Osdorfer Born

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Lage des Osdorfer Born

in Hamburg

Pincerno - Osdorfer Born II 11-2008.PNG
Basisdaten
Bundesland: Hamburg
Bezirk: Altona
Fläche: 0,7 km²
Einwohner: 10.552 (2004)
Bevölkerungsdichte: 15.047 Einwohner je km²
Postleitzahl: 22549
Geografische Lage: 53° 35′ N, 9° 51′ OKoordinaten: 53° 35′ N, 9° 51′ O
Kfz-Kennzeichen: HH

Der Osdorfer Born ist eine Plattenbau-Großsiedlung in Hamburg. Er liegt in den Stadtteilen Osdorf und Lurup und ist nach einem Bach benannt, der in die Düpenau mündet.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung wurde seit 1960 geplant und größtenteils in den Jahren 1967 bis 1972 gebaut. Sie war neben Steilshoop und Mümmelmannsberg die erste der drei Hamburger Großsiedlungen. Weitere folgten, waren jedoch wesentlich kleiner als diese. Das Wohnhaus mit 20 Stockwerken in der Straße Achtern Born war seinerzeit das höchste in Hamburg. Es heißt im Volksmund „Affenfelsen“.

Den Ortskern der Siedlung bildet das Einkaufszentrum Born-Center. In dessen Nähe befindet sich auch das "KL!CK Kindermuseum Hamburg" und die Maria-Magdalena Kirche. Eine Besonderheit im Osdorfer Born ist das höchste Graffiti der Welt auf einer Hauswand mit 43 m Höhe. Regen Zuspruch findet im Sommer die 40 m lange Wasserrutsche im nahegelegenen Freibad mit einem 50-m-Becken.

2005 war Osdorfer Born auch der Ursprung für das gewaltpräventive Projekt "BGK - Bildung gegen Kriminalität".

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Kostengründen strich der Senat unter dem damaligen Ersten Bürgermeister Hans-Ulrich Klose ein Projekt zum Anschluss des Osdorfer Borns durch die Schnellbahn kurz vor dem auf 1974 angesetzten Termin zum Baubeginn. Somit ist die Großsiedlung weiterhin nur über Stadtbuslinien durch den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die Schnellbuslinie 37 verbindet den Osdorfer Born direkt mit Altona und der Hamburger Innenstadt, außerdem gibt es die Metrobuslinie 21, die das Elbe-Einkaufszentrum (EEZ) und die S-Bahn-Stationen Klein-Flottbek (S1 und S11) bzw. Elbgaustraße (S21 und S3) anfährt. Ab Mitte Dezember 2008 wird zusätzlich die Metrobuslinie 3 vom Schenefelder Platz über den Osdorfer Born geführt und bietet damit eine weitere Direktverbindung mit der Hamburger Innenstadt.

Maria-Magdalena Kirchengemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit 1964 bemühten sich die Kirchengemeinden St. Simeon und Alt-Osdorf um Gelder zum Erwerb eines Grundstückes. Nach dem am 27. Januar 1968 ein Kirchenpavillon eingeweiht wurde, begann noch im gleichen Jahr die Jugend- und Seniorenarbeit und in dem ausgelobten Architektenwettbewerb erhielt der Entwurf von Klaus Nickels und Timm Ohrt den 1. Preis, der daraufhin binnen drei Jahren verwirklicht wurde. Am 24. Dezember 1971 wurde der erste Gottesdienst in dem fertiggestellten Gemeindezentrum gefeiert. Der ungewöhnliche Bau wurde aufgrund seiner architektonischen Gestaltung von der Auswahlkommission der Baubehörde der Freien und Hansestadt Hamburg 1973 als vorbildlich ausgezeichnet. Am 24. Juli 1990 zerstörte ein Feuer das Kirchenschiff und Innenräume vollständig. Im Zuge umfangreicher Umbauarbeiten in den Jahren 2003/2004 wurde ein bis dahin nicht vorhandener Glockenturm erbaut, außerdem ziehen die Kindertagesstätte und das Kl!ICK Kindermuseum Hamburg in Teile des Gemeindezentrums. In einem Festgottesdienst am 11. April 2004 wurden die Glocken des neuen Glockenturmes geweiht und die Kirche wiedereröffnet. Sie erhält ihren Namen "Maria-Magdalena-Kirche" und die Kirchengemeinde wird ebenfalls nach der biblischen Figur Maria Magdalena "Ev.-Luth. Maria-Magdalena-Kirchengemeinde" benannt. Die Umbaumaßnahmen werden seit Juni 2007 mit einer Umfeld- und Platzneugestaltung abgeschlossen.

Bekannte Persönlichkeiten aus dem Osdorfer Born[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]