Ortenburg

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Ortenburg in Bayern, zu anderen Bedeutungen siehe Ortenburg (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Ortenburg
Ortenburg
Deutschlandkarte, Position des Marktes Ortenburg hervorgehoben
48.53333333333313.216666666667358Koordinaten: 48° 32′ N, 13° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 358 m ü. NHN
Fläche: 60,73 km²
Einwohner: 6977 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94496
Vorwahl: 08542
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 138
Marktgliederung: 112 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Am Stausee 1
94496 Ortenburg
Webpräsenz: www.ortenburg.de
Bürgermeister: Stefan Lang (CSU)
Lage des Marktes Ortenburg im Landkreis Passau
Landkreis Deggendorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Freyung-Grafenau Passau Witzmannsberg Windorf Wegscheid Vilshofen an der Donau Untergriesbach Tittling Tiefenbach (bei Passau) Thyrnau Tettenweis Sonnen Salzweg Ruhstorf an der Rott Ruderting Rotthalmünster Pocking Ortenburg Obernzell Neukirchen vorm Wald Neuhaus am Inn Neuburg am Inn Malching Kößlarn Kirchham (Landkreis Passau) Hutthurm Hofkirchen (Donau) Hauzenberg Haarbach Bad Griesbach im Rottal Fürstenzell Fürstenstein Eging am See Büchlberg Breitenberg (Niederbayern) Beutelsbach Bad Füssing Aldersbach Aidenbach Aicha vorm Wald ÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Die evangelische Marktkirche.

Ortenburg ist ein Markt im niederbayerischen Landkreis Passau und staatlich anerkannter Erholungsort.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Ortenburg liegt im sogenannten Klosterwinkel sowie im Holzland südlich der Donau und nördlich der Rott in der typischen Unterbayerischen Hügellandschaft. Großteile der Gemeinde befinden sich im Wolfachtal. Ortenburg selbst liegt direkt an der Wolfach, welche bei Vilshofen in die Donau mündet.

Der Markt Ortenburg liegt 20 km westlich von Passau, 10 km südlich von Vilshofen an der Donau, 12 km nordwestlich von Bad Griesbach und 20 km nördlich von Pocking.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Benachbarte Gemeinden sind Haarbach, Beutelsbach, Vilshofen an der Donau, Fürstenzell, Bad Griesbach im Rottal. Etwas weiter entfernt sind die Städte Pocking und Passau.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Ortenburg hat 112 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Der Markt Ortenburg um das Jahr 1620 nach einem Aquarell des Malergrafen Friedrich Casimir.
Gezeichnete „Luftaufnahme“ Ortenburgs von Graf Friedrich Casimir um 1625

Der im Wolfachtal liegende Markt Ortenburg kann auf eine etwa 900-jährige Geschichte zurückblicken. Etwa 1120 ließen sich die Grafen von Ortenburg nieder. Zur selben Zeit traten die Edelfreien von Kamm auf. Diese zogen im Laufe des 13. Jahrhunderts nach Hals. Die Grafen von Ortenburg, welche dem Hause der Spanheimer entstammen, errichteten hingegen über dem Ort ihre Stammburg, welche später der Mittelpunkt ihrer reichsunmittelbaren Grafschaft Ortenburg wurde.

Die Grafen zählten von jeher zu den angesehensten und mächtigsten Geschlechtern des bayerischen Hochadels, so dass sie an Macht und Besitz mit den Wittelsbachern wetteiferten. Ihre größte Besitzausdehnung hatten sie im 12. und 13. Jahrhundert, wo sich ihre Besitzungen vom Brixental bis weit in die Oberpfalz erstreckten.

Im 13. und 14. Jahrhundert erschien die Familie der Tuschl aus Söldenau. Sie stiegen von Ministerialen der Grafen von Hals und Ortenburg bis in den Rang des Ritters auf. Im 14. Jahrhundert prägten sie den niederbayerischen Raum nachhaltig mit der Errichtung zahlreicher Burgen, wie mit dem Bau ihrer Stammburg Schloss Söldenau. Ein Mitglied der Familie, Heinrich Tuschl, galt als einer der reichsten Edelmänner seiner Zeit. Er ist ebenso der berühmte Ritter Allein in der gleichnamigen Sage. Mit dem Tod seines Sohnes Schweikers III. erlosch das Rittergeschlecht.

Unter der Regentschaft Graf Wolfgangs wurden der Markt und das Stammschloss im Landshuter Erbfolgekrieg im Jahre 1504 geplündert und gebrandschatzt. Ursprünglich hieß das ansässige Grafengeschlecht und der Ort Ortenberg. Im Jahre 1531 benannte der damals regierende Reichsgraf Christoph, aufgrund eines Erbstreites, seine Grafschaft und den Ort in Ortenburg um. Mit der Namensänderung wollte die gräfliche Familie ihre Erbansprüche auf die Kärntner Grafschaft Ortenburg verdeutlichen. Die Ortenburger Reichsgrafen gewannen diesen Streit jedoch nicht, da keinerlei Verwandtschaftsgrade mit dem ausgestorbenen Adelsgeschlecht vorhanden waren. Die Ortsumbenennung blieb aber bis heute bestehen.

1563 führte Graf Joachim, gestützt auf den Augsburger Religionsfrieden von 1555, in Ortenburg die lutherische Lehre ein. Ortenburg wurde dadurch zu einer Enklave im katholischen Umland. 1626, während des Dreißigjährigen Krieges, siedelte Graf Friedrich Casimir Glaubensflüchtlinge aus Österreich rund um Ortenburg an, woraus die Ortsteile Vorder- und Hinterhainberg entstanden.

Durch Gräfin Amalia Regina wurde 1703 die allgemeine Schulpflicht in Ortenburg eingeführt – 99 Jahre vor der Einführung in Bayern. 1805 tauschte Graf Joseph Carl die Reichsgrafschaft Ortenburg gegen das ehemalige Klosteramt Tambach. Ortenburg wurde somit bayerisch. Die Grafen leben seit dieser Zeit in Tambach bei Coburg.

1892 wurde in Ortenburg die katholische Kirche von Johann Baptist Schott in neuromanischem Stil erbaut, 1899 wurde die katholische Expositur Ortenburg zur selbständigen Pfarrei erhoben.

Religionen[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, erbaut 1892 bis 1894.

Ortenburg war ursprünglich eine evangelische Enklave im katholischen Umland. Heute existieren folgende Pfarreien im Gemeindegebiet:

  • Evangelische Pfarrei Ortenburg
  • Katholische Pfarrei Dorfbach
  • Katholische Pfarrei Holzkirchen
  • Katholische Pfarrei Neustift
  • Katholische Pfarrei Ortenburg
  • Katholische Pfarrei Sammarei
  • Katholische Pfarrei Unter-/Oberiglbach

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Königbach eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam ein Teil der aufgelösten Gemeinde Dorfbach hinzu.[3] Am 1. Mai 1978 wurden die Gemeinde Wolfachau und Teile der aufgelösten Gemeinde Voglarn eingegliedert.[4] Durch die Gemeindegebietsreformen von 1972 bis 1978 wurde Ortenburg zur flächenmäßig drittgrößten Gemeinde im Landkreis Passau.

Am 1. Januar 1982 kamen schließlich noch Gebietsteile der Stadt Griesbach im Rottal mit damals etwa 40 Einwohnern hinzu.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Der Marktplatz von Ortenburg
Jahr Einwohnerzahlen
1. Dezember 1840 4422
1. Dezember 1871 4682
1. Dezember 1900 4859
16. Juni 1925 5252
17. Mai 1939 5372
13. September 1950 7444
6. Juni 1961 6173
27. Mai 1970 6305
25. Mai 1987 6546
1999 7172
31. Dezember 2001 7265
31. Dezember 2002 7283
31. Dezember 2003 7300
31. Dezember 2004 7263
31. Dezember 2005 7323
31. Dezember 2006 7188
31. Dezember 2007 7130
31. Dezember 2008 7139
31. Dezember 2009 7126
31. Dezember 2010 7064
31. Dezember 2011 7051

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Der Marktgemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl 2014 wie folgt zusammen:

Bürgermeister[Bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit der Kommunalwahl 2014 Stefan Lang (CSU), der den von den ÜW gestellten ersten Bürgermeister Hans Halser, Reinhold Hoenicka (CSU) und Fritz Gebessler (CSU) nachfolgt. Stefan Lang wurde mit 66,49 % ins Amt gewählt.

Zweiter Bürgermeister ist Ludwig Nothaft (CSU) , dritter Bürgermeister Heinrich Stocker (ÜW).

Verwaltung[Bearbeiten]

Die Gemeindeverwaltung Ortenburg ist aufgeteilt in das Verwaltungsgebäude Unteriglbach und das Rathaus in Ortenburg.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Auf rotem Grund ein schrägrechter silberner Wechselzinnen-Balken.

Das heutige Wappen der Gemeinde orientiert sich am Familienwappen der ehemals in Ortenburg ansässigen Grafen von Ortenburg. Ein ehemals verwendetes Wappen, welches in der Mitte geteilt war, mit dem Wechselzinnen-Balken in der oberen Hälfte und einer Burg in der unteren, ist heute nicht mehr überliefert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theater[Bearbeiten]

Das Theater Maskara führt die alte Tradition der Commedia dell'Arte fort und erzählt Märchen für Jung und Alt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Schloss Ortenburg[Bearbeiten]

Rapoto I., regierender Graf von etwa 1120–1186, ließ um das Jahr 1120 die Ortenburg erbauen, diese wurde aber im Jahr 1192 von Herzog Leopold von Österreich abgebrannt. Im Landshuter Erbfolgekrieg wurde die Burg Ortenburg 1504 erneut zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte aber erst in den Jahren 1562 bis 1567 durch Graf Joachim. Seit 1972 ist Schloss Ortenburg in Privatbesitz. Das Schloss wurde zwischen 1972 bis 1991 aufwendig restauriert und beherbergt nun ein Schlossmuseum mit prunkvollem Renaissance-Innenhof mit Arkaden und der berühmten Renaissance-Holzkassettendecke in der Schlosskapelle.

Ursprünglich gab es in Ortenburg noch eine zweite Burg. Diese beiden Burgen gaben den Ortsteilen Hinterschloß und Vorderschloß den Namen. Die heutige zu besichtigende Burg ist das ältere Schloss der beiden und wurde damals Alt-Ortenburg genannt. Schloss Neu-Ortenburg im Ortsteil Hinterschloß wurde während der Napoleonischen Kriege von französischen Truppen zerschossen und die Ruine Ende des 19. Jahrhunderts vollständig abgetragen. Erhalten blieb jedoch unter den Grundmauern ein weit verzweigtes Tunnelsystem, welches unter dem sogenannten „Trompetergraben“ durchführt und beide Burgen miteinander verband und noch bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts als Abkürzung bzw. während der Weltkriege als Versteck und Fluchttunnel genutzt wurde. Mitte der 70er wurden die Haupteingänge jedoch verschüttet und für unbenutzbar erklärt.

Im Jahre 2004 wurde im heutigen Wildpark neben dem Schloss, dem ehemaligen Schlosspark, durch eine Grabung ein „abschlagbares Pomeranzenhaus“ entdeckt. Es gehört zum seltenen Gardasee-Typus, dessen Existenz in Deutschland hier erstmals belegt wurde. Es soll nun eine Dauerausstellung über das Pomeranzenhaus und die Gartenkunst im Passauer Land eingerichtet werden. Die Rekonstruktion des Pomeranzenhauses ist geplant.

Marktkirche[Bearbeiten]

Die evangelische Marktkirche prägt von Süden her kommend bereits von Weitem das Bild des Ortes. Die Kirche gehört aufgrund ihrer eng mit der ehemaligen Reichsgrafschaft verbundenen Geschichte zu den kulturhistorisch bedeutendsten Gebäude des Ortes. Einst war sie eine ehemalige Wallfahrtskapelle Zu unseren Lieben Frauen vor dem Markt. Nach der Bestätigung der Reichsunmittelbarkeit der Grafschaft im Jahre 1573 begann die große Umgestaltung der Kirche, wodurch sie zur evangelisch-lutherischen Pfarrkirche wurde. Zwischen 1703 und 1706 erhielt sie schließlich ihre heutige Gestalt. Die Kirche ist für ihre zahlreichen prunkvollen Grabdenkmäler der ehemals ansässigen Grafen bekannt.

St. Laurentius[Bearbeiten]

Die evangelische St.-Laurentius-Kirche.

Die evangelische Kirche St. Laurentius im Ortsteil Steinkirchen gilt als eine der ältesten Kirchen im Wolfachtal. Sie ist durch ihren Beinamen Steinkirchen auch Namensgebend für den Ort. Bis zur Reformation in Ortenburg war sie eine der größten katholischen Pfarrkirchen des Passauer Raumes. Seit der Reformation wird sie als Friedhofskirche verwendet. Die Kirche gilt als kunsthistorisches Kleinod dank ihrer zahlreichen Grabdenkmälern und ihrem historischen Friedhof.

Konfirmanden-Haus[Bearbeiten]

Das Konfirmanden-Haus gehört zu den Wahrzeichen Ortenburgs. Nähert man sich dem Ort aus Richtung Süden, kann man schon sehr früh den imposanten roten dreigeschossigen Ziegelbau aus dem 19. Jahrhundert erkennen. Seit 1892 wurden dort evangelische Kinder aus der Diaspora Niederbayerns und der Oberpfalz auf die Konfirmation vorbereitet.

Heute ist das Konfirmanden-Haus eines der beiden modernen Internatsgebäude, die zur Evangelischen Realschule Ortenburg gehören.

Wallfahrtskirche Sammarei[Bearbeiten]

Im Ortsteil Sammarei steht eine bedeutende Wallfahrtskirche.

Sport[Bearbeiten]

Ortenburg bietet viele Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten, wie zum Beispiel das Freibad, mehrere Tennisplätze und eine Minigolfanlage in Unteriglbach sowie diverse Fußballplätze innerhalb der Gemeinde. Diverse Vereine für Eisstockschießen, Schach, Fußball, Fechten, Leichtathletik und Turnen runden das reichhaltige Angebot ab. Des Weiteren stehen auch Rad- und Wanderwege zur Verfügung.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Ritterspiele[Bearbeiten]

Im zweijährigen Rhythmus finden die Ortenburger Ritterspiele statt. Zu sehen sind zum Beispiel:

  • ein mittelalterlicher Markt
  • der prunkvolle Einzug des Herzogs mit Gemahlin und großem höfischen Gefolge mit über 200 Mitwirkenden
  • Mittelalterliche Turnierspiele „Die Ritter von Camelot

Ortenburger Schlosskultur[Bearbeiten]

Die Ortenburger Schlosskultur ist eine Veranstaltungsreihe, deren Angebote ein breites Spektrum über Konzerte, Vorträge und Ausstellungen bietet. Zusammengestellt wird dies vom Förderkreis Bereich Schloss Ortenburg. Die einzelnen Veranstaltungen sind auf der Webseite des Vereins aufgeführt.

Ortenburger Volksfest[Bearbeiten]

Das Ortenburger Volksfest Anfang August zählt zu den größten Festen des Landkreises.

Parks[Bearbeiten]

Seit Jahrzehnten bietet Ortenburg mit dem Vogelpark Irgenöd und dem Wildpark Ortenburg ein Ausflugsziel für Touristen und Einheimische. Beide sind vom 1. April bis 31. Oktober für Besucher geöffnet (der Wildpark nur bei gutem Wetter auch an Wochenenden im Winter).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Vielschichtige mittelständisch geprägte Wirtschaft mit zahlreichen, international erfolgreichen Firmen

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Über die 15 km entfernte Anschlussstelle Passau-Mitte besteht Anschluss an die Bundesautobahn 3. Die Bundesstraße 8 ist über das 10 km entfernte Vilshofen zu erreichen.

Öffentliche Busverbindungen bestehen unter anderem zu den Bahnhöfen nach Vilshofen und Passau. Das Fahrplanangebot richtet sich hauptsächlich an Schüler und Berufstätige. Es besteht nur werktags tagsüber unregelmäßig und endet bereits am frühen Abend.

Die 1908 eröffnete Eisenbahnstrecke Vilshofen-Ortenburg wurde 1962 zum Teil stillgelegt. Auf Teilen des Bahndammes wurde 2002 ein Radweg von Ortenburg nach Maierhof errichtet, welcher 2010 bis nach Vilshofen weitergeführt wurde. Für den Güterverkehr ist die Bahnstrecke bis Maierhof weiterhin in Betrieb.

Medien[Bearbeiten]

Die lokale Zeitung ist der Vilshofener Anzeiger, welcher der Passauer Neuen Presse angehört.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Es gibt einige öffentliche Einrichtungen in der Gemeinde. Die Verwaltung für die Bürger der Gemeinde ist im ausgelagerten Verwaltungsgebäude im Ortsteil Unteriglbach zu finden. Im historischen Rathaus im Zentrum Ortenburgs ist die Touristeninformation, sowie die Gemeindebücherei untergebracht. Weiters gibt es im Gemeindegebiet zehn Freiwillige Feuerwehren. Das Bayerische Rote Kreuz ist mit einer Rotkreuzbereitschaft, einer Wasserwacht-Ortsgruppe und einer Sozialstation vertreten. In der Fürstenzeller Straße befindet sich mit dem 2005 errichteten Inge-Gabert-Haus das neue Seniorenzentrum.

Bildung[Bearbeiten]

Der Markt Ortenburg besitzt drei Kindergärten im Gemeindegebiet, einen evangelischen und einen katholischen im Ort selbst sowie einen katholischen in Neustift. Darüber hinaus gibt es eine Grund- und Hauptschule mit Ganztagsbetreuung in Ortenburg, eine Grundschule in Neustift, die Evangelische Realschule Ortenburg mit Internat und die Columba-Neef-Realschule in Neustift. Des Weiteren bietet die Volkshochschule Ortenburg Fortbildungen für Erwachsene an.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

In Ortenburg fanden Außenaufnahmen der ZDF-Fernsehserie Forsthaus Falkenau für den erfundenen Ort Küblach statt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/202248&attr=OBJ&val=753
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 586.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 620 und 621.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 814.
  6. Aufsatz von Norbert Willisch

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ortenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien