Ornat

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Zar Nikolaus II. und Zarin Alexandra Feodorowna kostümiert auf einem Ball im Winterpalast, 11. Februar 1903

Der oder das Ornat (lat. ornatus „(angelegte) Kleidung, Ausstattung“) bezeichnet die festliche Amtstracht eines Geistlichen, Herrschers oder hohen Beamten, die bei feierlichen, weihevollen und repräsentativen Anlässen getragen wird, wie z. B. bei der Krönung der Krönungsornat. Dazu gehören u. a. die Insignien des jeweiligen Amtes, z. B. Krone, Zepter, Bischofsstab.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häufig ist das erstmalige Anlegen des Ornats Teil der Amtseinführung. Der Begriff der Investitur, der damals die Einführung in ein hohes kirchliches Amt oder in einen neuen Lehensbesitz bezeichnete, geht auf das lateinische Wort investire für einkleiden zurück. Die Einkleidung eines Herrschers in neue, geistliche Gewänder hob ihn nicht nur für jedermann sichtbar aus der Masse der Untertanen hervor, sondern dokumentierte vor allem seinen Übertritt vom weltlichen in den geistlichen Stand.

So konnte das Recht, wer die Bischöfe einkleiden (investieren), d. h. in ihr Amt einführen durfte, im Investiturstreit zum Höhepunkt der Auseinandersetzungen der universalen Autoritäten im Mittelalter werden.

Auch im Karneval werden die Gewänder z. B. von Prinz oder Prinzessin als Ornat bezeichnet.

Krönungsornat der römisch-deutschen Kaiser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Krönungsornat der römisch-deutschen Kaiser war vom Hochmittelalter bis zur letzten Kaiserkrönung 1792 in Gebrauch und bestand hauptsächlich aus kostbaren sizilianischen Textilien.

Kirchen-Ornat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung Ornat wird auch als Zusammenfassung der für den Gottesdienst verwendeten Paramente verwendet. Im römischen Ritus der katholischen Kirche versteht man unter einem Ornat gewöhnlich die für ein levitiertes Hochamt gebräuchlichen Paramente gleicher Farbe und gleichen Musters mit Zubehör: eine Kasel mit Stola und Manipel, eine Dalmatik, eine Tunicella, ein Pluviale, eine Palla, eine Bursa und ein Kelchvelum.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chasuble – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Ornat – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. A. Schroll: Die Kunstdenkmäler der Stadt Innsbruck, Band 47 von: Österreichische Kunsttopographie, Zentral-Kommission für Denkmalpflege in Wien, 1986, S. 355; (Ausschnittscan)