Ortskraft

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Eine Ortskraft ist ein Mitarbeiter einer staatlichen oder privaten Einrichtung des Inlandes, der im Ausland zur Tätigkeit in diesem Land eingestellt worden ist. Es handelt sich in diesen Fällen daher nicht um eine Entsendung.[1]

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiele für die Inanspruchnahme von Ortskräften (in der Regel neben entsandten Mitarbeitern) sind:

  1. Beschäftigte von Auslandsvertretungen, vgl. Diplomatenstatus
  2. Beschäftigte an Auslandsschulen[2] und dem Goethe-Institut

Rechtliche Einordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im öffentlichen Dienst Deutschlands gelten Ortskräfte deutscher Dienststellen im Ausland gem. § 91 Abs. 1 Nr. 1 BPersVG nicht als Beschäftigte im Sinne des § 4 BPersVG.[3]

Debatte über Schutz für Ortskräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 wurde afghanischen Ortskräften, die auf Grund ihrer Tätigkeit für die Bundeswehr in ihrem Heimatland in Gefahr geraten sind, Schutz in Form von Einreise- und Aufenthaltsmöglichkeiten in Deutschland gewährt,[4][5] was von der afghanischen Regierung kritisiert wurde.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. TK-Lex: Entsendung
  2. Bundesverwaltungsamt: Ortskraft
  3. vgl. ausführlich auch BVerwG, Beschluss v. 9.3.2012 – 6 PB 27.11 (pdf)
  4. Süddeutsche Zeitung vom 18. April 2013: Deutschland bietet afghanischer Ortskraft erstmals Asyl an
  5. TAZ vom 25. November 2013: Regierung zieht keine Konsequenzen
  6. DER SPIEGEL vom 18. April 2013: Afghanistan: Karzai protestiert gegen Asyl-Angebote für Bundeswehr-Helfer