Ormož

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Ormož
Wappen von Ormož Karte von Slowenien, Position von Ormož hervorgehoben
Basisdaten
Staat Slowenien
Historische Region Untersteiermark / Štajerska
Statistische Region Podravska (Draugebiet)
Koordinaten 46° 25′ N, 16° 9′ OKoordinaten: 46° 24′ 41″ N, 16° 9′ 16″ O
Fläche 141,6 km²
Einwohner 12.419 (2014)
Bevölkerungsdichte 88 Einwohner je km²
Telefonvorwahl (+386) 2
Postleitzahl 2270
Struktur und Verwaltung
Bürgermeister: Alojz Sok
Postanschrift Ptujska c.
2270 Ormož
Webpräsenz

Ormož (deutsch: Friedau) ist eine 2298 Einwohner zählende Kleinstadt im Nordosten Sloweniens. Ormož liegt in der historischen Region Štajerska (Untersteiermark), nahe der Stadt Ptuj. Sie ist der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde (12.419 Einwohner am 1. Januar 2014).[1] Ormož liegt am linken Ufer der Drau, welche hier die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien bildet.

Friedau um 1820, Lith. von J.F. Kaiser

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Antike hieß die Stadt Curta. Sie wird im Itinerarium Antonini und von Ptolemäus erwähnt.[2]

Im Hochmittelalter war die Stadt im Heiligen Römischen Reich unter dem Namen Holermuos bekannt, woraus sich der heutige Name Ormož entwickelte. Die Stadt erhielt 1293 das Markt- und 1331 das Stadtrecht und hieß dann lange Zeit zu deutsch Friedau. Mit der Gründung des SHS-Staates nach dem Ersten Weltkrieg erhielt die Stadt schließlich ihren heutigen Namen.

Ormož (Friedau), Burg Friedau

Von der Stadt durch eine Mauer getrennt liegt die als Wehrburg an der Grenze zum damaligen Königreich Ungarn von Friedrich von Pettau erbaute Burg Ormož, welche 1278 erstmals erwähnt wird. Im Jahre 1487 musste sich die Stadt gegen einen Einfall von Ungarn behaupten, 1532 hinterließen die vordringenden Osmanen Zerstörung, weiters aufständische ungarische Bauern, die Heiducken, (1605) und die Kuruzen (1704).

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SI-STAT
  2. J. Šašel: Rimske ceste v Sloveniji / Roman roads in Slovenia. In: Arheološka najdišča Slovenije. Ljubljana, 1975, S. 91