Oscar Wilde

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Dieser Artikel beschreibt den Schriftsteller. Zum gleichnamigen Schiff siehe Oscar Wilde (Schiff).
Oscar Wilde 1882, Aufnahme von Napoleon Sarony
Unterschrift Oscar Wilde

Oscar Fingal O'Flahertie Wills Wilde (* 16. Oktober 1854 in Dublin; † 30. November 1900 in Paris) war ein irischer Schriftsteller, der sich nach Schulzeit und Studium in Dublin und Oxford in London niederließ. Als Lyriker, Romanautor, Dramatiker und Kritiker wurde er zu einem der bekanntesten und – im Viktorianischen England – auch umstrittensten Schriftsteller seiner Zeit. Aus seiner Ehe mit Constance Lloyd gingen zwei Söhne hervor. Wegen seiner homosexuellen Neigungen wurde er wegen Unzucht angeklagt und zu zwei Jahren Zuchthaus mit harter Zwangsarbeit verurteilt; sie ruinierten seine Gesundheit. Nach seiner Entlassung lebte er verarmt in Paris, wo er im Alter von 46 Jahren starb.

Leben[Bearbeiten]

Elternhaus und Kindheit[Bearbeiten]

Oscar Wildes Vater William Wilde war Irlands führender Ohren- und Augenarzt und schrieb Bücher über Archäologie, Folklore und den Satiriker Jonathan Swift. Seine Mutter Jane war von Beruf Übersetzerin. Sie engagierte sich im Young Ireland Movement unter dem Pseudonym „Speranza“ („Hoffnung“) und galt als revolutionäre Lyrikerin. Die Wildes hatten zwei Söhne und eine Tochter. Der Älteste, William Charles Kingsbury Wilde, wurde 1852 geboren, Oscar 1854, und als drittes Kind, die Tochter Isola Francesca 1858, die nur zehn Jahre alt wurde.

Die Tätigkeit seiner extravaganten Eltern und vornehmlich der von seiner Mutter in Dublin unterhaltene Salon brachte Oscar Wilde frühzeitig mit Künstlern und Schriftstellern in Kontakt. Von 1864 bis 1871 besuchte er als Internatsschüler die Portora Royal School in Enniskillen.

Studium und Eheschließung[Bearbeiten]

Von 1871 bis 1874 studierte Oscar Wilde mit glänzendem Erfolg klassische Literatur am Trinity College in Dublin. Im Sommer reiste er zusammen mit William Goulding und Reverend John Pentland Mahaffy, seinem Freund und Lehrer für Altphilologie am Trinity College, nach Norditalien, wo er unter anderem Mailand, Venedig, Padua und Verona besuchte.

Nachdem Wilde ein jährliches Stipendium von £95 gewonnen hatte, studierte er von 1874 bis 1878 am Magdalen College in Oxford. Während dieser Zeit trat er in die Freimaurerloge Apollo University Lodge no. 357 ein.[1] Bereits sein Vater war aktiver Freimaurer in Dublin gewesen.

In Oxford fiel Oscar Wilde schnell durch seinen Witz und Humor auf: Als er bei der Aufnahmeprüfung eines Studentenclubs einen Teil der Passionsgeschichte aus dem Griechischen übersetzen sollte, erklärte Wilde, er wolle unbedingt das Ende erfahren, und übersetzte weiter, nachdem er die Aufgabe bereits mit Bravour gelöst hatte. Schon bald war er als Ästhet bekannt. In einem Aperçu, das in der ganzen Universität die Runde machte, bekannte er sich als Liebhaber kostbaren Porzellans: „Es fällt mir von Tag zu Tag schwerer, auf dem hohen Niveau meines blauen Porzellans zu leben.“[2]

Während des Studiums begeisterten ihn gleichermaßen die in Richtung der L'art pour l'art weisenden ästhetischen Ideale von Walter Horatio Pater und die tief moralisch, religiös und sozial engagierte Kunstauffassung von John Ruskin, obwohl sie auf sehr unterschiedliche, beinahe entgegengesetzte Weise den neuen Ästhetizismus vertraten.

Am 28. November 1878 fand Oscar Wilde seine erste literarische Anerkennung, als sein Gedicht „Ravenna“, in dem die Impressionen seiner zweiten Italienreise künstlerische Gestalt angenommen hatten, mit dem Newdigate-Preis ausgezeichnet wurde.

Wilde schloss sein Studium 1878 mit dem akademischen Grad des Bachelor of Arts (B.A.) mit Auszeichnung ab. Im folgenden Jahr übersiedelte nach London und teilte sich dort bis 1881 mit dem Künstler Frank Miles, der beste Beziehungen zur Londoner Gesellschaft hatte, eine Wohnung in der heute nicht mehr bestehenden Salisbury Street zwischen Strand und Themse, die Wilde „Thames House“ nannte.[3]

Als ein bereits nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in Europa und Amerika berühmter und gefeierter Dichter heiratete er am 29. Mai 1884 Constance Lloyd und verbrachte mit ihr die Flitterwochen in Paris und Dieppe. Danach ließen sie sich im Londoner Stadtteil Chelsea nieder. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor: Cyril (1885–1915) und Vyvyan (1886–1967).

Die Jahre als Erfolgsschriftsteller[Bearbeiten]

Karikatur der Wasp (San Francisco) anlässlich Wildes Besuch in der Stadt 1882
Oscar Wilde 1889, Aufnahme von Downey

Wilde wurde zu seiner Zeit als Schriftsteller bewundert und war im prüden viktorianischen England zugleich als Skandalautor und Dandy verschrien. Er war berühmt für seine Sprachgewandtheit und sein extravagantes Auftreten, das er mit seiner ungewöhnlichen Bekleidung (z.B. samtene Kniehosen und Seidenstrümpfe) zur Geltung brachte.

Wildes hatte Gedichte in Dublin University Magazine and Kottabos veröffentlicht, bevor seine ersten Buchpublikationen erschienen. Sein erstes Bühnenstück, Vera; or the Nihilists (1880), veröffentlichte er als Privatdruck.[4] Seinen ersten Gedichtband, Poems (1881), brachte sein Londoner Verleger David Bogue in kostbarer Ausstattung in drei Auflagen zu je 250 Exemplare heraus.[5]

Vortragsreise in USA und Kanada[Bearbeiten]

Er wurde zu Vorlesungen in Nordamerika eingeladen. Ende 1881 brach er nach New York auf. Über das gesamte folgende Jahr hielt er Vorlesungen über Ästhetizismus (The English Renaissance of Art[6]) und dekorative Künste (House Decoration[7]) mit überraschenden Erfolgen in über hundert Städten der USA und Kanadas.[8] Als Schlüsselfiguren der englischen Renaissance stellte er die Präraffaeliten, Edward Burne-Jones, John Ruskin und William Morris vor.

Vom ersten Tag seiner Ankunft in New York belagerten ihn Reporter und Journalisten, erwarteten Bonmots von ihm und ließen sich ausführlich über seine Kleidung in den Medien aus. Seine Vorträge wurden gut besucht und trugen ihm vielfältige Erfolge ein und überhäuften ihn mit Einladungen. Mit dem amerikanischen Lyriker Walt Whitman kam es 1882 zu einem bemerkenswerten Zusammentreffen.[9] Andererseits wurde Wilde in der Presse diesseits und jenseits des Atlantiks schonungslos kritisiert und karikiert. Eine der bösartigsten Attacken veröffentlichte der amerikanische Schriftsteller Thomas Wentworth Higginson in Woman's Journal (4. Februar 1882) unter dem Titel Unmanly Manhood (Unmännliche Männlichkeit).[10]

Paris-Aufenthalt, zweite USA-Reise, Vortragstourneen im Vereinigten Königreich[Bearbeiten]

1883 verbrachte er mehrere Monate in Paris, wo er im Hotel Voltaire auf dem linken Seine-Ufer das Bühnenstück The Duchess of Padua schrieb. Während seines Pariser Aufenthalts verkehrte er mit zahlreichen Dichtern (u.a. Edmond Gongourt, Victor Hugo, Paul Verlaine), Schauspielerinnen (Sarah Bernhardt) und impressionistischen Malern (u.a. Edgar Degas, Camille Pissarro). Konfrontiert mit der ihn faszinierenden Pariser Décadence, sei's in Gestalt von Charles Baudelaires und Verlaines Gedichten oder in Joris-Karl Huysmans Roman À rebours (Gegen den Strich), versuchte er, diese Strömung mit der Bewegung der englischen Renaissance zu synthetisieren.[11]

Im Sommer 1883 reiste Wilde zum zweiten Mal nach Amerika, und zwar zur Uraufführung von Vera. Am 20. August wurde das Stück im New Yorker Union Square Theatre vor vollem Haus, mit Marie Prescott in der Hauptrolle, gegeben. Nach Verrissen in der Presse wurde das Stück am 28. August vom Spielplan gestrichen.[12]

Nachdem seine Einkünfte aus der Amerika-Tournee aufgebraucht waren, unternahm Wilde zwei Vortragstourneen durch das Vereinigte Königreich. Ein pensionierter Armeecolonel, W. F. Morse, der schon bei der amerikanischen Vortragsreise vermittelt hatte, buchte für ihn zahlreiche Veranstaltungen. Die erste Tournee startete er im September 1883, noch vor seiner Hochzeit. Als Vortragsthemen hatte er Impressionen aus America und Das schöne Haus ausgewählt.[13] Nach seiner Heirat unternahm er vom Oktober 1884 bis März 1885 die zweite Vortragstournee durch England, Wales, Schottland und Irland. Er referierte über zwei Themen: „Die Bedeutung der Kunst im modernen Leben“ und „Kleidung“ unter dem Gesichtspunkt der Schönheit.[14]

Herausgeber, Dramatiker und Erzähler[Bearbeiten]

Wilde arbeitete von 1887 bis 1889 für die Pall Mall Gazette und danach als Herausgeber der Zeitschrift Woman’s World. Während dieser Jahre veröffentlichte er die für seine Söhne geschriebene Märchensammlung Der glückliche Prinz und andere Märchen (1888, klassische Vertreter der Gattung Kunstmärchen) und den Roman Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray) (1891). Im letzteren Werk, das sein einziger Roman bleiben sollte, fanden Kritiker einerseits autobiographische Elemente, andererseits eine direkte Antwort auf den französischen Symbolismus, insbesondere auf Gegen den Strich von Joris-Karl Huysmans.

In den folgenden Jahren schrieb Oscar Wilde etwa jährlich ein neues Werk, vor allem Gesellschaftskomödien. Am bekanntesten sind Lady Windermere’s Fan (1892), A Woman of No Importance (1893), An Ideal Husband (1895) und The Importance of Being Earnest (1895), das die Oberklasse satirisch darstellt und als eines seiner besten Werke gilt.

Sein Stück Salome aus dem Jahr 1891 nach der biblischen Salome-Legende (mit berühmten, zum Teil sehr freizügigen Jugendstil-Illustrationen von Aubrey Beardsley) wurde vom Zensor abgelehnt und fand daher keinen Verleger in England. 1894 wurde es von und mit Sarah Bernhardt in Paris uraufgeführt. Der Komponist Richard Strauss nahm Wildes Drama als Literaturvorlage und vertonte die deutsche Übersetzung in seiner weltweit erfolgreichen Oper Salome, die am 9. Dezember 1905 an der Dresdner Hofoper uraufgeführt wurde.

Oscar Wilde schrieb auch eine Kriminalerzählung: Lord Arthur Saviles Verbrechen (1887), eine „Studie über die Pflicht“, wie der Untertitel der Erzählung lautet. Dem Titelhelden wird geweissagt, er werde einen Mord begehen. Entsprechend seinem Leitspruch „Was du tun musst, das tue gleich“, beschließt Lord Arthur, das vorhergesagte Verbrechen noch vor seiner Eheschließung zu begehen.

Skandal, Zuchthaus und Isolation[Bearbeiten]

Alfred Douglas, 1903

Dem Biographen Richard Ellmann zufolge stand Wilde zwar seit jeher der Homosexualität unbefangen gegenüber, praktizierte sie aber erstmals 1886 mit dem damals 17-jährigen Oxford-Studenten Robert Ross, der fortan einen festen Platz in Wildes Leben einnahm.[15] Die Homosexualität befeuerte ihn in seinem Selbstfindungprozess und rückte das Für und Wider der Ehe künftig ins Zentrum seines Schreibens.[16]

Der Familienvater Wilde ging – für die damalige Zeit – relativ offen mit seiner Homosexualität um. Seine homosexuellen Partnerschaften, z. B. mit seinem jugendlichen Freund und späteren Lektor Robert Ross, waren nicht unbekannt. Wildes langjähriges Verhältnis zu Lord Alfred Douglas (genannt Bosie) führte schließlich durch eine gezielte Provokation durch dessen Vater John Sholto Douglas, den 9. Marquess von Queensberry, zu einem gesellschaftlichen Skandal, drei Gerichtsprozessen (einer Privatklage Wildes gegen Queensberry und darauf folgend zwei Strafprozessen gegen Wilde) und Wildes Niedergang.[17]

Am 18. Februar 1895 hinterließ Queensberry im Albemarle Club, den Oscar Wilde regelmäßig besuchte, seine Visitenkarte mit dem handschriftlichen Zusatz: „For Oscar Wilde posing Somdomite [sic!]“ („für Oscar Wilde, posierender Sodomit“).[18] Oscar Wilde erhob deswegen, nachdem ihm Alfred Douglas moralische und finanzielle Rückendeckung zugesichert hatte, Verleumdungsklage gegen den Marquis, der zu seiner Verteidigung den Wahrheitsbeweis für seine Beschuldigung antrat.

Wilde wurde vom Kläger zum Angeklagten, als zu Tage kam, dass er mit jungen Männern aus der Unterschicht sexuellen Umgang hatte, darunter auch männlichen Prostituierten. Im Kreuzverhör wurde Oscar Wilde von Edward Carson, einem ehemaligen Studienkollegen vom Trinity College, auch zu verschiedenen seiner Schriften befragt, hauptsächlich über den Roman Das Bildnis des Dorian Gray, der als „anrüchig“ gerügt wurde. Wildes rhetorische Brillanz konnte aber nicht verhindern, dass die Geschworenen Queensberry für „nicht schuldig“ befanden.

Oscar Wilde wurde daraufhin selbst verhaftet, wegen Unzucht angeklagt und am 25. Mai 1895 zu zwei Jahren Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit verurteilt. Ausschlaggebend war nicht sein Verhältnis zu Lord Douglas, sondern sein Umgang mit männlichen Prostituierten, von denen einige als Zeugen gehört wurden. Der Skandal führte zu Angriffen gegen das Magazin The Yellow Book und seinen Illustrator Aubrey Beardsley, obwohl Yellow Book nie etwas von Wilde veröffentlicht hatte.

Auch in dieser Situation verlor Wilde zunächst nicht seinen Humor. Als er z. B. während der Haft gezwungen war, gefesselt im Freien zu warten, soll er folgenden Ausspruch gemacht haben: „Wenn Ihre Majestät Ihre Gefangenen so behandelt, dann verdient sie keine.“ Die folgenden zwei Jahre harter Arbeit ruinierten jedoch Wildes Gesundheit.

Zunächst wurde Wilde in das Zuchthaus im Londoner Stadtteil Wandsworth gebracht, wo er mehrere Monate in der Krankenabteilung verbringen musste. Im Zuchthaus in Reading schrieb Wilde einen Brief von 50.000 Wörtern an Alfred Douglas, den er Robert Ross nach seiner Entlassung aus der Haft zukommen ließ, damit er nicht vernichtet würde. Lord Douglas bestritt später stets, diesen Brief je erhalten zu haben. Unter dem Titel De Profundis wurde er posthum (1905) unter Auslassung eventuell anstößiger Abschnitte veröffentlicht; 1949 publizierte Vyvyan Holland, Wildes Sohn, den Brief in einer längeren, aber fehlerhaften Version, da Ross' Abschrift als Quelle verwendet wurde. 1962 erstellten Literaturwissenschaftler nach dem Originalmanuskript, das im British Museum verwahrt wird, eine korrekte und vollständige Druckversion, die in der Anthologie The Letters of Oscar Wilde veröffentlicht wurde. Darin geht es neben einer Aufarbeitung der Beziehung zu Douglas unter anderem auch um die unmenschlichen Zustände im Zuchthaus (Kindergefangene, Kinderzwangsarbeit). Diese Themen hatte er nach seiner Haftentlassung bereits in zwei Leserbriefen an die Zeitung Daily Chronicle dargelegt.

Gesundheitlich schwer angeschlagen wurde Wilde am 19. Mai 1897 aus der Haft entlassen und floh noch am Abend des gleichen Tages vor der gesellschaftlichen Ächtung nach Paris. Er betrat nie wieder britischen Boden und schrieb außer Die Ballade vom Zuchthaus zu Reading nichts mehr.[19] Die letzten drei Lebensjahre verbrachte er unter dem Namen Sebastian Melmoth (nach dem Roman Melmoth the Wanderer seines Großonkels Charles Robert Maturin) auf dem europäischen Festland in Armut und Isolation.

Wilde traf sich im selben Jahr mit Lord Douglas in Neapel. Er wollte den Freund noch einmal wiedersehen und die Beziehung damit zugleich beenden: „Ich weiß, es ist besser, wenn ich ihn nie wiedersehe“. Zudem starb auch seine Frau Constance kurz nach seiner Haftentlassung. Sie hatte mit den Kindern England verlassen, unter anderem in der Gegend von Heidelberg gelebt und ihren Namen in Constance Holland geändert. Trotz der offensichtlichen Affären ihres Mannes hatte sie jedoch nie die Scheidung eingereicht.

Tod und Beisetzung[Bearbeiten]

Grabmal Oscar Wildes auf dem Père Lachaise
Lippenstiftabdrücke am Grabmal Oscar Wildes

Am 30. November 1900 starb Oscar Wilde im Pariser „Hotel d’Alsace“. Auf dem Sterbebett trat Wilde zur römisch-katholischen Kirche über. Obwohl völlig mittellos, wurde er vom Besitzer des Hotels im besten Zimmer untergebracht und bekam das beste Essen und den besten Wein. Sein Kommentar war angeblich: „Ich sterbe über meine Verhältnisse“, seine letzten Worte: „Entweder geht diese scheußliche Tapete – oder ich.“

Nach Ansicht der südafrikanischen Wissenschaftler Ashley Robins und Sean Sellars starb Wilde an den Folgen einer Hirnhautentzündung, die aus einer chronischen Mittelohrentzündung resultierte. Schon vor dem Gefängnisaufenthalt hatte er wegen Taubheitsgefühlen einen Ohrenspezialisten kontaktiert. Nach ihrer Meinung handelt es sich um einen Mythos, dass Wilde an der damals unheilbaren Syphilis gelitten habe.[20] Dem steht die Aussage von Wildes Freund Robert Ross gegenüber: Oscar habe sich schon als Student mit der Krankheit infiziert und vor seiner Ehe einer Quecksilberbehandlung unterziehen müssen. Auch sein Biograph, Richard Ellmann, geht von der Syphilis als Todesursache aus und stützt sich dabei auf die Angaben seiner engsten Freunde, Reginald Turner und Robert Ross, in deren Beisein Wilde starb, sowie auf die Gutachten der Ärzte die ihn kurz vor seinem Tod untersucht hatten.[21]

Er wurde zunächst auf dem Cimetière parisien de Bagneux beigesetzt, im Jahre 1909 jedoch auf den Cimetière du Père Lachaise in Paris umgebettet. 1950 wurde die Asche des treuen Freundes Robert Baldwin Ross in dem Grab untergebracht. Ein Grabmal von Jacob Epstein ziert die Ruhestätte. Das Grab war lange Zeit mit tausenden Lippenstift-Küssen von Verehrerinnen und Verehrern verziert. Zum 111. Todestag wurde das Grab renoviert und mit einer Glasplatte geschützt, ein absolutes Kussverbot wurde verhängt.

Politik[Bearbeiten]

Wilde bekannte sich nach der Lektüre von Kropotkins Werken zum Anarchismus.[22] Explizit ausformuliert hat er diese Einstellung unter anderem in Interviews ("Früher war ich Poet und Tyrann, heute bin ich Künstler und Anarchist"[23]) und in seinem Essay „Der Sozialismus und die Seele des Menschen“ ("The Soul of Man Under Socialism"). Dort tritt Wilde für die Abschaffung des Privateigentums und einen individualistischen Sozialismus ein. Er schreibt: "the recognition of private property has really harmed Individualism and obscured it, by confusing a man with what he possesses." („Die Anerkennung des Privateigentums hat dem Individualismus schweren Schaden zugefügt, indem sie den Menschen verwechselt mit dem, was er besitzt“).[24] Gleichzeitig mit dem Privateigentum müsse jedoch auch die Idee des Herrschens über Menschen überhaupt aufgegeben werden.[25] Wilde war der einzige Literat, der die Petition Bernhard Shaws zur Begnadigung der Anarchisten der Haymarket Riots in Chicago 1886 unterzeichnete.[26]

Wirkung[Bearbeiten]

Gedenkplakette im Saint Patrick’s Park, Dublin

1913 veröffentlichte Wildes Neffe Fabian Lloyd alias Arthur Cravan in Paris einen Artikel, in dem er behauptete, sein Onkel sei noch am Leben und habe ihn in Paris besucht. Oscar Wilde habe sich seit 1901 in Indien und Indonesien aufgehalten und sei wieder dorthin zurückgekehrt. Der Pariser Korrespondent der New York Times fiel auf dieses Gerücht herein und recherchierte – erfolglos – nach Zeugen, die jemals den toten Wilde gesehen hätten. Cravan ging noch einen Schritt weiter und wettete 5000 Dollar, dass sich im Sarg des Dichters auf dem Friedhof Père-Lachaise kein Leichnam, sondern zwei unveröffentlichte Manuskripte befänden. Die französische Regierung ging auf dieses Wettangebot sowie auf die damit verbundene Forderung nach einer Exhumierung jedoch nicht ein.

Seit 1995 steht eine Gedenktafel zu Oscar Wilde im Poets’ Corner der Westminster Abbey. Anfang 2007 nahm der Vatikan in einer Anthologie Provokationen: Aphorismen für ein anti-konformistisches Christentum Oscar Wilde in die Ehrenliste von Autoren auf.[27]

Persönlichkeit[Bearbeiten]

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Oscar-Wilde-Skulptur im Dubliner Merrion Square

Oscar Wilde hat seinerzeit viele Menschen vor Rätsel gestellt. Die Öffentlichkeit kannte ihn als wortgewandten, geistreichen Unterhalter und Dandy. Er verhielt sich oft überheblich und überlegen. Mit seinem scharfsinnigen Humor legte er häufig Kehrseiten und Vorurteile, das Verhalten und unbequeme Wahrheiten der Gesellschaft offen. Auch haben viele seiner Aussagen einen philosophischen Hintergrund. Wilde verschrieb sich schon während seiner Studienzeit dem Ästhetizismus, also der Kunst und einem Leben nur um der Schönheit willen. Einmal sagt er, sein Leben sei das wahre Kunstwerk und die Literatur, die er verfasst habe, nur ein Hauch seines Talents. Zum Beispiel soll er zu André Gide gesagt haben:

“… my plays are not good, I know, and I don't trouble about that … They are nearly all the result of a bet. So was Dorian Gray—I wrote that in a few days because a friend of mine declared that I could not write a novel. Writing bores me so.”[28] (dt.: „… meine Stücke sind nicht gut, ich weiß, und das kümmert mich nicht … Sie sind fast alle das Ergebnis einer Wette. Auch Dorian Gray – Ich schrieb das in ein paar Tagen, weil ein Freund von mir meinte, ich könne keinen Roman schreiben. Schreiben langweilt mich so sehr.“)

Man weiß, dass Oscar Wilde in Wirklichkeit ein Perfektionist war und seine eigenen Werke immer wieder intensiv überarbeitete, bis er damit zufrieden war. Auch die Anzahl von Werken, die er geschrieben hat, straft seine Aussage Lügen. Er tat allerdings so, als ob ihm Vergnügen und Dandytum wichtiger seien als seine Werke.[29] Vielleicht war das, was er der Öffentlichkeit als Persönlichkeit zeigte, nur eine Maske.

“To the world I seem, by intention on my part, a dilettante and dandy merely – it is not wise to show one’s heart to the world – and as seriousness of manner is the disguise of the fool, folly in its exquisite modes of triviality and indifference and lack of care is the robe of the wise man. In so vulgar an age as this we all need masks.”[30](dt.: „Der Welt erscheine ich, von meiner Seite absichtlich, bloß wie ein Dilettant und Dandy – es ist nicht klug, der Welt das eigene Herz zu zeigen – und wie ernsthaftes Verhalten die Tarnung des Trottels ist, ist Narrheit in ihren exquisiten Arten von Belanglosigkeit und Gleichgültigkeit und Mangel an Sorge das Gewand des schlauen Mannes. In solch einem geschmacklosen Zeitalter wie diesem brauchen wir alle Masken.“)

Auch wenn er der Öffentlichkeit das Gegenteil weismachen wollte, war er, wie aus manchen Briefen hervorgeht, von der scharfen Kritik an seinen Werken oft tief verletzt. Wahrscheinlich wollte er in seinem Leben am meisten die Anerkennung seiner Arbeit, aber auch bei all seiner Andersartigkeit und Exzentrik vor allem akzeptiert werden als das, was er war: ein Ire, ein Künstler und ein Mensch.

Homosexualität im Viktorianischen Zeitalters[Bearbeiten]

Der „Criminal Law Amendment Act“, eine Ergänzung des britischen Strafgesetzes, die sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte, war erst 1885 in Kraft getreten. Solche Handlungen kamen allerdings in Jungeninternaten und unter den damals nur männlichen Schülern der Colleges häufiger vor und wurden vom Lehrpersonal weitgehend ignoriert.[31] Erwachsene Männer hingegen, die eine sehr enge Freundschaft unterhielten, waren durch den „Criminal Law Amendment Act“ der Gefahr der Erpressung ausgesetzt.

Oscar Wilde, als Homosexueller gebrandmarkt, beeinflusste das Bild von Schwulen in der Öffentlichkeit und die Herausbildung eines (noch heute gültigen) Stereotyps von homosexuellen Männern gravierend. So wurden z. B. Männer, die einen extravaganten Stil pflegten, spöttisch als „Oscar“ bezeichnet. Ausgeprägter Humor und Wortgewandtheit, Begeisterung für Schönes, wie etwa Inneneinrichtung und Kleidung, und Wildes öffentliche exzentrische Persönlichkeit sollten als Beweis und Inbegriff von Homosexualität gelten.

Werke[Bearbeiten]

Siehe auch in den Kategorien Werk von Oscar Wilde und Werk nach Oscar Wilde

Lippincott’s Monthly Magazine mit der Erstfassung des Romans The Picture of Dorian Gray
Aubrey Beardsley: Die Apotheose, Illustration zu Salome, veröffentlicht in The Studio, Vol. 1, Nr. 1, 1893

Gedichte[Bearbeiten]

Erzählungen und Märchen[Bearbeiten]

Sammelband

Roman[Bearbeiten]

  • Das Bildnis des Dorian Gray (The Picture of Dorian Gray, Roman, 1890) in Lippincott’s Monthly Magazine, 1891 bei Lock, Ward and Co., London, als Buchausgabe

Der einzige Roman von Oscar Wilde hat den Ästhetizismus und das Dandytum des Fin de siècle zum Gegenstand und stellt einen der ersten Versuche dar, „die Homoerotik in den englischen Roman einzuführen“, wie sein Biograph Ellmann schreibt. Ihm zufolge machte die Behandlung dieses Tabuthemas das Werk berühmt und verlieh ihm seine Originalität.[32]

Bühnenstücke[Bearbeiten]

  • Vera oder die Nihilisten (Vera, or the Nihilists, 1880)
  • Lady Windermeres Fächer (Lady Windermere's Fan, 1892) u. a.: S. Fischer Verlag, 2012, dt. von Peter Torberg
  • Die Herzogin von Padua (The Duchess of Padua, 1893) u. a.: S. Fischer Verlag, 2004, dt. von Peter Torberg
  • Eine Frau ohne Bedeutung, auch: Nur eine Frau, S. Fischer Verlag, Frankfurt, 2003, dt. von Peter Torberg (A Woman of No Importance, 1893)
  • Ein idealer Gatte, u. a.: S. Fischer Verlag, Frankfurt, 2000. dt. von Peter Torberg (An Ideal Husband, 1894)
  • Salomé. u. a.: S. Fischer Verlag, Frankfurt, 2001. dt. von Peter Torberg (Drama, 1891)
  • Ernst sein ist alles/Bunbury oder die Bedeutung, Ernst zu sein, auch: Bunbury, oder Ernst sein ist alles, S. Fischer Verlag, Frankfurt, 1999. dt. von Peter Torberg (The Importance of Being Earnest, etwa 1895)

Essays[Bearbeiten]

Zuschreibungen[Bearbeiten]

Die Autorschaft der beiden Werke

  • Teleny, Roman (1895, erschien zunächst anonym)
  • Der Priester und der Messnerknabe, Erzählung („The Priest and the Acolyte“, 1894)

wird Wilde zwar zugeschrieben, ist aber nicht nachgewiesen. Man geht heute davon aus, dass Der Priester und der Messnerknabe von dem Oxford-Studenten John Bloxam (1873–1928) verfasst wurde.

Im Jahr 1927 wurde im Berliner Globus Verlag die angeblich „einzige autorisierte deutsche Ausgabe“ von Oscar Wildes Im Banne der Liebe. Ein birmanisches Maskenspiel veröffentlicht. Das Werk ist allerdings eine Fälschung der vorgeblichen Übersetzerin Fanny Weiß.[33]

Werkausgaben[Bearbeiten]

  • Complete Writings of Oscar Wilde. 10 Bände. The Nottingham Society, New York 1907 (erste amerikanische Werkausgabe)
  • Oscar Wilde: Works. 14 Bände. Methuen and Co, London 1908 (erste englische Gesamtausgabe, limitiert auf 1.000 Exemplare)
  • Oscar Wildes Sämtliche Werke in deutscher Sprache. 10 Bände. Wiener Verlag, Wien und Leipzig 1908 (erste deutsche Werkausgabe)
  • Oscar Wilde: Werke in fünf Bänden (Neue Zürcher Ausgabe). Gerd Haffmans bei Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2004

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Ackroyd: Das Tagebuch des Oscar Wilde. Roman, btb, Goldmann, München 2001, ISBN 3-442-72778-2.
  • Barbara Belford: Oscar Wilde. Ein paradoxes Genie. Haffmans, Zürich 2000, ISBN 3-251-20314-2.
  • Mary Warner Blanchard: Oscar Wilde's America: Counterculture in the Gilded Age. Edwards Brothers, Ann Arbor, Michigan 1998, ISBN 0-300-07460-3.
  • Richard Ellmann: Oscar Wilde. Aus dem Amerikanischen von Hans Wolf. Piper, München 1991; Lizenzausgabe für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1992 (die wichtigste neuere Biographie). Originalausgabe in Englisch 1987.
  • Peter Funke: Oscar Wilde. Rowohlt (rm 148), Reinbek 2001, ISBN 3-499-50148-1.
  • André Gide: Oscar Wilde: Reminiscences. [Gides Erinnerungen an seine Freundschaft mit Oscar Wilde, 1891–1898]. Open Road Integrated Media, New York 2012. Kommentierte E-Book-Version von, ISBN 978-0-8065-2970-7.
  • Frank Harris: Oscar Wilde. His Life and Confessions. IndyPublishers, 2002, ISBN 1-4043-2346-5.
  • Merlin Holland: Oscar Wilde im Kreuzverhör. Die erste vollständige Niederschrift des Queensberry-Prozesses. Karl Blessing Verlag, München 2003, ISBN 3-89667-240-1.
  • Merlin Holland: Das Oscar-Wilde-Album. Karl Blessing, München 1997, ISBN 3-89667-077-8 (Fotografien).
  • Vyvyan Holland (Intr.): Complete Works of Oscar Wilde. Collins, London and Glasgow 1981, ISBN 0-00-410541-9.
  • Merlin Holland: Ein Leben in Briefen. Blessing, München, ISBN 3-89667-279-7.
  • Philippe Jullian: Das Bildnis des Oscar Wilde. Hoffmann u. Campe, Hamburg 1972, ISBN 3-455-03687-2.
  • Simone Reißner: Über Oscar Wilde – Eine psychoanalytische Betrachtung. In: System ubw – Zeitschrift für klassische Psychoanalyse. 25. Jahrgang, Heft 1, September 2007, Freiburg 2007, ISBN 978-3-89484-710-4.
  • Jens Rosteck: Die Sphinx verstummt – Oscar Wilde in Paris. Propyläen, Berlin 2000, ISBN 3-549-07129-9.
Erinnerungsbuch

Filmbiographien[Bearbeiten]

1960 erschienen zwei britische Filme, die das Leben Oscar Wildes, insbesondere seine Gerichtsprozesse zum Thema haben: Oscar Wilde von Gregory Ratoff mit Robert Morley als Oscar Wilde und Der Mann mit der grünen Nelke (The Trials of Oscar Wilde) von Ken Hughes mit Peter Finch in der Hauptrolle.

Der Film Wilde des britischen Regisseurs Brian Gilbert aus dem Jahr 1997, in dem Oscar Wilde von Stephen Fry gespielt wird, umfasst Wildes Jahre als erfolgreicher Literat in London, die Zeit der Prozesse und deren Folgen. Der Film basiert auf der Wilde-Biographie von Richard Ellmann, für die er 1989 den Pulitzer-Preis gewann.

Theaterstücke über Oscar Wilde[Bearbeiten]

  • Moisés Kaufman: Unzucht – Die drei Prozesse des Oscar Wilde (Gross Indecency: The Trials of Oscar Wilde). 1997 in New York uraufgeführt. Dt. von Peter Torberg, Felix Bloch Erben, Berlin, 1998.
  • Inken Kautter/Kay Link: Ein langer, süßer Selbstmord – Der Fall Oscar Wilde, Uraufführung am 28. April 2011 am Freien Werkstatt-Theater, Köln

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Apollo University Lodge no. 357: History 1870–1914.
  2. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 76.
  3. "Salisbury Street from the river": british-history.ac.uk. Das Gelände wurde bereits ab 1890 mit dem Hotel Cecil überbaut, welches 1930 bis auf die Fassade 80 Strand dem noch heute bestehenden Shell Mex House weichen musste. Vgl. Ed Glinert: Literary London. A Street by Street Exploration of the Capital's Literary Heritage (2000)
  4. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 177.
  5. Erstveröffentlichung von Osbar Wildes Poems
  6. Text: The English Renaissance of Art
  7. Text: House Decoration
  8. Mary Warner Blanchard: Oscar Wilde's America: Counterculture in the Gilded Age. Edwards Brothers, Ann Arbor, Michigan 1998, S. 1.
  9. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 242–246.
  10. Mary Warner Blanchard: Oscar Wilde's America: Counterculture in the Gilded Age. Edwards Brothers, Ann Arbor, Michigan 1998, S. 27. Engl. Text: Unmanly Manhood.
  11. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 350-352.
  12. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 336 f.
  13. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 340.
  14. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 363–365.
  15. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 382 f.
  16. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 391.
  17. Vgl. zu den Prozessen: Glanz und Elend des Dichters Oscar Wilde. In: Walther Skaupy, Große Prozesse der Weltgeschichte, Emil Vollmer Verlag, Essen, ISBN 3-88851-277-8, S. 188–218.
  18. nationalarchives.gov.uk
  19. Susanne Luber: Nachwort zum ‚Brief aus dem Gefänfnis.‘ In: Oscar Wilde: Werke in 5 Bänden. Band 5: Spätwerke. Gerd Haffmans bei Zweitausendeins, Frankurt am Main 2004, S. 259.
  20. Sandra Standhartinger: "Oscar Wilde starb an Ohreninfektion – Todesursache Syphilis höchst unwahrscheinlich", Pressetext Austria, 24. November 2000.
  21. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 142.
  22. George Woodcock. Anarchism: A History of Libertarian Ideas and Movements. 1962. (S. 447)
  23. schattenblick.de
  24. J. B. Foreman (Hrsg.): The Complete Works of Oscar Wilde. 2001, Harper Collins, S. 1083.
  25. J. B. Foreman (Hrsg.): The Complete Works of Oscar Wilde. 2001, Harper Collins, S. 1087.
  26. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Vintage Books, New York 1988, S. 273.
  27. Thomas Kielinger: Die katholische Kirche rehabilitiert Oscar Wilde. In: welt.de. 9. Januar 2007, abgerufen am 3. März 2015.
  28. André Gide: Oscar Wilde: A Study. Holywell Press, Oxford 1905, S. 49.
  29. siehe dazu auch Hans-Dieter Gelfert: Madam I'm Adam – Eine Kulturgeschichte des englischen Humors. S. 185 ff.
  30. Letters. S. 353.
  31. Ergebnis einer Untersuchung britischer Jungeninternate und Colleges, siehe: Lambert, Royston and S. Milham. The Hothouse Society, London: Weidenfeld & Nicolson 1968.
  32. Richard Ellmann: Oscar Wilde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, S. 441.
  33. Fuld, Werner. Das Lexikon der Fälschungen, München/Zürich: Piper 2000, S. 346 f.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oscar Wilde – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikiquote: Oscar Wilde – Zitate
 Wikisource: Oscar Wilde – Quellen und Volltexte