Oskar von Xylander

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General von Xylander

Oskar Ritter von Xylander (* 16. Januar 1856 in Mainz; † 22. Mai 1940 in München) war ein bayerischer General der Infanterie im Ersten Weltkrieg und von 1933 bis 1940 Großkanzler des Militär-Max-Joseph-Ordens.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oskar war der Sohn des Hauptmanns Otto von Xylander und dessen Ehefrau Rosalia, geborene Wagenseil.

Militärkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Xylander trat nach dem Abitur am Wilhelmsgymnasium München 1874[1] als Offiziers-Aspirant in das 1. Infanterie-Regiment „König“ der Bayerischen Armee in München ein. Am 17. März 1875 wurde er nach erfolgreich bestandener Offiziersprüfung zum Portepéefähnrich ernannt und am 27. November 1876 zum Sekondeleutnant befördert.

Am 1. Oktober 1885 wurde er zur Kriegsakademie kommandiert und erhielt dort seine Beförderung zum Premierleutnant am 8. Juni 1886. Seine Ernennung zum Adjutant des Bezirkskommandos München erfolgte am 30. September 1889 und einen Monat später am 29. Oktober seine Beförderung zum Hauptmann. Ab 1890 wurde Xylander als Kompaniechef in seinem Regiment eingesetzt und am 22. September 1893 zur Zentralstelle des Generalstabes versetzt. Man beförderte Ihn am 17. März 1897 zum Major und kommandierte Ihn am 20. November 1897 in den Generalstab der 3. Division nach Landau in der Pfalz. Am 31. Oktober 1898 ernannte man ihn zum Bataillonskommandeur im Infanterie-Leib-Regiment. Ab 22. Februar 1899 wurde er dann wieder im Generalstab eingesetzt, am 4. März 1901 zum Oberstleutnant befördert und am 4. August 1901 zum Abteilungschef ernannt. Dort verblieb Oberst (seit 18. Mai 1903) Xylander bis zur Übernahme des 1. Infanterie-Regiments am 19. März 1904.

Er wechselte am 29. September 1905 als Direktor an die Kriegsakademie und wurde am 19. April 1906 Generalmajor. Am 30. Dezember 1907 übernahm er die 9. Infanterie-Brigade in Nürnberg und wurde anschließend am 18. November 1908 zum Chef des Generalstabes der Armee und Inspekteur der Militär-Bildungsanstalten berufen. Als solcher erhielt er am 7. März 1910 die Beförderung zum Generalleutnant. Man ernannte Xylander am 22. April 1912 zum Kommandeur der 6. Division in Regensburg.

Mit seiner Beförderung zum General der Infanterie am 27. März 1913 erfolgte zeitgleich seine Ernennung zum Kommandierenden General des I. Armee-Korps. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs kam es im Rahmen der Grenzschlachten in Lothringen zum Einsatz und nahm im weiteren Verlauf des Krieges an den umfangreichen Kampfhandlungen an der Westfront teil. Für seine militärischen Verdienste erhielt Xylander neben dem Ritterkreuz des Militär-Max-Joseph-Ordens am 10. August 1914 auch den Orden Pour le Mérite am 20. August 1916.

Am 19. Juni 1918 wurde Xylander der Abschied gewährt und unter Belassung à la suite des 1. Infanterie-Regiments sowie der Verleihung des Großkreuzes des Militärverdienstordens mit Krone und Schwertern zur Disposition gestellt.

Vom 15. Mai 1933 bis zu seinem Tode wirkte Xylander als Großkanzler des Militär-Max-Joseph-Ordens.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Xylander heiratete am 25. November 1878 in München Wilhelmine, geborene Jung. Aus der Ehe gingen drei Söhne und drei Töchter hervor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf von Kramer, Otto Freiherr von Waldenfels: VIRTUTI PRO PATRIA. Der königlich bayerische Militär-Max-Joseph-Orden. Kriegstaten und Ehrenbuch 1914-1918. Selbstverlag des königlich bayerischen Militär-Max-Joseph-Ordens, München 1966, S. 435–436.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahresbericht vom K. Wilhelms-Gymnasium zu München. ZDB-ID 12448436, 1873/74