Osceola (Film)

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Filmdaten
OriginaltitelOsceola
ProduktionslandDDR, Bulgarien, Kuba
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1971
Länge109 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieKonrad Petzold
DrehbuchGunter Karl
Walter Püschel
ProduktionDorothea Hildebrandt
MusikWilhelm Neef
KameraHans Heinrich
SchnittThea Richter
Besetzung
Synchronisation

Osceola ist ein DEFA-Indianerfilm des Filmregisseurs Konrad Petzold aus dem Jahr 1971. Der in Zusammenarbeit mit Kino-Zentrum Sofia (Bulgarien) und ICAIC Havanna (Kuba) entstandene Western handelt vom Kampf des Indianerhäuptlings Osceola und seines Stammes um ihr Acker- und Weideland im Süden Nordamerikas, das sie gegen reiche weiße Amerikaner verteidigen müssen. Andererseits wird in dem Film auch die Rolle der schwarzen Bevölkerung in dieser Auseinandersetzung thematisiert.

Die Uraufführung fand am 26. Juni 1971 in der Rostocker Freilichtbühne statt.[1] Etwa einen Monat später, am 30. Juli 1971, kam der DEFA-Spielfilm in die ostdeutschen Lichtspielhäuser. Der DDR-Originaltitel des Films war Osceola. Die bundesdeutschen Video/DVD-Veröffentlichungen laufen unter dem Verweistitel Osceola – Die rechte Hand der Vergeltung.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Indianerhäuptling Osceola und dessen Stamm, die Seminolen, leben friedlich im südlichsten Teil der Vereinigten Staaten, in Florida. Vom Ackerbau und der Jagd lebend, streben sie ein ruhiges Zusammenleben mit ihren weißen Nachbarn an. Einige haben die gleichen Interessen, wie der Amerikaner Moore, der ein Sägewerk in der Nähe besitzt. Doch es gibt auch welche, denen die Seminolen schon lange ein Dorn im Auge sind, so zum Beispiel dem reichen Plantagenbesitzer und Sklavenhalter Raynes, der auf dem Land Zuckerrohr anbauen will. Einige der Sklaven haben es geschafft, zu den Indianern überzulaufen, was er als Diebstahl von „Privateigentum“ ansieht.

Als seine Tochter ihm berichtet, Osceola hätte sie angegriffen (in Wirklichkeit hat und wollte er ihr nur helfen) und noch dazu einem weiteren Sklaven die Flucht zu den Indianern gelingt, beschließt er zu handeln. Er beauftragt einige Schläger und den Sklavenaufseher Hammer damit, die Indianer in eine Falle zu locken und dann auszurotten. Major Thompson (die Armee unterstützt Raynes bei seinem Vorhaben, da auch die Regierung das Land der Seminolen haben will) besticht den Seminolenhäuptling Emathla mit viel Geld und verlangt dafür nur die Umsiedlung der Seminolen in ein „überaus fruchtbares Land“. Osceola wird Zeuge der Bestechung und rät seinen Stammesmitgliedern davon ab, Emathla zu folgen, da er ahnt, dass dies eine Falle ist. In Notwehr erschießt er Emathla, kann aber verhindern, dass eine größere Anzahl Seminolen in die Falle der weißen Betrüger laufen.

Nur eine Handvoll Indianer sind trotz der Warnung weitergezogen und wurden wenig später von Hammer und seinen Leuten kaltblütig niedergeschossen. Da dieser Plan schiefging, beauftragt Raynes Hammer, Osceolas Frau Cho-Cho Ther zu entführen. Als dann auch noch ein Kanonenboot eine große Anzahl geflohenener Sklaven unter Beschuss nimmt, merkt Osceola, dass er den Krieg nicht länger verhindern kann und greift ein. Erst befreit er seine Frau aus den Händen von Raynes, wobei Hammer zu Tode kommt und das Herrenhaus abbrennt, anschließend sprengt er mit Hilfe einer List das Kanonenboot in die Luft. Am Ende können die geflohenen Sklaven zusammen mit den Indianern auf Booten fliehen. Moore, dessen Fabrik vom Kanonenboot zerstört wurde, flieht Richtung Osten, da er in Florida keine Existenz mehr hat. Für die Seminolen ist dies der Beginn eines Krieges, der noch viele Opfer auf beiden Seiten fordern wird.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ein geradlinig erzählter Indianerfilm“, urteilte das Lexikon des internationalen Films[2], während Joe Hembus den Film als „so authentisch und so aufregend wie ein Schulfunkprogramm“ bezeichnete.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. Eintrag auf filmportal.de
  2. Osceola. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  3. Joe Hembus: Das Western-Lexikon. erweiterte Neuausgabe von Benjamin Hembus. München 1995, S. 469