Orzysz

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Orzysz
Wappen von Orzysz
Orzysz (Polen)
Orzysz
Orzysz
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Pisz
Fläche: 8,16 km²
Geographische Lage: 53° 48′ N, 21° 57′ OKoordinaten: 53° 48′ 20″ N, 21° 56′ 45″ O
Einwohner: 5783
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 12-250[2]
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NPI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK 16: GrudziądzOlsztynMrągowoMikołajkiEłkAugustówOgrodniki (–Litauen)
DK 63: (Russland–) PerłyWęgorzewoGiżyckoPiszKolnoSławatycze (–Weißrussland)
Schienenweg: Czerwonka–Ełk (kein regulärer Betrieb)
Nächster int. Flughafen: Warschau
Danzig
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 27 Schulzenämter
Fläche: 363,49 km²
Einwohner: 9350
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2816023
Verwaltung (Stand: 2014)
Bürgermeister: Tomasz Jakub Sulima
Adresse: ul. Giżycka 15
12-250 Orzysz
Webpräsenz: www.orzysz.pl



Orzysz [ˈɔʒɨʃ] (deutsch Arys) ist eine Stadt mit Sitz der Stadt- und Landgemeinde Orzysz im Powiat Piski (Kreis Johannisburg) der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Orzysz liegt in der Masurischen Seenplatte im historischen Ostpreußen zwischen einem nordöstlichen Arm des Spirdingsees (polnisch Jezioro Śniardwy) und dem Aryssee (polnisch Jezioro Orzysz). Die Kreisstadt Pisz (deutsch Johannisburg) liegt 18 Kilometer in südwestlicher Richtung.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name kommt aus dem Altpreußischen und geht auf prußisch oras: Luft, Witterung zurück (indogermanisch: -er/ -or). Die Schreibung des Ortsnamens variierte in den historischen Dokumenten: Arisz (1443), Aris (1507), Orsesche (1550), Arys (1790).

In der masurischen Sprache wurde der Ort etwa „Orsisch“ ausgesprochen. Für den im 19. Jahrhundert aufkommenden polnischen Nationalismus stellte die masurische Sprache eine verwässerte polnische Mischsprache dar; ähnlich dem sogenannten Wasserpolnisch. Daraus wurden zweierlei Forderungen abgeleitet: die Anbindung Masurens an die polnische Republik und die Rückbesinnung auf das Hochpolnische. In diesem Sinne schuf man in Polen für den ostpreußischen Ort den Namen „Orzysz“.[3] Im Rahmen der Polonisierung wurde der Ort nach 1945 entsprechend umbenannt.

Die Stadt Orzysz (Arys)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arys am Spirdingsee südöstlich von Königsberg und südlich der Stadt Lötzen auf einer Landkarte von 1908.
Geschäftsstraße

Als 1867 der Aryssee abgesenkt wurde, kamen Reste einer Siedlung zum Vorschein, die von Experten in die frühe Bronze- und Eisenzeit, also 1000 bis 300 v. Chr., eingeordnet wurden. Der im 2. Jahrhundert n. Chr. lebende Geograph Claudius Ptolemäus erwähnt die „Galindae“ (Γαλίνδαι) als Bewohner der Gegend,[4] einen der Stämme der Prußen. Der Archäologe Gaerte nimmt an, dass ein Großteil der Galinder mit den Goten gezogen ist und dass das schwach besiedelte Gebiet nach und nach friedlich von Masowiern bezogen wurde, was dazu führte, dass aus Galinden schließlich Masuren wurde. Nach der Eroberung durch den Deutschen Orden begann die Ansiedlungen der deutschen Bevölkerung. Westlich des Aryssees entstand der Ort Neudorf, dem Konrad von Erlichshausen, der Hochmeister des Deutschen Ordens, 1443 eine Handfeste verlieh. Als Ortsgründer ist der Lokator Lorenz Polun überliefert. 1507 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt. In diese Zeit fiel die Amtsperiode des Komturs von Rhein, der in Arys einen Ordenshof mit Vorwerk einrichtete, zu dem zwei Mühlen und mehrere Schiffe und Kähne gehörten. Eine der Mühlen wurde bis 1861 betrieben. Auch die Aryser Kirche wurde unter dem Komtur von Rhein errichtet, in ihr wurde bis 1702 nur in Masurisch gepredigt.

Nach der 1525 erfolgten Säkularisierung des Deutschen Ordens und seiner Umwandlung in ein Herzogtum wurde auch der Ordenshof in einen Amtshof umgewandelt und erstmals wurde eine Schule gegründet. Arys unterstand nun dem Hauptamt Rhein, und aus dessen Archiv geht hervor, dass in Arys bereits Ende des 16. Jahrhunderts ein Kammeramt bestand, das damit zu den ältesten in Masuren gehörte. Während des Tatareneinfalls wurde der Ort 1656 in Brand gesteckt; die Pestjahre 1709 bis 1711 dezimierten die Einwohnerschaft weiter. Begünstigt durch die Lage an der wichtigen Handelsstraße nach Warschau konnte sich Arys jedoch von diesen Katastrophen erholen, so dass ihm am 3. März 1725 durch den preußischen König Friedrich Wilhelm I. das Stadtrecht verliehen wurde. Mit seinen knapp 1.000 Einwohnern war Arys die kleinste Stadt im masurischen Gebiet. Während des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) war Arys vier Jahre lang von der russischen Armee besetzt. Anschließend wurde in der Stadt eine Garnison des preußischen Heeres stationiert. Während des Russlandfeldzuges Napoleons I. lagerten im Januar und Februar 1807 16.000 russische Soldaten in der Stadt, die für die Stationierungskosten aufkommen musste. Im Juli 1807 verlangten französische Truppen große Mengen Lebensmittel und Leinwand von der Stadt. Das alles wiederholte sich im Jahre 1812. Ein Großbrand im Jahre 1826 brachte nochmals Not und Elend in die Stadt, 700 Einwohner verloren alles, über 200 verließen ihre Stadt, so dass danach nur noch 900 Menschen in Arys lebten.

Durch die preußischen Verwaltungsreformen gehörte Arys ab 1818 zum Kreis Johannisburg im Regierungsbezirk Gumbinnen (1905 bis 1945: Regierungsbezirk Allenstein) in Ostpreußen.

Die Schicksalsschläge des frühen 19. Jahrhunderts hinterließen für lange Zeit ihre Spuren in Arys. Die noch verbliebenen Einwohner ernährten sich mühsam von Landwirtschaft, Fischerei, vom Weber- und Gerberhandwerk. Hilfe wurde den Bauern zuteil, als man in den Jahren 1861 und 1867 den Aryssee um zwei Meter senkte und damit 3000 Hektar Wiesen gewonnen wurden. Der zur gleichen Zeit vorangetriebene Bau neuer Chausseen belebte schließlich auch den Handel wieder neu. Den größten wirtschaftlichen Impuls gab jedoch die Anlage des Truppenübungsplatzes Arys 1891.

1890 hat Arys 1324 Einwohner, eine Post, eine Telegraphenstation, eine Weberei und Landwirtschaft. Relativ spät wurde Arys an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Zunächst wurde 1905 die Strecke zur Kreisstadt Johannisburg eröffnet, ein Jahr später war die Verbindung nach Lötzen fertiggestellt, 1915 kam die Bahnstrecke Sensburg–Lyck hinzu. Obwohl die Stadt damit zu einem Bahnknotenpunkt wurde, wirkte sich dies nur wenig auf das Wirtschaftsleben aus.

Der Erste Weltkrieg hatte katastrophale Folgen für die Stadt. Sie wurde vom 21. August bis 8. September 1914 von russischen Truppen besetzt, es wurde geplündert und gebrandschatzt, zehn Einwohner wurden verschleppt. Am 7. und 8. September 1914 wird die Stadt von deutschen Truppen im Gefecht von Arys (Teil der Schlacht an den Masurischen Seen) zurückgewonnen. Vom 10. November 1914 bis 12. Februar 1915 besetzten russische Truppen abermals die Stadt. Erst in der Winterschlacht in Masuren konnten die preußischen Truppen die Stadt endgültig zurückerobern. Durch die von der Reichsregierung ins Leben gerufene Ostpreußenhilfe wurden die erheblichen Zerstörungen noch im Laufe des Krieges beseitigt, dabei übernahm die preußische Provinz Sachsen die Patenschaft. Am 11. Juli 1920 ging die Volksabstimmung im Ort über den Verbleib bei Deutschland ohne Gegenstimme aus. Aus den an Polen verlorenen westpreußischen Gebieten zogen zahlreiche Menschen hinzu, so dass sich die Einwohnerzahl in Arys von 2201 im Jahre 1910 auf 2848 1924 erhöhte. Zu einem nochmaligen Bevölkerungszuwachs kam es, als ab 1933 der Truppenübungsplatz auf 20.000 Hektar erweitert wurde. 1939 lebten 3553 Menschen in der Stadt.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fiel Arys am 23. Januar 1945 unversehrt in die Hände der Roten Armee, deren Soldaten anschließend 40 Häuser in Brand steckten. Im August 1945 wurde die Stadt zusammen mit der südlichen Hälfte Ostpreußens unter polnische Verwaltung gestellt. Soweit die Deutschen nicht geflohen waren, wurden sie in der darauf folgenden Zeit größtenteils vertrieben.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Anmerkungen
1782 nahezu 900 ohne die Garnison (eine Schwadron Husaren)[5][6]
1831 1.150 teils polnische, teils deutsche Bevölkerung[7]
1885 1,324 [8]
1910 2.201 [9]
1924 2.848 [6]
1933 3.132 [8]
1939 3.558 [8]
2012 9.522

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchengebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die einst evangelische Pfarrkirche und heutige katholische Marienkirche
  • Marienkirche in der ul. Giżycka: Das aus der Mitte des 16. Jahrhunderts stammende Kirchengebäude ist ein verputzter Feldsteinbau mit einem fünfteiligen Ostgiebel[10]. Beschädigt durch einen Stadtbrand im Jahre 1826, wurde es zwischen 1832 und 1872 grundlegend restauriert.[11] Die zum Teil noch aus dem 16. Jahrhundert stammende Innenausstattung wurde zwischen 1961 und 1976 entfernt, lediglich die Emporenbrüstungen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts sowie zwei der drei Glocken (Gussjahre: 1603 und 1648) blieben erhalten. Eine Orgel erhielt die Kirche 1757. Bis 1945 war das Bauwerk eine evangelische Pfarrkirche[10]. Heute ist sie Eigentum der römisch-katholischen Kirche, die sie der „Mutter Gottes vom Karmel“ (Kościół Matki Bożej Szklaplerznej/Marienkirche) widmete.[12]
Katholische Herz-Jesu-Kirche
  • Herz-Jesu-Kirche in der ul. Ełcka: Die „Kirche zum heiligsten Herzen Jesu“ (Kościół Najświętszego Serca Pana Jezusa) war das erste katholische Gotteshaus in Arys und wurde 1913 als Filialkirche der Pfarrei Johannisburg (polnisch Pisz) errichtet.[11] Seit dem Jahre 1958 ist sie Pfarrkirche, die zweite in der Stadt Orzysz.[13]
  • Garnisonkirche in der ul. Wojska Polskiego: Die Garnisonkirche des Militärstandorts Orzysz ist dem hl. Kasimir geweiht (Kościół Wojskowa Św. Kazimierza) und untersteht dem katholischen Militärbischof.
Orthodoxe Kirche St. Georg
  • Kirche St. Georg in der ul. Ełcka: In einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Gebäude ist die St. Georgskirche (Cerkiew św. Jerzego) untergebracht. Sie gehört der Polnische Orthodoxen Kirche.

Kirchengemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche in Arys hat wohl vorreformatorische Wurzeln.[14] Bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts griff hier die Reformation Platz, und bald schon taten hier zwei lutherische Geistliche ihren Dienst. Bis 1945 gehörte das Kirchspiel Arys zum Kirchenkreis Johannisburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Im Jahre 1925 zählte die Pfarrei 6.760 Gemeindeglieder, die in einem weit gefächerten Kirchspiel lebten.

Flucht und Vertreibung der einheimischen Bevölkerung setzten 1945 dem Leben der evangelischen Kirchengemeinde in Orzysz ein Ende. Die Pfarrkirche wurde römisch-katholisches Gotteshaus. Die evangelischen Einwohner orientieren sich heute zur Pfarrei in Pisz (Johannisburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Römisch-katholisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 1945 lebten in der Region Arys nur wenige Katholiken, im Jahre 1925 waren es 50. Die Gemeinde gehörte zum Dekanat Masuren II (Amtssitz: Johannisburg) im Bistum Ermland. Die Ansiedlung polnischer Neubürger fast ausnahmslos katholischer Konfession ließ die Kirche in Orzysz wieder aufleben. Heute gibt es zwei Pfarreien[12][13] sowie eine Militärgemeinde. Die Zivilgemeinden sind in das Dekanat Biała Piska (Bialla, 1938 bis 1945 Gehlenburg) im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen eingegliedert.

Polnisch-orthodox[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Orzysz hat sich eine polnisch-orthodoxe Gemeinde etabliert, die über ein eigenes Gotteshaus verfügt. Sie ist der Diözese Białystok und Danzig der Polnisch-orthodoxen Kirche zugeordnet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Silber auf rotem Postament ein mit der Öffnung querlinkshin liegendes, goldenes Füllhorn voll Blumen, belegt mit einem blauen Kissen, auf dem Zepter und Schwert, gekreuzt, von dem gekrönten, fliegenden preußischen Adler gehalten werden.“[15].

Arys wurde 1725 zur Stadt erhoben und dürfte dabei das sehr im Geschmack dieser Zeit liegende Wappen erhalten und angenommen haben[16].

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Orzysz pflegt Partnerschaften mit:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Ort gebürtig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Ort verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Waldemar Rösler, deutscher Landschaftsmaler und Wahlostpreuße, nahm sich am 14. Dezember 1916 in Arys das Leben (* 1882)
  • Michael Kajka, bekannter masurischer Volksdichter, verstarb am 22. September 1940 in Arys (* 1858)

Gmina Orzysz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gmina Orzysz umfasst eine Fläche von 363,49 km², was 20,46 % der Gesamtfläche des Powiat Piski ausmacht. 33 % der Fläche werden landwirtschaftlich, 38 % forstwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde Orzysz besteht aus den folgenden 27 Ortschaften mit Sitz eines Schulzenamtes[17] (polnisch Sołectwo):

Polnischer Name Deutscher Name
Polnischer Name Deutscher Name
Chmielewo Chmielewen
1938–1945 Talau
Odoje Odoyen
1938–1945 Nickelsberg
Cierzpięty Czierspienten
1905–1945 Seehöhe
Ogródek Ogrodtken
1938–1945 Kalgendorf
Czarne Czarnen
1938–1945 Herzogsdorf
Okartowo Eckersberg
Dąbrówka Dombrowken
1929–1945 Eichendorf
Osiki Schönwiese
Drozdowo
Zastrużne
Drosdowen–
1938–1945 Drosselwalde
–Sastrosnen
1938–1945 Schlangenfließ
Pianki Pianken
1938–1945 Altwolfsdorf
Dziubiele Dziubiellen
1904–1945 Zollerndorf
Rostki Skomackie Rostken
Gaudynki Pappelheim Strzelniki Strzelnicken
1930–1945 Schützenau
Góra Gurra
1938–1945 Gebürge
Suchy Róg Trockenhorn
Grądy Gronden
1938–1945 Grunden
Szwejkówko Mittel Schweykowen
1938–1945 Schweiken
Grzegorze Gregersdorf Tuchlin Tuchlinnen
Klusy Klaussen Ublik Ublick
Mikosze Mykossen
1938–1945 Arenswalde
Wężewo Wensewen
1938–1945 Wensen
Mikosze-Osada Wierzbiny Wiersbinnen
1938–1945 Stollendorf
Nowe Guty Gutten (E)
1938–1945 Seegutten

Außerdem gehören 14 andere Ortschaften zur Gemeinde: Aleksandrowo (Kolonia), Aleksandrowo (Osada), Buwełno (Buwelno, 1938–1945 Vorwerk Ublick), Dziubiele Małe (Klein Dziubiellen, 1904–1945 Klein Zollerndorf), Gorzekały (Gorzekallen, 1938–1945 Gortzen), Grądy Podmiejskie, Kamieńskie (Kaminsken, 1938–1945 Erlichshausen), Matyszczyki (Grüneberg), Nowa Wieś (Neuendorf), Okartowo-Przystanek und Okartowo-Tartak, Rzęśniki (Rzesniken, 1938–1945 Försterei Nickelsberg) und Sumki (Sumken).

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden der Gmina Orzysz sind:

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. Juni 2015 betrug die Zahl der Einwohner insgesamt 9350. Ihre Altersstruktur lässt sich am Beispiel des Jahres 2014 ablesen[18]: Piramida wieku Gmina Orzysz.png

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gmina Orzysz wird von den beiden bedeutenden polnischen Landesstraßen 16 und 63 durchzogen. Ein enges Netz von Nebenstraßen und Landwegen verbindet die einzelnen Orte der Gemeinde untereinander.

Schienen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitten durch das Gemeindegebiet verläuft die – allerdings nicht mehr regulär befahrene – Bahnstrecke Czerwonka–Ełk (deutsch Rothfließ–Lyck) mit den im Gemeindegebiet liegenden Bahnstationen Dąbrówka Gorkło (Dombrowken, 1929 bis 1945 Eichendorf), Tuchlin (Tuchlinnen), Okartowo (Eckersberg) und Odoje (Odoyen, 1938 bis 1945 Nickelsberg).

Flughafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächsten beiden Flughäfen Danzig und Warschau sind verkehrstechnisch nur sehr ungünstig und in weiter Entfernung zu erreichen.

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Orzysz (Stadt) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Orzysz (Gmina) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2013, S. 877
  3. So z.B. auf den vom Geographischen Institut der polnischen Armee herausgegebenen Militärkarten für Masuren, Ausgabe 1932.
  4. Claudius Ptolemäus: Geographiae libri octo. Graece et Latine ad codicum manu scriptorum fidem. Fasciculus 3: Librum tertium continens. Baedeker, Essen 1842, S. 201, Zeile 6. (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek).
  5. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I: Topographie von Ost-Preussen. Königsberg/ Leipzig 1785, S. 41, Nr. 4).
  6. a b Max Meyhöfer: Arys. In: Erich Weise (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Band: Ost- und Westpreußen. Kröner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X, S. 6–7.
  7. August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde. Königsberg 1835, S. 456, Nr. 67.
  8. a b c Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte Provinz Ostpreußen, Kreis Johannisburg. 2006.
  9. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Johannisburg
  10. a b Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens., Band 2 Bilder ostpreussischer Kirchen. Göttingen 1968, S. 118–119, Abb. 544.
  11. a b Kirchen in Arys bei ostpreussen.net
  12. a b Parafia Matki Bożej Szkaplerznej Orzysz
  13. a b Parafia Najświętszego Serca Pana Jezusa Orzysz
  14. Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3 Dokumente. Göttingen, 1968, S. 491.
  15. Erich Keyser, Deutsche Städtebuch - Handbuch städtischer Geschichte, Band 1: Nordostdeutschland, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1939, S. 25
  16. Otto Hupp, Deutsche Ortswappen. Kaffee-Handels-Aktiengesellschaft, Bremen 1925
  17. Gmina Orszyz
  18. Kobiety = Frauen, Mężczyźni = Männer