waren Rumänen und 3 bekannten sich als Deutsche. Restliche machten keine Angaben zu ihrer Ethnie.[1]

Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung ist die Agrikultur und die Viehzucht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die unitarische Kirche[8] etwa 1787 errichtet und die rumänisch-orthodoxe Kirche Sf. Nicolae[9] etwa 1896 errichtet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Ignaz Lenk von Treuenfeld: Siebenbürgens geographisch-, topographisch, statistisch-, hydrographisch und orographisches Lexikon, Anton Strauß's Witwe, Wien 1839, S. 363.
  3. Angaben auf der Website der Gemeinde (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.primariaormenis.ro, abgerufen am 18. September 2015.
  4. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  5. Institute Of Archaeology − Ormeniș abgerufen am 21. September 2015 (rumänisch)
  6. Rumänisches Parlament: Gesetz zur Bildung einiger Orte (rumänisch; PDF; 142 kB)
  7. Volkszählung, letzte Aktualisierung 1. November 2008 (ungarisch; PDF; 521 kB)
  8. Angaben zur unitarischen Kirche bei biserici.org abgerufen am 22. September 2015 (rumänisch)
  9. Angaben zur orthodoxen Kirche bei biserici.org abgerufen am 22. September 2015 (rumänisch)