Oropa

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Oropa (2005)
Oropa (1953)
Kapellen auf dem Sacro Monte

Oropa ist ein Ortsteil der italienischen Stadt Biella.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa zwölf Kilometer nordwestlich der Stadt Biella in einem Tal, das vom Torrente Oropa durchflossen wird. Eine kurvenreiche Strasse führt von Biella über Favaro zu dem auf ca. 1150 m s.l.m. gelegenen Ort hinauf. Im Jahre 2005 richtete die Region Piemont das Riserva Speciale del Sacro Monte di Oropa (Sondernaturschutzgebiet des Sacro Monte von Oropa) ein, das das gesamte Becken von Oropa bis hinauf zur Grenze mit dem Aostatal umfasst.[1]

Wallfahrtsort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist Oropa als katholischer Wallfahrtsort, der wahrscheinlich an der Stelle eines vorchristlichen Kultusortes entstand. Der heutige Wallfahrtsort besteht aus der alten Wallfahrtskirche, in der die gotische Statue der Schwarzen Madonna aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts verehrt wird, dem Heiligen Berg, der im 17. Jahrhundert angelegt wurde und seit 2003 zusammen mit weiteren acht Sacri Monti im Piemont und der Lombardei zum italienischen UNESCO-Welterbe gehört und der neuen Basilika, die 1960 eingeweiht wurde.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Oropa gibt es für die Pilger diverse Möglichkeiten für Verpflegung und Unterkunft. Es besteht seit 1998 ein botanischer Garten[2] und seit 2012 ein Abenteuerpark.[3]

Im Jahre 1926 wurde die erste Luftseilbahn von Oropa auf die Anhöhe zwischen Monte Camino (2388 m s.l.m.) und Monte Mucrone (2335 m) erbaut. 1962 wurde die Seilbahn parallel zur alten Strecke neu erbaut und 2001 komplett überholt.[4] Bei der Bergstation auf ca. 1810 m Höhe stehen zwei Berghäuser, das Rifugio Savoia und das Rifugio Rosazza. Von der Station aus führt ein Wanderweg zum südwestlich gelegenen Lago del Mucrone (1894 m).

Seit 1874 gibt es in Oropa ein meteorologisches und seismographisches Observatorium. Es wurde von Francesco Denza (1834–1894), einem Pater der Barnabiten aus Neapel, gegründet.[5]

Am 4. Juli 1911, nur zwei Jahre nach dem Beginn der Bauarbeiten, wurde die elektrische Schmalspurbahn (Verrovia Biella-Oropa) eröffnet. Sie hatte eine Länge von ca. 14 km und überwand einen Höhenunterschied von ca. 800 m. Die Bahn absolvierte ihre letzte Fahrt am 29. März 1958 und wurde dann durch eine Buslinie ersetzt.[6]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sechsmal war Oropa Etappe des Giro d’Italia:

Jahr Etappe Datum Etappenstart und -ziel km Etappensieger Gesamtsieger
1963 11ª 29. Mai Asti > Oropa 130 ItalienItalien Italien: Vito Taccone ItalienItalien Italien: Diego Ronchini
1993 20ª 11. Juni Turin > Oropa 162 ItalienItalien Italien: Massimo Ghirotto SpanienSpanien Spanien: Miguel Indurain
1999 15ª 30. Mai Racconigi > Oropa 160 ItalienItalien Italien: Marco Pantani ItalienItalien Italien: Marco Pantani
2007 13ª 25. Mai Biella > Oropa
(Einzelzeitfahren)
12,6 ItalienItalien Italien: Marzio Bruseghin ItalienItalien Italien: Danilo Di Luca
2014 14ª 24. Mai Agliè > Oropa 184 ItalienItalien Italien: Enrico Battaglin KolumbienKolumbien Kolumbien: Rigoberto Urán
2017 14ª 20. Mai Castellania > Oropa 131 NiederlandeNiederlande Niederlande: Tom Dumoulin NiederlandeNiederlande Niederlande: Tom Dumoulin

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Oropa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Riserva sacro monte auf santuariodioropa.it (italienisch) abgerufen am 19. Mai 2018
  2. Giardino botanico auf santuariodioropa.it (italienisch) abgerufen am 19. Mai 2018
  3. Le Funivie di Oropa e il Parco Avventura auf santuariodioropa.it (italienisch) abgerufen am 19. Mai 2018
  4. Storia auf funivieoropa.it (italienisch) abgerufen am 19. Mai 2018
  5. Osservatorio di Oropa auf osservatoriodioropa.it (italienisch) abgerufen am 19. Mai 2018
  6. La storia auf ferroviabiellaoropa.it (italienisch) abgerufen am 19. Mai 2018

Koordinaten: 45° 37′ 33″ N, 7° 58′ 57,8″ O