Osloß

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Wappen Deutschlandkarte
Osloß
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Osloß hervorgehoben

Koordinaten: 52° 28′ N, 10° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Gifhorn
Samtgemeinde: Boldecker Land
Höhe: 52 m ü. NHN
Fläche: 7,65 km2
Einwohner: 1913 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 250 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38557
Vorwahl: 05362
Kfz-Kennzeichen: GF
Gemeindeschlüssel: 03 1 51 020
Adresse der Verbandsverwaltung: Eichenweg 1
38554 Weyhausen
Bürgermeister: Axel Passeier (SPD)
Lage der Gemeinde Osloß im Landkreis Gifhorn
SchwülperVordorfDidderseAdenbüttelHillerseMeineWasbüttelRötgesbüttelLeiferdeIsenbüttelRibbesbüttelCalberlahWagenhoffMeinersenOsloßBokensdorfUmmernWesendorfMüden (Aller)SassenburgGifhornSchönewördeWahrenholzWahrenholzGroß OesingenSteinhorstHankensbüttelSprakensehlObernholzDedelstorfWeyhausenTappenbeckJembkeBarwedelBergfeldTiddischeRühenParsaugemeindefreies Gebiet GiebelParsauTülauBromeEhra-LessienWittingenLandkreis GifhornNiedersachsenWolfsburgBraunschweigLandkreis HelmstedtLandkreis PeineRegion HannoverLandkreis CelleLandkreis UelzenSachsen-AnhaltSachsen-AnhaltKarte
Über dieses Bild

Osloß ist eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen. Die Gemeinde Osloß ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Boldecker Land mit Sitz in Weyhausen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osloß liegt zwischen den Naturparks Südheide und Drömling an der Aller, etwa 9 km nordwestlich von Wolfsburg. Südlich von Osloß befindet sich der Barnbruch, ein international anerkanntes Naturschutzgebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname Osloß wird vom adligen Geschlecht Uslefs abgeleitet, die hier um 800 n. Chr. eine Burg oder ein Schloss besaßen. 1274 erscheint Osloß unter der Bezeichnung Osleue, 1309 heißt es Uslussen und um 1566 wird es Osselesse genannt. Osloß wurde 1883 durch einen großen Brand fast völlig zerstört und beim Wiederaufbau aus dem Allerüberschwemmungsgebiet auf eine hochwassersichere Lage entlang der jetzigen Bundesstraße 188 verlegt.

Von 1882 bis 1977 war Osloß Standort einer 1816 in Neuhalderleben erbauten Bockwindmühle. Diese wurde 1977 vom Landkreis Gifhorn als einzige ihrer Art erworben und 1980 im restaurierten Zustand dem Museum und Heimatverein Gifhorn als Baudenkmal überlassen. Sie ist jetzt im Internationalen Wind- und Wassermühlen-Museum zu sehen.

1957 wurde eine neue Schule erbaut, 1980 ein Dorfgemeinschaftshaus.[2]

Osloß beheimatet heute (2020) knapp 2000 Menschen. Das Gewerbe in Osloß ist mit mehreren Handels- und Handwerksbetrieben sowie einer Gaststätte vertreten. Weiterhin befinden sich im Ort eine Arztpraxis, eine Grundschule, ein Kindergarten und ein Gemeindezentrum, welches für sportliche Aktivitäten genutzt werden kann.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Osloß setzt sich aus 11 Ratsmitgliedern zusammen.

Die letzten Kommunalwahlen ergaben die folgenden Sitzverteilungen:

Wahljahr 0SPD0 0WGO0 parteilos Sitze

Gesamt

Gemeinderatswahl 2021
Wahlbeteiligung: 60,62 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
63,7 %
28,8 %
7,4 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c Einzelbewerber Sven Pörksen
02021[3]0 7 3 1 11
020160 6 5 - 11

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Axel Passeier (SPD) amtiert seit 2016, als er erstmals und einstimmig zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt worden. 2021 erfolgte seine Wiederwahl.
Seine Vorgänger waren Jens Dürkop (2011–2016), Rudi Matz (2001–2011), Rudolf Jahn (1996–2001) und Valentin Licht (1974–1996).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappenbeschreibung: Gespalten von Gold und Grün mit eingebogenen silbernen Schildfuß bis Schildmitte mit blauen Wellenbalken. Vorn eine rote Bockwindmühle, hinten ein weißer Storch.

Das Wappen wurde vom ehemaligen Bürgermeister Rudolf Jahn entworfen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedhofskapelle in Osloß

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Osloßer Sportverein ist der Sportverein Osloß 1922 e.V., der in den Sparten Badminton, Fußball, Gymnastik, Herzsport, Radsport, Rehabilitationssport, Seniorengymnastik, Seniorentanz, Tischtennis, Turnen und Volleyball aktiv ist. Der Verein wurde am 1. April 1922 gegründet. Noch im gleichen Jahr wurde der erste Sportplatz eingerichtet, auf dem Fußball gespielt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein am 10. April 1946 neu gegründet und 1947 um eine Damenhandballmannschaft erweitert. 1948 folgte eine Osloßer Schülermannschaft. Ihr gehörte unter anderem auch Siegfried Tietz an, der später beim VfL Wolfsburg und FC Bayern München spielte. Von 1992 bis 1994 wurde das Vereinsheim erbaut.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die B 188 BurgdorfFriesack führt direkt durch die Gemeinde.
  • Busse der Linie Gifhorn–Wolfsburg bedienen Osloß im halbstündigen Takt.

Jugend und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osloß hat eine Grundschule, die Mühlenbergschule. Sie befindet sich im Mühlenweg und steht auf dem Gelände der alten Osloßer Mühle. Der Ort verfügt über einen Kindergarten. Weiterführende Schulen sind die Oberschule Weyhausen, die IGS Sassenburg oder das Humboldt-Gymnasium Gifhorn.

Die Gemeinde unterhält in Kooperation mit der Samtgemeindejugendpflege einen Jugendtreff, der im Keller des Dorfgemeinschaftshauses zu finden ist.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeinde Osloß: Osloß – die Perle des Allerurstromtales, um 2005

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Osloß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. Chronik. Sportverein Osloß 1922 e.V., abgerufen am 2. Juli 2022.
  3. Ergebnis Gemeinderatswahl 2021. Abgerufen am 22. Juli 2022.
  4. SPORTVEREIN OSLOSS 1922 e.V. Abgerufen am 2. Juli 2022.